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Redainon: E. Aitderjon. — Stoiahonsitoüct und ’-betlag Oei Ärüht'scheN UntverstlätS--Buch- und Stemötuderei, !)t. Vmiflc, Ü5tejse,fc
zusammen mit dem Nrnrenschen gelebt hat, und diese Fest* stellung war für ihn die Veranlassung, nach unzwerfel- haften Spuren Hont Urmenschen zu suchen. Dabei unterstützte ihn die Tatsache, daß die ©«gelt von Riesen und Affenmenschen, an denen der javanische Mythus sehr reich ist, unmittelbar an die Fundstellen der großen Säugetier* knochen anlnüpfteu. Durch die Mitteilung dieser Sagen von Eingeborenen hat er verschiedene Knochensundstellen entdeckt, und die Sage von der Burg Redjnno, die de« Gott gegen die räuberischen Einfälle der Riesen errichten ließ, war es im wesentlichen, die ihn die Kulturstätte vom Urmenschen bei Teguan unfern von Redjnno in Mitteljava entdecken ließ, von der er nun eine ausführliche Schilderung entwirft. Diese Kulturstätte stellt eine 15i/2 Meter! lange, 7—8 Meter breite und ca. IVt Meter dicke, schwarze, aus Kies und Sand bestehende Erdlage vor. Sie ist mit Knochen aller Art, vom Büffel, Bauteng, Schwein, Hirsch, Raubtieren, Schildkröten u. a. augefüllt, während Elefantenreste mit Ausnahme von einigen Zahustücken nur tit benachbarten Partien Vorkommen. Daß es sich hier um Ueber- reste von menschlichen Mahlzeiten handelt, ergibt sich daraus, daß die hohlen Markröhrenknochen künstlich aufgeschlagen sind; und ihre Bruchflächen smd alt. Manche Stücke zeigen deutlich die Spuren der Einwirkung des Feuers. Es wurde denn auch, was das Bemerkenswerteste bei diesem Funde war, ein dreiteiliger Feuerherd aus Ton gefunden. Er ist 125 Zentimeter lang und ca. 20 Zentimeter hoch, wobei die Innenweite der drei Feuerlöcher etwa 25 Zentimeter mißt. Seine vier Querwände find durch eine gemeinsame Hinterwaud untercm- ander verbunden. Aus dent mittleren Feuerwche wurden einige Topfscherben, eine 6V2 Mu.imeter lauge tönerne Walze, gleichmäßig abgearbeitet und an einem Ende tote mit einem Messer abgefchnitten, und eine kleine dreieckige Lauzeuspitze (oder vielleicht ein Bohrer) hervorgeholt. An verschiedenen Stellen der unteren Erdlage saßen zahlreich« Kugeln von der Größe einer kräftigen Männerfaust, bte wahrscheinlich als Mahlsteine oder als ein anderes Werkzeug gedient haben mögen. Beim weiteren Abgraben kam noch ein zweiter, doch schlecht erhaltener Feuerherd zum Vorschein. Die prähistorische Küche muß in die Sand- schichten, auf denen der Urmensch am Solo-Flusse lebte, hineingegrabeu sein; der graue Saud ist infolge der Einwirkung des Feuers an mehreren Stellen rot gebrannt. Diese prähistorischen Feuerstellen sind den noch heute auf Java üblichen Feuerungen ähnlich. Der Javaner stellt drei Steine in Dreieck zusammen und schürt mit Bamn- ästen, oder er baut auch einen Ofen aus Ziegelsteinen mit zwei oder mehreren Feuerlöchern. Der Fund von Red- juno stellt bereits einen hohen Kulturzustand dar und entspricht hierin ungefähr den jüngeren Steinzeitftmdcn Europas, ist jedoch von viel höherem Alter, und zwar mitteldiluvial, eine Annahme, die Dr. Elbert auch durch eine Reihe weiterer Beobachtungen, besonders durch Funde ait fossilen Pflanzen, zu beweisen sucht.
* Beleidigt. (Ein Dienstboten-Gespräch.) „Wenn die Gnädige das nicht zurücknimmt, was sie mir gesagt hat, — gehe ich." — „Was hat sie dir denn gesagt?" — „Sic hat gesagt: Marie, in acht Tagen können Sic gehen."
verblieben — Liebe;
gcschn Sucht — Sehnsucht;
blieb sterbend — Liebster; .
Schritt erdröhnt, finstre Wald — Rill er Ewald, er Kerzcnschiurmer = Erkerzimmer.
VsNMlsebtes.
