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Verfügte, übernahm Oberstj Freiherr v. Leb ehur. Einen > nun diese Mer das Verdeck, daß sie WZ nicht stören konnhe.i Teil der meist traurigen Erlebnisse, die das Regiment in I Das erste war nun, die drei Anker, mit denen das Schiff angeankert! dem Feldzug machte, schildert das Tagebuch cm den Schick- war, cm stech zu lassen Der Wind war uns günstig imd ging salen des Jost Freund von Men-Buseck in den folgenden M°n «?' Ä Je Jen*
feilen. Wir haben daran nur insoweit Aenderungen vor- I Das Schiff stellte sich auf eine Sandbank und blieb hier stehen.: genommen, als es bie Verständlichkeit erheischte, und uns I Das war für uns ein großes Unglück, denn wir hatten noch l1/?1 auch Dabei — irv es augeng — lediglich aus eine Verschiebung I Stunde bis ans Land. Jetzt richteten die, Spanier ihre Kanonen! der Satzzeichen beschränkt, um die Urwüchsigkeit des Aus- I puf unser Schiff und jeder Schuß traf. Nun hatten wir zu druckes in keiner Weise zu verletzen. Fost Freund schreibt: I sorgen, daß das Schiff nicht in Brand geriet. Die Franzosesns , ~ , , „ . v. ~ I kamen mit kleinen Nachen, um uns zu retten. Bis gegen abend!
Die Erfahrung aus dem unglücklichen Feldzüge gegen Spanien I)Qttert löir 200 Tote in unserem Schiff liegen. Die Gesunden
ans den Zähren 1808 bis 1811, welche ich erlebt habe. I hatten sie zum Abholen geschickt. Unser Glück war, Miß die Spa-
Jch, Jost Freund von Alteu-Buscck, war zum Militär ein- nier die Nacht über nicht mehr schossen. Ich mußte als Kranken getreten im Jahre 1807 im Alter von 18 Jahren und! wurde auf den: schifte liegen und konnte mir mcht helfen, ich verbarg, 1808 dem Regiment Groß- und Erbprinz in das 2. Bataillon mich im.Verdeck. Da kam eine Kaiwnenkugel.und schftig gegen ,1. Kompagnie Herrn Hauptmann Königer als Füsilier zugeteilt, I den Mastbaum, so daß nur em strick Holz das Bem zerschmetterte^ Md hatte das Los, gegen die unglücklichen Spanier in den Krieg I 'wußte ruhig liegen blechen,. 6u deir anderen ^.ag mittags zu. marschieren. Am 10. August ging unser Marsch über Mainz I die Nachen kamen und die Franzoien uns holten Auf den Härmen durch Frankreich nach Spanien zu, und anr 4. Oktober waren wir bm rch hmanfgekommen Mch habe gewartet, bis wieder em Nachen bis Bajonne, der letzten Stadt Frankreichs, cm der Grenze Spaniens I kam, ich erhob mich und stürzte muh ui ihn. .®«rumere Wat ettj marschiert. I Deutscher, der sprach : „Junge, setze dir hier bei mich! , Es waren
Am 5. Oktober sodämr marschierten ivir über das hohe Gebirge I sechs an der Zahl, die in dem Nachen saßen, und so ging es dein
der Pyrenäen bis an das Hauptlager und Vorposten der Spanier. Lager zn. Zuletzt konnte nicht mehr gefahren werden, weil das
Am 8.- Oktober kamen wir ins Gefecht und marschierten vorwärts I Wasser den Nachen nicht mehr tragen konnte. M tz"^m Mi ss bis vor Bilbao; die Franzosen waren schon in Bilbao eingezogen, I der Deutsche auf den Nucken und trug mch vor das L g x-i
und wir standen vor demselben im Lager. Des anderen Morgens I ÄH lag hier halb tot imd sah, wie dmFrans0ie>i. die Omni i >
