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Was so-v-M es bed'-eu--ten, daß ,tdj, daß ich, daß rch so, daß ick so-o, so-o trau-au-rig, sv-o-o trau-au-au-rig bin, so traurig bin, ja traurig, ja traurig, ja so traurftg, M so-o tran-aiu-rigt bin usw. .. , , ,o

Auf Flügeln des Gesanges weht in dieser Werse dem Zu­hörer die Klage des Dichters entgegen, wahrlich und wahrhaftig rührend und steinerweichend! Was doch solch, ein, ^ÜNesang Wunder tut! Vielleicht ergötzt es die Leser, eine ähnliche, schon ältere Komposition dieser Art kennen zu lernen, .Cs handelt sich nm ein Lied, dessen erste Strophe lautet:

Wie herrlich ist's im grünen Walde, Wenn an den Gräsern bliurt der Dan, Wenn durch die Wipfel leise flüstert Der Sommer-Morgenwind so lau Und durch die Lüfte jubelnd zieht Der Vögel wundersüßes Lied.

Gin Chor trägt diese Strophe folgendermaßen vor!

Wi» herrlich ist's im grünen Walde, wenn an den Gräsern, den Gräsern, den Grä-ä-ä-ä-sern blinkt der Tau, wenn an den Gräsern, ivenn an den Grasern blinkt der Tau, blinkt der Tau, bli-i-i-i-inkt der Tau, wie herr­lich ist's int grü-ü-ü-ü-nen Walde, wenn an den, Grasern, blinkt der Tau, ivenn durch die Wipfel, die Wipfel, die Wrpfeh leise, leise, lei-ei-ei-se flüstert der Sommer-Morgenwmd, der Sommer-Morgenwind, leise flüstert der Sommer-Morgenwind, der Sommer-Morgenwind so-o lau, so-o lau, sa-o-o-o-ö so lau, und durch, und durch, und durch die Lüfte, und durch die Lüfte jubelnd, und durch die Lüfte jubelnd, und durch die Lüfte jubelnd, jubelnd, jubelnd, ja jubelnd, zieht, und durch dre Lüfte jubelnd zieht, der Vögel wunder-, wunder-, wundersußes, der Vogel, der-ö-ö-ö-gel wunder-, der-ö-ö-ö-gel wundersußes, wunder- süßes, tvuudersü-ü-ü-ßes Lied, und durch dre,Lüfte stubelnd zieht, und durch die Lüfte jubelnd zie-ieht der Vögel, ja der Bogel, der Vögel wundersü-ü-ßes Lied!

"Die zwanzig g r ö ß t e n S t ä d t e. Nach den neuesten Statistiken !der verfchiedeneii Länder ergibt sich für die zwanzig grüßten Städte der Welt folgende Reihe: An erster Stelle steht London mit 7 450 000 Einwohnern, darauf folgt Newyork nut über 4 500 000. hieran schließen sich Paris mit 2 745 000, Chicago mit 2 166 000 Bewohnern. Berlin kommt mit 2103 000 Menschen erst a fünfter Stelle (würde aber mit seinen Vororten die dritte em- nehinen). Daran reihen sich Wien mit 2 021000, St. Petersburg mit 1550 000, Philadelphia mit 1533 000, Moskau nut 1412 000, Buenos Aires mit 1 147 000 Einwohnern. Von den Großstädten, deren Bevölkerung die Million nicht erreicht, steht Kalkutta mit 993 000 voran. Darauf folgen Bonibay mit 978 000, Birmingham mit 875 000, Hamburg mit 866 000, Glasgow mit 860 000, Buda­pest mit 812 000, Liverpool mit 763 000, Kairo mit 693 000, Manchester mit 649 000 und Rio de Janeiro mit 636000 Bewohnern.

* Heimatschütz in Sizilien. Das in Palermo er­scheinendeGiornale di Sicilia" wendet sich in einem heftigen Artikel gegen die zuständigen Behörden, die den Verfall und die Beschädigung zahlreicher Palermitaner Kunstschätze immer weiter einreißen lassen. Kein Meiisch hat sich dagegeit gewehrt, daß man die Front des schönen palazzo Scafani durch Nägel und daraii- gehängte Seile verunziert oder daß an der Fassade der Anunziata- Kirche riesengroß die Preisliste eines Färbernreisters prangt. Auch der allen Palermitaner Knnstfreimden bekannte Türklopfer, der ans denr 15. Jahrhundert stammende Badia nuova, konnte ohne weiteres beleitigt werden wahrscheinlich um seinen Weg über das große Wasser anztltreten. All dies sind aber noch kleine Hebet gegenüber dem immer mehr fortschreitenden Verfall der Mosaiken in der Cappella Palatina. Besonders eine der schimmernden Wände hat durch Feuchtigkeit schon so sehr gelitten, daß die von der Nor­mannenzeit kündenden Mosaiken von Tag zu Tag Herabzusturzen und in ihre Bestandteile zu zerfallen drohen.

