Ausgabe 
26.1.1910
 
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Btto, und fo Mt rS 'M dich Eich em üüKlsfeudesNogrcchhlMs LculfckeS GesaMwerk aus breitester ^nnidlage geschafstu wurde. Tte GÄegeuheit VaMbvt Muachd^n 18o8 Svnig Marimrlianll. M? Rankes Anregung dieHistorische KomuEwu der .rGiugr. bayerischen Mademke der Wissenschasteu tW LHeu germeu uui> Rauke zu ihrezu Vorsitzenden ernannt hatte, dieser hiNie unter Ander«» Aufgaben für die ««e.UrpEMt auch die Schaffmra ietner Mgemetneu Deutschen. Bio«rM)ie twraeschUrsen -- ^mr M.mnei,ke Lebeustu-schrcibuns der uauriMeu Deutschen, ein Wer-, VicÄetcht ut l«rik»!-fch<r Fornr».^ tn ferner befchrSuwn Auzahl Von Banden sichere, und rarteMe AnMmft über alle der Cc- UkÄuuna würdige Rmmu darböte." Jnvesseir nahmeii anders Ack-eiten zunächst die KdnÄuissisn ioMrt m HrMuch, daß . ste er st hie Oktober 1868 in die Beratung von Rankes VorsÄag .emtteteu stuntte. Nun aber beschloss, man auch,, sofort mi vtc Verwrrllichur.g be-cj allgcmein als wichtig und dringend crimmteu Planes zu geben, und übertrug die Äauptredaktüm des VnterurhmeW dem Ämtern RochuS Wn Lilstncron, der seni.m Aohusitz 18bck nach München vvrkdgle. Dieser rvrtr-öfsliche Gelehrte --.der andere Lilstni.rvn, ans den Deutschland stolz zu sein allen Gr und hat - war besonders durch sein von 18«r1869 rrsWenE? Monn- InÄltaÄVerk in vier BaudenDie hrstvrrsche» LoMni«« de« Deutschen hre 13. bis 16. Jahrhundert", das er im Auftrage der Historischen Kommission in Münchrrr verfasst Hatte, Her WMt- schaMchrn Welt bekannt getrordeu. M war 1820 m geboren, ein Schüler und Freund Karl Mültenhoff», m.r harre alS Privatdozent erst in Bonn, dann als Professor m Mel und Jena gewirkt, bis ihn 1865 der Herzog von Mermugen als Kabiuettsrat in seine Dienste berief. Als Redakteur der «Atlge- ir,ehten Deutschen Biographie" gewann er bald «ach dem Begmn btS WerkeS einen ausgezeichnet befährgten Mitarbeiter in dem Würzburger Historiker Prof. Franz von Megel«, utr sich.ms zu fdittne 1897 erfolgten Tode mit ihm m die Revaktwn teilte.

Man vergegenwärtige sich di« Schwierigkeiten, die mit der Grundlegung für ein derartiges Werk pertnüPst tvareu. Mir) zwei Grenzen waren ihm gezogen : es Mlieit nur Pettonen ren.- icher Nationalität darin Aufnahme linben und nur solche, mc bereits verstorben waren. Aber ivetche ungeheuere Fülle von Rainen und Persönlichkeiten kam auch so iwch m Frachs vnd nach welchem Plaue sollte» alle diese m em «M eure bMumile Wndezahl veranschlagtes Werk cmgcrettzt werden? In welchem GröfMverhWnis sollten die Biographien zuermmder stehen, dann! nistt schließlich führend« Geister und Mine Mrcheulichttr ans alesch viel Raum behandelt Milden? Ta waren, zunächst z.L- Leriäsiige Mitarbeiter als Unterredaktenre für. ,edcs einzelne Wissensgebiet zu gewinne», die ihrerseits wieder die bedeutenderem «edihtlWdtm ihrer D isziplin, ans allen Jahrhunderten zusamnmr- Men mussten; eS waren zahlreiche Spezialmttardeiter anzw werben und zu instruieren; cs muÄe ans Jahre hinaus bei Ar­beitsplan Buchstabe für Buchstabe srstgelegt rverden. Da» alles und anderes erforderte nicht nur große «ach- Wb Personaldmntnts, Weitblick und Organisatimistalent, auch ein gnttS Teil diploma­tisches Geschick im Verkehr mit den verschiedensten Glemcnten der deutschen Gelehrtenrepublik. Liltenewn, der alle diese Eigenschaften! besäst, sand eine starke sichere Stütz« in fcewi Umstande, daß der große nationale Aufschwung von 1870/71 für solches wissen- schaWches Dokument der deutschen Einheit eben erst ine günstigste DtimMima geschaffen hatte. Gleichwohl blieben der Hmderuisse. Mch genug zu überwcknden, bis 1875 der erste Band des lterles int Druck erscheinen Sonnte. . _ .

