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(Fortsetzung folgt.)
N. die licht aschblaugroue mit hellroteni Rückenstreifen (so». Jbenhorster Form, varietas quadricolor);
5. die hellgraue (westsibirische varietas cinerea) und'
6. die tiefgraue (ostsibirische varietas atrocinerea) Varietät«
Die schwarze Form ist besonders häufig in gebirgigen Fichten- Revieren und hängt wahrscheinlich mit dem häufigen Genuß von vielem Fichtensamen zusammen? Ein Melanismus tm Sinne der Aberration — wie z. B. bei dem schwarzen wilden Kaninchen— ist sie sWer nicht; dafür tritt sie einerseits niemals un tief- schwarzen Tone und andererseits viel zu häufig auf. Auch fehlt bei keinem Exemplar der rötliche Anflug auf der Mittellinie des Rückens. Denselben zeigt auch die westsibirische Form, deren Pelz im Handel weniger geschätzt wird. Außerdem finden sich! vereinzelt auch Aberrationen, wie vollkommen oder partielle! Leucismen, rein weiße Individuen mit roten Augen und normale
Das Sommerkleid ist etwas Heller als der Winterpelz-... ... ändert sich die rotbraune Färbung der Oberseite des Körpers je Nach Gegenden bezw. Standörtlichkeiten und Waldformen so bedeutend, daß man sechs konstante Varietäten des euro- päischeu Eichhörnchens unterscheiden kann, und zwar:
1. die tief kastanienbraune Form (varietas iuscoatra);
2. die schwarze, tief schieferfarbige (varietas nigrescens);
3- die erdig grastbraMg .(varietas brunnea);
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2. 'durch Annahme frucht ähnlich er G eg en st ander
3 durch Befressen, sogar Verzehren von Bauniknospen und Abbeißm von jungen Trieben,
4. durch Abschälen von Baumrinde und
5. durch Plünderung der Vogelnester. .
Als Nutzen des .Eichhörnchens wurde hingegen irt Betracht kommen.^ 6e. j)ev Anlage seiner Fruchtspeicher im Herbst und Vorwinter zusammengetragene Eicheln und Bucheckern aus den Boden fallen läßt, wodurch es tote der Eichelheher (nur ist weit geringerem Grade) zum unfreiwilligen Kultivator wird.
Es wird wieder eine Zeit der Ruhe über dich kommen. Und ich denke, dann — dann wirst du mich begreifen lernet,. Es gibt tausend Entschuldigungen für das Weib, das Liebe Und Leidenschaft haltlos werden läßt. Aber ein Mann — nein, Maud, ein Mann wirft sich nicht fort!"
Er raffte Hut und Paletot aus und ging. Es war eine laue Nacht. Da stieg er zum Rhein hinab. Er wollte zu Fuß nach Schrattstein zurück; er hatte das Bedürfnis, sich körperlich Ml ermüden. Das Städtchen unten schlief schon. Nur in den Gasthäusern flirt Strande flimmerte hie Und da noch ein gelbes Licht.
Wer Weg führte eine halbe Stunde lang dicht am Strome hin. Das Wasser war wenig bewegt; über das glasige Grün strahlte der Mond. Links oben stiegen die Häuser an: mit verschnörkelten Giebeln, wie ein Bild Ms dem Mittelalter. Eine hellere Lichtlinie schwamm über den Dächern. Sie kam von der elektrischen Beleuchtung her Spannnthschen Fabrikhöfe. Darüber hinaus, verdämmerten die Weinberge bis zu tiefem Schwarz.
2 daß es M aikäfcr, Blattwespenlarven nnA andere schädliche Insekten verzehrt. . . .
Dieser Nutzen wiegt aber den vielseitigen schaden des Horw- chens bei weitem nicht auf. Vom f o r st a st h e t i l ch e n Eestchts- punkt aus wäre es freilich, so lange es nur vereinzelt auftrttt/ zu schonen, da es uns durch ferne anmutige Gestalt und seist munteres Wesen erfreut.
Als Feinde aus der Tierwelt kommen unter den Sauge- I tieren nur der Baummarder und von den Vögeln eigentlich nun
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Mangel an Wäldern. In Europa besitzen, wir nur etne Art, Sfcten beiTim'Sn ÄeÄer ^1^ ben L.Y S^ehr groß ist di?f2b2^VerschiedenM?einä Pelzes^ Die meisten Schutz findet Am 'vmmsten^tomdM Tamter^apsen M- typische Farbe ist die rotbraune; die Untersette ist stets weiß. I senonimen. Es beißt die Zaps Ziemlich aufrecht auf di«! Das Sommerkleid ist etwas Heller als der Winterpelz, ^edoch | fc^fe^beKbT@affe nmit 2t Vorderläufen, die als Hände benuüt werden, zum Munde. Mit den scharfen Nagezahnen werden die Zapfenschuppen ab gebissen und dann die SamMten heraus aebolt und verzehrt. Die «Äljuppen und nackten Sptndeli. laßt es zu Boden fattett. Man findet diese Urkunden in einem Samen- jahre während des Spätherbstes und Winters oft massenwem mttec tzyst Schirmbereiche der befallenen StäMme, Wo Mtüxl.tche sM"
mit weißer Schwanzspitze.
Im Oktober und November findet man die einzelnen Paar« zusammen. Das große und kugelige Nest steht hoch auf stärkeren Aesten, meist durch Reinere Zweige verdeckt, und ist mit Laich und Rindenfäserchen ausgepolstert. Das Eingangsloch ist nach Osten gerichtet. Das Weibchen wirft nach vierwüchentlicher Tragzeit zweimal jährlich (im Frühjahr und Sommer) je drei bis vier Junge, die es bei Beunruhigung m andere, sichere Verstecks schleppt. Bei stürmischem^ Wetter und starkem Frost sitzt das Hörnchen im Neste. Im Winter ist es überhaupt trage, aber j.INnldnovdovlwt' I ohne gerade in Erstarrung zu verfallen. Um so lebhafter tummett
Das Eichhörnchen als rvaloveroeroer. I fkI) aber während der besseren Jahreszeit nn Kronenbcieich » tsÄer66ten $,il s
Wd* «»-') gt'WS&'XÄÄÄ folgendes Lied: , o. >. I Stamme Seine Kletterfähigkeit ist staunenswert, so daß mast
„Falb-seurtg-gemantelter Kontgssohn | mit Recht als das deutsche Aeffchen bezeichnen kann. Seins
Im blühenden, grünenden Reiche! 1 Stimme, die namentlich ertönt, wenn ein Feind int Anzüge ist
Dii sitzest auf ewig wankendem Thron I ober toetm c^ch mehrere Individuen in den Baumwipfeln tagen.
Der niemals wankenden Eiche, . I to;e ^n unterdrücktes „duck, duck, duck", welches rasch hinter-
Und krönest dich selber — wie machst du es doch? I ^"mnder wiederholt wird. Wenn man es arg reizt, oder durch
Anstatt mit goldenem Steife, I rtnm Schuß verwundet, so vernimmt man ein dumpfes Murren«
Mit majestätisch! geringeltem, hoch I Während der Begattmtgszeit hört man es mitunter hell pfeifest«
Emporgetragenem Schweife, I Im"Spätherbst trägt es Bucheckern, Eicheln und andere.Baum-
Unter den kleinen Waldverderbern, die zu den Säugetieren! I fruchte als Wintervorrat in seine Höhlen, vergißt aber spater oft
gehören, nimmt das Eichhörnchen nächst den Mäusen lind I bte gewählten Aufbewahrungsorte.
Wühlmäusen die hervorragendste Stelle ein. Dasselbe ist sozusagen I I erwähnen wäre noch, daß die Eichhörnchen zu manchen eingeborener gorftfrebler! Jeder Waldbesucher erfreut Z^ten auch wandern. Doch geschieht dies wohl nur, wenn iM sich an dem munteren und kecken Wesen dieses Tierchens, welches ursprünglichen Standgiiartier die Nahrung ausgeht. Ganz ve- tn der Gefahr oft verzweifelte Sprünge bon einem Baum zum soudrrs erpicht ist es auf die Zirbelnüsse, denen zu liebe nicht anderen wagt und uns, wenn wir ihm nachstellen, aus seinem I fe(ten Ärmliche Zusammenrottungen von Eichhörnchen in den sicheren Versteck int Wipfel des Baumes, mit leisem. Knurrest I ^nycmicgenbm, wo diese Kiefernart zu Hause ist, statt indem gleichsam verspottet. Schwerlich hat aber ein Waldspazierganger, ' " Die forstliche Bedeutung des Eichhörnchens ergibt sich der das Treiben des Eichhörnchens, das den Wald in aumutlgster § nachstehender Verbrecherliste. Dasselbe schadet
Weise belebt, belauscht, eine Vorstellung von den mannigfaltigen I t bltrd) Verzehrung von Baumfrüchten und -Same- ünd zum Teil recht empfindlichen Beschädigungen, die dieser 1 Reine Waldfeind den Forsten zufügt. Aus diesem Grunde durfte es nicht überflüssig sein, diesen Beschädigungen eme kurze Aufmerksamkeit zu widmen, wobei wir eine knapp gehaltene Betrachtung über die Gestalt, Verbreitung und Lebensweise des Tierchens vorausschicken.
Das Eichhörnchen gehört zu den Nagetieren, die Mit 5- j dreieckigen, an der Spitze grabstichelförmigen Schneidezähnen jedem Kiefer ausgestattet und durch einen gestreckten reich garten Körper charakterisiert sind. Sein Kopf ist breit, die rne flach, die Schnauze kurz, die Augen sind groß. Ter Körper steckt in einem meist rotbraunem Pelze.- Die Ohren treten weit hervor. Besonders charakteristisch ist der lange, zweizeilige Schwanz, der dem Tierchen bei seinen Rihnen Sprüngen gleichsam als Fallschirm dient, zmnal wenn es aus größerer Höhe vom Baume auf den Boden sprmgt. An den Vorderfußen befinden sich vier, an den Hinterfüßen fünf Zehen. Die Kan- flächeii der Backeiizähne sind nicht mit Querblättern oder Schmelzfalten, sondern, wie bei den Mäusen, mit Höckern versehen, was darauf hindeutet, daß von dem Hörnchen (so nennt Niast das Tierchen auch kurzer Hand) auch animalische Kost angenommen


