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tonnen. Nun ist zwar der Geschmack der Erwachsenen durchaus noch nicht der richtige Maßstab für das, was den Kindern gegeben werden soll, aber auch diese verhielten sich meist ablehnende Sie waren zunächst verblüfft und dann auch enttäuscht, im Bilder-, buche Formen zu finden, die zu zeichnen sie beinahe selbst imstande waren. Die Bestrebung, die zeichnerische Ausdrucksweise der des Kindes selbst soweit als möglich zu nähern, war eine „kunst- erzieherische" Verirrung. Gewiß kann sich der Künstler bei der Gestaltung des Bilderbuches wertvolle Anregungen ans der freien Kinderzeichnung selbst holen, aber die zeichnerische Form muß trotz- dent ins echt Künstlerische emporgehoben werden. Gemachte, künstliche Einfalt wirkt meist mehr kindisch als kindlich. Von diesem! Kinderstil gilt meiner Ansicht nach dasselbe, was Otto Anthers im Klmstivart einmal von der Anwendung der sogenannten Aliers- muudart hn Kinderbuch sagt: „Die kindliche Aufnahmefähigkeit ist der Ausdrucksfähigkeit immer um einige Nasenlängen voraus; Kinder verstehen also weit mehr, als sie ihrerseits auszudrücken! vermögen. Wer ihnen Kunstformen bietet, die sie selber schon an- wenden, der hält sie künstlich auf einer tieferen Entwicklungsstufe!
(Eine Philippika gegen die moderne §rau.
Der Kampf um die Frau und ihr Wesen, der in dein Lande der Frauenrechtlerinnen besonders heftig tobt, ist tjt eine« neuen Abschnitt eingetreten. Hat sich kürzlich em verbitterter, grämlicher Bureaukrat mit den Frauen als Postbeamten beschäft tigt, so ist es diesmal ein Gelehrter, der gegen das „weibnche Wesen" angeht und dann zu dem Schlüsse kommt, daß die Männer nicht über den Frauen stehen,
'Zunächst müssen sie sich' der, Tatsache WMßt sein, datz der scheinbar so einfach« Vorgang des Sehens in Wirklichkeit kehr Msaiumengesetzter und schwieriger Natur ist. Das A ü g c selbst vermittelt eigentlich nur Licht- und Farbeneindrücke, nicht dber die Größei eüteS Dinges- seine Tiefe, seine Enfferuuug, seine Bewegung int Raume. Diese Vorstellungen Hub erst die' Ergebnisse vielfacher Erfahrung infolge unaufhörlichen Expertin entierens mit dem gesamten Sehapparat, zu dem auch eine Menge Muskeln zu zählen sind. Aus der Größe her Blicklinien und Sehwinkel, aus dem Maße der Kraftaustrengung! aller bei Sehen tätigen Augen-, Hals- und Kopfmuskelgruppen, schließt der Mensch erst anfangs meist mit Hilfe des Tastsinnes! pl Fingern und Hände — aus Größe, Tiefe, Entfernung und Be- toegung der Dinge. Dieses Schließen wieder und fein Ergebnis, das Urteil ist eine g eifrig e Tätigkeit. — Ganz wahrscheinlich! sieht das Kind anfangs nur flächenhaft und entwickelt sich erst pack und nach zum körperlichen Sehen. Das kleine Kind hat poch fehle Vorstellung von den Entfernungen, von der Tiefs des Raumes und der Dinge. Es greift hinauf an den Himmel! Nach Mond und Sternen, es will vom Garten aus der Mutten die Hand reichen, die zwei Stock hoch über ihm zum Fenster heransschaut. Das Gröbste der Sehtechnik eignet sich das Mud rascher an —. etwa innerhalb der ersten Monate —,
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kindertümlichste Ausdrucksweise bezüglr-, T- -s Nebeneinander und der Flächenstil; nur sollen die Flachen möglichst gleichmäßig beleuchtet sein, nicht wie int Plakatstil scharfe An- einauderstellung von Licht und Schatten aufweisen.