* B u ch st a b e n s ch e rz e v o n e h e d e in. Eine hübsche lite­rarische Spielerei war längere Zeit im vormärzlichen Wien im Schwange. Damals wehte die Luft an der Donau ungemein scharf, Vereine, zumal literarische, hatten sich der besonderen sorgfältigen Beaussichtigung der Polizei zu erfreuen. Um sich dieser zu ent­ziehen, bediente man sich einer geistreichen Spielerei. Man machte aus dem Anfangsbuchstaben eines Autornamens die Prädikate, die man ihm beilegte. So sprach man nicht vom Dichter Ludwig August Frankl, sondern man bezeichnete ihn mit dem Epitheton Liebt alle Frauen". Sprach man vomGründer einer Literatur", so wußte jeder, daß Gotthold Ephraim Lessing gemeint sei. Als Leuchtender Bannerträger" galt Ludwig Börne, und Heinrich Heine wurde alsHolder Hallunke" bezeichnet. Heinrich Lande dagegen, der damals dieReisenovellen" veröffentlichte, von denen es in einer Kritik hieß, daß eS scheine, er habe Heine's Wettfahrten als Diener mitgemacht, wurde mit dem CharakteristikonHeine's Leib­kutscher" versehen. Franz Grillparzer, der bei aller polizeilichen Beschränkung doch noch die meisten Freiheiten genoß, wurde der freie Gefangene" genannt. Natürlich lief mancherlei Unzutreffendes oder auch solches, das eben nur für den Tag Geltung hatte, neben den richtigeren Bezeichnungen nebenher, und ebenso hatten wohl

auch zuweilen Mißgunst und Bosheit ein leichtes Spiel dabei, den Scherz zu erneut zuweilen weniger harmlosen zu machen. Als Hieronymus Sonn, der diesem Kreise angehört hatte derHalb Lebende" wurde er wegen seines traurigen Schicksals, das ihm das Gehör und die Sehkraft damals zu rauben begann, genannt viele Jahre später in Dresden in der Unterhaltung mit Karl Gutzkow imd Berthold Auerbach von diesem literarischen Masken­spiel erzählt, sagte Atierbach, vielleicht nicht ohne leise Beimischung von Ironie auf Gutzkow deutend:Kritische Größe", worauf Gutzkow schlagfertig zurückweisend erwiderte:Braver Anfänger. Man wird leicht diese hübsche Spielerei auch aus lebende Dichter anwenden können.

Vilchertisch-

. Vom deutschen Liebeslied. Wir leben.in emeh Zeit der literarischen Ausgrabungen. Werke, dw fett MenMen-s gedenken Vergessen waren, kommen oft höchst uberslumger Weift ans Tageslicht, treiben sich in modischem Gewand auf dem Bücher­markt herum und werden meist mit Mißtrauen betrachtet. Was anderes ist es, die literarischen Kunstwerke aller Zetten herv.opq zuziehen, die noch Vollen Lebenswert haben und den besten Dich? tungen unserer Zeit mindestens ebenbürtig sind. Dieser Versuch ist mit der SammlungDeutsche Liebeslieder" gemacht wordeN, die in einem handlichen, künstlerisch geschmückten Bändchen diel schönsten Liebeslieder der deutschen Sprache von Walter von dep Vogelweide bis auf unsere Zeit vereint, (Verlegt vom Ctnhorn-, Verlag in München und Leipzig.)

Zur Förderung des d e u t s ch e n V e r k e h r s. Nach Thüringen, in dasgrüne Herz Deutschlands", führt uns zunächst die soeben erschienene Nr. 8 der illnstnerten ZeitschriftDeutschland , amtliches Organ des Bundes deutscher VerkehrS-Vereine. (Im Verlage der Düsseldorfer VerlagSanstall A.-G.) In seiner frischen, poetischen Art schreibt Geheinirat Trinius über dieErholungs­stätten im Thüringer Walde", bereit Anmut und Heiterkeit, Schön­heit und Heilkraft er mit Begeisterung preist. Es folgen wettere illustrierte Aufsätze über Eisenach, Erfurt und Thale int, Harz, denen ein illustrierter Aufsatz über Oberammergau folgt, wahrend General Bigge int zweiten Teil seines Aufsatzes überRhetn- höhenwege" die Schönheiten des linken Rheinufers schildert. O. Schell wirft einen Rückblick auf die Dreijahrhundertseier der Stadt Elberfeld: E. Reißmüüer, Posen, beschreibt die neue Kaiserpfalz in Posen. Zum Schluß folgt ein interessanter Aufsatz mit wirkungsvollen Illustrationen überKunst und Kunstgewerbe atü der Brüsseler Weltausstellimg" von Stöbert Breuer. In diesem Artikel iverden namentlich die reizenden photographischen Aufnahmen aus den Arbeiterhäusern des Architekten Georg Metzendors in Essen weitere Kreise interessieren.

Ei» guten Bekannter tritt wieder seine Reises an ünd er wird wieder wie früher willkommen sein. Mit feinem Namen dem Namen desLahrer Hinkenden Boten' verbinden sich von jeher die Begriffe des volkstümlichen, ge­mütvollen Erzählens nnd kernfester Denkart. Und wer ihn auch Heuer bei sich aufnimmt, wird erkennen, daß er ferner an­gestammten Art nnd seiner gutdeutschen Gesinnung Nicht, untrem geworden ist. Wenn er in denWeltbegebenheiten" der Zett einen Spiegel vorhält, lacht er selber fröhlich mit. Und was konnte in der Zeit allgemeiner Lebensmittelverteuerung willkommensp sein als des Hinkenden Standrede:Wie man von der Luft leben kann." Abermals gibt der Alte mit dem Stelzftiß feinem Getreuen ernste und spaßhafte Geschichten zum . besten: aber er unterhält nicht nur, er regt auch zum Nachdenken an, nnd man fühlt wohl, daß es ihm selber von Herzen kommt. In den Jahr- hündert-Erinnerungest werden einige teure Gestalten vor des Betrachters Seele geführt. Kurz, der Lahrer Hinkende für 1911 bringt 'wieder, seiner Bestimmung. nnd Berga.ngMett Betrfiu). tüchtiges, gesundes Volksgut.

Bilderrätsel

Auflösung ist nächster Nummer«

Auflösung des Arithrnogriphs in voriger Nummer r Dahn Adda Safran Rad Anden Danas Fasan - Anna Hefe - Raff Erbe Nemtder;

Das Radfahren.

Redaktion: K. Neuratb. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.