ging es durch Bilbao vorwärts, zwei Stunden weiter war das I Verwuiideten und Kranken aus demPlockschiffeherausholtrn,, .■ Städtchen Reinosa, welches von den Franzosen in Brand gesteckt I Ich war so entzückt, daß ich noch an Emen Fremr Fr 1 « worden war, weil die Spanier int Jahre 1807 durch Retourmarsch I Der hatte ferne 9tdBeoacki"^ina^äbü die Franzosen mit kochendem Oele überschüttet hatten. Hernach I unten un Plockschift und war totlrank. Als ich ««) H ltz hatten wir keinen weiteren. Widerstand mehr, und in 4 Tagen I Wer Kunden im Lager war, sah
sind wir in dem höheren Gebirge vorwärts marschiert bis nacy I stand es m Hellen ^^''Istw"h,'ahmeinen ^reundF . der Stadt Valencia. Da kamen wir aus dem Gebirge in einet Wammen verbrennen. Ware ich M
sehr schöne ebene Gegend, alsdann haben wir noch 4 Tage mar- I Schiff geblieben, dann >v>,rde mich easselbe Los b N ). «,
schiert bis nach der Stadt Segovia, hier kamen ivir nun ins I Es waren auf unserem schim noch niigc,ahr c m cm i Winterquartier/ Im Jahre 1800 kam ich ins Hospital zu Segovia. Monat Dezember porigen Mhres Es kamen nur noch Zwei Monate lag ich da .krank und nachdem ich wieder gesund I Maim, hMen, mit dem Leb • |
war und aus dem Spitale .kam, wollte ich meinem Regiments I "udereu MmgaiS kan^u^ ms ÄW«. w« f 1 en u , .
Nachfolgen, tvelches an die Grenze Portugals marschierte. ! krank und.verwundetwar, nach der ^-tadk,Lt. ), ,,-ji
Sechs Stunden von Segovia, in einem Orte namens Soca-Dover, I schon vorbereitet war. >'w.^vsvttal war g U 1 kämm wir des abends am 27. April an, wir untren 20 Mann ttMtmem ataffet ^mt,MftttS^pmw^un8au0a^^
juitä ein Korporal namens Brenkmann. ■_ In dem Ort war noch I wir wurden gereinigt, iwin w ein bann S ~ ) Oll 8 *
ein Kommando vom Regiment. Den anderen Morgen mußten | Mren Mckt. ^b^nn Sv - hgrae»!
wir mangels an Lebensmitteln auf einen anderen Ort mit Namen | Bett Mkwlesen und unsere a . Ivurde 'für uns arm« Gocka-Neuba marschieren, um Lebensmittel zu holen. Kaum ivareir I lcshe .Uccdimg eif)ulten nu. j JSl . .„L.. lmK nka
wir eine Stunde im Orte, so ivar es umstellt von '300 Macht «ÄrteHt ffsierttfiflBr mufiß
Insurgenten nebst einem Kommandeur, Namens Medieo, und! ^ ^ s^r Kr icke i mrickicren^vier Wocheii ivar ich iin Hospital wir gerieten in Gefangenschaft. Der Jnsurgenten-Kommandcnr sch mr e ner Krückemar icheren, ver WEN war rm
■ 'S Lfeln'Ä'Utte Ä iulmmbiÄS ’ä
wärts^um'WnÄia^U Sin fynfui9cntc,l'Son’mnnbcui nti I gut? Malaea-Wciir hatte mich wieder gesund gemacht
*”dr§ 61«« «in« m- in d°° Tasche. Ei,.« .Ä'ÄÄl*
d« änsnraente« iaallte s.e ihm nehmen. Schnur «tet VMHU I ™ ,0]„cn |U,r „ach Andnga, von da nach Karosime,
sich, die Uhr abnehmen zu lassen, worauf ihm der ^usurgeiit den I Karolina nach Bajelina, welches die letzte Stadt von Andas-. Kopf,aufhieb. Als der JnsUrgenteit-Kommandeur dieses erfuhr, er- I . ... * foenui(6 kamen ivfr durch die Schwarzberge nach derj kündigte er sich nach dem Täter und erstach ihn mit seinem I ~, . ->■ . „..r... Ppgiment stand Wie freute ich, mich/
Schwerte, auch UOf ihm -wS eine Kugel in den Kopf, sft.nf
