Ausgabe 
21.7.1909
 
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Duststossen dieser Art gehört sich allein höchst unangenehm', Körper, dessen unangenehmer vorhandene, andere Duststoffe wird, baßj er int Verein mit

betrachten. Zn den verbreitetsten wohl das Trimethylamin, ein für etwa nach Heringslake riechender Geruch aber meist durch nebenher

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gemildert oder so sehr unterdrückt ______ _____

diesen eine nicht immer v'nangenehme Wirkung auf unsere Gernchs'- organe ausübt. So ist Trimethyl in dem Duft der Blüten des

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Geschmack der Insekten' hinsichtlich der Wohlgerüche abgestimmt sind.

Kerner von Mari-aun uutericheidet 5 Gruppen von Tüsten, die iudoloiden, aminviden, benzvlvideu, paraffinoiden und terpeuoiden, je nach der chem. Natur des Duststoffes. Zu den iudoloiden rechnet er den Duft derjenigen Pflanzen, die Zersetzungsprodukte von Eiweißkörpern als Geruchsstosse besitzen, insbesondere Indol und :tatet, Stoffe, die besonders in den Exkrementen von Tieren und Menschen vorkommen, aber auch beim Faulen von Fleisch, Harn ttsw. austreten. Dahin gehören die meisten Aristokochia- Arteu, Rafflesiacoeu u. a., die sich auch fast ausnahmslos durch bleichbraune, au faulendes Fleisch erinnernde Blüteusarbeu aus- zeichueu. Sie üben naturgemäß, auch nur auf solche Insekten eine Anziehungskraft ans, die ihrs Nahrung von derartigen Stossen beziehen ober deren Larven sich darin entwickeln, also besonders allerlei Aaskäser, z. B. Totengräber und Aasfliegen. Von andern Insekten, wie Faltern, Bienen werden sie gemieden, sei es, daß letztere einen tatsächlichen Widerwillen dagegen haben, sei es, daß ihnen der Sinn für diese Art Düfte abgeht, und sie deshalb acht­los ait ihnen vorüberfliegen. Im allgemeinen ist die Zahl der Blüten mit iudoloiden Düsten nicht groß, doch kommen neben andern Düsten oft gleichzeitig auch iudoloide in dem Duft einer Blüte vor.

Zn den Pflanzen, welche aminoide Düste in den Blüten ent­wickeln, gehören schon eine größere Anzahl auch bei uns heimischer Arten. Die Duststosfe selbst sind Amine, die wir ebenfalls als eine Art von Abbauprodukten des hochkomplizierten Eiweißmoleküls

Binder wirken durch ihre gefälligen Formen sehr elegant und passen sich durch den Biergelenkbogen der Form des Luftschisfes au. Die Längspfetien dienen als Unterstützung für die Holz­sparrenanlage, auf der die Da.chschalnng aufgenagelt ist. In der Mittelhalle hat man int First drei große Längsoberlichter von ie 40 Meter Länge mit Lüftungsklappen angebracht, ferner aus beiden Seiten des steilen Daches, und zwar je neun Fenster. Die Verglasung der Oberlichter und der Seitenfenster besteht aus gelbem Draht- und Rohglas, das die Sonnenstrahlen bricht lind danK bereit schädliche Einwirkung auf die Ballonhüllen verhindert. Die beiden Längswände der Mittelhalle oberhalb des Daches der Vorbauten sind in Eisensachwerk mit Ziegel­steinen ausgemauert, außen verfugt, innen mit weißer Kalkfarbe gestrichen. Die Längswände enthalten auf beiden Seiten je 17 große Fenster. Die Seite nach Bickendorf zu ist durch eine große Giebelwand abgeschlossen, die ebenfalls aus Eisenfachlverk besteht und mit Ziegelsteinen vermauert ist, aber keine Fenster enthält. Im Innern der Halle sind drei starke Windsäulen angeordnet, auf die sich der Wiuddrnck der Giebelwand überträgt, der bei der ausgedehnten Fläche ganz bedeutend ist. Die Längs- und Giebel- wände der Vorbauten bestehen aus massiven ZiegelmauerN. Durch vorgelegte Pfeiler und gefällige Anordnung der Pntzfelder über beit einzelnen Fensterpartien ist eine sehr gute Wirkung erzielt. Innerhalb des Gebäudes sind an der Decke der Mittelhalle noch durchgehende Lanfkatzenträger angeordnet, die zu Montagezwecken und znm Aufhängen der Luftschiffe dienen. Außerdem hat man an der Decke, und zwar an beiden Längsseiten noch je einen durchgehenden Laufsteg angebracht, der durch Treppen von den beiden Giebelwänden aus leicht zugänglich ist. Diese beiden Lauf­stege stehen in Verbindung mit einem Laufsteg außerhalb der Halle über den Toren.

