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„Natürlich, beim bei ihm hat man hiebet ein Messer noch Schuren einer Verletzung gefuirden. Doch liegen auch andere sehr starke Beweise gegen ihn vor. Sein großes Interesse am! Verschwinden des Nennens, sein Versuch, den Stallknecht zu vergiften, der Umstand, daß er in der Regennacht draußen wat/ der schwere Stock, der ihm als Waffe diente, und die Krawatte in des Toten Hand liefern genug Verdachtsgründe, lunt ihn vor
Lackte die beiden Stallknechte, die auf dem Heuboden Irin rkanimer schliefen. Sie hatten während der Nacht
Ä? 9eIj0^' .Akuter «Ee wohl ein starkes Schlafmittel haben und litt noch an den Folgen; da nichts Vet- herauszubtrngeN wär, ließ man ihn weitet fchlafen. Mau Straker, die Magd und die beiden Knechte machten Uch mzwischen auf, um nach dem Verlorenen zu suchen. Sie hegten noch die leise Hoffnung, der Stallmeister könne vielleicht ^en Morgenritt gemacht haben, und erstiegen eme An ho he m der Nahe des Hauses, von wo aus man das Moor ruigsum überblickt. Von dem Rennpferd war nirgends ^llrVcS^eT nach John Straker brauchten sie nicht lange Ku suchen. *Etwa eine Viertelmeile von dem Stallgebäude entfernt, hmg fern Mantel, an einem Ginsterbusch, und nicht weit davon in einer «ruldenforungen Vertiefung des Bodens, sand man die Leiche des Unglücklichen Stallmeisters. Ter Schädel war ihm durch einen wuchtigen Schlag mit einem schweren Werkzeug zerschmettert wor- dm. Und am Schenkel hatte er eine lange Schnittwunde, die von emer scharfen Waffe herrühren mußte. Offenbar hatte sich Straker, so gut er konnte, gegen seine Angreifer verteidigt, denn in der rechten and hielt et ein kleines Messer, das über und über mit geronnenem Blut bedeckt war. Seine Linke aber umklammert« eine r°t Wiuneä gestreifte seidene Krawatte; eine solche hatte, naö) Vlugfaae der Magd, jener Fremde, den sie beim Stall getroffen/ UM Wend zuvor getragen." '
AmNer Eis seiner Betäubung erwachte, erkannte auch er, daß die Krawatte des Fremden Eigentum sei. Nach feinet tteberzeugung hatte ihm dieser das Schlafpulver vom Fenster aus IN das Hammelragout geschüttet, damit der Stall unbewacht bliebe." - . "Es das fehlende Rennpferd betrifft, so fand man im Moor- ! voden^ des Thalkessels zahlreiche Beweise, daß es zur Zeit des Kampfes auf dem Schauplatz desselben Kwesen ist. Aber, seit jenem Morgen ist es Verschwunden, und obwohl eine hohe Beloh- «nng ausgesetzt ist und alle Zigeuner vän Dartmoor sich aus der Suche besinden, weiß niemand, wo es geblieben sein kann. Schließlich ist noch zu bemerken, daß sich eine beträchtliche Menge pulverisiertes Opium in des Stallknechts Nachtessen, bei Untersuchung der Reste, vorgefunden hat, während die Leute im Häufe an* demselben ■Jbenb vom nämlichen Gericht gegessen haben, ohne nachteilige Folgen zu verspüren."
§ÜöLkstrahI. . schon bekannt waten, ging mir dock erft irtif
Deteftivgeschichte von .Conan Dohle!« ' ’ | Lcheutung.^ Eer ihwr Zusammenhang putz'Ktz eigentlM
(Fortsetzung.) I Müs ich ein, „datz sich Straker b'ei
Scan Straker UM sieben Uhr erwachte, wär iHv MaUn I Zuckungen, welche mit jeder Verletzung des Gel-
ß!?1«? Es. einem Stuhl zusammengesunken Und völlig betäubt; I Ldlmes'^ ^diesem^tr"^^" höchstwahrscheinlich," versetzt
I iP^en sich gegen jede Theorie, die wir vvr-
vringen konnten, gewichtige Einwendungen erheben," sagte mein Sk rte- "?te Polizei ist, glaube ich, der Ansicht, daß Sünpfon, iiachdem er dem Stallknecht das Schlafmittel verabreicht hatte, sliachschlüsfels, den er sich irgendwie zu öer* Stall geschlichen hat, um das Pferd zst rauben. Er mutz ihm auch den Zaum angelegt haben, da* dieser sich nicht vorfiichet. SBäljrenb er nun, die Stalltüre offen lassend, ^er über das Moor dävvnführte, kam ihm Straker entgegen röer holte ihn ein. Natürlich entspann sich ein Kampf, bei dem Simpson fernen (Segnet mit dem schweren Stocke erschlug, ohne! von ihm mit dem Messer verwundet zu werden, das Straker als WerteldigungÄvafse brauchte. Hierauf gelang es dem Dieb ent» irieber, das Pferd in ein geheimes Versteck zu bringen, oder R hat sich losgerffsen und läuft nun in bet Irre auf dem Moor umher — So denkt sich die Polizei den Fall, Und trotz vieler Unwahrscheinlichkeiten, auf die wir bei dieser Erklärung* stoßen, ist sie noch die wahrscheinlichste Von allen. Sobald ich NN Ort und Stelle bin, werde ich der Sache übrigens bessert auf den Grund sehen können, einstweilen muffen wir, wohl oder Übel, auf dem Standpunkt stehen bleiben, den wir jetzt einnehmen."'
