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und di«! anderen Zuhörer wiegen sich im Takt oder flöten! mit oder singen die schwärnrerischen Texte zu dem' schmachtenden Liebeslied. Ter Square ist das Theater und der Bois imb auch die Musik der armen &ente und >oenn man die genügsamen und lebensfrohen Pariserinnen und Pariser lieb gewinnen will, dann werde man Stammgast auf einem der Squares, die freilich einen Fehler haben: jeder Pariser spricht das vertrackt« Wort anders aus und nur das eine ist sicher: trenn inan es englisch ausspricht, versteht es kein Mansch. Das kommt davon, wenn man zu sein sein will.

Magnolien.

Zn den prächtigsten Pflanzentypen der subtropischen Zone gehören die Magnolien, welche namentlich in. den immergrünen Wäldern der südlichen Unionstcmten und Mexikos zu Hanse sind, jetzt aber auch bei uns vielfach als Zierpflanzen in unseren Gärten angepflanzt tverde». Die Magnolien sind weit verbreitet und finden sich in Nordamerika, Japan, Indien, Neuholland usw. Es sind Bäume oder Sträucher mit lederartigen Blättern und schön gefärbten, regelmäßigen Blüten, die einzeln, in Traubim oder in Büscheln stehen.

Die großblütige Magiwlie (Magnolia graud flora) stammt aus den südlichen Staaten Nordamerikas und findet sich bei uns als eine prächtige Zierpflanze der Kalthäuser, welche im Sommer ihre Blüte entfaltet. Sie wird in ihrem Vaterlande ein schöner hoher Braun und erreicht auch in unseren Gewächshäusern eine ansehnliche Größe. Die Blätter sind immergrün, leder-artig, oben glänzend dunkelgrün, unten rostbraun. Die milchweißen Blüten Verbreiten einen angenehmen Geruch. Die schönblätterige Mag- nvlie (Magnolia tripetala), die in den mittleren und südlichen Staaten Nordamerikas heimisch ist, findet sich hei uns, da sie die Winterzeit aushält, häufig in Anlagen und Ziergärten, wo sie einen schönen, in Form einer vollkommenen Säule aufstrebenden Baurn bis zu 5 Meter Höhe bildet. Die Lilien-Magnolie (Mag- drolia Yulan), die aus 'China und Japan stammt, ist einer der schönsten bei uns eingeführten Blütensträucher, aber empfindlicher gegen das Klima als die nordamerikanischen Arten. Die Matter sind länglich-verkehrt-eirund und krautartig. Die zahlreichen, lveißen, oft auch rosa angehauchten wohlriechenden Blüten erscheinen schoir im April vor den Blättern; sie besitzen anfangs eine becher- artige Form, breiten sich aber später flach aus und gewährest «inen herrlichen Anblick. Als Zierbaum ist schon lange bei uns der aus Kanada stammende Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) 'eingeführt. Er bildet, Ivie man in älteren Anlagen sehen kann, große, schöne Bäume und verdient mehr angepflanzt zu werden, als eS der Fall ist, zumal die breiten.Blüten von grünlich-rot-gMep Färblurg erst im Sommer zu Anfang August erscheinen, wenn die Bäume unS fast alle Sträucher längst verblüht sind, wenn auch gerade die ersten Rosen dahin sind und man auf die Herbst­blumen wartet. Alle aufmerksamen Beobachter der Natur bleiben daher auf ihren Spaziergängen in den Anlagen an dem zu so Ungewohnter Zeit blühenden Baume stehen nnd erfreuen sich an seinem herrlichen Anblick. Wenn bei der Anlage eines Parkes vder eines Promenadenweges darauf Rücksicht genommen werden soll, vom Frühjahr bis zum Herbst blühende Sträucher und! Blumen zu haben, so darf dabei weder die Lilienmagnolie poch der Tulpenbaum fehlen.

vermischtes.