Eage, datierte unser Transport bis Rodrigo, einer ^fftnng. Bon I t flCWetett- ,„,tz hatte die unglückliche Gefangenschaft erlebt« Rodrigo aus wurden wir vom ..lcilitar begleittt, um von den I Neider konnte ich nicht eintreten wegen körperlichen Gebrechens« Spaniern selbst. Nicht Mißhandelt ztt werden. Der Marsch ging I — «eftiment marschierte indessen aus nach Badajoz, wo ich mich durch Portugal nach Patagos, Von da aus wurden wir trans- ftXWMrf in das Hospital zu Toledo, dort Iortcert bi» Sevilla. .. , ■ t™ ■ , *v~.• I mürbe mir vom Arzte ein Schmu ansgrfertigt als untauglich znnt
n„ Von sevilla hatten ivir noch sechs stiinden bis Portc-^ainte- I cMlitärdienst. Die Marschroute wurde bis Bajonne ausgefertigtl Marie, hier wurden wir eiitgeschifft und tourtien nach Gadiz auf I ;;..k m mJ «hip wurde sie mir durch Frankreich bis in meinck
, I । r i tcfin cb:, iy,.. ...c I Heftnat MsgesersigtSo hatte ich iiun meine Heimat wieder erreicht/
waren; ailf scdem Schiffe, lo00 Mann. Dre Oftmme wurden auf I ® g tiic(c Lebensgefahren in dem spanischen Kriege durchgemacht.: ein Extraschiss geladen, sie erhielten Mch bessere Pflege als wrr I a((= !vLr ftin ]8 Upril 1809 in die Gefangenschaft der In-. gemeine Soldaten. Durch die große Masse Kriegsgefangene ivar I s^g^cn gerieten, waren ivir 21 Mann, und sind nur drei Mannj sehr ost Not; einmal an Wasser, das andere Mal an Brot, oftmals I ^cni vv(1flI au§ der Gefangenschast herausgekommen^ ■ fehlte alles. Alle ziver Tage wurde Ärot. gebracht und alle ~.<ißc I Somiuer bei so großer Hitze
Reis gekocht. Dies dauerte bis zum Dezember 1809, als der Krieg j Mißten wir auf den, Wasser sitzen;
mit Oesterreich beendigt und Friede war. Da, ,kamen die Fran- I Da war ja oft so groß die Rot,
zosen wieder nach Spanien mit aller Macht und trieben die spa- I ynb hatten nlieft kein Wasser, noch Brot;
liier über die See nach Gadiz. Es kam retzt eine große Hungers-, I f,xl hei uns eine Krankheit ein,
not ans den Plockschifscn vor;, der Hunger Nahm immer mehr I Daß wir bald alle gestorben sein.
zu, 2—3 Tage bekamen die Gesangeneii.manchmal kein Brot und I ~ Hungersnot, Wassersnot und Feuersnot
nichts zu essen. Durch die schlechte Nahruiig gab y clnc^schlimme I heild mein Tod.
Krankheit unter den Soldaten, von den Franzosen „schorbje I ------------
genannt, das heißt ans deutsch die „Mundfäule", welche au- I «« „ BdlföiläärfitCtCi.
steckend war Aus jedem Schiff wurden täglich 30-40 Manu I VOH vCt VUlIVIiyuuiltiti.
Tote abgeholt imd am Laude beerdigt. Jin April begab sich cm I Wir entnehmen diese Ausführungen nut GeiiehnnglmK großer Sturm, welcher für die Franzosen zu Lande günstig,war. I .Verlags dem soeben erschienenen Werke „Häusliches Das Schiff, worin die gefangenen Offiziere waren, kam glücklich I Meinen pflege" von Paul F, F. schütz. Verlag von ^..uelle. ans Land, aber leider wagten wir es auch bei großem Wmdstmm I & M^ier in Leipzig.
am 27. Mai 1810, nachmittags mn »Uhr, St I So mancher Blumenfreund sucht das Heil der Zimmer^-
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