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lich gegenüber den größeren Aufgaben, die inzwischen tot mich herangetreten sind. Ader ich kann den Zenten Eeuten

Ist auch^nicht nötig. Reisen Sie selber nach Epernay!" ^Ah, Herr Spannuth, das wäre doch noch demuttgender ^Mtnestveas. Man braucht ja nicht anzunehmen, daß Sie Nur um des Zweckes willen nach Epernay gekommen seien. Eine geschäftliche Tour kann Sie nach Parr^ ge­führt haben. Auf der Rückreise machen Ste m Epernay Halt, gewissermaßen apropos, sprechen ber den Bctquelonv vor und lassen fallen, daß Sie gehört hatten, man chunsche dort eine Einigung, der Sie, mon dien, Nicht Prtnztptell. abgeneigt seien. . . ." Hinter den Brillengläsern blmkten die Augen schlau . . . ,Ließe es sich so nicht machen?

Fritz ging unruhig im Zimmer umher. ,,u>mmerhcn »- so ginge es. Meinen Dank, Herr Spannuth ^ch will überlegen. Vielleicht findet sich noch ein Plausibler Grund Ich will ja froh sein, wenn ich die Geschlchte l^s b n. Die Ordnung des Wirrwarrs, in den meines Vaterv Krank­heit das Geschäft gebracht hat, absorbiert alle meine ^n- tercssen.^ ft r ß e Y sollte ich mit Ihnen sprechen," sagte Otto Spannuth. .

Fritz blieb stehen.Sie?" fragte er in ungläubigem

ihn dem Prokuristen.

Was heißt das, Msselholz?"

Kesselholz ging an das Fenster, uin besser zu schm. Der Brief war in deutscher Sprache mit der Maschine ge­schrieben, aber handschriftlich unterzeichnet, uno laute.e:

Herrn Kommerzienrat K. A. Friedel.

Schrattstein (Rhein).

Unter höflicher Bestätigung Ihrer gefl Zuschrift vom 18 v Mts. bitten wir zunächst um Entschuldigung w.gen unserer verspäteten Antwort, die durch eine Reise un res ersten Geschäftsführers veranlaßt tottrbe. Zu em^r Bei­legung der schwebenden Streitfrage unter den frdl. ange­gebenen Bedingungen sind wir gern bereit ebenso zu d m gewünschten Darlehn m Hohe von 8,0 000 Franks Zu« Frage der Sicherstellung würden wir Sie am heoftcn pcr- sönlich sprechen und bitten daher um Ihren werden Besuch, bei welcher Gelegenheit auch die übrigen Anfragen ^hres Briefes bestens Erledigung finden könnten.

Wir empfehlen uns Ihnen und zeichnen Hochachtungsvoll

Miquelon et fils.

Elanrard."

Kesselholz legte den Brief auf den Nachttisch. _

Sie fragten, was das heiße, Herr Friedel," sagte er. Eine Unannehmlichkeit mehr. Der Bries ist die Antwort auf ein Schreiben des Herrn Kommerzienrats das wir nicht kennen. Wer aus der Antwort ist ersichtlich, daß Ihr Herr Vater schon bei Abfassung seines Briefes nicht mehr in geistig normaler Verfassung war. Er ist am acht­zehnten vorigen Monats abgeschickt worden; zwei Tage später trat der Anfall in der Droschke ein."

Wir müssen auf der Stelle antworten und die Sach- IC9e Das'natürlich. Aber noch besser wäre, 6ie führen selbst nach Epernay Und brächten die Geschichte in Ord-

im Bette ruhelos hin und her. Jminer von neuem erwog er Tatsächliches, Aussichten und Möglichkeiten Stand auch die Firma nicht vor dem Ruin, so doch vor schwerer Das Angebot Spannuths war in der Tat eine Rettung. Es war auch richtig, daß die Fusion eine Verdoppelnng der Umsätze, ein Emporschuellen der Verdienste, eine gAvaltige Steigerung aller geschäftlichen Betätigung tnic sich bringen mußte. SpannuthsSchwarz-Etikett" war ungeheuer popu­lär geworden; man trank die Marke wirklich Faller Herren Lande vom Nord- bis zum Südpol, unter allen Breiten­graden. Sie hatte die übrigenMarken des Harstes gänz­lich in den Hintergrund gedrängt: Gebrüder Spannuth fabrizierten fast nur noch ihrSchwarz-Etikett . i.cher einen solchen kleineren Schaumwein tarnen sw auch utcyt hinaus, und da hätte denn die Firma Friedel ecne wir­kungsvolle Ergänzung bieten tarnten. O ja, die Vortcite einer Vereinigung lagen klar aus der Hand!

