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Mundliuger nach der Hochzeit seiner Tochter vorgelegt wurde., Wei dieser Gelegenheit wnrden nämlich 20 Ochsen, 40 chNtlem, 30 Ärsche, 46 Mastkälber, 15 Aucrhähne, 95 Schweine, 25 Pfauen,15 000 Fische, 1006 Gänse und über 500 stuck anderes Geflügel verbraucht. Veit Gundlinger war aber nur em Bürger­licher. Bei Festen des Adels ging cs noch hoher her. Cmen Be­griff davon gibt das die Sittengeschichte des 16. JahrhnnvertÄ illustrierende Tagebuch des schlesischen Ritters> Hans von Schwei- it ich en Bei der Hochzeit des böhmischen Ritters Lilthilm von Rosenberg, die Hans von Schweinichen mitfeiern half, erschienen dick der Tafel 370 Ochsen, 1579 Kälber, 98 Wildschweine 99 Speckschweine, 300 Mastschweine, 577 Spanferkel,19 gewöhnliche Sckweine 2687 Schöpse, 421 Lämmer, 113 ganze und in iKj-.-jcfg geteilte Hirsche, 162 Rehe, 2292 Hasen, 276 Auerhühner, 3910 Rebhühner, 470 Fasanen, 22 687 Krammetsvögel, ^ welt- säliickie Schinken, 3000 gemästete Kapaunen, 12 887. genial ter e gl,® >u«° 3550 W*

Hübner An Fischen verbrauchte man 15 8JO Karpfen, io Hauvtbechte 470 Hechte, 50 grüne Lachse, 117 Lachse rn Pasteten, 5960 Forellen, 314 Aale, 37 Welse und ,478 Zuber voll anderer Fische 5 Tonnen Austern vervollständigten dieses reichhaltige Menn, zu dem 40 837 Eier, 117 Zentner Butterschmalz und 39 Zentner Fett in Tonnen verbraucht wurden. Der Menge der Speisen stand die der Getränke nicht nach, denn 1787 Ennest Rheinwein, 2000 Eimer ungarischen, 700 österreichischen, 448 böhmischen, 1100 mährischen Weins würden vertilgt und dazu Noch 5478'Viertel Weißbier, 180 Viertel Rakoncher Bier und 920 Viertel Gerstenbier. Die Ausgaben für Gewürze und Kon­fekt betrugen 12 743 Taler, für Kleidung, Feuerwerk und an­deres. wurden 40 000 Taler aufgewendet.

Vermischter.

1 » Dest größte Mensch der Welt. Wer ist der größte Mann der Welt? Es ist ein Amerikaner, der dw Riesenhohe von 1,48 Meter aufweist. Wer das Merkwürdige blecht, daß dieser Riese in seiner Kindheit sich durchaus Nicht von den gewöhnlichen kleineren Erdenbürgern unterschied. Bei seiner Geburt, so iveiß her Corriere della Sera zu erzählen, wog er. sogar weniger chre teilt Dustchschnittskind, nur 3,628 Kg. Noch im Alter von vier Kahren war er normal groß, und nichts deutete darauf Hin, daß hie Natur ihn dazu auserwählt hatte, spater von der Mitwelt als Riese bestaunt zu werden. Dann aber begann em abnormes Wachstum. Mit zehn Jahren maß er bereits 1,82 Meter, Md Mit 18 erreichte er die gewaltige Große, die er heute genießt pdest erleidet. Im Gegensatz zu anderen Riesen weist der ameri- kanische Goliath eine außerordentlich sorgsame Erziehung auf, er hat eine umfassende Bildung genossen und seine Examma bestanden, wie jeder andere Bürger. Freilich zeigt er ;eme besondere Vor­liebe für körperliche Betätigung, er treibt eifrig Sport und. Athletik, und seine Kraft der Muskeln entspricht der Körpergröße.. Denn mit einem Arme stemmt er ohne besondere Anstrengung leine Vierteltonne, fünf Zentner.

