— 583
Im Kampfe mit Sorge und Not, Als ein gutes Gewissen im Leben Und einen guten Namen im Tod.
Meuzriitsel. r „ r .
In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben a a a aaaaaccdddd eee eg g h h h i k k llnnoorr —I 8 8 8 8 8 8 t t u u w derart
j__einzutragen, daß die wagerechten und senkrechten Reihen
1------- gleichlautend folgendes ergeben:
> 1. Nützliches Tier.
2. Spartanischen König.
3. Industrielles Unternehmen.
■ (Auflösung in nächster Nummer.)
Jetzt werden die Exkursionen auch toteber, lohnender. Zur Zeit, wo die Vögel fütterten, war tn ieder Beziehung stille Zeit. Nicht bloß daß die Gesänge schwiegen, auch sonst waren die Vögel heimlich, und die Exkursionen gaben p^l weniger Gelegenheit zur Beobachtung als zur Gesangszeit tm Fruhiahre und M Beginn des Sommers. Jetzt wird es aber wleder anders, nur muß man die Ziele etwas ändern: Wahrend vorher Gebüsch, Dickungen, Wald usw. zu bevorzugen waren, ist letzt das offene Gelände lohnender: Freies Feld, Stoppeln, auch offene Was.er-
Der Herbst schreitet nun weiter vor, der Wind weht schon recht kühl, die Nächte werden lang, und wo noch der Vogel vor kurzem eiiteit reichbesetzten Tisch fand, da werden die Nahrungsmittel recht spärlich: Der Wmter naht mit Macht und nnt ihm die schlimme Jahreszeit für unsere gesamte Tierwelt. W e -hilft sie sich über die bösen Monate hinweg? Teilweise darb« ,llultuvc ltllswlu -------- 7-r - .
sie schlecht und recht und schränkt sich ein, teilweise vmfallt sm I Gewitterregen schlagen Salpetersaure nieder, die sich nnt dieser in einen Zustand der Erstarrung, in einen Winterschlaf und I -----.....«=**'» - ,,nb «»
zum Teil auch geht sie der Kälte und dem Hunger ans dem Wege und sucht wärmere und reicher nut Nahrungsmitteln aus- i gestattete Gefilde auf. , ™.. f I
Und ebenso wie die übrigen Tiere machen es, auch die Vogel. I Wie, haben sie auch einen Winterschlaf? wird vielleicht mancher I .cvftamd ^agem^^ ^.g. Q1( bie 6eim Volke weitverbreitete und j schon int grauen Altertum bekannte Sage, daß tue Schwaloen I ■int Schilfe oder Schlamme überwintern. Der Naturforscher er- I klärte die Entstehung dieses „Ammenmärchens" durch das Plotz- I liche gemeinsame Abziehen und Verschwinden aller schwalben j eines Gebietes. Da aber zeigte es sich in der neuesten Zett, I daß hier wie auch sonst ab und zu einmal das Volk besser be- I obachtet hatte als der Gelehrte und daß auch hier einem scheinbar widersinnigen Aberglauben ein wahrer '.ern innewohnte^ I Zunächst ist bei den Schwalben häiifig die Neigung festgestellt worden, bei plötzlich eintretender Kälte sich in Schlupfwinkel zu verkriechen, und an solchen Oertlichkeiten sind oft Schwalben tn großer Zahl vereint und zugrunde gegangen — verhungert oder erfroren — aufgefunden worden. Dann gibt es aber auch Be- ! obachtungen in hinreichender Anzahl und von genügender Beweiskraft, daß gelegentlich Schwalben auch an solchen Orten nicht eingehen/ fonbern den Winter zu überdauern vermögen, tn dem sie für gewöhnlich in einem Zustand der Starre sich befinden, bei wärmerem Winterwetter aber auch umherfliegen. Dies Ergebnis muß, wie manches ähnliche, beit Gelehrten zur Beschex- denheit veranlassen und ihn mahnen, so manchen Aberglauben, mag er auch auf den ersten Anblick noch so widersinntg erscheinen, doch nicht gleich von vornherein über die Achsel'anzusehen 'und zu verwerfen, sondern wenigstens einen Versuch zu machen, ob sich nicht doch ein wahrer Kern in ihm findet.
