Ausgabe 
21.3.1910
 
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Die Festung im modernen Kriege. i w

° 1 3 I wesentliche Verschiedenheit zwöichen Feld-- und Festungskrieg.

W Hat eine Zeit gegeben, in der MM annehmen Kt töuN'eM I Selbstredend sind die allgemeinen KaMPslgrunMtzr die gleichen!

tzkaiubte, daß manche Reste einer «««Mich veralteten Kriegs!- 1 für Leche Arten des Krieges, die Anwendung dieser Grundsätze

führung vvr den Errnng-Mschasten der Modernen Technik der- I jedoch ändert sich nach den Kam'pfbedingungen.

fchtpindeir würden. Tie Festungen beispielsweise schienen jenen! I Eine ständige Landesbefestigung besitzt weitestgehende Bedeu- Ueberbleibseln der alten Zeit anzugehören, mit denen die fort? I tung für die große KriegMHruug, und! kann bei zweckinäßigev schireitende Entwicklung der HviegSwissMschaften gründlich auf- I Anlage und Benutzung ein wertvolles', ja, ein unentbehrliches xäumen würde. Aber die Erfahrung hat gelehrt, daß,'die Kriegs'- I Hilfsmittel der Landesverteidigung werden.^ Trotzdem gibt es führung in weiten Bogen in mancher Hinsicht wieder auf Ge- I ,Wch- genug Stimmen, dis von ständigen Festungen nichts wissen Wogenheiten und EinrichtunKn vergangener Epochen zurückgreist I mit» die Landesverteidigung lediglich der Feldarmee übergebens ^md sie, allerdings in moderner Umwandlung', eben in'd en Dienst I sollen. Es lassen sich in der Dal g ewichtige Bedenken gegen der Kriegswissenschaften stellt. Tie Deckung des Kämpfers mit | eine ständige Landesbefestigung erheben und mit Gründen belegen, dem! Schilde taucht wieder gerade in unserer Zeit ans, der zielende ! Tie wichtigste Beweiskraft in Mer Hinsicht haben jene Grunds Md feuernde BediemMgs'mann des Geschützes sichert sich durch I sätze, die da aussprechen, daß die Vernichtung der feindlichen Streit-, einen Schild Vvr der feindlichen Gegenwirkung, und- auch das I ftäfte nur durch rücksichtslose Offensive in Feindesland selbst zu teuerste Rüstzeug des Krieges, die Festungen, sind nicht nur erreichen ist. So wahr dies ist, so unbestreitbar bleibt es jedochs Nicht verschwunden, sondern erlangen gerade in unserer Zeit der | daß, die Heeresleitung keines Staates, und fei er auch im Besitz, Wassenheere ihre erhöhte Bedeutung als Sammelpimkte großer I der stärksten und kriegsbereitesten Feldarmee, das Gelingen der Armeen und als Stiitzpunft der Landesverteidigung. Und wie I strategischen Ofseirsive verbürgen kann. Unsere Letzten Kriege sind sie als Hilfsmittel der Verteidigung geilten, so auch 'als Basis j allerdings glückliche Offensivkriege gewesen. Aber wer wollte filr die Offensive großen Stils. , ' t I bei aller Anerkennung der Tüchtigkeit unseres Volkes in Was,en!

«x. e w» TrüpvenftiArung so I leugnen, daß uns das Kriegsglück und die Gunst besonderer Ve-r-

^^tttätte^^Ei^i^d^nch wtniffe auch zu Hilfe gekommen sind? Wird dies in Zukunft auch

£ Ltuna?, rn7d S Möglichkeit, solche der Fall sein, nachdem die Schwierigkeiten einer strategt.cheH

nnt Sefl^gen wti' des aw-eckm-äßigen Ver- Offensive durch die wetteifernden Kriegsrüstungen der ltzws-machte,

Aufgaben überlKupt zu löen,die.Wahl ,^ÄnM der- dmch den Ausbau der Landesbefestigungen und durch das

ift denn Le Technik eftt treten der Massenheere sich erheblich gesteigert haben? Und ob stnngsfahrg^tt der TechMk ab, l ' überhrnipt zur schließlich beim Fehlen einer ständigen Landesbefestrgung das Geld ^entbehrliches Hilfsmittel der Trapcknfuhrung umMiupt zur ) andernfalls' beanspruchen würde, berj

fere^tg t-r« Me. Welch« Hutung Festungen M ^ich zugute kommen würde, bleibt noch sehr die

