Redaktion: K. Neurath.- Rotationsdruck und Verlag der Brtthl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.
Logogriph.
Ich schütze dich zur heißen Sommerszeit, , Wenn drückend scheint die Sonne weit und breit. Willst du jedoch mein „L" mit „t" vertauschen, So kannst du nimmer srohem Sange lauschen.
Auflösung in nächster Nummer.
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Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer: Eisenbahnen — Rienzi — Semele — OlberS — Lothar
Labrador — Dahome — Elisabeth — Illyrien; Er so l l d ein Herr (ein,
OM MM sie vor ihm: hochrot, hornig, M blitzeMest großes Si WÄÄ «w*r toi«««w.
«i uns
Fräulein . . . Eberhardt", stammelte er, „uh .. rch . . hab''es wirklich . . . nicht so gemeint. Ich achte und Matze und ehre g>ie ja so sehr . . . Md . . „
„Das sieht man", unterbrach fte ihn schroff, Kllrzer Hand wandte sie sich und ging. , .
Fräulein Eberhardt", Tief er fast weinerlich . . . ,;,etn einzig Wort nur! Sagen Sie mir Mr, daß Sie mir verzeihen. Ich stehen geblieben. IM Dammer des Waldes> spielte jetzt fast ein leises Lächeln um ihre Lippen, Er konnte es nicht Der Ton seiner Stimme hatte sie milder gestimmt. Es lag Angst und Reue darin. Und das „alter Esel" war so kreuzun- R-°» «W«**' toi« f,e 'Nil; »uch"»ichl!" ici.fi.-: e«. „Aber «S kam Io . . . wer Mich". . . ganz im Augenblick!, Der Deubel auch v^zecheir Sic — dieser verd— ■— Rotwein! Und MU < $. stad Sie nur
malige Zeit unbeschreibliche Kühnheit hatte, .sich eme Zigarel^ auf ver Bühne aNzuzünden. Sie konnte diese Neuerung nuti wagen, weil sie sich ihrer Macht über die Pariser bewußt -vap« Alsbald bemächtigte sich aber hie öffentliche Satire dieses Ereignisses. Mr der vielgespielten Revue der Bruder CogmarÄ „Am Vorhang, «der dramatische Affynpossen" wurde Fraulem Judith Vorgefühl, wie sie um das Recht aus die Zrgarettä kämpfte. Sie schreit: „Ich möchte Zigaretten! Die ,^Kritik brummt: „Diese kleine Frau hat den Teufel im Leibe. Es flifit kein Stück, in dem sie nicht raucht. Das Publikum wird wohl ode« übel die Nase bald voll! haben," Fraulein Judith siegt erst .in dresM Streft, als der „Ruhm" ihr zur Seite tritt und sie verteidigte „Rauch, trink oder tanz' nach deinem Behagen, du wirst dtp auch so den Erfolg erjagen!" — Erne berühmtere Raucherin aber ist George Sand. Erst vor wenigen Tagen wurde tn Frankreich lein hübsches verziertes Lederet»! versteigert, m dem , dl« berühmte Schriftstellerin ihre Zigaretten trug. . Auf der einen Seite befindet sich ein Medaillon unter Glas, das eine lustig« Person mit einem Tierkopf in der Tracht von 1840 darstellt, die eine türkische Pfeife raucht. Auf der anderen Seite sicht mal, ein goldverziertes Wappenschild. Im Innern des Etuis aber sand sich, in ein Stück Papier eingewickelt, ein Zigarettenstummel, und folgende Aufschrift trug das Papier: Diese Zigarette raucht« George Sand auf einer Abeudgesellschmst am 8. November 1846. in Paris bei Herrn Dr,. Lallemaud, Mitglied des Instituts«
A. Cauvet."
* Begründete Anfrage. In einer .Universitätsklinik wurde jüngst ein 18 jähriges Dienstmädchen Mit Blinddarment- zündimg eingeliefert. Eine baldige Operation schien.notig. Auf das Telegramm an den Vater, in welchem, die Einwilligung zur Operation seiner minderjährigen Tochter emgeholt werden sollte, kam! folgende Antwort: „Werthe Heren Ich gebe die Emwiligung zur Oberatzigon ich möchte aber gerne wissen wie die Tochter mit vornam Heist denn davon habe ich zwölf Achtungsvol X. A.
* Au! Junge: „Vater, warum haben denn die Musiker beim Militär keine Gewehre?" — Vater: „Dummer Junge, weil I es ausdrücklich heißt: „Spiele nicht mit Schießgewehrenl
Wohl ewig böse."
^Neim^^sprach^sie dann leise, „ich will glauben, daß f e . daß Sie selbst nicht wußten, was Sie taten!
' „Und verzeihen mir?" fragte er. leuchtenden Blicke».
„Ja. Unter einer Bedingung: Sie kommen — und das ist selbstverständlich — die nächste halbe Stunde uicht an unseren Tisch Lassen sich am besten überhaupt Nicht auf dem Festplatz sehen. Ich werde Sie bei meinem Vater entschuldigen — Kw hätten einen Schulfreund getroffen."
