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So kann man also an-
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hl'schen Universitäts-Bach- und Steindruckerei, R. Lange,
Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Vertag der Brn
Austöstmg in
deuteten Märskanäle versucht, liest sich an manchen Stellen wie eine phantastische Dichtung vom Weltuntergang und den letzten Menschen. Professor Lowell beschaft.gt sich zunächst mit der Theorie, nach der überhaupt kein Wasser aus dem Mars existiert, daher auch keine Lebewesen existieren können und nach der die Kanäle aus .natürlichen Vorgängen erklärt werden. Diese Annahme wird dadurch entkräftet, das; iin vorigen Jahr durch die Photographre das Vor- handensein von Wasserdampf im Spektrum der Mckrsatmo- sphäre nachgewiesen ist.. Wasser ist also vorhanden: und auch andere Beobachtungen machen die Annahme sehr wahr- scheinlich, daß lebende Wesen auf dem Mar^ ext rerem Dadurch ist aber auch die Behauptung möglich, daß die Marskanäle großartige künstlich ausgeführte Arbeiten )tnb. Der Planet ist zur Ausführung solch einer Unternehmung besonders geeignet. Er Hat keine Gebirge; seme Oberfläche ist flach und einförmig. Er hat kerne ^eit; ste sind seit langen: verschwunden. Wegen ferner Kleinheit und der verminderten Schwerkraft kann auf dem Mars
dem Verbandsplatz. Fremder: .„.vier wird' wohl eben eine Sanitätsübung abgehalten?" — i >
„Gcwissmuaßen - unsere Rodelbahn ist cröunet worden!
Auflösung des Nösfelsprnng-Rebus in voriger Nmnnrec Einje der zä l; l t n u r s i cl; er auf sichlelvu.
humsristisches. . .
* (vin Schlauberger. Zwei Bekannte trau».cmanW vor dem Posthause und^A. bemerke^ daß B.^eme an selbst z:?bedmtenV"'fragte'er.erstaunt. sendest Briefe an »eine riaenc Adresse?" — „In diesem «valle alteidings A-a, lies dü andere Seite!" - Und A las: „Am 1. Oktober abends um neun Uhr Generalversammlung des O. C. im ■öex • emslokal zwecks Regelung wichtiger geschäftlicher AngeUguU.utu. Nicht anwesende Mitglieder zahlen eine Ordnungsstiasi l Ärf TS Sekretär." — „Ja, aber ick, verstehe nicht meinte A. iiach Durchsicht dieser Zeilen. — Mcht? Nun. diese Karten habe ich selbst drucken lasten. Die Gesellschäst i N emd Mythe Wenn ich eines Abends auszugehen wünsche, st^dir aiere ick, eine dieser Karten nach niemer Wohnung.. Mcmo Iran nimmt sie in EmpsäNg und händigt sie mir bei m.li.ir Zeimkehr stuszeud ein Ich biete ihr an. daheim ö» bleiben mnd die zwanzig Mark Reugeld zu zahlen, aber davon will sie natürlich nichts wissen. Tas ist nUe«, lieber Freund, aber
es ist so sicher, wie daß. morgen die Sonne aüfgehM Mrd,- e« sei denn, daß irgendeine Katastrophe unseren Untergang früher herbeiführt. . . Innerhalb der historischen Zeih schon hat die Wassermenge der Erde abgenommen, mx den Küsten von Nordasrika kann man noch die Ruinerh der großen Städte sehe::, die in den Römerzeiten hiest blühten. Sie erhielten' Wasser durch ihre ÄatMmkte aM Gegenden, die heute wüst und leer sind. In den Wüstest ' I von Aegypten und Arizona hat man fossile Ueberreste vost l# 1 Wäldern gefunden, wo jetzt das Klima keine Vegetation
mehr entstehen läßt. Das Verschwinden des Wassers hat die Bewohner des Mars nun langsam zu tieferen und immer tieferen Grabungen geführt. So sind allmählich die Marskanäle entstanden. Sie mögen zuerst verhältnismäßig klein gewesen sein und sind erst ausgedehnt worden, als das kostbare Naß immer schwieriger und schwieriger zu erreichen war. Nuv eine Rasse von hohem Intellekt, die alle Geheimnisse der Technik aufs Feinste ausgebildet hatte, konnte alte und der verminderten Schwerkraft känn^ aus dem Mars | ^„Emgkeiten überwinden und diese Arbeiten ausführen, mit der gleichen Kraftmenge siebenmal soviel Arbeit ge- {f. heldenhafter Kampf mit den, unüberwindlichen