* Das musikalische Ohr. In einer interessanten Untersuchung führt der amerikanische Mediziner FDr. Klnhoun Äus Washington den Nachweis, daß der Ausdruckem musikalisches Ohr", den der Sprachgebrauch fast aller Länder m fernen Schatz der Redewendungen anfgeuommen hat, keineswegs nur bildlich zu verstehen ist, sondern auf bestimmte anatomische Formen zuruck- qeführt werden kamt, die ein musikalisches Ohr auch reut äußerlich von einent unmusikalischen Ohr unterscheiden. Das musikalische Gehör ist von der Gestaltung der Ohrmuschel abhängig. Erne umfangreiche Reihe von Studien und Beobachtungen haben den amerikanischen Gelehrten zu dem Schlüsse gebracht, daß bei allen Musikalischen Menschen die Ohrmuschel breit und tief ist und die Tendenz zur Entwicklung rechteckiger Formen zeigt. Der Unteste Teil des Ohres ist horizontal und steht im rechten Winkel zust Äußeren Ohrenleiste. 9Jla.it kann diese Form sehr güt an dem' Apollo im Pariser Louvre beobachten, und der Schluß liegt Nahe, daß dem Bildhauer ein Musiker als Modell gedient hat, vdest Meuigstens, daß die Alte« das musikalische Ohr kannten. Ein typisches musikalisches Ohr besaß Richard Wagner; der untere!. Rand der Ohrmuschel bildete mit der Gegeuleiste genau einen rechten Winkel. Much bei anderen großen Musikern hat Dr. Kinyoun dieselben Formen beobachtet, bei Hans von Bülow, bei Waderewski, Tschaikowsky/ Verdi, Mascagni, bei Berlioz, Grieg, Leoncavallo, Liszt, bei Mozart und bei d'Albert. Merkwürdig ist, daß die Sänger oft von diesem Typus abweichen, der untere1 Rand der Ohrmuschel weicht von der wagerechten Linie ab und bildet mit der Gegenleiste einen stumpfen Winkel. Das ist z. B. bei Frau Eames, der Primadonna der Newyorker Metropolitast-, Oper, der Fall, und die gleiche Erscheinung hat der aMerikanischs Forscher bei zahlreichen anderen berühmten Sängern feststellen können. Dagegen findet Mau diesen stumpfen Winkel niemals bei Jnstrumentalmusikertt. Alle Beobachtungen haben die Theorie bestätigt. Als Gegenbeispiel führt Dst. KinyoüN die Ohren des Generals Grant an, der notorisch unmusikalisch war und selbst ein einfaches Volkslied nicht erkennen konnte. Seine OhröN waren flach, Wenn ein Kind ähnliche Ohrmuscheln hat, so. er­

übrigen sich alle Musikstundett; es wird ebensowenig Musik gut 'fielen lernen, wie je ein Mensch mit kurzen, gedrungenen Unfl dicken Fingern ein erstklassiger Pianist werden, kann.