„Wie Sie bestimmen," erwidert« er seufzend.
„Ms auf weiteres also Adieu!"
.'Adieu. Und Sie verzeihen mit ganz und gar?
. Ja Aber das siebente Gebot kennen Sie noch immer Nicht
Erst'waren's die Himbeeren, heutt.war's Mmmer — wie soll I VÜchektisch.
das weitergehen? Also merken Sie sich: Stehlen ist ver I $ an3 grand, „Thies und Peter", Roman.
verwehrt war . .. B tb> hMein. Dieses Mädel und Umgebung hat in allen Teilen eine gründliche Neubearbeitung Dies herrliche Mädel'D?r Kuß war ja eigentlich eine gesunden Das Buch enthält alles was stir den Kurgast oder den
memrinfeit - Xr tounberfMn war er doch. Und wenn er Wanderer von besonderem Interesse ist, Spaz,ergänze und wettere
ftkt aus der Verbannung zurückkam, da wollte er sie fragen, I Ausflüge. Die beiden dem Führer betgegebenen Karten sind durch Mt aus d 3einen Pakt schließen wollten — einen I Ergänzungen vollständig auss Lmlseiide gebracht.
Pakt für 'die Zukunft, daß sie wartete, bis er das väterliche Gut I Jakob Schaffner, Konrad Pilater. Roman-
bekam Das Gut, auf hem s i e einst die Herrin sein sollte. I (g. Fischer, Verlag, Berlin.) — Konrad Pftater ist em H"vdwerks-
Trude Eberhardt seine Frau — zum erstenmal kam ihm I bursche, ein Schustergeselle. Dariiber huiaus ist er eui Mensch, der
dieser Gedanke Und doch war er ihm so vertraut, so ganz j [eine Bestimmung sticht, der seine Bestimmung noch nicht gesunden Uar und einleuchtend n hat. Gleich als er uns vorgestellt wird wie er un Spätsommer
Er konnte die Zeit nicht erwarten. Heut' Wär die beste, das Mosel- und Rheintal nach^Metz wandert, erfahren wir, arÄTÄU1*'""" sw
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Manern vorbei. , I raem,6 Tat und Leide» sein, die den Simplizissimus durch das
Der eine sagte: „Schade, daß Eberhardts schon nach Hause I gaui) ' [cjte, c0 ähnelt er ihm doch darin, daß er erst auf seinem
gefahren sind. Die Trude ist ein Patentes Madel. I eigenen Grund und Boden zur Ruhe kommen wird, in einem
(Schluß folgt.) I geistigen Besitz freilich. 91bentener in Frankreich, allzu frühe Seß-
.. I Hastigkeit in einem kleinen elsässischen Städtchen, die Jreilndschast
I zu einem Wandergenossen, die Liebe einer jungen Meisterstochter I werden ihm zuteil; er gibt sich ihnen hin, aber unter seiner Hin- ... .. ^*: * . , □* K. 1IM= I gäbe wacht die Unruhe, die ihn nicht zu einem vorzeitigen Ziel
* Aus dem Ohmgebiet. Zu dieser Von uns M I £. läßt. Wundervoll und ergreifend ist insbesondere die Laufe des Jahres veröffentlichten Aufsatzreihe gibt uns I L üor ^em Mädchen, das mit käthchenhaster Treue ihm nach- Dr. Ludwig Freiherr Nordeck zur Rabenau über i und, unglücklicher als Käthchen, feine Seele nicht einholt und die feine Familie betreffenden Angaben eine Richtigstellung: I ”, Grunde geht. Sein kaltes Herz habe das angerichtet, wird ihm Auf Seite 639 wird ein Thim o von Nordeck 1080 er- I ÜOrgeroorfeii, aber etwas anderes war schuld: die Sehnsucht seines wäbnt Dieser hat aber nie gelebt, wohl aber ein Thimo I Geistes. In Schaffners Erzählungskunst ist viel Sprachreichtum, N eu deck der bei Bamberg lebte. — Was die Geschichte der | Gestaltungskraft und kultivierte Volkstümlichkeit.
Burg Nordeck betrifft, so ist sie seit 4 Jahren wieder im Besitz der Familie Nordeck. Sie wurde nach den Planen eines Architekten aus Heidelberg neuausgebaut.
* Seit wann die Frauen rauchen. Daß auch die Frauen zu rauchen begonnen haben, ist noch nicht länger her als etwa 80 Jahre. Das Wagnis, öffentlich zü rauchen, untere nahm eine Frau zum ersten Mal in beit 30er Jahren des vorigen, Jahrhunderts, derselben Zeit, in der überhaupt das Rauchen/ und zwar ziierst, weil man ihm vorbeugende Kraft gegen, dr« damals Europa verheerende Cholera zuschrieb, zur allgemeinen Beliebheit gelangte. Es war 'int Jahre 1834, als Fraulein Judith, ein Mitglied des Theaters „Palais-Royal", die ftir die da-


