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Schwarz.
Redaktion: R. Neurath. — Rotationsdruck und V-rlag der Brühl'schen UntversttStS-Buch- und Ste!ndrucker»t R. Lanae, Tteße»
Kd5-e4 oder A.) Ke4-f3 (f6)
c4—c3
Kd5—e4 oder d6.
Lgl—c5f und Ma.
ZltalenrStsel.
Aus jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, jo daß sich ein neue? Zitat ergibt:
1. O, ich bin klug und weise, Und mich betrügt man nicht.
2. Wohl dem! Selig muß ich ihn preisen. Der in der Stille der ländlichen Flur.
3. O, süße Stimme! Vielivillkommner Ton
Der Muttersprach in einem sremden Landei
4. Selig durch die Liebe, Götter
5. Mein Leipzig lob' ich mir!
Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.
6 Dies Kind, kein Engel ist so rein.
7. Ais ich noch im Flügelkleide
In die Mädchenschule ging.
8. Die Hindus der Wüste geloben, keine Fische zu essen.
9. Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein.
Auflösung in nächster! Numnrer.
1. Ld4-gl
2. Daß—c4: f
3. Dc4—g4 f und Matt.
A
1
2. Daß-b7t
3 Sd7—c5 oder
* .Trinkgeld" an einem Kaiserhose. Von einer eigenartigen Form, Trinkgelder zu „erheben", erzählt Mme. de Hegermann-Lindencrone in ihren Briesen, die sie im Jahre 1866
Auflösung der Schach-Ausgabe in voriger Nuiumert Weitz. '
Lst nterkw^dig st.L Sw untersucht die Frage, warum die Frauen den Männern nicht ebenbürtig sind und malt sich eine nahe Fukunst au? — die in wenigen Jahrzehnten herbeikominen j0[( —t ,vo die Frauen „kein Korsett tragen, aus flachen Absätzen
Ter'Zwang ^der^ Mode ist es nämlich, nach Ansicht von Frau Montjoie in erster Linie, der die Frau bisher verhindert Hat, es dein Manne gleich zu tun. Wenn man mit einem Mamte über die Gleichberechligung der Frau spricht, so meint tftau Mongole, wird er mit unbedingter Bestimmtheit behaupten, d,e Frau könne dein Manne niemals gleich sein, »weil sie zu nervös ist, weil ihre gaiize Anlage dem entgegensteht, usw. Maniier, die aus mefein Standpunkie stehen, so meint Frau Montjoie weiter, sprechen damit zwar ein Körnchen Wahrheit aus, aber sind der Sache nicht m f den Grund gegangen, denn was sie als unabwendbare Tatsachen hinnehmen, sind nur Tinge, die durch unsere gegenwärtige Kultur herbeigeführt worden sind - „Wenn die meisten Frauen.sonervös sind, so unberechenbar in jeder Hinsicht sind so äußert sieh Frau Montjoie, „so liegt das daran, daß die meisten krank sind, und wem» die meisten von ihnen krank sind, so ist der Grund dafür,
zu suchen. Man greife sich einmal einen kranken Mann heraris I und iraae sich, ob er nicht ebenso reizbar ist, wie eine Frau: rch I behaupte er ist es in noch höherein Grade." Diesen Grundgedanken j führt die Französin bann weiter aus, mdem sie das Leben der gegenwärtigen Frau, wobei sie aiigenscheinlich nicht nrir die psranzosin I lm Auge hat, in seinen Einzelheiten betrachtet. Ihrer Ansicht nach ist das Leben der heutigen Frauen ein „g ewohnh ei t s matz > g es Opfer". Ihr Leben besteht täglich aus „tausend kleinen Nadel-- stichen und Unbequemlichkeiten". Hier führt Frau von Montjoie nun als Hauptsünder das Korsett an, das den Körper verletzt und den Bliitunilauf und die Verdauung hindert, und als ebenso schädlich das Tragen hoher Absätze, an, das die wlclstigsten Organe verschiebt. Hierzu kommeii noch eine Fülle solcher „Nadelstiche", die nicht angeführt zu werden brauchen. Aber alle zusammen machen die Fraii von heute krank. Das ist em Ergebms, dem man im Hinblick auf das Korsett und den hohen Absatz kaum wiedersprechen kann. Frau Montjoie geht zwar ein wenig zu wett, wenn sie nun behauptet, daß alle Frauen bleichfnchtig lind blutarm sind, weil sie rmhygienisch leben, aber die Borwürfe, die sie gegen das Korsett erhebt, sind diirchaus berechtigt. Bei uns sind sie,edein geläufig, den Französinnen dagegen dürfte es zum -ietle recht dienlich jein, wenn sie einmal vollständig aufgezählt werden, wenn auch die Wirkung dieser Philippika nicht allzu groß sein dürfte.
