ein
nicht einmal geantwortet,
Wh trat M deU Händler zch ,-f
g^agen Sie einmal, was kostet Kenn ein Hayn?
m, das ist verschieden. 3 Mart, 2 Mark und iwch billiget,' in guter muß es schon [ein."
s
-,Eiu guter ,
Wir einigten uns auf ein feistes Exemplar der Gattung, das tzreß Mark kosten sollte, , „Ja, und wie transportiere ich das Tier?
\ ! ,,Na, ich schlachte es gleich und wickle es Ihnen gut ein,
1 Aber da kam der Mann schön an!1 ,
„Nein, den Hahn must ich lebendig mitbringen, sostst hat W ganze Geschichte keinen Zweck."
Mir dachten hin und her, schließlich! meinte der Maum
-„Ich gebe Ihnen einen kleinen Beutel für 25 Psg-, da,' tun Mv den Hahn hinein, das geht ganz gut,"
Die lachten. Ter Zug suhr ab. Meine gute Laune war dahin. Erst am Ende Meiner Reise dachte ich nach, daß, es doch1 UnsinN sei, sich deswegen zu ärgern. Zu Hanfe angelangt, war ich schon! wieder so weit, daß ich mich mit dem Gedanken trug, trotz allein eine Hühnersuppe zu genießen. In einem Geschäft hatte ich schon nach kurzer Auswahl ein großartiges Exemplar für nur zwei Mark erworben und ging stolz den heimischen Penaten zu.
Meine Frau empfing mich herzlich. Ihr Gesicht wurde aber Merklich länger, als das Huhu zum Vorschein kam.
„Aber Heinrich, jetzt ein Huhn, wo du doch weißt, daß Mein großer Topf letzthin entzwei gegangen ist,"
Auch das noch. Ich aber beschloß, alle Hindernisse zu überwinden und ging einen Topf kaufen. Den entzückendsten allest Töpfe erwarb idji Damit er nicht etwa entzwei gehen könne, nahm fch vorsichtigerweise einen aus Emaille. Meine Frau war entsetzt.
„Aber jch soll doch Nur ein Huhn kochen, du hast ja einen! Topf gebracht, in dem sieben Hühner Platz haben."
„Liebe Lotte, es ist der schönste Topf int! Laden, wiegt Neun Pfund und kostet 3 Mark und 45 Pfennige."
Meine Frau Körte gar nicht zu,
„Und der Deckel? Wo ist der Deckel?"
„Ja, wo war der Deckel?" Die niederträchtige Verkäuferin hatte mir einen Topf ohne Deckel verkauft,
„Ich werde den' Deckel holen."
Der Deckel paßte nicht. Ick) ging ein zweites Mal, belud mich aber vorsichtiger Weise mit dem neuupfündigen Topß damit ich einen passenden Deckel kriegte und lenkte meine Schritts abermals nach dem Geschäft, Ja, Kuchen! Der heimtückische Mensch hatte seinen Laden .zugemacht und es war doch erst I1/2 Minuten über 9 Uhr. Jch war ganz zerschmettert und traute mich nur zaghaft nach Hause, Meine Frau toetterM nicht schlecht.
„Natürlich, nun sitze ich da und habe keinen Braten zum! Festtag gekauft ivegen; deines dummen Huhnes. Morgen am ersten Feiertag sind die Läden zu, da kamist du ja sehen, was du ißt."
Ich war ernstlich böse,
„Liebe Lotte, wenn du! mich! Um meine ersehnte Hühnersuppe bringst, bin ich mindestens drei Monate böse."
Das half. Meine Frau dachte nach und sagtet
„Lieber Heinrich, Iveil du dich denn so sehr nach! deiner Hühnersuppe sehnst, will ich sehen, was sich machen läßt. Ich werde zitr Frau Kaibel gehen', die pumpt mir vielleicht einest Topf."
Fast tat es mir leid, Frau Kaibel, die Klatschbase, und! meine Frau, das würde ja nett werden. Wirklich kam meine Fran fast erst mitten in der Nacht wieder. Da sie aber einen Kochtopf hatte, so beruhigte ich mich.
„Frau Kaibel mußte den Topf erst suchen, daher hat es so lange gedauert. (O diese Weiber!) Ist aber ein schönet! Topf, acht französisches Steingut, innen glasiert, außen nicht- das ist jetzt das neueste. Es soll von wunderbarer .Wirkungt sein1. Da wird j-a deine Hühnersuppe noch mal so gut schmecken."
Jch war selig. Meine Träume waren entzückend. Der Mittelpunkt derselben Ivar ein wunderbares Huhn und eine Hühner!- suppe, wie es noch keine schönere gegeben.
Am andern Morgen war idji schon früh auf den Beinen- mit hochgekrempelten bloßen Armen stand ich neben meiner Fräst am Kochtopf und war emsig bemüht, ihr bei der Hühnersuppe zu helfen. Meiner Fran schien das gar nicht zu gefallen, sie meinte, ich habe den „Hühnersuppenklaps". Ich ließ mich indessen nicht stören, sondern rührte und kochte, daß es eine Art hatte. Meins Frau wollte etwas Holz nachlegen, ich sollte den Topf abuehmeu, damit es schneller ginge. Ich nahm voll Stolz den Topf . . . .< pardauz, lag der Topf, dessen Henkel Heiß waren, am Boden- zerbrochen. Mein Huhn im Schmutz.
Jch setzte meinen Hut auf und verließ schweigend, aber eilend meine Wohnung. Erst in meiner Stammkneipe, mit der! Hühnersuppe war es natürlich aus, kriegte ich meine Ruhe wieder Und da iwtierte ich denn:
Für einen gepfändeten Hahn
Für ein Netz Für zwei Hühner Trinkgeld für Kondukteur Für ein totes Huhn Ein Topf Ein Deckel
Meine heutige Zeche
Der französische Topf mindestens
macht zusammen
Jch war einverstanden, ich bezahlte und gab ihm, da ich kern kleines Geld besaß, ein Zwanzigmarkstück. Der Manu wollte Mein gehen und von seinem Bruder, der auch auf dem Markte fei, einen Sack holen. In demselben Moment traten verschiedene! Leute, darunter ein Gerichtsvollzieher, auf den Händler zu und » . . . pfändeten sein Geflügel. Nach vielem Lamentieren erklärte! M der Gerichtsvollzieher bereit, den von mir gekauften Hahn oerMszugeben. Der Händler ging darauf hin den Sack zu holen. Da er lange Zeit fortblieb, unterhielt ich mich mit dem Gerichts- wollzieher und erwähnte auch die zwanzig Mark. Kaum hatttz W das gesagt, so fing der Gerichtsvollzieher an zu lachen.
„Nanu, warum lachen Sie beim?"
„Mein verehrter Herr," meinte der', „ich glaube, der loMmi Mit den zwanzig Mark nicht wieder," .
Das war eine schöne Geschichte. Ich wartete noch ein bißchen jinb ging dann los ohne Hahn, den ich so doch nicht transportieren lOTmte. ' Aber schon bei dem nächsten Geflügelhändler kam1 mir der Gedanke: Nun gerade! Soll ich schließlich nicht einmal eine Hühn ec suppe essen können? Also frisch drauf los-
„Meiir Herr, was kosten die Hühner?"
„Das ist verschieden, je nach Qualität."
Bald hatte ich zwei Hühner ä 1 Mark und 75 Pfennige erfanden. Leider halte auch dieser Mann feilt geeignetes Ver- tzackungsmaterial Ur lebende Hühner. Aber er hatte eine Idee.
„Kaufen Sie sich drüben beim Seiler ein Netz."
Das ging. Ich erstand für eine Mark ein tadelloses Netz tot!) meine Hühner wurden hineingesteckt. Kaum hatte ich! das Netz in der Hand, als es mir auch schon wieder entfallen war- Die ängstlichen Hühner flatterten und plusterten hin und her und es gelang einem meiner Hühner zu entwischen. Nachdem man mich nun gehörig ansgelacht, machte sich der halbe Wochenmarkt «uf die Jagd. Und .es glückte, man hatte meinen Ausreißer bald wieder. Nachdem ich dem glücklichen Fänger 50 Pfennig Trinkgeld gegeben und die Schlinge fest zugezogen, machte ich mW NUf den Weg.
Nach Lösung der Fahrkarte passierte W glatt die Bähusteig- sperrs mit meinen Hühnern, die sich immer fort hin und her bewegten und schlecht zu transportieren waren. Jch setzte mich gemütlich in den Zug, schob mein Netz unter die Bank und dachte Mn die Freude meiner Frau und an die meine, wenn die Hühner erst auf dem Tisch stehen würden. Schon spürte ich den Duft der Suppe in meiner Nase und sog ihn mit Wohlgesühl ein. Da trat mit einem Male ein Kontrolleur auf mW zu, verlangte em Fahrkarte und sah meine Hühner, Obwohl ich der einzige rgast im Abteil, trug er doch:
„Wem gehören die Hühner?"
. mein
"Ja, das gibts nicht, lebendes GefWgel darf nicht Mit iE Kupee genommen werden, die Hühner müssen 'raus."
Jch war ganz perplex. Da der Kondukteur aber fort ging, Jo dachte ich, es würde klappen1. Aber schon nach wenigen Minuten war er wieder da.
„Na. die Hühner sind ja noch da."
^Allerdings, ich weiß nicht, was ich damit Mächen soll," „Ja, das geht mich nichts an, dis Tiere (Tiere sagte er) Missen 'raus."
„Könnte W b'ätn fein Hühnerbillett dafür kaufen?" „Nein, das geht nicht, die Hühner müssen 'raus," Was tun ? In fünf Minuten ging mein Zug, ihn zu! vd'r- JäuM'eu, hätte mir großen Schaden gebracht. Ich mußte also Versuchen, den Mann zu gewinnen. Ein Fünfziger Trinkgeld fruchtete nichts. Nun würbe ich grob.
„Herr! Ich werde die Hühner mitnehmen. Man hätte schon früher Bescheid sagen können, schon als ich beit Bahnsteig betrat, hätte man mich darauf aufmerksam machen müssen,"
Der Kondukteur Holte jetzt beit Stationsvorsteher, verschiedene ändere Beamten kamen auch noch. Es gab einen Auflauf Und das Ende war, baß man die Hühner mit Gewalt aus dem Kupee entfernen wollte. Jch kam dem zuvor, nahm mein Netz imb gab B samt den Hühnern einem Gepäckträger.
„Hier haben Sie ein paar Hühner zum Souutagsbraten," Und hu dem ganz verblüfft darein schauenden Beamten sagte ul): „Meine Herren, ich werbe mein Recht schon kriegen. Jch weiche an die Bahnverwaltung schon schreiben und Schadenersatz elangen. Ta W durch die Fahrlässigkeit des Beamten, den
Bahusteigkontrolle ausübt, geschädigt Wochen bin."
schönes Sününchen, und dabei hatte ich nicht einmal Hühnersuppe ’ gegessen. Zaghaft ging ich nach Hause. Meine Frau würdigte mich keines Blickes. Sie hatte sich bemüht, die einzelnen Teile des Huhnes zu säubern und es nahezu gegessen^ Ich habe nichts mehr davon bekommen. Mir darf seit der Zeit niemand mit Hühnersuppe kommen. Die hat für mich allein Reiz verloren. Aus mein Schreiben an die Eisenbahnverwaltun^ gegen Erstattung der Kosten zweier Hühner hat diese BchöM
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