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VermEehLss.
* Elchjagd in Kanada. Bon den weidmannisch-sn Wveuden und den Gefahren der Jagd auf M'che in den tiefes tzvrsteik Kanadas gibt der bekannte englische Jäger und Reisend« H. Hesketh-Prichard im „Wide World Magazine" eine färben- reiche, stimmungsvolle Schilderung. Er führt den Leser an einem Oktoberabend durch den Wald zu den Ufern eines weit sich hnh- ftreckndm kanadischen Sees, itto hinter Weiden, Schilf uitti Unterholz mächtige alte Baumriesen ihre Kronen wölben, indes im Westen die Sonne in leuchtendem Abendrot am Horizont verschwindet. In einem kleinen Kanve nimmt der Jager mit seinem!
sehr bedeutend ist und trotzdem der Einfuhrzoll auf irisches Leinen die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Wäscheiudustrle gegenuber der englischen auf dem Weltmärkte nachteilig beeinflußt. Der Grund, weshalb dennoch irisches Leinen den Vorzug vo,- dem^ einheimischen genießt, liegt rn dem Klima Irland», dessen bleichend.r Kraft ist die schneeige Weiße zu verdanken, deren em tadellose^ Fabrikat in Kragen und Manschetten nlch^^t^en kann die aber das heimische Leinen mcht erreicht. Die Baumwollstoffs welche statt des Leinens bet Kragen und Maschetten als overlte Laae dienen, sind aus ägyptischer Baumwolle, der fernsten, die es a'bt hergestellt — Macko-Gcwebe —, während die Einlagen unhO'Futterstoffe aus amerikanischem Material gewebt werden. Jin übrigen sind die Stoffe, die in der deutschen Waschefabnkaltoit verwandt werden, zumeist in den Webereien des Elsaß und Süd- deutschlands und zum geringeren Teile Schlesiens hergestetlt. ^yre Veredlung, d. h. die Bleiche, Appretur der Webwaren, also dre Ausrüstung, um sie gebrauchsfertig für die Waschefabrikativn zu machen, erfolgt ebenfalls in elsäßer, süddeutschen und rn schle- sischcn^ B.eichereieNnenen un^ haumivollmen Weblvareu eine U,r- zahl von Arten, die nach der Güte des verwandten Garnes, nach dessen. Stärke und dessen Einstellung geschieden werden. fein« fähiger und je dichter das Gewebe ist, desto besser ist seine Qualität. Im Handel werden die leinenen Gewebe nach ernem Fadenzahler bestimmt, dessen Sehfläche 4 mm im Quadrat entspricht. Die baumwollenen Gewebe werden nach Fadenstellungen gekauft, für die eine Lupe von 7 mm Sehfläche die Grundlage knetet.
Für das Oberhemd kommen im Einsatz, m den Manschetten und in den Hals- und Handbündchen dieselben Stoffe wie für Kragen und Serviteurs in Anwendung, wahrend man für Hemoen- rümpfe dreierlei Baumwollgewebe unterscheidet: die sog. Mada- polames, die Renforcss und die Cretonnes. Von diesen drei Sorten ist der Madapolam aus feinstem Material, dünnfadig und dicht, während der Rensorcs etwas kräftiger, obschon noch dicht ist: der Cretonne schließlich stellt eine Webart aus stärkeren Garnnummern und loserer Einstellung dar.