Frön von Montjoie iveiß sich vor Erstaunen darüber nicht zu lassen, daß sich die Frauen seit Jahrhunderten so uiterhörte Opfer auflegen und sich dabei ständig bebauern lassen. Nach Ansicht der Männer — wenigstens nach ihren Worten — ist die Frau, wie sie heute ist, wenn man sich auf Frau von Montjoie verlaßt, em Entzücken für das Auge, ein Sonnenstrahl, dessen Schönheit bte Häßlichkeiten des Lebens vergeben macht; die Männer schwören, daß sie sie anbeten, daß sie ihnen alles bebeutet, kurz man hort die alte Leier, aber sie dächten nicht daran, ihr Schicksal mit dem des toöncn Geschlechtes zu vertauschen, wenn sie dazu m der Lage wären. Hierdurch hauptsächlich werden die Frauen itach Ansicht von Frau Montjoie in ihrem gegenwärtigen Zustande gehalten, wenn auch manches geschieht, was sie atts ihrer Untätigkeit auf- rütteln könnte. Die Frauen dulden z. B., daß später inan ihnen Moden aufywingt, die lächerlich und lästig sind, und zehn Jahre später von ihnen erst als häßlich erkannt werden. Wenn man einer Dame ein Bild zeigt, das sie in der Kleidung darstellt, die sie vor 10 Jahren getragen hat, empfindet sie es als Demütigung, daß sie jemals so geschmacklos gekleidet sollte gegangen fein. In dem Augenblicke aber, wo sie die jetzt als häßlich erkannte Kleidung getragen hat, schien sie ihr schön unb sie hatte sie als Schinuck angelegt, in dem sie ihrer Art folgte, ohne nachzudenken das zu tun, was alle tun. , ~ .
Als besonders abschreckendes Beispiel fuhrt Frau Montjoie bte Krinolme an, und dem gegenüber verweist sie auf griechische Frauenstatueli, die mit ihren einfachen, faltenreichen Gewandungen, die die Linien des Körpers erraten läßt, noch heute, nach Jahrtausenden, unverändert schön erscheinen. Es scheint, als ob Frau Montjoie sich ivirklich von der Ausrottmtg des Korsetts und ähnlicher Kleidungssüiideii alles verspricht. K. F.
*DasGlückderEhe. „Ich hörte. Sie hätten geheiratet?" — „Ja, die Unordnung war schrecklich — bin immer mit abgerissenen Knöpfen herumgelaufen." — „Na und jetzt? „Jetzt nähe ich sie mir an!" „ ...
* Eine Abwechselung. - Herr: „Fraulem Clara, für Sie würde ich mich ins Wasser stürzen!" — Fraulem: „Na, das ist doch 'mal eine Abwechselung. Sonst wollen die Herren immer für mich durchs Feuer gehen!" ,
* Am Stammtisch. „Was? Du willst jchou nach Hause? Es ist ja noch nicht einmal neun Uhr!" — „Ja, heute hat mich meine Frau geärgert und nun ärgere ich sie wieder. — „Womit kenn?" — „Sie hat jedenfalls eine schöne Gardinenpredigt einstudiert, für den Fall, daß ich recht spät nach Hause komme: deshalb gehe ich jetzt schon so früh — dann kann sie bte Predigt nicht halten."