* Bogelschntz und DamenhNtmodd. Auf dem I. Deutschen Vogelschutztage, der im Charlottenburger Rathaus« tagte, hielt u. a. der Afrikareisende Professor Schillings einen Vortrag überModerne Damenhüte als Vernichter der Bvgelwelt". Der Redner ging davon aus, daß unsere schönsten Vogelarten im Aussterben begriffen sind, weil sie in Massen von den !Tamen als Schmuck verwandt werdxn. Es handelt sich hier weniger um den Schmuck der einzelnen Frau«, sondern um die künstlich geschaffene Mode. So kaust z. B. ein Berliner Haus Hunderttausend« von Kolibris auf, um gerüstet zu sein, falls einmal in Paris die Kolibrimode persügt wird. In England ist auf diesem Gebiete schon ein Ansatz zur Besse­rung vorhanden, nachdem die Königin gewünscht hatte, kein« Damen mehr mit Reiherfedern zu sehen. Auch ästhetisch sei es verwerflich, daß die Damen einen Schmuck tragen, der an Jn- jdianersitteir erinnere. In der Presse müsse lebhafter gegen die wahnsinnige Idee ausgetreten werden, Bogelleichen auf dem Hute zu tragen; die Damen selbst seien sich in den meisten Fällen gar nicht bewußt, daß sie mit der Befolgung der Mode das Aussterben von Vogelarten befördern. Mr jeden künstlerisch empfindenden Menschen müßte es ein Schlag ins Gesicht bedeuten, wenn er eine Dame mit einer.Eule oder M'öve auf dem Hute, sehe. In der 'Diskussion erwähnte Freiherr v. Berlepsch, daß de»' Kondor infolge der Mode, Kondorsedern zu tragen, so gut wie vernichtet sei. Professor Schillings hat sich die Mühe ge­macht, emmal auf dem Kurfürstendamm mit einem Sachverstän­digen die vorbeikommenden Damen auf den Wert der Hüte zu I tarieren. Es seien dabei ganz ungeheure Werte festgestÄlt

worden und ganze VogelkoloniM mußten Vernichtet werden, NW das nötig« Material heranzuschaffen. In Florida könne eist einziger Meiherfeder-Jäger eine ganze Reiherkolonie von 20 009 bis L0 000 brütenden Paaren ausrotten. Als man dort Wächter anstellte, wurden zuerst diese abgeschossen und dann die Reiher, Ein Münchener Delegierter konnte mitteilen, daß in der Sitzung einer ornithologischen Gesellschaft die Frau des sehr hohen Pro-, tektors mit Reiherfeder» auf dem Hute erschienen sei. Infolge-! dessen mußt« der Teil des Bortrages, der sich mit der Unsitte dieses Hutschmucks beschäftigte, wegsallen. Es wurde schließlich «in Antrag angenommen, wonach der Vorstand bis zum nächsten Verbandstage in der Frage noch weiteres Material sammeln solle,

* Ein Wettbewerb im Kartoffolbraten. In der Heinen Gemeinde Baguvlet, die zu den Vororten von Paris zählt, hat am Mittwoch ein eigenartiger Wettbewerb stattgefuuden. Bagirolet genießt den sonderbare» Ruhm, dest großen Wettbewerb der Kartosfelbrater veranstaltet zu haben, Unter großen purpurroten Soimenschirmen sah man auf dem' Marktplatz des Städtchens hinter weißbekleideten Tischen allerlei ernste und würdige Herren und Damen, die sich emsig bemühten, in großen, blankgeputzten Bratpfannen Kartoffeln zu rösten. Neberall wo man hinsah, sah man weiße, gelbe oder schon knusprig braun« Karotffelscheiben tut brodelnden Fette dampfen und em seltsamer Geruch mischte sich in den Duft der Hyazinthen und Veilchen, mit denen die Ärattische geziert waren. Wenn dann der Inhalt der Pfannen eine goldgelbe Färbung mit appetitlichem bräunest Rand erreicht hatte, dann eilte der Bratkoch oder die Bratköchist erwatiungsvoll mit dem Erzeugnis ihrer Kochkunst zu den Preis­richtern, die mit kritischen Kennerblicken die Bratkartoffeln prüftest trnd nach einer Probe und einer stillen Beratung ihr sachgemäßes Urteil abgaben. Zunt Schlüsse wurden dann die Preise verteilt. Den ersten Preis erhielt ein Kartoffelbrater ans dem Quartier du Temple, der fortan auf seine Besuchskarte den Ehrentitel setzest mag:Erster Preis in dem Bratkartoffekwettbewerb."