Bevor die Stoffe zur Kragen- und Manschettenfabrikation ihrer Bestimmung zugeführt werden, werden sie noch einem Krumpf- hrozeß unterworfen. Dieser hat den Zweck, die verschiedmen Stoffe auf ein gleichs Maß einlausen zu lassen, eme Maßregel, die von großer Bedeutung ist. Wie oben erwähnt, sind die Gewebe aus verschiedenem Material, aus verschiedenen Läildern, kurz verschiedenen Charakters. Sie werden nnuzn einem Wäschestück vereinigt, und da geschieht es, daß bei der Wäscherei bet eine Stoff etwa im Kragen oder in der Manschette mehr entlauft, als der andere. Dieser Uebelstand wird sichtbar rn einer Falte, die der weniger einlaufende Stoff bildet. Sie gibt dem Kragen oder der Manschette ein häßliches Aussehen und macht sie minder- wertig. Ihre Beseitigung durch die Hand der Plätterin aber verlangt viel Uebung und Zeit, soweit sie überhaupt möglich ist. Jener Krumpfprozeß nun, den die Stoffe vor ryrer Verarbeitung zu Kragen und Manschetten durchzumachen haben, verhindert von vornherein die Gefahr der Faltenbildung, indessen sind derartige Krumpfeinrichtungen, die aus großen damfngeheizteN Maschinen- und Trockenanlagen bestehen, nur in Fabriken besten Fabrikats eingeführt, »veil ihre Anschaffung und Erhaltung sehr ^All^das" Gesagte bezieht sich auf weiße Waren Wer auch farbige Stoffe finden vielfach Verwendung, namentlich für Ser- viteurs und dazu passende Manschetten (Garnituren) und für Oberhemden.
Das farbige Oberhemd ist in den letzten zehn Jahren zumal für den Sommer sehr in Aufnahme gekommen. Es werden bunt bedruckte und bunt gewebte Stoffe dazu verwandt. Die bedruckten Stoffe heißen Perkals, die gewebten Zephir. Eine dritte Stoffsorte für bunte Hemden sind die Batiste, das ist ein leichter Stoff, der im Stück gefärbt ist. Dieser Batist findet Verwendung als Rumpfstoff zu gleichfarbigen Einsätzen und Manschetten aus Zephir, Und zwar da, wo es zu teuer wäre, das ganze Hemd aus Zephir zu fertigen. Die Perkale werden im Elsaß bedruckt, die Zephire kommen sowohl aus dem Elsaß wie aus England.
Veredelt und ausgerüstet in Bleichereien und Appreturanstal- ken kommen alle die beschriebenen Stoffarten zur Fabrikation, hi der die Erzeugung der Kragen, Manschetten und Serviteurs den einen Zweig, die der Hemden den andern Zweig darstellt.
Begleiter Platz und fast geräuschlos gleitet das schwanke Fahch zeug hinaus in den See. 'Das Wasser ist nicht tief, ein Biber taucht auf, um sofort wieder zu verschwinden, sonst umgibt den Menschen! mir die weihevolle Stille einer mächtigen Natur, deren ernsP Abgeschlossenheit noch keine Zivilisation zu durchbroclnn versucht hat. „Und nun sind wir am Platze. Einige 200 Meter vom Ufer entfernt, in seichtem Wasser. Der Wind ist schwach, doch^ev will uns wohl, denn er streicht vom Walde herüber zu uns. -so» bald die «Sonne verschwunden ist, funkelt ein Licht auf. Wir bringen das Bot näher ans User und schreiten zum Stand des Forstes. Hier greift der Rufer zu seinem Horn«, mit dem er beit Elch heranlocken will. Es ist «ein fast zwei «Fuß langes Instrument, in der Form wie das Schallrohr eines Grammophons, ans Birkest-- rinde gearbeitet und mit Bast verschnürt. Er setzt die Mündung! an den Mund, hebt das breite, 'weitausladende Ende fast senA rocht empor: und nun klingt durch die abendliche WaldruW ein klagender Schrei, so traurig, so Wild, so seltsam, daß eine! wunderliche Melancholie einem die Brust Umschnürt. Das ist der erste Ruf: bald folgt der zweite und dann- der dritte, dtesep lauteste, wildeste, der langgezogen hinhallt durch die Stille und dessen Eiho die Nacht klagend wieidergibt. Dann