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Momau von Georg Freiherrn von Dmpfe5W (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)
Die Genesung kam, mir nicht so, wie wir gehofft hatten, Nicht mit einem Schlage, nicht völlig. Der Arzt sagte, es' würde noch lange, lange Häuern, daraus sollte ich gefaßt sein. Und sehr geschont und gehütet sollte Maria werden. Dazu riet er Luftwechsel an, eine Reise nach dem Süden. Hebet den Aufenthaltsort waren wir uns nicht Kar. Mehreres wurde vorgeschlagen. Ich dachte au die Riviera, Pernese schwebte mir vor. Dort hatten wir uns fernten 'gelernt, dort mußte sie gesund werden. — Mir schien ein Hauch von Poesie und Liebe um den Ort zu schweben. Eine Dehnsucht packte mich nach dem sonnigen Hotel, dem Meeresbrand en, dem starken Blumenduft und nach unserer Bank Mn Kap, wo ich mein Weib gefunden hatte. Doch andere Erwägungen trugen den Sieg davon. Die Reise sollte Nicht lange dauern, ein Ort Mußte es sein, den Marias Eltern möglichst leicht erreichen konnten, endlich einer, der zwar ein milderes Klima bot als das unsere, mehr Luft, Licht und Sonne, aber doch! nicht zu sehr verwöhnte.
Die Wahl fiel auf Meran.
Ich reichte einen langen Urlaub ein, und so bald es! tzing, reisten wir ab. Die Fährt machten wir beide allein, Uur die Köchin Und die JUngfer begleiteten uns. Ich, hatte das Glück, eine reizende, kleine Billa in Obermais zu finden, in der wir ganA allein wohnten. Es war ein herrlicher Tag, als wir am anderen Morgen die Vorhänge öffneten. Kein Schnee, kein Staub, kein Ruß, kein Schmutz. Rein war die Luft, wie der wolkenlose, dunkelblaue Himmel, der sich über das Burggrafenamt spannte. Und still toor es, rein jLufthäuch regte sich. Im (garten war alles grün. Hohe Evo- nymushecken liefen rundum, Libänonzedern ließen ihre befiederten Aeste tief hängen und neigten tote eine Fahne den Wipfel, Lebensbäume stiegen steil, hoch, riesig in Pyra« mideu stuf. Mitten auf dem Rasenplatze vor dem Hause erhob sich eine gewaltige Konifere.
Wir steckten den Kopf hinaus auf den Balkon, her im stärksten Sonnenbrände lag, und ein seltsamer Duft zog zu Ms herauf, den wir im ersten Augenblick, aus Schnee und scharfen Winden, aus kahler, toter Nordensebene kom- Mend, Ms nicht zu deuten wußten. Doch mit einem Jubel int Don rief Maria, mit so heller, lauter Stimme, tote ich sie seit Wochen nicht mehr gehört:
v H Fritz, das sind ja Veilchenll
Ich heugte mich über das Geländer. Unten am Haus, W beschützten Stellen leuchtete es violett, Und eben wieder trug her an der sonnenbeschienenen Wand emporsteigende puftstrom Wr deh Duft der Veilchen zu- 8Ä Nickte Waria
hinüber über den Marlinger-Berg in all die reine Himmels!-! bläue 'und sagte:
i— Hier muß ich gesund! werden!
H Du bist es doch schon! gab ich zürück Und! strew chelte sie. Doch sie schüttelte den Kopf und,antwortete leise mit einem so wehmütigen Ausdrucks wie ich ihn noch me an ihr erblickt: ,
Nein, Fritz, noch nicht! Das fühle ich!
Aber als sie meine besorgte Miene sah, raffte sie sich zusammen, um mich nicht zu ängstigen, und sprach! Mir einem Blick der Liebd:
— Ich werde gesund', ganz, ganz' gesund — für dich! !
Ja sie mußte gesund' werden, meine Maria! Konnte es der allerbarmende Gott zulassen, daß sie krank blieb, die Nur zur Freude, zum Heil, zum Segen anderer geboren war? Ich zweifelte nicht, ich hatte felsenfestes Vertrauen r sie mußte gesund werden!
Es ging auch von Dag zu Tag vorwärts, sie schien kräftiger zu werden, Luft und Sonne, Windstille, Trockene heit, taten ihr Bestes, nur fand ich, daß, die Fortschritte nicht schnell genug gingen. Ich sagte es eines Dages dem Arzt, als einmal die Sonne nicht schien, es kalt und Mw freundlich war, einer jener Tage im Süden, die ab Und zu kommen, wo man ungerecht wird und', durch all die Herrlichkeit der Milderen Lage verwöhnt, sich einbildet,- „schlechter kann es im Norden auch nicht sein!" Der Arzt sah mich an:
— Sie dürfen nicht zuviel verlangen. Ihre Frau $e>i mahlin ist sehr krank gewesen. Hören Sie, sehr krank.
Das Wort verließ, mich tagelang nicht. Es hatte so ernst, so bedeutungsvoll geklungen! Und jedesmal, wenn ich Maria anblickte, die noch immer schmal aussah und blaß, summte es mir in den Ohren: „Sehr krank, hören Sie h sehr krank." Da sagte ich es ihr, tote krank sie gewesen wäre, ich wüßte es genau. Ich mußte es sagen, es hätte mir das Herz abgequält, denn es gab doch kein Geheimnis zwischen uns. Sie sah mich, ruhig an, fest, unbeweglich, aber plötzlich begannen ihre Mundwinkel zu zucken, ihre Augen schienen zu schwellen, sich zu röten, ihre feinen Nasenflügel bebten, sie fiel mir um den Hals Und! begann gänzlich fassungslos, herzbrechend zu weinen.
Ich hielt die zarte Gestalt an meiner breiten Brust —3 denn die Natur hat mich groß und ungeschlacht geschaffen — ich barg das zitternde, schluchzende Geschöpf, das in seinem Weh Schutz bei seinem Manne suchte, in meinen Armen, Ich fühlte Marias Beben, fühlte durch die Gewänder hitw durch das röchelnde Atmen, den stürmischen Schlag des Herzens. Und mich überkam ein Weh, daß es ntir die Luft nahm, die Kehle zusammenschnürte. Eine AhnunH etwas nicht zu ErKärendes, ein Vorgefühl zitterte in mir. Ich wollte etwas sagen — ich brachte kein Wort heraus.
Maria aber rief, wie in einem lauten Schrei unü krampfte und krallte sich an mich anr


