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lachende Gesichter. Auch die Treiber, deren immer mehr und mehr geschlichen kamen, grinsten. In ihren Mienen lag sogar Neid: was war denn da weiter- Eine Ladung .Schrot ins Tickfleisch! Das machte doch nichts! Jeder von ihnen hätte das gern hingenommen, denn der gnädige Herr würde nun zahlen: eine Mark, einen Taler, ein Goldstück vielleicht gar!

Ha, wie die Ciotka sich wälzte, die verstand's! Immer tocitn man sie ein wenig aufgerichtet hatte, fiel fie wieder platt hin; ihre Hände krallte sie ins Gebüsch: au, au, an, sie mußte sterben! Au, au, au, sie war schou tot!

Bei jedem neuerhobenen Schmerzensgeheul zuckte der Baron zusammen. .Wie war es nur gekommen, tote war es möglich, daß er sie getroffen hatte?!. Sie mußte hinterm Buschwerk gekrochen sein, auf allen vieren, gegen das ,Ver­bot. Aber wenn auch, tote konnte er nur so unvorsichtig feilt, so leichtsinnig, es war unverzeihlich! Er stöhnte.

Aber Hanns-Martin, laß dich doch nicht von der alten Hexe ins Bockshorn jagen!" Das war Paul Kestners fröh­liche Stimme. Er stand neben dem Freund und legte ihm die Hand .auf die Schulter.

Meinst du, meinst du wirklich, daß es nicht gefähr­lich ist?" Doleschal hob sein ganz verstörtes Gesicht.,Ich begreife gar nicht, wie mir das passieren konnte, ich ich" . Er wischte sich über die Stirn, auf der, trotz der, Kälte, Schweiß stand.

Der Rittmeister lachte.Wie das passieren konnte? Nichts leichter als das! 's wäre doch nicht das erste Mal! Die wollte auch was bei der Jagd lukrieren. Ist dem kranken Hasen nachgekrochen nun hat sie 'ne Ladung Schrot im Gesäß, statt den Hasen in der Tasche. Geschieht dem Volk ganz recht, warum will's mausen?! Ra, nun laß die Geschichte aber ruhen, komm!"

Er zog eben den Freund von den Knien auf, als der Chwälibörczycer kam. . Garczynski hatte sich, in äußerster Zuvorkommenheit gegen seine Gäste, den entferntesten und ungünstigsten Standpunkt ausgewählt gehabt, nun eilte er atemlos herbei. ~

Ich bitte Sie, lieber Nachbar, entschuldigen Sie nur! Ich bin außer mir, idj bin ganz empört! Wie kann man solche Treiber einstellen?! Es ist unverantwortlich! Nein, nein" abwehrend hob er die Hände, als der anders etwas sagen wolltenein, nein, kein Wort, sehr lie­benswürdig von Ihnen, aber es ist meine Schuld!" Er kehrte sich ab, fein Blick suchte den Leiter der Jagd: Frelikowski!"

In einer Weise, zu der er sich sonst kaum je hin­reißen ließ, fuhr er den Förster an:Habe ich nicht be­fohlen: nüchterne, zuverlässige Leute?! Wie können Sie sich unterstehen?! Sie können gehen auf der Stelle Sie können gehen!" Er schrie und stampfte mit dem Fuß.

In dienstlich-unterwürfiger Haltung stand der Förster da, ohne ein Wort, die Blicke niedergeschlagen auf die Ehren- zeicheu seiner Brust.

Doleschal ließ sich vou Paul Kestner fortführen. Die Jagd war so tote so zu Ende, es wurde rasch ganz dunkel.

Munter schwatzte der Rittmeister: Gott sei Dank, daß man bald was zu essen kriegte, seit der ersten Streife hatte man nichts über die Lippen gebracht, nur mal ab und zu einen Schluck aus der Jagdflasche! Das Diner würde famos munden. Und Garczynski hatte gute Weine. Und Frau Jadwiga würde alle Minen springen lassen.

Auf dich hat sie's ja besonders abgesehen," sagte er | vertraulich und puffte den Freund leicht in die Seite. I Donnerwetter, wird die 'ne Toilette gemacht haben I ich möchte sie nicht bezahlen! Na, Garczynski wird sich | auch Zeit damit lassen. Weißt du, die kleine Stasia hat mir's verraten allerliebste Person, ich habe sie Sonntag ein Stückchen auf dem Wagen mitgenommen, als sie aus der Predigt kam nimm du dich in acht vor der Garezynska, alter Junge! So 'ne unverstandene Frau geht gleich aufs Ganze!"

Keine Sorge!" Ein geringschätziges Lächeln zog für I einen Augenblick über das vornehme Gesicht.

Tu bist heute ja in scheußlicher Stimmung," sagte der Rittmeister,warum denn? Wegen der alten Weibs­person? Ah bäh, davon wirst du dir doch nicht gleich die Laune verderben lassen?!

Nebbich, die Ciotka!" hatte Löb Scheftel gerufen und die Hände hoch erhoben, als er, seine Neugier in der Ent-, fernung nicht länger bezähmen könnend, herbeigeeilt war..