* Helden des Durstes. Es ist schier unglaublich, was manchs Tiere, darunter mich große Vertreter der Säugetiere, ast Entbehrungen von Speise imä Trank zu leisten vermögen. Manchs Geschöpfe haben diese Tugend freilich ein für allemal von der Mutter Natur erhalten. Ein besonders berühmtes Beispiel für Hnttgerkünstler des Tierreichs sind die Schlangen. Weit merk­würdiger noch ist aber wohl die Tatsache, daß Tiere von riesen-; haftem Körperbau, die sonst an eine reichliche Versorgung mit Nahrung gewöhnt sind, in manchen Gebieten auch unter höchst dürftigen Umständen zu leben vermögen und sogar ihren ständigen Aufenthalt in solchen Gegendeil nehmen. Der Asrikareisettdje. Stockley berichtet in einem Brief an die ZeitschriftField" über Nashörner im Somali-Land, die lange Zeit ganz ohne Wasser auskommen, währeich man sich das Nashorn doch gewöhnlich in Sümpfen hausend vorstellt und dies Tier auch in großest zoologischen Gärten gewöhnlich in einem Gehege sieht, das mir einem künstlichen Wassertümpel versehen ist. Der Reisende hat in einigen Teilen der Landschaft Bur Dap Nashörner augetroffen, wo während der Trockenzeit über eine weite Fläche hin nicht die gerinste Wasseransammlung vorhanden ist. Die Tiere müßten, wenigstens 50 Kilometer wandern, ehe sie zu einem Trmkplatz kämen, und nur sehr selten machen sie dies« weitläufige Reise., Sie scheinen sich ganz daran gewöhnt zil haben, sich mit der Feuchtigkeit zu begnügen, die in den Blättern einer dort vor-, kommenden Äloe-Pflanze aufgespeichert ist. Auch die Beisa- Antilope lebt in diesem Äurstlande und macht es ähnlich wie die Nashörner. Mr den Geituß der Aloe scheint freilich ihr Gaumen nicht abgehärtet genug zu sein. Jedchh hat sie gelernt^ in einer kleinen Art von Kürbissen einen gewissen Ersatz für Trinkwasser zu finden. Die Kudu-Antilope dagegen teilt sich mit dem Nashorn in den Tisch, der ihnen spärlich genug von der Aloe gedeckt wird. Man sieht daraus, daß die Redens-, artder Mensch gewöhnt sich an alles" in gewisser Hinsicht auch für die Tiere gilt, und daß sogar ein Nashorn, das sonst am! liebsten bis an den Hals im Wasser steht, Heldentaten im Ertragest von Durst vollbringt, indem es mit dem in dieser Beziehung berühmten Kamel in Wettbewerb tritt,

* Ein Eingeweihter.Wer ist denn der Herr dort, Set gar so über das schlechte Einfchenketl schimpft?,"Privatftp Hub« der war früher Schenkkellner."

Magisches Quadrat.

In die Felder nebenstehenden Quadrats sind die Buchstaben AAAADHHKLLNRR T U ü derart einzutragen, daß die wagrechten u, senkrecht. Reih en gleichlautend folgendes bedeuten:

1. Männlichen Vornamen.

2. Stadt in Abessinien.

3. Biblischen Namen.

4. Nebenfluß des RheineS.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Bilderrätsels ist voriger NstMnM St ang euspargel.

Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckeret, R. Lange, Gieße».