* Eine Wohnstätte des Ur m e n s ch e n auf Java. Auf der Suche nach dem Urmenschen auf Java, das gerade in den letzten Jahren wieder von mehreren Anthropologen zur Entscheidung der Frage, ob der Pithe- cänthropns wirklich das gesuchte Zwischenglied zwischen dem Menschen und wissen in, ausgesucht wurde, hat auch Dr. Jost a u u e s Elbert eine Expedition unternommen, in deren Verlauf er verschiedene Kulturstätten vom Urmenschen entdeckte. Wie er selbst tut neuesten Heft der von Dr. I. H. Bechhold herausgegebenen Umschau berichtet, ist er durch die Beobachtung der ihrem Alter nach genau bestimmbaren Gesteinslagerungen zu dem Ergebnis gelangt, daß der Pithe- eänthropus in der ersten Hälfte der Diluvialperiode, « so
] rege ist erwacht = Geistert Geisterharfen 2. Scharfermem — Harten )
Almsrau in stiller Nacht — Frau Ern«;
tisch blieb der Philosoph Hobbes bis zum letzten Ateinzug, indem er kurz vor seinem Hinscheiden murmelte: „Ich tue einen bangen Sprung ins Dunkel". Neftons letztes Wort, als er nach der Nachricht vom Sieg bei Trafalgar auf dem Deck seines Schlachtschiffes starb, soll gewesen sein: „Gott sei Dank, ich habe meine Pflicht getan!" George Washington seufzte: „Es ist gut." Die letzten Worte, die uns von Scott in dem Augenblick seines Todes berichtet find, zeigen die seltene Güte des Dichters. Sein Schwiegersohn Lockhart wollte seine Töchter rufen. „Nein," sagte Scott, „störe sie nicht. Die armen Kinder, ich weiß, sie sind tue ganze Nacht aufgewesen, Gott segne euch alle!" Manche Großen des Geistes drücken auch noch in ihrem letzten Wort die Leidenschaft aus, der sie ihr ganzes Leben geweiht. Gatus- boroughs letzter Gedanke galt seiner Kunst und fernem großen Borbilde van Dyck. „Wir kommen alle kn den Himmel", sagte er, „und van Dyck ist auch dabei. Der große Maler des Frühlings und der lyrischen Schönheit Corot träumte von neuem Schaffen, als der Tod ihn umfing. „Wenn der Frühling kommt", waren seine letzten Worte, „daun will ich ein schönes Bild malen. Ich sehe einen Himmel voll von Rosen." Der große englische Landschaftsmaler Crome rief, noch zuletzt seines großen holländischen Vorbildes gedenkend: „Hobbema, mein teurer Hob- bema, wie hab ich dich geliebt!" Haydn soll vom Todeskampf befallen worden sein, als er am Klavier saß und die von ihm komponierte Nationalhymne saug, während die französischen Kanonen, nicht allzuweit von seinem Hanfe in Schönbrunn entfernt, donnerten. Während in Schillers Todesphantasien der Plan seütes „Demetrius" die Hauptrolle spielte, kämpfte Napoleon in den Fiebervisionen der Todeskrankheit eine letzte siegreiche Schlacht aus und soll
ftt einem Kommandoruf auf den Lippen die Seele ansge- .aucht haben! Bekannt ist Albrecht von Hallers Ende, der bis zum letzten Augenblick wisfenschaftliche Beobachtungen an sich machte, beständig seinen Puls fühlte und mit dem Wort: „Der Puls hört auf zu schlagen" entseelt hinsank. Höflich bis zum letzten Atemzug war der Earl von Chesterfield, der berühmte Weltmann, der beim Eintritt des Arztes in das Sterbezimmer dem Diener zurief: „Gib Dayrolles einen Stuhl!" und dann starb. Unter den letzten Worten berühmter Frauen mag vielleicht am tragischsten der schmerzvolle Ausruf der Dichterin Charlotte Bronte berühren, die nach einem traurigen Geschick in einer späten Ehe ein großes Glück gefunden hatte und es nur ein Jahr auskosten durfte. Als sie die Angst und Sorge auf den Gesichtern ihrer Liebsten sah, sagte sie: „O, ich gehe noch nicht in den Tod, oder doch? Er wird uns nicht trennen; wir sind so glücklich gewesen". Das letzte Wort der Dichterin der „Portugiesischen Sonette" Elisabeth Barret-Brow- mng hat ihr Gatte Robert Browning aufgezeichnet. Als er sie fragte: „Wie fühlst du dich", erhielt er die Antwort: „Schön". Diesem abschließenden Bekenntnis eines in Schönheit verbrachten Lebens stellt sich Luthers letztes Wort zur Seite, der auf die Frage von Justus Jonas, ob er bei seinem Glauben an Christus und die Lehr, die er gepredigt, beständig bleibe, fest uni) klar antwortete: „Ja".
Magisches Quadrat.
In die Felder nebenstehenden Quadrats finb die Buchstaben AAAAAABBDDEEM RR B derart etnunragen, hast die tvngreckten u. lenkrecht.Rethen gleichlautend iolgendes bedeuten?
1. Einen Bogel.
2. Stadt in Ungarn.
3. Belgtsthen Staatsmann.
4. Holländische Stadt.
Auslösung m n. .Her Nummer.
Auflösung des Kryptogramms in voriger Nummer r


