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des Speichelflusses, so daß der Raflcher schließlich dauernd jetrt »tnangenehmes Gefühl der Trockenheit int Munde hat. Die Reizrutg ider Schleimhaut erfolgt nach Cavallaro nicht 'etwa durch die chemische Beschaffenheit des Tabakrauches, sondern sie ist Haupt-- sächlich auf die hohe Temperatur des Rauches und seinen Gehalt an Ammoniak rind anderen Berbrennnngsprodukten znrück- gnftihren. Daß die immittelbare Aufnahrne des Nikotiils durch die Schleimhaut ins Blut nicht günstig wirkt, räumt Cavallaro ein; dagegen bestreitet er, daß krankhafte Veränderungen bert Schleimhaut, wie z. B. Leukoplasie, die viele Gelehrte auf den Tabak zurückführeu, durch das Rauchen verursacht werden. Der Einfluß des Rauchens auf die Zähne ist gewöhnlich sehr deutlich Ku erkennen; Menschen mit ganz festen und gesunden Zähnan tragen nur ganz geringe Spuren des Rauchens in Gestalt kleiner schwarzer Pünktchen davon; gewöhnlich aber wirkt dauerndes Rauchen ziemlich stark schwärzend auf die Zähne und so bildet sich eine Schicht schwarzer Flecken, die sich nicht auf die Schmelz- ichicht beschränkt, sondern tiefer in die Gewebe des Zahnes ein- vringt. Diese Färbung wirkt zwar ästhetisch nicht schön, hat jedoch i-ach Cavallaro für die Gesundheit des Zahnes keine weitere Bedeutung. Auch am Zahnfleische ruft der Tabaksräuch Veränderungen hervor; sie sind auf den Nikotingehalt zurück-' zuführen und üi den meisten Fällen bedeutungslos. Rur durch sehr starke Rikotiudosen werden Beräudertmgen hervorgerufen, die als krankhaft anznsehcn sind. Dirrch konzentrierte Nlkotin-f lösnngen erreichte Cavallaro bei seinen Versuchstieren Anschwel- lungen deS Zahnfleisches und zuweilen Blutungen, so daß das Kauen und Beißen schmerzhaft winde. Was soll man nun zu diesen Ausführungen Cavallaros sagen? Obgleich sie augenscheinlich das Interesse der Tabaksregie vertreten, enthalten sie doch manches Wahre, so daß sie nicht etwa als bloße Reklame an-, zuseheu sind. Allerdings geht Cavallaro auf einige wichtige Fragen durchaus nicht ein. Daß Tabaksrauch die Bakterien des Mundes tötet, kann man ihm ohne weiteres glauben, jedoch gibt es be-- kanntlich verschiedene andere Mittel, die Mundhöhle zu reinigen. Wie der Tabak auf andere Körperorgane wirkt, insbesondere ob er die Verdauung beeinflußt, hat Cavallaro, als nicht zum LhrmA gehörig, übergangen^
Vermischtes.
* Wettlaufen und Gesundheit. Als im Sommer vorigen. Jahres in Helsmgfors ein großes Sportfest abgehalten wurde, hat ein finnischer Arzt, Dr. Taskincn, Untersuchungen über di? Folgen des Wettlaufs für den menschlichen Organismus angestellt. Die Ergebnisse wurden kürzlich in der „Zeitschrift für physikalische und diätetische Therapie" veröffentlicht. Demgemäß erforderte schon eine Strecke von 400 Metern eine äußerst große Anstrengung, die sich sowohl in der starken Beschleunigung der Atmung wie in der Steigerung der Herztätigkeit erkennen ließ. Obgleich die Strecke von allen Teilnehmern in nicht ganz einer Minute zurückgelegt wurde, waren auch bereits Störungen in der Tätigkeit der Nieren nachweisbar. Auf mittellangen Strecken von 1500 und 2000 Metern, die ungefähr 4—6 Minuten beanspruchten, waren alle Merkmale der Neber - ianstrengung viel.deutlicher, namentlich war die Ausscheidung Von Eiweiß anr stärksten. Die Erwartung, daß der sogenannte Marathon-Lauf, bei dem 42 Kilometer durchlaufen werden müssen, die ungünstige Einwirkling auf den Körper im höchsten Grade. Sn Ausdruck bringen müßte, hat sich auffallenderwei.se nicht tätigt, sondern die Störungen in der Tätigkeit der genannten Wichtigsten Organe waren nach dieser Leistung im ganzen geringer Als bei den Wettläufen auf kürzere Strecken, obgleich die all- Gleine Ermüdung weit größer ist. Dr. Taskin en schlägt
er vor, bei ähnlichen Veranstaltungen die Wettläufe auf 1500 bis 5000 Meter ganz fortzulassen und außerdem den Schnellauf tauf eine kürzere Strecke als 400 Meter zu beschränken. Andern-! falls würde es sich nicht vermeiden lassen, daß die Teilnehmer der Gefahr eines bleibenden Schadens an ihrer Gesundheit ans- gefeht sind. Dr. Task inen geht sogar so weit, von einer eigentlichen Lebensgefahr zit sprechen, die nicht gleich nach Vollendung des Laufs zum Ausdruck zu kommen braucht. Es kommt aber nun darauf an, die lvissenschaftlichen Untersuchungen so MszunlOen, daß der an sich schöne Sport ohne solche Befürchtungen weiter gepflegt werden kann. Im allgemeinen ist das Laufen ein vorzügliches Mittel zur Entwicklung der Organe des Atmens und deS Süftekreislaufs. Die beideit Arten des Schnellaufs und des Dauerlaufs aber sind auch in ihrer Wirkung M linterscheiden und für sich zu beurteilen. Beim Schnellauf kommt es sehr wesentlich auf Schnelligkeit des Denkens und Handelns an, also auf eine Steigerung der Herrschaft des Willens über den Körper, beim Dauerlauf dagegen mtf Kraft und Ausdauer. Den Schnellauf will Dr. Taskinen auf eine ganz kurze Strecke von etwa 100 bis 150 Metern beschränkt sehen, und für den Dauerlauf hält er eine solche von wenig mehr als 10 Kilometern für genügend, wie sie von einem geübten Läufest in einigermaßen gleichmäßigem Takt und' infolgedessen ohne Ge- sundheitsgefahr überwunden werden kann.