* Tiere als Märtyrer der Schönheit. Der wäckerä Haushahn, der inmitten seiner Hühnerschar mit stolz empor­gerecktem Kopf würdig wie ein König einherstolziert und fern buntes Gefieder selbstbewußt im Sonnenlicht spreizt, gilt, vielen neben dem Pfau als ein Symbol der Eitelkeit Wer wie stolz der Beherrscher des Hühnerhofes auch auf die Pracht seines Kleides sein mag, er nimjmt nur hin, was die launische Natur! ihm schenkte. Der Mensch war es, der es versuchte, die bunte Schönheit des Hahnengefieders und die stolze Lange feme^ Schweifes zu steigern. In seinem Buche über ^zapan erzählt Basil Hall Chamberlain von den Versuchen der Japaner, durch eine besondere Züchtungsmethode den Schweif dest Hahne zu ver­längern. Durch Jahrhunderte lange Auslese hat man das Ziel auch erreicht, hat aus dem gewöhnlichen Shmowara-Hahn em Ideal des Hahnengeschlechts gezüchtet, Prachtexemplare von Hähnen, die einen langen, herrlichen Schweif von 4, ja oft von mehr Meter Länge besitzen.Ich habe einen solchen Hahn gesehen/ dessen Schweif 4,05 Meter lang war, und der. Züchter erzählte mir von einem Exemplar, bei dem man sogar einen Sch wen twn 5,40 Meter erzielte." Aber die Hähne, die emeii so stolzen Schmuck besitzen, sind auch das Opfer dieser Schönheit, die die Schlauheit der Züchter nach langen Bemühungen der Natur. ab- gerungen hat. Damit die Schwanzfedern em so starkes Wachstunk entwickeln, müssen sie auch frei herabhängen. Tie Hahne werden demgemäß in hohe, schmale, dunkle Kisten, m richtige Holzturme eingesperrt, die nur von oben ein kümmerliches Ltcht empfangen.^ Denn wenn das Licht vom unteren Teil des Gefängnisses entfiele,- würde der Hahn zur Helle streben und mcht dort oben bleiben, wo. er festgebannt verharren muß, auf daß die Schweiffedern wachsem Nur alle zwei Tage darf das Tier den Himmel und das Tag^Acht erblicken, und auch bann nur auf eine halbe Stunde.. Em Mann begleitet dann den gefiederten Gefangenen auf seinem kurzen Spaziergänge Und trägt dabei den langen Schweif, der wie eine große Schleppe den Boden streifen würde, sorgsam in den Händen. Tenn die Federn dürfen nicht im Staube dahmschleifen, damit sie ihren Glanz Und ihre Schönheit nicht verlieren. Ein- oder zweimal im Monat wird der Schweif vorsichtig Mit warmem Wasser ge­waschen, bann bars ber Hahn, auf eine hohe Sprosse gestellt, so lange int Freien bleiben, bis bie Sonne gmb die Lust seinen präch­tigen Federschmuck getrocknet haben. So erkaufen diese Schmuck­hahne ihre Schönheit mit ber Freiheit, sie leben von ihrem Volke getrennt, keiner von ihnen regiert seinen Hühnerhof. Tre wenigen Hähne biefer Art, bie in Freiheit leben, müssen ihre Zierde opfern, der Schwanz wird ihnen abgeschnitten, denn mit den langen Federn würden sie sich überall verwirren und in irgend, einem Gebüsch ein trauriges und rühmloses Ende {inben.

humoristisches.

* Menschenfreundlich.Tourist (int Wirtshaus, zum Reisegefährten):Wir wollen weitergehen; auf der Speisekarte steht ganz Kein in Gabelsberger Stenographie:Das . Essen ist nicht zu genießen und die Betten miserabel, gehen Sie tn ein anderes Wirtshaus !"

* Uebertrumpft,Wo ist denn der übrige Braten hin- gekommen, Auguste?"Den hat. wieder die Katze 8efreffen; gnädige Fran können mir's glauben, ich hab' sie selbst fortschleichen fei)en."Und ich hab' sie sogar mit Säbel und Sporen klirren hören." m ,, w

* H a ndwerk s b U rscheN - Mo N o l o g. 7,No a Iahst bleib' i bei der Walz', nacha schreib' i a Momorren."

* Immer schneidig! Ein Kaufmann bekam von einem Kavalier auf einen Mahnbrief folgende Antwort:Geehrter Herr! Ihr blödsinniger junger Mann hat sich erdreistet, mir einen Mahn­brief zu senden. Damit Sie meine Hausordnung kennen, teile ich Ihnen folgendes mit: Alle eingehenden Rechnungen werden von mir das Jahr über in einen Korb gelegt. Am Jahresschluß zieht mein Diener drei von diesen Rechnungen heraus. Diese drei werden bezahlt. Sollten Sie mir nochmals einen Mahnbrwy schicken, so werden Sie vost dieser Lotterie ausgeschlossen. Hoch- achtend v, X." ;

i" 1 Arithmogriph.

1 3 2 1 6 ein Fisch.

2 6 9 1 10 7 12 ein Philosoph.

3 11 11 3 weiblicher Vorname.

4 2 3 11 ein Metall.

5 3 7 10 9 10 biblischer Name.

6 7 9 ein Gebirge.

7 6 10 11 8 italienischer Bildhauer.

Die Anfangs- und Endbuchstaben der gefundenen Wörter be­zeichnen ein erfrischendes Getränk.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Anagramms in voriger Nummer:

Rache, Auche.

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen-