bet Ehrenlegion zu Machen.
ft. W o ein Beefsteak 20 Mark kostet. Eine Amerikanerin, Frau Harriet Äabadse, veröffentlicht soeben in einer Nein Yorker Zeitung eine interessante nalioitalökonomische Studie über die Lebensverhältnisse in Alaska, ans der einige interessante Einzelheiten verdienen mitgeteilt zu werden. Tie Lebensmittelpreise sind nach ihr in allen Wohn Plätzen Alaskas nnglanblich hoch. So zahlte die Dame z. B. für eine Orange 85 Pfennig, für ein Ei 2 Mark, 20 Mark für ein kleines Beefsteak und 2 Mark für eine gebackene Kartoffel. Diese enormen Preise kommen hauptsächlich davon her, das; die Nahrung int Sommer, wenn die Wasserwege offen find, von Kanada und den Bereinigten Staaten zu Schiff herbeigeschafft, werden müssen. Gewiß könnte tut Winter auf Hundeschlitten weitere Nahrung herbeigcbracht werden, wenn sie nicht der euisWichen Kälte zum. Opfer fallen würde. Tie Hauplnahrnnq besteht aus Konserven, Es findet sich nach der Angabe von Frau Labadie. keine einzige Kuh in Alaska und nur wenige Hennen, die während des Sommers ein kümmerliches Leben fristen und zu Beginn des Winters eingehen. Sie können nicht einmal in geheizten Räume» im Mnter leben. Tas einzige grüne Gemüse, das in Alaska ge-
vermischte».
* Ein alleru ntertänigster N eujahrswunsch Einen Neujahrswunsch, der au den König von Preußen gerichtet ist, veröffentlicht eine Berliner Zeitung nutz dem Jahre 1735: „Die Sonne bestrahlet sowohl die niedrigsten Thäler als die höchsten Gipfel derer Berge. Unsere König!. Preußische Gnaden--Soiine er-- wärmet und belebet sowohl dero geringste Unterthänen als die Grossen des Reichs: mkd dieses veranlasset mich auch, da ich die Würme^ dieser Gnaden-Soune schon so lange genossen, und unter denen. Flügeln des glücklichen und mächtigen Prenst. Älslers Schutz und Ruhe gesunden, beh diesem bevorstehenden Jahres Wechsel mein allernnlerthänigstes Dank-Opfser öffentlich abzustatlen und vor Jhro Königl. Majestät, und des gautzeu Wletdurchlauchtigsteu Königl. Hauses unveränderliches höchstes Wohlsevn meine inbrünstigen und ungeschmincktcu Wünsche Himmelan zu schicken. Gott becröue also Jhro Königl. Majestät gesegnetes Haupt, nebst dero then testen Gemahlin, zur Freude derer sämtlichen Lande und treuesten llnter- thaneii, mit der Tat so vieler Jahre, als die Menschliche Natur zu
. ..l-..., .. , '. foraf non Brau- QW Hnd Harrptmann von Atnauld ihre 200 Füsiliere vorn ^tttlerie-Regnneut einladen. In etwa einer LMV.ude rudern fnnbtge Arme die Abteilung, hinüber. Nickst " w-^lb^deS ZollwachterhättScheus gehen die Füsiliere au lA»« * Douaniers schlaseü wie die Ratten. Plötzlich werden ste durch kmsttge lremdsprachlrche Ruse ans den Federn gejagt. Ce ^ber das. Betreten deS linken Weinnsers hat in trötz Verbots ein lautes „Hurräh" ausgelöst. Tie kran»osrschen Wachter verzichten auf die übliche Frage: „Haben vre wav zu verzollen?" Sie feuern blindlings' ihre Gewehre ab und veranstalten dann einen Wettlaus nach Bacharach. Erst oa/P’t,,)1 uhr morgens kehren sie mit einer Verstärkung von ^00 Mann nebst einer Kanone von dorther zurück. Inzwischen ist aber schon, der größere Teil der Brigade Hünerbein überge- setzt und wirst nun den Gegner über Bacharach auf die Höhen «ach dem stromabwärts gelegenen Oberwesel geht ?Utc Abteilung Mhrend drei Bataillone ans verschiedenen beschwerlichen rMßpsaden die Felswände erklimmen, nm die oben gelegenen Dörfer vom Gegner zu säubern.
^sWSscpd. ist, »uh laM Sie an den bestgnstigen Wachs' ErptvMmtzk. Hoheit und Dero gautzeu hohen K8nwk
^'W^_Dero unermüdeten Landes Bätrn- f Ä ine erwünschte Würckung angedehhe», Last wir mit b '-nu)r Agenden Jahren weder in dieser Königl.
« w v- ÄObgrenzte Alterthum das allerempfindlMe R-aelm^ wl inV(Vrt-lxen Landen von fernen dergleichen betrübten.
’w-a "'ehr mögen rcoen Horen, wodurch die Königl Gnade w> der Wt len gerewet werden muß, mit Strenge und SchäM gegen die Verbrecher ,einer heilsamen Gesetze zil Verfahren, fon- deril wir gesamte Unterthänen vielmehr deren süsse Früchte des onedens theilhafftig werden, und insgesamt die
- <"ouniitffe vor das kostbare Geschenk in Erhaltung Dero 01 Ädrson zu Preisen Ursache sinden mögen.
a-n w , ,11 "Ustfastlt der Frau an den modernen .Aannrrn? Latz ist die Frage, die von der Senmine LittK- kea^umo5- dl'izahl hervorragender französischer Frauen borge- W . Unter den: Antworten urteilt die bekannte Schriftstellerin. Ju 11 c 11 e A d a m am härtesten: sic ivirft den mo- oernen Männern „eine Eitelkeit vor, die mit Stolz nichts mehst ßst,,!chaneil . stat , und eme gewisse schlimme „Armut des 'ste- suM, die sich darin äußert, daß der 'moderne Mann unausgesetzt Zerstreuungen suchen muß". Eine andere Schriftstellerin, Mme. de Broutelles erklärt kurz: „Die Männer von heute haben zil viel Magen und zu wcmg Herz," und Frau Alphonse Sandet meint: „Was mich au der neuen Generation am meisten abftoßt, ist ihr Strebertum, ihre Hast, zu irgend einem twlmmn find greifbaren Resultate zu kommen, sei es nun GM oder Ehren oder Auszeichnungeu und die Akademie." Allein die Zeitschrist hat mich die Männer über die Frauen befragt, wol-er freilich nur die Vorzüge der modernen Frau zur Erörterung gestellt waren. Auf W Frage, was er an der Frau von heute am höchsten schätze, antwortete Emile Bontroux nur „Natürlichkeit" und Brieux meint: „Tie Gesundheit, denn sw ist die Mutter aller anderen Vorzüge." Debussy erklärt, y&®8 höchste Vorzug der Frau von gestern, heute und morgen scheint mir die Fähigkeit, Frau bleiben zu können." Andrö Gide dagegen erklärt sich für das Schweigen, Schweigsamkeit fei bje wertvoll si e Eigenschaft einer Frau und beruft sich aus Coriolans Gruß an seine Virginia: „Ich grüße dich, du mein aumnkigeÄ Schweigen/' P anl M a r g u e r r t t e aber antwortet: „Tic Vorzüge, die ich an der Frau von heute am höchsten schätze find «ich an der Frau von immer schätzen werde, daß find die Fähigkeit zur Liebe und der Instinkt der Btnttcrschaft"
Ein M ensch enj ä g e r. Ein Menschenjäger ist sicherlich eine seltene Spezies. Sie existiert vielleicht nur in einem1 Ex ein plare, nämlich in Herren Apatli, oder, wie er sich lieber genannt hört, „Kapitän Apatit", im französischen Guyana. Es ist Abend: die Sträflinge in Gruppen von 50 oder 60 Mann, todmüde, Gesicht und Hände mit dem rote» Staub bedeckt, der dem Boden von Guyana entsteigt. Plötzlich zerreist eine starke Explosion die Lust. Es ist das Zeichen einer Flucht: der Appell an Apatu, den Menschenjäger, sich auf die Verfolgung zu machen. Sofort wirst sich dieser auf das Pferd und sprengt tu den Busch. Er trägt hohe rote Stiefel, ein stolzes Wehrgehänge, an dem zwei Büchsen der neuesten Konstruktton nicht" fehlen. Er kennt den verstecktesten Winkel der ganzen waldreichen Gegend, jeden heimlichen Waldweg und wird stets von seinen prächtigen Handel!, die ganz ausgezeichnete. Hiksskräfte sind, begleitet. Selten entwischt ihm. ein Flüchtling. Er zieht ihn ans dem geheimsten Verstecke heraus und führt ihn dem Direktor des Gefängnisses