Nun luden si;e ihm" die Last auf sein Wägelchen.

Bon der Seite schielend, sah Isidor zu: da packten sie seinem Alten dieSchickre" aus statt der erhofften Hasen! Hatte er nicht recht, nach Berlin zu ziehen? Das Geschäft war mies!

Löb Scheftel hatte nicht den Mut, zu opponieren: was I ging ihn eigentlich die Ciotka an, hatte er fie geschossen? Aber freilich, da waren nur lauter herrschaftliche Wagen, und, Gott soll hüten, es ging doch nicht an, daß die wurden mit deru Blut besudelt!

So schickte er sich ergeben drein und hals den vier Mann, die jetzt vom Schreck und Schreien Schwachgewor-. dene aufs Wägelchen zu schroten. Tie Decke, die er mit- genommeu hatte, die Hasen zu bedecken, gab er her, um sie ihr noch überzuspreiten. ,

Huh, war das kalt! Die Zähne klapperten ihnt. Er hatte schon einen halben Tag auf die Hasen gewartet und noch nichts Warmes im Magen. ~

Ihr fahrt sie nach Pociecha," hatte der Förster Frelt- kowski gesagt,Ihr wißt, wo sie wohnt. Und dann holt Ihr den Doktor dalej, dalej!"

Nun rasselten sie hin auf eiliger Fahrt; hin und her gerüttelt jammerte die Ciotka bei jedem Stoß.

Nebbich, die Ciotka," sagte Löb Scheftel wieder. Und daun:Was meittfte, Isidor, wird der Herr Baron dran denken, ttter zu zahlen de Fuhre?"

Mer hofft doch," sprach Isidor mit undurchdringlicher! Miene.

giltder Alte zuckte die Achselnwenn er auch uich wird dran denken, mer zu zahlen de Fuhre, wer' ich j drum doch nich machen en langes Geseire. En braver | Mann, eit aufgeklärter Maun! Un vielleicht, daß er mer | nu wird lassen 's nächste Kalb billiger!"

I (Fortsetzung folgt.)

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Frauftetch.

Bon allen Ländern der Welt ist sicher Frankreich das aus- stellungsfreudigste. Die französische Industrie ist dermaßen von der Nützlichkeit großer Ausstellungen überzeugt, daß man ihr tut! Gegensatz zur deutschen Industrie niemals klar zu machen braucht, welchen Vorteil sic aus der Beteiligung an irgend einer Aus­stellung ziehen kann. Es hängt das vielleicht damit zusammen',, daß Frankreich selbst bis jetzt die größten internationalen Weltaus- stellungen gemacht hat und somit nicht nur den Wert der Ausstel­lungen erkannte, sondern auch über die Organisationen verfugt, diö nun einmal notwendig sind, wenn man mit einiger Ausucht auf Erfolg die Industrie zur Beteiligung an einer Worlds-Fair auf­fordern will. Im internationalen Komitee für Ausstellungen spielen deshalb die Franzosen eine führende Rolle, und sie sind es, die immer wieder betonen, daß der Verkehr der Völker unters einander durch nichts mehr gefördert werden kann, als durch friedliche Wettstreite auf dem Gebiete der Industrie und der Technik. Leider handeln die offiziellen Kreise Frankreichs nicht immer nach diesem Grundsatz, und sie haben das auch jüngst wieder in Brüssel eklatant bewiesen.

Man muß zunächst ein paar Worte über die Art und Weiss sagen, mit der die belgische Presse, namentlich aber die Brüneler, die Eröffnung der französischen Abteilung begrüßte. Das waren! Lobesergüsse, das waren Hymnen auf den französischen Geschmack, ans die Leistungsfähigkeit der französischen Industrie, die last lächerlich wirkten. Einige Blätter gingen sogar so weit, alles das znrückzunehmen, was sie Gutes über Deutschlands Ausstellung vorher geschrieben hatten. Ein sonst sehr objektives liberale», Blatt sagte, man hatte sich vielleicht durch hen Umstand, daß Deutschland früh fertig gewesen ist, zu sehr hinreißen lassen und Lob gespendet, das matt jetzt nicht aufrecht erhalten könne, wett die französische Ausstellung den Eindruck von etwas Freundlichem, von etwas Farbenreichem mache, kurzum, daß sie den französischen! Charme und die französische Grazie atme. In der deutschen Ab­teilung sei alles steif, schwer und mache den Besucher mclancholstch,, während man fröhlich gestimmt werde, wenn man die französischen! Hallen durchwandere. Leute, die etwas derartiges nicdcrschreiben, bemerken offenbar nicht, daß sie ihrer selbst spotten, denn nicht die! Meußerlichkeiten sind es, die den Erfolg einer industriellen Aus­stellung garantieren, sondern die Gediegenheit des Ausgestellten, die Betriebssicherheit der Maschinen und ihre Beziehungen zur Praxis machen ihren Wert ans.

Die französische Ausstellung ist räumlich genommen die größte nach Belgien. Frankreich besetzt etwa 65 000 Quadratmeter uni» fein Katalog wird, wenn er einmal in nächster Zeck