Die Einfahrt der. Luftschiffe kann nur von einer Seite er­folgen, und zwar von der Bocklemüitder Seite aus. An dieser Seite werden vier große Tore, sogenannte Doppelfalldrehtore, angebracht, von denen je zwei Flügel zusammen verbunden sind und maschinell durch Wasserdruck geöffnet und geschlossen werden. Diese Riesentore, die einen ganz neuen bis jetzt noch nicht angewendeten Typ darstellen, haben eine Höhe von 25 Meter und eine Breite von 11 Meter. Die Flügel wurden liegend montiert und fertig in die Höhe gezogen; . außen sind sie mit Wellblech bekleidet. Der Fußboden der Halle besteht aus Stampfbeton: in diesen sind längs der Halle in vier Reihen in kurzen Zwischenräumen Anker mit Ringen eiubetoniert, au denen die Taue der Lustschisse be­festigt werden. Aus dieser Anordnung geht schon hervor, daß entgegen anders lautenden Meldungen eilt Zeppelin-Luftschiff, ein Groß- und ein Parseval-Ballon mit der Zeit dort nNtergebracht werden. Es können auch zwei Zeppelin-Luftschiffe nebeneinander bequem Platz finden. .Die Dachdecke der Halle besteht aus Pappe und Rubernit. Die Eisenkonstruktiou, die Tore, die Fundamente für die Eisenkonstruktion und die Fachwandmtsmauerung sind durch die Brückenbauanstalt Gnstavsbürg bei Mainz ausgeführt worden. Diese durch den Bau der Nordbrücke und die Ausschwim- lititng der alten Straßenbrücke bestens bekannte Firma hat damit wieder eine Leistung ersten Ranges vollbracht, denn sie hat in einem Zeiträume von zwei Monaten das 'Bauwerk in Eisen­konstruktiou und Fachwerk fertiggestellt, und zwar so, daß Zimmer-, Dachdecker- und Glaserarbeiteu ohne Verzögerung flott betrieben werden konnten, so daß die Halle, in den nächsten Tagen voll­ständig unter Dach und Fach gebracht sein wird; die Bergung des Z II kann also am 26. Juli glatt vollzogen werden. Dem Bauführer der Firma Gustavsbnrg Herrn Bolz und seinen zahl­reichen Mitarbeitern muß man daher alle Anerkennung zollen. Die Lnstschisshalle wird bekanntlich int Auftrage des Militär- sislus ausgeführt, der zu diesem Zwecke hier ein eigenes Ban- nmt errichtet hat, und ait dessen Spitze Regierungsbaumeister Milatz steht, dem auch die Oberleitung über die Bauausführung oblag. .In der Nähe der Halle, in der Umgebung der städtischen Gas­anstalt in Müngersdorf, wird eine Wasserstoffgasfabrik errichtet werden. Dort werden die zur Füllung der Luftschiffe zu ver­wendenden Flaschen mit Gas. vollgepreßt und nach der Halle ge­bracht. Vorläufig wird eine Lnftschiffer-Kompag nie in einem in der Nähe gelegenen Fort untergebracht werden. Da in der Zeit vom 12. bis 18. August eine größere Festnngskriegsübung in der Umgebung der Halle vorgesehen ist, kann matt Wohl mit Recht annehmen, daß auch das' Zeppelin-Luftschiff hierbei Verwendung finden wird. Gestern wurde die Halle vom Regierungs­präsidenten Dr. Steinmeister und dem Polizeipräsidenten von Weegmann besichtigt.

Der Blitten-ust und die Insekten.