Es war der letzte Gedanke Fritzens an einer logisch ge­ordneten Kette: was wird der Opa zu all dem sagen? Dann überwog die Müdigkeit, und der Schlaf kam. Der Diener weckte ihn nicht. Er hatte Mitleid mit n Herrn, und so kam es, daß Frttz erst Bormittagsstunde erwachte, und da stand Msselholz vor secnM Entschuldigung. Er hatte im Bureau auf

Herrn Friedel gewartet und es schließlich mir der Flucht bekommen, ihm sei vielleicht ein Unglück zugestoßen. Und noch etwas: unter der ersten Post habe W auch ein an den Herrn Kommerzienrat Person.ich adressterter SScte, be­funden, mit einem Firmenauidrnck auf dem Kuvert, p-i zu denken gebe. Kchelholz reichte Fritz den Brief.

Von wem kam er? Ta fuhr Fritz m den Kissen empor. Er las auf dem strohgelben Papier die Firma. Miquelon et fils. Epernay" stand da m g.ckystcher ~nu schrist. Und hastig riß er den Brief auf, dnr.yflog ihn und wurve matz, las ihn noch einmal mijmerstamer und gab

Fritz sprang ans dem Bette.So ist es, Msselholz! rief er lebhaft.Die Leute müssen aus geklart werden. Und vielleicht nun, vielleicht findet sich dabei auch Ge­le aen'aeit, den ganzen dummen Streit ans der Welt zu schaffen. Sie haben ja gehört, was uns Itttland neulich aesaqt hat. Selbst Weelen läßt uns im Stich. Von ihm hört" man überhaupt nichts mehr!"

Während er sich anzukleiden begann, sprach Kesselholz sich mts. Ja, auch er teilte die Ansicht, daß eine Einigung

$01 ich. Ich wollte Ihnen den Vorschlag machen. Unsere beiden Häuser zu vereinigen, unter Beibehaltung der bisherigen Firmen, aber unter gemeinsamer Berwal- titng mit Ihnen und mir an der Spitze."

Fritz war so maßlos erstaunt, daß er mcht sofort zu antworten vermochte. Auf der Stelle setzte auch wieder sein Mißtrauen ein: es war der alte Lteblingbgedanle Jacques Spannuths gewesen, bei einer Umwandlung der Firma Friedel in eine Gesellschaft einen großen Teil der Aktien in seine Hände zu bringen. Und als spure der andere etwas von diesem Mißtrauen, wartete er nicht erst eine Entgegnung ab, sondern fuhr fort: ,,^ch versiehe, meine Idee überrascht Sie. Ich wurde auch verstehen^ wenn Sie nach Motiven suchen wollten, die nur durchaus fern liegen. Wer bitte, prüfen Sie nur die prackifche Seite meines Vorschlags - überlegen Sie, welche Mast wir gemeinsam entfalteti könnten! Unsere beiden Hauser tehen in hoher Blüte; ich kann wobl sagen, sie erfreuen ich eines Weltrufs. Mine andere deutsche Schaumwein- irma kamt mit ihnen konkurrieren. Wenn toir uns ver­einigen, haben wir das Heft in der Hand. 'i

Während Spannuth sprach, fragte Fritz sich immer wieder: was will der Mann? - Tatsächlich lag die Situation doch so, daß die Firma Friedel sich gegenwärtig in einer Mise befand, die dem Konlurrenzhaiis nur er­wünscht kommen konnte. Aber Spannuth dachte nicht daran, sie auszubeuten; er kam int Gegenteil als Helfer m der Not. Und Fritz, fiel wieder der alte Kämpf der beiden Häuser ein, die heimlichen Intrigen Jacques, das seltsame Zusammentreffen zwischen diesem und dem Opa, da der feinen Stoct erhoben unb bet cinbete fMt Mittig

Revolver gezogen hatte. Hatte ber Schuß aus bem Meber- Wald denn allen Groll begraben, statt ihn noch mehr zu schüren? Was lag vor, daß der Bruder des Toten ihm die Hand entgegenstreckte?

Otto hatte sich erhoben.Sechstverständlich, Herr Friedel," sagte er,so etwas läßt sich nicht übereilen. Prüfen Sie reiflich und sorgfältig meinethalben auch skeptisch. Wer schieben Sie die Sache nicht zu sehr aus die lange Bank auch in Ihrem Interesse nicht, denn natürlich würden bei einer solchen Fusion die Fatalitäten, in die Sie Ihr bedauerliches Familienunglück gebracht hat, ohne Schwierigkeiten reguliert werden können. Und nun möchte ich mich gehorsamst empfehlen."

Fritz reichte ihm die Hand und dankte ihm nochmals. Und als Spannuth schon in der Tür war, fragte er:Wie geht es Ihrer Frau Schwägerin?" .

Spannuth wandte sich zurück, und !venn Fritz ein Menschenkenner gewesen tväre, hätte ihn jetzt der Aus­druck im Auge des Mannes befremden können.

,L> merci es geht ja so leidlich," antwortete er.Ich habe die Ehre, Herr Friedel."

. . . Fritz hatte wieder eine schlaflose Nacht. Der September war heiß. Schwüle brütete draußen; lenseit des Rheins ssteg ein graues Wetter auf. Fritz wälzte sich