Damals ging der Voranschlag noch dalnu, daß. da» ganze Unternehmen 20 Bünde umfassen und nach 10 Jahren abgeschlossen vorlregen sollte. Als HöchstuuHamg einer einzelnen Biographie war ein Druckbogen (16 Seiten) vorgesehen. Die PraxiD ergab iedvch bald die Nnmoglichleit, an dieser Begrenzung rcstzuIMteu, und 'weder der Herausgeber, noch die Historische Stonrmtffwn, noch der Verlag Tnncker u. Hmublot (der sich von Anfang an Mit großer OvstrwÄiigivit in den Dienst deS Unternehmens stellte) waren kleinlich genug, dem streben der Mitarbeiter nach VvU- Wndigkeit und Muftlerifcher Abrulndung namentlich der wichs- tigeren Biographien Mderflsand eutgegcnznsetzen. e» mm es, hast eine groste Anzahl von Artikeln die Bogengrenzc weit uber- fchreitcu durfte, beispielÄveiso RedlichSLessiim", der 46, Hest- mann FischersSchiller", der 30, und Michael BeruahsGoethe , der 50 Seiten umfasst. Der weiteste Spielraum blieb Max Lenz für feilte Bismarck-Biographie Vorbehalten, die nicht weniger als 205 Seiten einnimmt und die dann auch, ebenso wie der ,,Stotler Wilhelm I." von Erich MarckS, ,vie derGoethe" von BernavS und manche andere Stndie als einzeln käufliches Buch crschieuert ist. Man soll jedoch aus dieser Ausnahme nicht ettva schließen, dost der Herausgeber etwa nur deut patriotischen Gegenstände zuliebe dem einzelnen Mitarbeiter so viel größeren. Spielraum liest: es spricht vielmehr für seine vornehme und Mektive Vor­urteilslosigkeit, dass er z. Bi. Ml der. BiogrMl« Lassalles, hie Ernst von Plener schrieb (sie ist semerzmt gleichfalls als Einzel­ausgabe erschienen), nicht weniger als 40 Seiten Text emrüumte.

Als 1899 dieAllgemeine Deutsche Biographie" mit dem Buchstaben Z vorläufig abschloß, ivaren aus den vorgesehenen 20 Bänden deren 45 geworden, die insgesamt 23 273 Euizel- diographien enthielten und an denen 1418 Utitarbeiter beteiligt waren, darunter so ziemlich das ganze wissenschaftliche Deutsch-

tonb Die Praxis war dabei die, das; irt der Regel jeder Mit­arbeiter entweder eine größere Biographie ober eine Gruppe ver- toönbter kleinerer übernahm Es ist nur selbstrerständlich, daß bei dieser Unzahl von Einzelbeiträgen auch nicht wenige mit nnterlanfen mußten, die nicht auf der Höhe des Ganzen startden, ebenso ivaren einzelne Fehlgriffe bei der Auswahl der Bea^ beiter schlechterdings nicht zu vermeiden. In innen reryiw tch etwa die llebertraguug der Hrine-Biographm an den verstor­benen Baseler Altphilologen Jalob Mahlst, der gewch in sernenr S-rezialsach sehr tüchtig, als Literarkitiker aber nur ein mäßiger Dilettant war.) Ebenso ließe sich in viele» Fällen darüber rechten, ob die Ausnahme mancher kleiner Geister überhaupt berechtigt nub verdient war: speziell untre den sehr zahlreichen rlemen Biographien aus der neueren schönen Literatur, die meist von dem bekannten und verdienten Lexikographen Franz Brümmer in Nauen beigestevert sind, irnden sich nicht wemge, auf dts wobt das Bibeswort hätte Anwendung finden dürfen: Lasset die Token ihre Toten begraben! Aber, wo so viel Licht ist, darf auch, einiger Schatten fein: in ihrer Gesamtheit enthalt d«M- oemdne Tentsche Biographie" jedenfalls eine nnubersehbE Fülle imrtroller bmgraMcker Studien und GedeutbÄtter, von denen! viele i?aM -Stil wie Aufbau als Kunstwerke angesprvchen werden dürfe». Es hüt sich im Laufe der Jahre eute elgene Technu für diese Beiträge herausgebildet, und man darf behaupten, daß durch dieAllgemeine Deutsche Biographie" geradezu eine neue Form historischer Kleinkunst, dasBiogramm", 'wie Alfred Dom - .....iui «r..=s>^ genannt hat, erst

es mit einem glücklich geivählten Ausdruck genannt hat, «rst ins Leben gerufen worden ist, einer Knust,, d'c stch ju der großen historischen Darstellung etiva verhalt, wie die Medaillemknnst zu der des Marmorbildners. . . .