leistet werden wie auf der Erde. So >ann man also - I Mächten der Natur muß erlahmen; er muß zum Unternehme u, daß die Marsbewohner bei gleicher Entnncklung > fti6reu:. Nach Lowells Meinung steht für eme nach ihrer Geisteskräfte .viel gewaltigere Leistungen hervor- 1 SftrSnomifd&cm Maße nicht allzu ferne Zeit die völlige bringen können als die Erdenmenschen, zumal, wenn der j öb be§ Mars bevor. „Unfern Nachkommen wird
Kämpf um die Existenz, das Drohen eurer furchtbaren I bfimt beL. Mars keinen Gegenstand des Interesses und
Gefahr sie zu verzweifelten Anstrengungen anspornü So I @tubilimg )ue()V bieten. Mr uns aber erhält seine Beläßt sich die kolossale Große und Ausdehnung dieser Mars- I ^^tunq dadurch einen besonderen Reiz, daß nur diesen«
kanäle begreifen, die sich mit mathematisch genauer Gerad- Unterganges aus der Ferne zusehen können,
liuigkeit über Hunderte und sogar Aaujeiide von teilen ]■$■ ber der Austrocknung, der den Planeten zst erstrecken und die Marsoberfläche wie nut emer geome- I . gegenwärtigen Phase geführt hat, muß zu jenem Irischen Zeichnung überziehen. Warum nun sind diese A.- I @nj)e daß endlich der letzte Funken Leben auf den« näle gemacht worden? Lowell sucht eine Antwort zu geben, I M^rs erlischt. Ist dann der letzte Hauch entflohen, deb indem er den Mars und die Phänomene, die er der For- . , . ^benstropfen versiegt, dann wird der Planet als schung darbietet, mit den Verhältnissen imserer Erde ver- I tote burch den Raum des Alls rollen; sein gleicht. Der Mars ist in seiner Entwicklung alier und .-t bmnt vollendet." . . . Gt'
weiter vorgeschritten als die Erde; er ist viel kleiner ,als I - ) । ------------
sie und hat sich viel rascher abgekühlt. Alle Planeten sind, ein , je höheres Alter sie erreichen, dem Schicksal unter- ihmrfpit ifir Wasser zu verlieren. Ein abu der Wasser- - vul, vtllt S»* W d°m Inneren <.««, i««!- abkühlt, und ist daher für immer für tue Oberslache verloren. Das andere Wasser wird langsam an den Raum abgegeben, in dem es verdunstet, bis eine tote und wasserlose Sphäre den Planeten umgibt. Auf dem Mars nun wird das Wasser immer seltener und seltener; es trocknet geradezu auf unter unseren Augen. Wenn morn ihn unter „ dem Teleskop besieht, so zeigt sein größerer Teil sich als I j eine ockergelbe oder rötliche Fläche. Ockergelb oder rot ist mich die Färbung der Wüsten auf unserer Erde, „so wundervoll diese opalartigen Tinten des Planeten durch das Fernrohr erscheinen mögen, sie-zeigen doch eine wahrhaft entsetzliche Wirklichkeit an. Dieser rosig gelbe Zauber ist nur eine täuschende Fata Morgana; eine weite Flache wüsten Bodens, weltengroß in ihrer Ausdehnung, die den Planeten wie ein furchtbarer Gürtel umspannt und an einigen Stellen fast von Pol zu Pol reicht, das ist es, was diese? opalschimmernde Glänzen verkündet. Diese blendend reiche Färbung bedeutet die Erstickung des Lebens, die nutleidlos mit dem Zunehmen dieser opalfarbenen Stellen sich ausbreitet. Fünf Achtel des Mars find jetzt schon eine öde Wüste, grausam einer brennenden Sonne ausgesetzt Und unbeschützt von irgendeinem bergenden Schatten. Nicht mehr verfinstern Wolken den Himmel dieser Welt, seit Menschenaltern. sind. die Seen ausgetrocknet, lind dieses Schauspiel, das. sich dem Astronomen bietet, erhält noch fein besonderes Interesse dadurch, daß hier das Schicksal unserer Erde vorausgenommen toirb. Auch die Erde wird dereinst, wenn auch langsamer, so austrocknen und zu einer toten Welt werden. „Mir langsamer, doch stetiger Ausdehnung, nehmen auch unsere Wüsten immer mehr Besitz von der Erdoberfläche. Das Ende ist zweifellos noch weit entfernt, aber
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