-Erst gegen abend kamen wir in dem Städtchen Tavistock ä«' das mitten in dem großen Rund von Dartmoor liegt, wie dtr Buckel an einem Schilde. Zwei Herren erwarteten unsj . Bahnhof, der eine groß und blond, mit Haar und Bart wie erne Löwenmähne und scharfen, hellblauen Augen, der andere, ein kleiner beweglicher Mann im Ueberrock und Gamaschen, sehr geschniegelt und gebügelt, mit kurz geschnittenem Backenbart putz emgetoffencm Augeiiglas. Dies war Oberst Roß, der wohl- bekannte Sportsmann, jener aber Polizeiinspektor Gregory, dep sich im Dienst der englischen Geheimpolizei rasch einen Namen gemacht hatte.
„Ich bin sehr froh, daß Sie gekommen sind, Herr Holmes," sagte der Oberst. „Zwar hat der Inspektor alles nur Erdenk-, liche getan, aber ich möchte nichts unversucht lassen, um den Tod des armen Straker zu sühnen, und wieder in den Besitz Meines Pferdes zu gelangen."
„Haben Sie irgend eine neue Spur entdeckt?" fragte Holmes.
fei ÄÄt" — ™Wm' — *• **W di- gyÄÄiS Stfe S?Äe’SrÄ r r Gregory, der den Fall m Händen hat, ist ein I Gleich daraus saßen wir alle in dem* beauemen Uandäuer
Bnu7"leisten 'Ä in fei"/’rt wrd rollten durch die Strafen mangelte. I spektor Gregory hatte nichts als den Fall im Kopf und goß die und I ganze Flut seiner Betrachtungen über uns aus, während Holmes
Ibn Siu Huben ttmr mA?1 -^8^' I mtr dann und wann eine Frage oder einen Ausruf dazwischen
v $ er» r < Uictlt f(inilte iljn irt b*CT I totlif. 'Obcrft fRnfi lehnte ftch in ih*en (Sife snirücF frbhtä hip
nu9 einet etnoefebenen nehitheten SVÄinifie Ttrrf fpirt 9^pvwnnpn I bn16t, btnefte „feinen ^nt ^6f ins Gesicht und lauschte aur Emilie» hat fein Vermögen I eifrig auf das Gespräch der beiden Polizisten. Gregorys Auf-
a em äßen veben-Zni?i"iÄi^^A’m den standes- I fassuilg von der Sache stimmte fast- genau mit dem überein, firi hMtnsbi»^n?rnerc-C ’ai£ani>rrCAe^e ^UOT!m^?)eZ-e=l I tuad mir Holmes im Zuge zum voraus berichtet hatte.
eraayb d<^s Mett/n Hn™'Wettbuchs I „Das Netz hat sich schon ziemlich dicht um Fitzroy Simpson ^avmn^n (EEiüvnbs ^00 Pfund gegen den I Wsammengezogen," schloß der Inspektor, „und ich für meine
Favoriten Silber strahl durch ihn gebucht worden waren. I Person zweifle nicht, daß er der Täter ist. Bei alledem mutz <3v>rfmnnv “rM b^anute er freiwillig, er .sei nach I ich jedoch zugeben, datz diese Annahnie nur auf Indizienbeweisen
SRnrJm0/ gekommen, um Erkundigungen über die Pferde in Kings I beruht, die durch eine neue Enthüllung umgestoßen werden können."
ltn£ ^^leich etwas Näheres Uber den zweiten „Und wie steht's mit Strakers Messer?"
Aufftckt i^N^ n ar Browns „Wir sind zu dem sichern Schluß gelangt, datz er sich selbst
von Capleton steht. Auch ver,uchte er Nicht I verwundet hat, als er zu Boden fiel."
bä//- vom Abend zuvor abzUleugnen, erklärte ledoeh, „Mein Freund Watson hat sich bei unserer Herfahrt auch
«A rost Absicht gehabt, sonoern nur den Wunsch, I in diesem Sinne geäußert. Dadurch würde der Verdacht gegen1
eA Sand zu verschaffen. Als man ihm die Simpson bedeutend erhöht."
Krawatte zeigte, erblaßte er sichtlich und war außer stände, an- 1 ----- ' - ■ - - ■ -- • --
zugeben, nuf welche Werfe sie in die Hand des Ermordeten gelangt fein könne. Sem nasser Anzug trug deutliche Spuren, daß er ist der Regennacht draußen gewesen fein müsse, und sein Stock, mit Blei beschwerter, sogenannter Todschläger, war genau bie SBüffe, welche die Verletzung hervorgebracht haben konnte, welcher der unglückliche Stallmeister erlegen war." ».-»^"?'^^b«h"ite Simpson selbst keine Wunde am Körper, wäh- I die Geschworenen zu bringen."
hoch, nach der.Beschaffenheit von. Strakers Messer zu ur- I Holmes schüttelte den Kopf. ;,Ein geschickter Anwalt würde teilen, mindestens einer ferner Angreifer durch ihn gezeichnet I dies ganze Gewebe in Fetzen reißen," sagte er. „Was brauchte er roorben war. — So, Watson —- das ist, kurz zusammengefaßt,- I das Pferd aus dem Stalle zu führen? Hätte er ihm nicht ebensogut! der ganze Sachverhalt, und wenn du mir irgendwelche Aufklärung I dort einen Schaden zufügen können? Hat man einen Nachschlüssel BarübM geben kannst, tust du mir den größten Gefallen." I bei ihm gefunden? Welcher Apotheker hat ihm das Opium-
Bch hatte den klaren Auseinandersetzungen meines Gefährten | Pulver verkauft? Und vor allem — wo hätte.ein Mensch, der in Bl.it MtzMjM ZntyMtz Klgehört; denn, obgleich Mr die £at* | hiesiger Gegepd fremd ist, ein solches WM verbergen kön.ueu,?