legt der Rufer sein Horn beiseite. Vor einer halben Stunde wird er feinen Stuf nicht wiederholen, denn viel eher kann er keine, Antivort ew warten." Zwar filgt es bisweilen der Zufall, daß dre Antwort des Elchs sofort ertönt, aber in der Regel verstreichen 15 Minuten. Das ist nicht überraschend, wenn inan weiß, daß ein guter Rufer seinen Lockschrei auf Entfernungen bis zu vier Meilen hörbar machen kann: je weiter der Elch entfernt ist, ie günftiger ift bte Chance, daß das Mld die Fälschung nicht erkennt. „Zehn Minuten sind verstrichen, fünfzehn, nun gar zwanzig. Nach einer halben Stunde setzt der Rufer von neuem fein Hont an tmd noch Wagender und schmerzlicher Hallen die drei langgezogenen -L>ehn- suchtsschreie durch das Dunkel. Die Erwartung läßt erneu uw willkürlich schweigen. Wieder verstreicht die Seit Aber plötzlich zuckt der Ruser zusammen. Habt ihr es gehört? rm Forsts, fern, ganz fern klingt es Wieder von brechendem Holz. Die Mrnuteq schic ich en wie Stunden. War es Täuschung der Sinne. ? Aber da, in diesem Augenblick kommt es herüber: ent seltsamer Ton, halb Seufzen, halb Zorn. „Er ist es, er kommt, er ist etwa eilte Meile entfernt." Leise wird daS Boot wieder hinansge- schoben und draußen auf dem See harrt mmt in erwartungsvoller Spannung reglos des Elchs. 'Die Dämmerung ist gewichen, kaum daß man noch das llfer schwiarz schimmern sieht. Das brca>mbe Unterholz deutet an, daK der Elch ant oberen Ende des Sees ans dem Wald treten wird. Leise rudern wir ihm entgegen. Mötzlich hören wir etwas ins Wasser springen. Er tst kaum 50 Meter von uns entfernt, aber der Schatten der mächtigen Baume macht ihn unsichtbar. Im Boot leuchtet ein ganz feines kleines wetßeS Licht auf. Dann, mit einem Ruck, wird die Laterne geöffnet: da, nahe vor uns, sehen wir die mächtigen schaufeln des Gewethsl Blitzschnell springt der Schütze auf, zielt und feuert. Alles hangt an diesem Schüsse, denn mit dem Aufblttzen des Lichtes^ greift der Mch sofort an und stürmt auf die Jäger." Fehlt der schütze, so steht das Leben auf dem Spiele, denn- der )v'ütende Elch stampft das Kanve in den Schlamm und mehr als ein ungeschickter Jager ist bet solchen Zwischenfällen schwer verwimdet, ja sogar getötet worden. Aber der Schütze, der gewohnt ist, im trügmicW Dunkel der Nacht zu zielen, und der für den entscheidenden Augenblick die Kaltblütigkeit des xchten Weidmanns aufbringt, hört unmittelbar nach seinem Schüsse ein plätscherndes Fallen und er weiß, daß er gesiegt hat. Wenn dann, imch Wochen, tu fei nm Heime ein prachtvolles Elchgewcih das Jagdzimmer schmückt,. steigt in seiner Erinnerung das unvergeßliche Bild jenes stillen Abends am kanadischen See auf, und er hört im Geiste wieder den klagenden Schrei, mit dem der Rufer den Elch in sein Verderben lockt.
* Abwehr. Sie: „Ich gfaube, jflt heiratest mich nur; damit du mit meinem Gelde deine Gläubiger befriedigen kannst! — Er: „Unsinn; so sehr liegen mir meine Gläubiger gar mchf
* Ein'Pfiffikus. „Warum bezahlst du bemt zwei Maß mehr, als du getrunken hast?" — „Die trink' ich morgen; dü ist nämlich meine Alte.dabei, und die paßt beim Zahlen imwet so auf." _____________
Loaogriph.
Mit d erzeugt es Reinlichkeit, Ist ätzend, scharf unb beißend. Mit f trägts oft ein prächtig 5lleid Und winkt dir Ruh' verheißend.
Auflösimg in nächster Ntimmer.
Auflösung der KönigSpromenade in voriger Ntmnnekk Arbeiten tat ich auch in Schachten, Wo ich kein Gold entkernte, Die aber mir den Vorteil brachten. Daß ich arbeiten lernte. Rückert.
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindrttckerei, R. Lange, Gießen.