* Ein B l u ni en - B a r oin e k e r. Daß es ein regelrechtes Blumen- und Pflanzenbarometer gibt, dürfte Wenigen bekannt sein. In einem Büchlein, das viel Merkwürdigkeiten aus der Pflanzenkunde enthält, „Das Leben der Blume uttb der Frucht", von Dr. Karl Löffler (Berlin 1862), werden darüber folgende Angaben gemacht: Regen: Wenn der Klee die Stengel empor- richtet, die Birken stark duften, die Conferven sich mit grünsh Haut beziehen, der gemeine Sauerklee (oxalis acetosella L.) sein« zusammengesetzten Blätter faltet, das Frühlingshungerblümchen, (Draba Verna L.) die Blätter herabneigt, die SumpsdotterbinMH (Ealtha palustris L.) die Blätter zusammenzieht, die Blüten des im Schatten getrockneten Waldmeisters (Asperula odorata L.h, in Linnen eingenäht, stark riechen, das tvahre oder gelbe Labkraut (Galium verum L.) sich aufbläht und ebenfalls stark riecht, das gemeine Drehmoos (Fnnaria hygronietriea) seine gebogenen Kapselstiele streckt. Heiteres Wetter: Wenn der Hühner- odev Mäusedarnl (Stellaria media) unb der gemeine Bibernell (Pinm pinella saxifraga) des Morgens gegen 9 Uhr seine Blüten in die; Höhe richtet, seine Blätter entfaltet und bis Mittag wachend bleibt, wenn sich der Blütenkopf mancher Arten der Gattung SonchuA abends vorher bei Anbruch der Nacht geschlossen hat; das Busch- wnidröschen oder die Buschanemone (anemone nemorosa) die Blüteiz aufrecht trägt. Trübes Wetter: Wenn die Buschanernon« ihre Blüten nickend trägt. Beständig: Wenn die Regenringel-, bluure (Calendula pluvialis) ihre Blüten zwischen 6 und 7 Uhk morgens öffnet und bis gegen '4 Uhr nachmittags wach bleibt;, schläft sie aber nach 7 Uhr morgens noch fort, so ist noch von Einbruch der Nacht Regen zu erwarten. Kälte und Frost: Wenn die Farbe der Ellern (alnas) lichter als geivöhnlich ist. Tai!wind: Wenn die Farbe der Ellern dunkler als gewöhnlich ist. Gewitter: Wenn die gemeine Robinie (Robinia fpen- dacacia) und einige Lnpinus-Arten ihre Blüten schließen.
* Kindlich. .Elschen; „Was trägt denn der Mann dort?" — Mutter: „Das ist «ine Heugabel." — Elschen : „Wird denn! das Hen von den Pferden mit der G ab el geg e sse n?"
* Fra u B r o w n (ihren Mann bei Tagesaichruch will-, kommen heißend): .„Die ganze Nacht wieder aufgewesen, wie?" Herr Brown: „Ja, Schatz. Ick bin mit Mister Wright ist seinem Aeroplan gestern abend anfgestiegen, und er konnte nicht wieder 'xunterkommen." (Puck.)
* Auf de r S eku ndärb'ahn. „Ja zum Donnerwetter, Schaffner, warum hält dünn der Zug auf dieser Station nicht?" — „Ja fchaun'A, der Lokomotivführer ist dem Bahnhofsivirt scch Vierzehn Tagen immer noch die Zech' schuldig."
vüchertisch.
— Grieb e n s R eis e f ü h r e r. Band 36. Der Schwarzwald. (2,50 Mk.) Kleine Ausgabe. Band 87. (1 Mk.) Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. Dieser Führer zeichnet sich sowohl durch ungemein klare und übersichtliche Anordnung der Darstellung des Schwarzwaldgebietes als mich durch eingehendste Berücksichtigung der praktischen Bedürfnisse des Touristen aus. Die neue (16.), von E. Wöhrle-Baden-Baden bearbeitete Auflage! ist einer umfassenden Durchsicht unterzogen worden. Mancherlei hat gegen die frühere Auflage eine neue Anordnung erhalten^ Neben der großen Ausgabe hat der Verlag noch eine kleine Ausgabe zum Preise von 1 Mk. herausgegeben, die für kurzen Anfeirt- halt ausreicheu dürste,
NSjselsprMg.
Auflösung in nächster Nummer.
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Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer: Abkürzungen: tr — Treff, p — Pique, c = Coeur, car — Carrean, trB — Treff-Bube, pA — Pique-Ast, cD Coeur-Dame u. s. f, Im Skat lagen trB und trA. Mittelhand erhielt trZ, trK, tr9, trT, pZ, pD, p8, p7, earZ, car9, Hinterhand die übrigen, -r, Verlauf des Spieles:
1. V. c9 M. trZ H. carB = — 12
2. H. pA V. p9 M. pZ = - 21.
3. H. carA V. car7 M. earZ — — 21.
Den nächsten Stich nimmt Vorhand, muß aber noch einen Trumpsstich mit 6 Augen abgeben (V. e8, M, trK, H, pB = — 6), so daß die Gegner insgesamt 60 erhalten.
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R, Lange, Gieß««-