Endlich muß bei der Darstellung eines Dinges — das gilt auch vom plastischen Spielzeug dieser Stufe — alles Nebensächliche vermieden und nur das Wesentliche in großen Zügen gegeben! werden. Dadurch werden die Dinge klar und einfach in der Form', wirksam im Ausdruck. Sie prägen sich auch! dem noch unentwickelten Formensinne rasch ein und haften fester int Formengedächtnis. Bei den bis in die Einzelheiten naturgetreu gemalten Figuren, ist das nicht der Fall. In der Menge der Einzelheiten verschwindet das Wesentliche mit, und die Vorstellungen von den Dingen werden! unklar und verschwommeit. Naturtreue, die sich bis ins einzelne! und nebensächlich)« erstreckt, geht noch über die Fassungskraft des kleinen Kindes hinaus und bildet den Sinn für die Form zu!
Bilderbuch für kleine Kinder macht sich also eine Stilisierung der Dinge aufs Typische hin notwendig. Ja das Wesentliche kann in manchen Fällen noch ganz besonders betont mm heransgehoben werden, auch auf die Gefahr hin, daß der Schein der Karikatur entsteht. Die Zugbewegung des Pferdes, das Ducken des Häschens, das Schleichen der Katze, den Buckel de« Hexe, das Maul und die Zähne des Menschenfressers darf der Künstler getrost übertreiben, das Kind wird ihn schon verstehn. Das Kind braucht eben kräftigere Ausdrucksmittel als der Er- wachsene, wenn die Bilder kräftige Eindrücke hinterlassen sollen, (Aus der Dürer-Bnndes-Korrespondenz.) Max Brethfeld.
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Nicht weniger schwer ist auch die Anpassung der Perspektiv«! an das Verständnis des Kindes. Vor allem gilt es, getuiffoil Feinheiten und Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen: großen Tiefenwirkungen, der Einteilung in Vorder-, Mittel- und Hintergrund, und starken Verkürzungen. Ich zeigte einem kleinen KiirdS einmal ein Herbstbild. Vorn saßen zwei Hasen im Kraut, weiter in der Tiefe war ein pflügender Bauer dargestellt, im Hinter-! gründe sah man weidende Kühe. Dieses Bild erregte den Widerspruch des Kindes: Die Kühe wären doch kleiner als die Hasen; so kleine Kühe gäbe es gar nicht. Daß sich im Raume die Größen- verhältuisse dem Auge wirklich so darstellen, hatte das Kind noch nicht gesehen und erlebt, und so glaubte es auch dem Bilde nichts
Man wird also im Kleinkinderbuche die Dinge nicht hintereinander darstellen, sondern, wie das Kind selbst, mehr neben-. einander. Das kleine Kind empfindet die hinten befindliches Gegenstände wirklich als kleiner, Erfahrung und Bewußtsein sinh noch nicht imstande, den Augeneindruck ohne weiteres zu berichtigen. Auch für starke Verkürzungen und Betonung des Körperlichen durch feine Schattierungen und Abtönungen hat das Kind auq dieser Sttlfe noch kein Verständnis. Es ist ja auch gar nicht noch wendig, schon hier dem Kinde im Bilde eine Anschauung des rein Körperlichen zu vermitteln, dieses körperliche Sehen lernt das Kind viel besser in der Natur und am plastischen Gegenstände selbst- wo das Auge unter freier Kontrolle des Tastsinnes arbeiten kann. Hier genügt es vollständig, eine klare, deutliche Anschauung des Tinges nach Umrißform und Farbe zu geben. — Das, Pferch die Kuh, beit Hund usw. wird man also stets von der Sette, itiei aber von vorn gesehen darstellen, weil das Auge für Verkürzungen und Abstufungen der Farbe noch nicht reif ist. Dinge aber, deren beide Längsschnitte von oben nach unten in den. Maßen nicht allzu sehr voneinander abweichen — der Mensch, der Storch, die Katze in sitzender Stellung usw. —, können sowohl von de« ' ' Vorder- oder Hinteransicht gezeigt werden. DiÄ lusdrucksweise bezüglich der Perspektive ist das
die Entwicklung ins Einzelne und Feine aber erstreckt sich über einen langen Zeitraum. Zum richtigen körperlichen Sehen kommt der Mensch erst im Laufe der Jahre, und! zwar teils durch fortwährende unbewußte Hebung, teils durch planmäßige Erziehung des Gesichts. Damit hat die Schule noch viel zu tun-, ja sogar beim Militär wird die Erziehung zum guten und richtigen Sehen noch fortgesetzt. Manche Menschen. Würden einfach staunen, Weiun man ihnen durch allerlei Experimente zeigte, wie schleckst sie trotz guter Augen bewußt sehen können. Gerade das Bilderbuch, das sich doch in erster Linie an das Auge wendet, darf diese Entwicklung des Sehens picht Unbeachtet laffen.
