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für solchen Mann.

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»Kunde zu gehen. Das ist auch nicht nölig . |Vlu,wl Mann. Der Kaiser hat gesagt, solchen Leuten möchte er mehr begegnen. Und er hat meutern Schwieger­vater den Ktonenorden erster Klasse gegeben, ober, tch weiß nicht, ist's der schwarze Adler, nein, nein, das kann nicht sein, aber der rote oder so was Aehnliches

lieber diese Verwechslung der Orden uird Klassen, von denen sie nichts verstaub, schwieg sie. Da klang über den Tisch eine mächtige Stimme:

Bravo, kleine Frau!

Gras Tiefenau war ausgestauben. Wie er sich laiig- sam erhob, schien er zu wachsen und kem Ende zu nehmen. Das Glas in der Hand rief er: f .

r- Meine Damen und Herren! Der HEcherr- ^at e- beten, keine Rede K halten. Ich bitte um Mtschuldigung, Wenn tch seinem Wunsche nich nachkomme imd doch spreche. Mer hier sitzt eine kleine Frau, der zu Ehren wir eiget lich hier sind, denn ihr Sohn ist der Täufling von heute,

Droesigl.

Roman von Georg Freiherrn von Ompted«.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzuilg.)

Agathe hatte nur gesehen, daß ihr Mann die Karte einsteckte, sie ahnte irgend etwas, begriff aber nicht, lind in ihrer Unruhe sah sie Ludwig an. Er war anders als sonst. Sie dachte: er ärgert sich, daß sein Vater gekonnnen ist, fand es häßlich von ihm und nahm sich vor, nach Tisch besonders liebenswürbig gegen ihren Schwiegervater zu sein. Und die kleine, bescheidene Frau fand mit einem Mal Worte, das Loblied dieses Gewaltigen der Arbeit zu singen. Sie sprach von den hunderttauseuden von Menschen, oie auf ihres Schwiegervaters Wink das taten oder jenes und merkte gar nicht, daß man rund um sie schwieg und zuhörte Immer lebhafter wurde sie:

Und der Kaiser hat ihn anerkannt! Er hat ihn ins Herrenhaus berufen. Unser Kaiser, vor dem mein Schwieger­vater, der sonst vor nicht viel Menschen den Hut zieht, sich tief neigt, wie er mir geschrieben hat, denn er schreibt mir manchmal. Unser Kaiser mit seinem scharfen Auge für alle, die etwas leisten, hat nicht darnach gesehen, wo er hersiarnint und wie er heißt, er hat ihn besonders aus- gezeichnet. . ,,

Ludwig biß nicht mehr die Lippen, er blickte dankbar auf seine Frau. Und Agathe fuhr fort, einfach weil sie sich gesürchtet hätte, aufzuhöreu, denn alle blickten sie an:

Der Kaiser hat nichts darnach gefragt, ob mein Schwiegervater sehr behutsam auftritt, denn mein Schwieger­vater hat keine Zeit gehabt, in die ..... ,

Sie begann zu stottern, dann fuhr sie nut entern Mal im Redestrom fort, mit Worten, die sie sich selbst nicht

Und diese kleine Frau ist eine tapfere, famose kleine Frau, die vielleicht jar nich alle in ihrem Wert kennen. Darum rede ich. Meine Herrschaften. Wir haben sie eben kenE lernen können. Sie hat das Herz auf dem rechten Fleck. Wie wir Leiite hier auf unseren Klitschen . . -.laivohl meine liebe, verehrte Gattin, ich weiß, ich soll nich immer Klitsche sagen, kurz, ich meine, sie hat den Mut wie die Fa­milien, die hier auf diesen alten Klitschen seit bansend Jahren sitzen. Da verleugnet sich ihrMut nich. Sch tot® auf nichts eingehen, Sie werden mich schon verstehen, meine Damen und Herren. Ich gratuliere ihrem H^ou Gemahl, daß er diese tapfere, kleine Frau sein nennt. Aber das wollte ich jar nich sagen, sondern ich wollte nur memev Freude Ausdruck geben, daß es noch Menschen jibt, die so famos sind tote die kleine Frau hier! Und die sollten MV nid) hoch leben lassen? Ich fordere Sie auf, das Glas zu erbeben mib ttob bc£> $ScTbotc$ nttt ntit c üi tii 111110 h in den Ruf: Frau Agathe Droesigl, unsere liebenswürdige Gastjeberin, die tapfere, kleine Frau, sie lebe hoch, hoch, ^o^Die Gläser klirrten. Alle standen auf. Daun lief man hin und stieß an mit Agathe, die beschämt dastand und nicht wußte, tote ihr geschah, Auch Ludwig gmgden Tisch. Er zog ihre Hand an die Lippen, und Graf Tiefenau, der ihn um anderthalb Kopflängen überragte, klopfte chm auf die Schulter, beinahe wie der alte Geheimrat es getan hätte:

Sie oller Glückspilz, Sie.

Da richteten sich alle Köpfe zur Tür, die zum Saal führte. Dort war ein weißer Struwelkopf erschienen. Bo in tosetlden Lärm des Toastes angelockt, blickte der Geheimrar herein, sein Bierglas in der Hand. Und Agathe, vom Plötz­lichen Toast angeregt, ging auf ihn zu und Meß rmt ihm an Der alte Herr, der nicht ahnte, weshalb das Hoch auf seine Schwiegertochter erklungen, setzte fein Bier glas .auf den Tisch, natürlich gerade vor Frau von Eysz Teller, nahm seine Schwiegertochter beim Kopf und gab ihr einen Kuß. Agathe aber iveubete sich zu ber Gesellschaft, machte eine Bewegung mit der rechten Hand und sagte bekannk-i machend:

Mein Schwiegervater! . .

Und der alte Herr verbeugte sich so schon, als ob e# es bei Hofe gelernt hätte.

ch

Am nächsten Tage fuhr Ludivig im schwarzen Rock nach Liebstatt, aber er nahm seine Frau nicht mir. Bel Oberstleutnant von Herrmverth hatte er sich schon vorher telegraphisch angemeldet. Der Oberstleutnant, der auf dev englischen Reise Ludivig als guten Samer aben kennen ge­lernt, fragte:

Run, so feierlich? t _

Sie setzten sich. Ludwig begann, den Hut in den w haiibschiihten eine peinliche .Angelegen-