zurück. Apatu bewohnt in Saint Laurent mit seiner stattliches Familie eine große Wohnung. Er besitzt einen vielgerühmten Harem. Tarin befinden sich zwanzig Frauen, von denen er insgesamt vierzig Kinder hat. Die Familie lebt' sehr glücklich, da Wild Md Fisch int Ueberslusse vorhanden sind. Außerdem bezieht^ Apatit eine ziemlich 'ausgedehnte jährliche Unterstützung vom Staate und auch noch eine nicht unbeträchtliche Prämie- für jeden Flüchtling, den er zurückbringt. Apatu hat den fran- zöfischen Solvateu und der Regierung ausgezeichnete Dienste geleistet, daß diese ihn für würdig befunden hat, ihn zum Ritter
Gegen neun Uhr ist der erste. Brückenabsatz bis zur Psalz- vurg sertiggestellt. Derweil nun die russischen Pioniere au dem Wetten, größeren Brückenteil arbeiten, gehen zituächfl zwei Ge- Wtze und zwei Schwadronen der Leibhusaren über die Schiff- bNicke nach der Insel, um vvn dort auf Fähren nach dem linken Ufer nbergefetzt zu werden. Dieses Verfahren wird bis zu der ."'Ätzens vier Uhr erfolgten Fertigstellung der zweiten Brücke fortgesetzt, was bei der Ungeduld Blüchers' wohl äii Verjjehcti tü Zumal als am Nachmittag des 1. Januar die fast vollendete Brücke, infolge der Gewalt der Wassermassen eine uu- leivoltte Spazierfahrt: machte, iveit die russischen Pioniere die dcht .MetfiskyiLern augebotenen schwereren Anker abgelehnt Satten. Aach der Schtlderung eines Angenzengen vollzog sich der Uebergang „unter dem größten Jubel der Uscrbewohner, unter fekw.?¥öe‘!’ ■■U'K Bauchzeu zwischen den int Winter- CTttfittf entzückend fchoncn Usern". So hatte das Yorcksche Korps ^"bruch des 3. Januar den Uebergang mit sämtlichen J™'1“ Jan"t Mtuttttontz- und Gepäckwagen sowie Parkkolonnen oewäiltgl. Dann folgte das Korps Längeron. Schon am Abend bie Vorhut Yorcks aus Befehl des rastlos porivu rlstretbeuden Blücher über Stromberg die Rahe bet Kreuz- ttrtd) erreicht, während das Korps aus den verschneiten, glitschigen Wegen des Hunsrück fich vorwärts arbeitete. Mit etwa 16 000 Mann marschierte dann Graf Längeron zur Einschließung von cv«, «flen ab. Seine übrigen Truppen wlgteii der Schlestschen Armee.
Mcht .so ilNbüitig wie b-l Koblenz und Caub ging der Ucber- gang des Kvrps Sacken bei Wannheim bbn statten Die einzelnen W der hierzu beftimmten Brücke lagen schon einige Tage bvrher.fast fertig gezimmert in der Nähe auf dem Neckar bereit. Ter Emmündmig dieses Flusses gegenüber hatten die Franzosen stärke Verschanzungen angelegt, sie mit 8 Geschützen bestückt und Mit csiva 300 Mann besetzt. Unter den Augen des Königs Friedrich Wilhelm III. von Preußen will Baron von der Osten- Eackcu m der Nacht znm 31. Dezember bas Hindernis beseitigen fassen. Um halb toter Uhr morgens werden 6 russische J.äger- vegtimenter auf Kähnen hinübergerudert. Ter gentesseue Befehl kautet:. „Die Verschanzung um jeden Preis zu nehmen" Die Besatzniig läßt die russischen Kolonnen bis auf kürze Strecke a»,die.Befestigungen herankommen. Dann ein prasselndes Kartätschen- und Mnsketeufeiier. Erst nach dreimaligen wütenden Attläusen wird der Gegner überwältigt und gefangen genommen Zwei russische Generale, ein Oberst und etwa 300 Jäger tot und verwuudet. Run werden die Brücke«teile herangeflößt verankert und mit Rödelbalken verbunden. Mit Einbruch der Tunkel- heit fährt das letzte Joch ein. Die Mannheimer Punschhäudler mögen gerade an. diesem Silvestertage keine schlechten Geschästc gemacht haben. "• Und der. denkwürdige Neujahtstag findet auch bas WM..-Sachen ans dem linken -Rheinuser. ■ Ich Vormarsch Über Frankenthal — nach dem Frankensand