Das Kleinkinderbuch hat aber noch eine zweite Entwicklungstatsache zu berücksichtigen: die Nnvoil kommenheit der kindlichen Fassungskraft. Diese Beschränktheit des Fassungsvermögens ist eine Notwendigkeit und eine Wohltat sür bas Kmd. Mü ungeheure Menge der aus der Umwelt xm- stürmenden Eindrücke würden den kleinen Geist erdrücken oder verwirren, wenn er nicht die wunderbare Fähigkeit besäße, nur' auf gewisse kräftige Reize zu „reagieren" und alles das abzn- elfen, wofür feine Aufnahwewerkzeuge und das Gehirn noch zu! schwach sind. Erst wenn die stärksten Eindrücke bis zu einem1 gewissen Grade verarbeitet („mechanisiert") und die SinneSwerk- äeugc gekräftigt sind, wird für die Aufnahme neuer und ferneren siatz in der Kindesseele. Dabei kräftigt sich das Auffassungs-- vermögen und die Vorstellungen von den Dingen nehmen immer wehr Einzelzüge an. — Beim kleinen Kinde sind Anschauungskraft! Sind Formensinn noch unentwickelt, sie sind noch oberflächlich- lüchttg zufammenfasseiid („impressionistisch^. Das kleine Kind siimmt an den Dingen meist nur das Auffälligste, Hauptsächliche-' Typische wahr. Die lurterscheidendeil Merkmale der Dinge werden entweder gar nicht aufgefaßt oder nur so flüchtig, daß si« dem wenig entwickelten Formensinn bald wieder entschwinden, Deshalb hält das Kind alle Vierbeiner im Bilderbuch zuerst für Kerbe, Hunde oder sonstige Tiere, die ihm gerade bekannt sind
st nach und nach lernt es die Tiere voneinander unterscheiden!; bald geht das rascher, bald langsamer, je nach der Veranlagung. Es dauert oft langes, sthe ein Kinidi leiste! Gans und eine Esttck puseinanderhalten kann.
Also auch diese allmähliche Entwicklung der kindlichen Fassungskraft und des Formensinnes ist M berücksichtigen. Wir dürfen überhaupt nie vergessen, daß Kinder Menschlein im Zustande her Entwicktnng sind, daß sie die Erscheinungen der Außenwelt in vieler Beziehung ganz anders ausnehmen und auch ihr, KMenMen anders äußern als wir Erwachsene.
II.
Welche praktischen Folgerungen ergeben sich daraus sür dis «Wen Bilderbücher des Kindes?
In bezug auf die Farbe ist zu forderst, daß nur kräftige, Keine, ungebrochene Töne verwendet, alle feineren Abstufungen! Und Zwischentöne dagegen vermieden werden. Früher wünschten vranche Padägogen nur schwarzweiße Darstellungen für die ersten Bücher; aber die Erfahrung hat im Gegensatz zur Theorie bewiesen, daß gerade die lenchtkrästigen Farben eine ungemein große Anziehungskraft auf die Kinder ausüben. !Die Lust der Kinder! W Der Farbe berücksichtigen fast alle neueren Bilderbücher.
Bei weitem nicht so günftig, aber auch nicht so einfach liegen die Verhältnisse auf dem Gebiete der Fo r in. Da finden wir selbst Hei guten Bilderbuchkünstlern noch "allerlei Unklarheiten und Irrtümer, vor allem in bezug auf die Zeichnung. Als unsere^Bilder- Rnchkünstler ansing cu, neben dem Stofs der Form mehr Sorgfalt U, widmen und auch sie dem geistigen Standpunkte des Kindes mehv »«Kipassen, glaubten einzelne von ihsten, sich möglichst eng an die Kmderzeichnung selbst anlchüen zu inüssen. Auf diese Weise bekamen wir Bilderbuchzeichuungen, die znist Entsetzen aller Väter totl) Mütter einen so gewollt ursprünglichen Eindruck machten, daß jHÄft sie M Zej.chMyigen des „nehM selbst hätte halten