Amgschef^m^Königl ^^7n"K7ie"gs/ühr"^ng^^r" ÄÄ1

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istiKg^chen bM^ftt und er . ^orberei- entziehen, oder günstiger« Lagen zu erfolgreichen Schlägen ans-

zwar derart, daß jede Befestigung zunächst ganz unabhanglg von I entsprechend zu erhalten. Es ist dies nicht unbegründet, aber ihrer SMswerteidigung- «ne^Emte d-S sXriegel, jede

beftonmte» 8W erfuttm b lebt bewafsnung, die Einführung neuer Artilleristischer Mittel z. Bk

aus einzelnen selbständigen Festungen und ^kesngnngen oeneyr, i mtb veraltet auch rasch. Hat man einmal!

setzt sich auch jede Ortsbefestigung Miedern und s ^Ld^befestigung als unentbehrliches Hilfsmittel in schwieriger,

Elementen zusammen denen zuM Zweck der ^Ee^digung ^>^gL er annt, so dürfen auch die Kosten nicht gescheut d-. O-.-«-»»- I**»»*«« S'sSwÄS H«* S.6.8.

engsten Zusammenhange mit dem Begrifr ver ^eioiroerieivignng i ____________

bei Befestigungen sicht der Begriff der Sturmfreiheit. Von I .. .

sprachkundiger ' Seite wird behauptet, di« deutsche Sprache sei I DlC UtOÖC iM Reich ÖCt Mitte.

die -einzige, welche diesen Begriff in einem Worte anszudrucken I Vergnügliche und seltsame Bilder von der Kleidung de«

vermöge. Aber ohne näher« Erläuterung' ist nut diesem Worte als I Chinesen entwirft der feine Kenner Chinas Louis de Cantilly tirt allgemeiner Bezeichnung nicht Piel anzufangen. Diese Bezeich- I M Blas'". Eine eigentliche Mode kennen die bezopften Himmels-

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Tragfähigkeit und Wirkungskraft der modernen Belagerung^- Dketteste Tai-Tai oder Lebedame nicht wagen, die Gewänder geschutz-e das Ideal einer Befestigung. Tas Endziel der Ver- a^lttegm, die schon die Zeitgenossen des Konsutse trugen. Auch teidiauna einer Festung nun kann man erblicken in einer großt- ^e Tracht der Reichsten unterscheidet sich von der der Armen mir Möglichen Verlängerung des Widerstandes, ebenso im Zeitgewirm | vurch die Kostbarkeit der Stoffe. EbeMvwenig hat die- Witterung und in einer siegreichen Abwehr des Angriffs. Je nachdem die I einen Einfluß auf den.'SM^ntt und die Form der Kostüme, btäin Ä JteTe '-m «M W M--, M JXteÄSS 'S Ä'JKÄ* Verterdigungsbersahren und damit der Festungsbau andern. I j^int bn. warmen Jahreszeit nur den Einfluß aus ihre Er-

JN neuerer Zeit ist di« Forderung erhoben worden, für das f^inintg, daß sie unter den Sonnenstrahlen sichtlich znsammei^ Verfahren bei Angriff und Verteidigung von Festungen das Ver- | schrumipfen und plötzlich schlank und schmal -erscheinen, w-ah.cnd Tabren im Feldkrieae als Richtschnur zu nehmen und dementsprechend ! ihnen vorher die Fülle bec Gewänder emeu gehörigen Umst^

Feldstellnng zngrunde zu legen. Ob diese ÄiisckMiung Em ist, I M tragbaren Heizung. Es ist das dieHo-

ob sie durchgeftihrt werden kann, läßt sich so einfach nicht beant- I j-jcit" eine Art Kohlenpfanne, bestehend aus einem Bambus- iuorteit. Auch bei dem Kampf um Festungen treten die Verhalt- ^rbchm, in dem sich ein mit Kohle gefülltes Becken befindet. Nisse des Feldkrieges da in ihre vollen Rechte, to> die Festung! ^ie Söhne des Himmels fühlen sich glücklich m ihrer aus selbst nicht unmittelbar Mitwirken kann, d. h., wo sich -Kampfe attcn Zeiten übervommenmi Tracht und piü-Ln sie 'sufh dnr^ außerhalb der wirksamen Kbiwnenschußweite der Festung abspielen, ans nicht intbcgncm Btekmehr «regt n*e' «g»®

Einen besonderen Charakter jedoch gewimtt der Kamps erst, trenn Mißfallem iitid ruf eine Verach mm^

die Festtmg angegriffen Wick, mit dem Ziel, sie zu nehmen. In 1 vvr, mit dem Mr bet unserer Toilette möglichst an w