Auf die ersten 45 Bände sind daun im Laufe des letzten Jahrzehnts noch zehn NachtragKÄnde gefolgt, m denen alle btt während deS Erscheinens deS Haup-oerke-s Verstvrbnreir m diesen, B-rgessenen Bogrnphisch vewrigt wurden, und fflffl rolti) also mir dem 55. Band Mm zweiten Male der btdtotot a* sprechend kleinere Kreislauf von A bis / gefchlossen. Seit 1907 bat sich der hvchbetagte Freiherr von Lilreucron (nebrndm bemerkt, der Schwiegervater deS preußischen Fmanzmimsters v Nheinbaben) von der Herausgabe des Werkes zurückgezogen und sie iür den noch ausstehenden Rest dem aus bwaraphischem Ge- biete ebenso bewanderten wie geschätzten Dr. Anton BettelAeim in Wien überlasten, der ans seinen MrWug Wt der Hsstvruch«^ Kommission mit der Weiterführung beauftragt wur^. Ju letzter Zeit hat iedock) nicht mehr Dr. Bettel heim (dessen Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog" letzt den Ersatz imd die W- gänzung der- abgeschlossenenAllgemeinen Terttfchen Biographie »WM Rat ckof. De. Alfred Tove m Frechurg, einer' der ältesten und intimsten Schüler Rankes, tebalti»» besorgt s über die Gründe, dre zu diesem Redaitrons-' wechsel geführt haben, hat bis Oeskntlichknt nierkwllMgeritese irichts erfahren, sie sollen wdvch, tote nur Geh. Rat Dove mtte teilt im Vorwort des bevorstehenden Schlußbandes aufgeklärt

-So werden wir sehr bald im endlichen Vollbesitz eures W»k»s fein, um das uns ähnlich Ivie um unsere großen Konver­sationslexika rede andere Nation beneiden darf, und wenn auch sein Umfang und Preis es nahezu ausschließen, daß es in Privatbüchereien zu finden fein wird, so Rebt nn| M Me reiche Schatzkammer seines Inhalts alst reder größeren ösfenm hm Bibliothek zur Nutznießung offen. Da» Beröienit, das Werk zu­stande gebracht zu haben, verteilt sich sicherlich auf viele KMe, von König ^.,x und Leopold von Ranke angefaugen bis zum (tüten Mitarbeiter. Der Löwenanteil des Tankes und der Air- erkemiuug aber gebührt und bleibr dem Jreiherrn Rochuö wn Lilieneron, der nun als angehender Neunziger selbst schon saft das mythische Alter Leopold v. Rankes erreicht hat, und es ist eine schöne Schicksalsfügung, daß dieser hochverdiente Man«, in dem sich Wissen, Geist und gelehrte Gründlichkeit mit seltener Bescheidenheit vereinen, die Vollendung seines vor mehr als vierzig Jahren angelegten Werkes noch erleben darf. Das Reioußtsein, sich damit ein nwimmentum aere perennius geschaffen zu Haven, könnte genügen, seinem Lebensabend die Weihe zu stoben: aber über dieses Bewnßtsein hinaus gebührt dem Nestor ver deutschen Gelehrtenwelt gerade ans dem letzigen Anlaß noch em anderer Lohn: der warme Dank der Nation und im besonderen eiter ihrer Btldiingsträger.

pcttience".

Zu Skat, Boston, Whist, L hombre, Bridge und Legion der anderen Kartenspiele sind mehrere Perfonei; erforderlich, hingegen zur Patience nur eme «time. Patience ist daher das Lieblirtgsspiel aller Damen, die zeit­weise anregender Gesellschaft entbehren müssen und der Langeweile mühelos eiltgehen wollen. Sie blüht gegen­wärtig wieder überall zu neuem Leben auf, was vielleicht seinen Grund in der nervenberuhigenden Wirkung diese« Solobeschästigung hat, und wer z. B. im vorigen Sommer an Regentagen die Gesellschaftsräume großer zairhotels be treten hat, wird bemerkt haben, wie viele der weiblichen