Aber immerhin ist dieser Winterschlaf der Schwalben, der nicht allein bei unseren einheimischen, sondern auch bei amertka- ■ Nischen beobachtet wurde, eine Ausnahme, eine Ausnahme unter den Schwalben sowohl, als auch unter den Vögeln überhaupt. Gerade die Möglichkeit, sich im Luftmeere zu bewegen, das die Erde gleichmäßig umgibt und außer klimatischen eigentlich keine Schranken für horizontale Bewegung kennt, weist die Vögel darauf hin, der schlechten Jahreszeit aus dem. Wege zu gehen und in wärmere Gegenden zu wandern.
Aber freilich lange nicht alle Vögel sind Zugvögel, eine nicht unbeträchtliche Zahl bleibt uns auch int Winter treu. Doch! sind von ihnen lange nicht alle Standvögel int strengsten Sinne des Wortes, d. h. Vögel, die während des Winters nicht allein in dem Lande, wo sie geboren, sondern auch in dem engerejn Bezirke, in dem ihr Nest gestanden hat, verharren. Deren Zahl ist nicht einmal besonders groß. Vor allem sind es die Arten, die sich eng an den Menschen angeschlossen haben und von seinen Abfällen auch int Winter behaglich und reichlich zu leben finden, wie Sperling, Goldammer, auch Haubenlerche. Doch auch einzelne, die sich nicht eng zum Menschen halten, sind Standvögel! wie beispielsweise der Zaunkönig, der auch bei grimmiger Kälte sein lustiges Lied an denselben Stellen schmettert wie im Sommer.,
von der Sonne präparierten Erde zu Salpeter verbindet und em so ausgezeichnetes Düngemittel abgibt, daß darauchln die, Mal-, teser mindestens zweimal int Jahre, im Februar und Mm, etrti reiche Kartoffelernte haben. Liegen tue Verhältnisse besonders! qünstig — sehr heißer Sommer und reichliches Herbstgewitter — so wird außerdem schon vorher einmal, im Dezember, pes« erntet. Ohne diese Gunst des Klimas würde Malta wohl Nicht das Dorado des Landmannes sein. Denn da ferne Viehzucht auf der Insel getrieben wird, kann auch von natürlicher Dungnng- keine Rede sein; nur sogenannte Hungerpflanzen, die xa sehr viel Stickstoff in sich ausnehmen und mit ihrem Verwesen tn dtd Erde bringen, sieht man hier und da auf dem heißen Boden ein kümmerliches Dasein fristen. Der maliestsche Bauer hat nur für ein kleines Kanalsystem seiner Felder zu forgen und dre Erde mit einem primitiven Pflug ausznwuhlen; alles übrige besorgt die verschweitderische Natur, die tu Malta auch neb«is der Kartoffel Kakteen, Sesam, Gerste, Zuckerrohr, ^ohanntsbrow bäume und Oliven gedeihen läßt. Der Kartoffelexport liegt, obwohl Malta englischer Besitz ist, ausschließlich ut den H ändert mehrerer maltesischer und zweier deutscher Firmen. Tte maltesische Campagna hat trotz äußerer Gleichförmigkeit manche Retz-e. Jedes der vielen kleinen weißen Kartoffelfelder ist mit. niedrigen Mauern aus porösem Kalkstein eingefrtedigt: über den Hellen Steinen schimmern rote Oleanderblüten, fern stehen hohe Palmen einsam gegen den azurnen Himmel, und in den Talern dehnen sich die flachbedachten sauberen Backsternhauser: der Bauern. Es ist bemerkenswert dabei, daß in vielen dieser Dörfer blonde und blauäugige Menschen, die Nachkommen der Normannen, wohnen, und daß das germanische Element Maltas etn gutes Stuck urw teil hat an der planmäßigen Bearbeitung dieses fruchtbaren wusele sb ödens, der Jahr für Fahr den Feinschmeckern Europas euch unentbehrliche Tafelfreude beschert.
Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer! Der Mensch kann nichts Höh'res erstreben
wir kür den das Rebhuhn als Beispiel dienen mag. B« ihm i Vermischte».
bleibt die Familie, das Volk zusammen, und keine Angehörigen I * Was eine Riesenstadt verzehrt., fern famertkaq einet anderen Familie werden — wenigstens nicht zur Sommer- I ttif$ev Statistiker hat berechnet, daß Newhork tm gölte etner! und Herbstzeit - in den Verband ausgenommen. Der alte Katastrophe, die es von den umliegenden Staaten üiissth teße, Hahn hat die Oberleitung, er lockt, warnt und gibt das Zeichen I binnen 8 Tage Hungers sterben wurde In der Tat ist Newhork zur Flucht usw. „ o mit seiner Ernährung völlig aus das Umland angewiesen Das.
5 Dort wo die Vögel nur eine Brut machen, halten sich I Problem, der immer gewaltiger anwachsenden Stadt die Zufuhren natürlich die Alten gleich mit der Gesellschaft der Jungen ver- j ält sichern, wird immer schwerer. Optimistischere Schatzungen, die eint Dort, wo mehrere Bruten stattsindm, schlagt^ sich dann! Uott anderen Nationalökonomen aufgestellt wurden, nehmen an, im Herbst alles zusammen, die Alten sowohl wie die Zungen der I Newhork im günstigsten ycall für 12 Tage Nahrungsmittel verschiedenen Bauten. Dann tritt die Schwarmbildung in her- I lagern habe. Schon nach den ersten Tagen der Kalastrophe^vurden varragendem Maße auf. Ueberall, auf allen Feldern, m allen I Milch und Butter nicht mehr zu becommen fern. Die Zähres- Gebüschen finden sich jetzt ganze Scharen von Vögeln, .überall | ftntiftit lür 1909 zeigt, welch ungeheure Mengen Nahrimgsinittel wird von früh bis abends gefressen,, und fett werden letzt bei Newhork 'schori jetzt benötigt. Nicht weniger als 624 Millionen dem Ueberflusse an Nahrung die Tiere oft so, daß sie kaum I Pfund Rindfleisch, 310 Millionen Pfund Schweinefleisch, über
- ■ ’ 210 Millionen Pfund Hammelfleisch hat die Stadt im vergangenen
Jahr verzehrt, ferner 37 440 000 Pfund Kalbfleisch, fast 50 Millionen Pfund Geflügel, 134 723 618 Pfund Butter, 131 594 920 Dutzend Eier, 33 708 577 Pfund Käse, beinahe 6 Millionen Sacke Weizen und eilte Milliarde Liter Milch.
* Von der Maltakartoffel. Aus La Valette schreibt uns ein Mitarbeiter: Während die Kartoffelfelder Deutschlands setzt in dunklem Grün ihrer baldigen Ernte entgegenreifen, liegen die weißgranen Fluren der Insel Malta, auf denen die in der ganzen Welt so geschätzte Maltakartoffel gehegt wird, brach und öde. Diü afrikanische Wüstensonne, zu deren Bereich die subtropische Insel gehört, reißt mit brennendem, unerträglich weißem Flimmerlichte klaffende Spälte in den Boden, dessen trockene Schollen sich unter der heißen Bestrahlung hilflos winden, und schließlich zu fetnent Hellen Staub zerbersten. Aber gerade dies ist das Wunder und die Eigenart Maltas: die intensive Sonnenglut der Sommermonate kalziniert dje ausgedörrte Erde; die folgenden herbstlichen
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen-