. . ... h •_ wnnknrftomt Kletterer i von einem Besuche am Hofe Napoleons HI. in Eompiegne ge-
Puttjarken sogar unter einen mehr tote waghalfigeti Kletterer hat und die jetzt in Harpers Magazine veröffentlicht
geschrieben: „Hier bin ich angeseilt das to gW > I werben. . Ehe wir gestern Compiegne verließen", so schreibt sie, gewaltig, daß Puttfarkens Ruhm als Bezwinger der Alpenschrecken I °^urben rob? a[s luilu gerade unseren Morgentee einnahmen, durch bis heute lebendig blieb. I den Eintritt des „Siaior-bomo" unterbrochen, der uns em Blatt
. I Papier einhänbigte. Wir waren auf diesen Besuch nicht unvor-
5)01 StVGltG OCt HlOvC. . I bereitet, da itns von einem der Gäste, der schon vorher hier ge»
cr.ieier Tage ist in Paris unter dem Titel „L'Egale" ein Buch I wesen ist, gesagt worden war, daß von jedermann erwartet würbe,
erfdiienen dessen Verfasserin, Frau Camille de Montjoie, Ansichten I er in seinen Zimmern bleibe, bis diese bedeutende Perfonlich-
iiber bas' Leben der Frauen entwickelte, die für eine Französin | xeit ihre Runde gemacht habe, um das „Trinkgeld emzusamuieln.
twer oas leuen o c*.._ I Ich sage: das „Trinkgeld", denn das, was man gewöhnlich ge-
trennt gibt, wird hier zu einer Summe zusammengeworfen. Dieses Stück Papier, das et uns fast auf der Spitze feiner „Hellebarde" überreichte, erwies sich als eine bereits fertige Quittung über 600 Francs - unser „Trinkgeld"! Wir waren bann eine ziemlich gedämpfte Gesellschaft im Zuge. Die Unterhaltung brebte sich fast ausschließlich um die Trinkgelder. Der Hmssier entscheidet über den genauen Betrag, den jeder zu geben hat. Zum Benpret ist er der Meinung, daß ein Gesandter 2000 Frs. geben soll. Für einen Staatsminisier genügen auch schon 100 > Frs. — von un- offiziellem Volk, wie wir selbst es sind, kann man nicht mehr erwarten, als 600 Frs. zu erhalten. Und der arme Adel von Frankreich kommt sogar mit 500 davon! Einige waren der J.(etn- ung, daß es netter wäre, eine große Summe en mässe ju geben, als lauter kleine Teilchen, andere wieder glaubten, datz es mehr Befriedigung gewähre, persönlich den Dienern seine Gaben zu übermitteln, aber einstimmig waren wir der Ansicht, daß dieser o'stzielle Büttel eine unangenehme Steuer war. Die täglichen Ausgaben in Compiegne, so erklärte uns der Gouverneur des Hauses, uno ten von ihnen krank ftnö, io i|i oer mnmu uutm., ■ der sollte es doch wissen, beliefen sich auf nicht weniger als iv ouu fitnben Lebensart und ihrer falschen Hygiene I gt§., und es lebten über 900 Leute im Palast, bte alle ernährt unö ' " 1 gefleibet fein wollten ... , .
'Eine Hochzeit burch ben Fernsprecher, wurde, wie aus New-Uork berichtet wird, kürzlich zu Coin m Jova feierlich vollzogen. Nev. H. B. Minton saß in fernem Ornat vor dem Telephon und ließ sich mit George Prentioe tu Northborough und Fräulein Mary De Witt in Blanchard verbmben, -wei Ortschaften, die beide von Coin fünf englische Meilen und voneinander 3 englifche Meilen entfernt sind. Sils die Verbindung hergestellt war, sprach er die üblichen Worte in neuer Formulierung: Reicht euch die Hände durch ben Draht. Durch das Telephon kant zweimal die Antwort zurück: Wir haben es getan. Da sprach der Geistliche die Worte in den Apparat: „Ich erkläre ettch für Mann und Frau" unb der Bund war geschlossen.