Von Pros. Dr. W. Mignla. *)

Neben der Anlockung durch die Farbe der Blüten ist es besonders der von ihnen ausströmende Dnst, der eine wesent­liche Anziehungskraft für Insekten besitzt. In vielen Fällen wird es nur der einfache Honigduft der Blüten, sein, in sehr vielen anderen sind es aber spezifische Dustarteu von großer Verschieden­heit und Niianeiernng, die offenbar auch aus den verschiedenen

*) AusPslanzenbiologie. Schilderungen ans dem Leben der Pflanzen." Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig.

Weißdorns, vieler Spiraen, des Schneeballs und vieler anderer Pflanzen enthalten.

Am reichlichsten vertreten sind die benzoloiden Düfte, die ans Körper aus der Reihe der aromatischen Verbindungen zurück- znsühren sind, doch ist nur ein Teil derselben chemisch näher bekannt, wie der Dust des Heliotrops (Banilin), des Waldmeisters (Cumarin), vieler Nelkenarten (Eugenol). Viele unserer bekann­testen wohlriechenden Blüten haben Düste, die wohl auch in diese Gruppe gezogen werden können, obwohl dies nicht für alle sicher ist und vielleicht eitle Mischung von Düsten verschiedener Gruppen nicht selten vorliegt. Hyazinthen, Jasmin, Reseda, Maiglöckchen, Veilchen, Akazien, Geißblatt, gehören zu ihnen.

Zu den Pflanzen mit parassinoideu Düsten gehören Rosen, Baldrian, Reben, schwarzer Hollunder, Nachtschatten. Die Düfte gehören Kohlenwasserstoffen aus der Paraffinreihe an.

Die terpeuoiden Düste werden hauptsächlich durch ätherische Oele bedingt und sind namentlich verbreitet bei vielen Lippeu- blütlern, z. B. beim Lavendel, bei den meisten aber nicht oder nicht nur in den Blüten, sondern in bett Blättern. Auch der Dnst der Oraugenblüteu gehört hierher. Wohin der eigenartige Honig- dust gehört, ist noch nicht sicher ermittelt, und doch ist es sicher gerade dieser, der eine große. Anzahl von Insekten anlockt.

Daß die Insekten für die verschiedenen Düfte sehr ungleiche Empfänglichkeit btzsitzsen, geht schon aus der oben erwÄhntenI Tatsache hervor, daß für die iudoloiden Düfte sich nur Aaskäfer und Aasfliegen interessieren. Für aminoide Düfte haben Schmet­terlinge gar kein Interesse, desto mehr aber verschiedene Blüten- käfer. Das so stark duftende Geißblatt wird von Tagschmetterlingen gar nicht beachtet, während die Abendschwärmer gerade diese Blüten mit Vorliebe aussnchen. Das gleiche gilt von den Blüten der Petunien, und an beiden Pflanzen kann der Schmetterlings- sammler in der Dämmerung stets vortreffliche Geschäfte machen, während er aut Tage höchstens zufällig einen Schmetterling an ihnen findet.

Es ist 'wohl sicher auzuuehmeu, daß die Düste mancher Blüten von gewissen Insekten überhaupt nicht empfunden werden, und daß sie deshalb achtlos an den Blüten vorüb erfliegen. Gibt es doch zweifellos Blütendüste, für die Insekten überaus empfindlich sind, während sie vom Menschen überhaupt nicht wahrgenommen werden. Besonders deutlich ist dies beim wilden Wein, dessen unscheinbare grünliche Blüten offenbar nur auf die kürzeste Ent­fernung von Insekten wahrzunehmeu sind, und die dennoch einen sehr reichlichen Bienen besuch zeigen. Hier muß also ein anderes Anlockungsmittel als die Farbe vorhanden fei», und daß das ein starker, für den Menschen nur nicht wahrnehmbarer Duft ist, geht aus deut Verhalten von Bienen hervor, die an blühendem wilden Wein vorüberfliegen, und denen der Blütenduft durch die Windrichtung zugetragen wird. Sie wenden sich fast augenblicklich!, sobald sie in den Bereich des Dustes kommen, dein wilden Wein zn nach Kerners Angabe selbst noch in einer Entfernung von 300 Schritt von dem blühenden mitten Wein. Ich selbst konnte diese Beeinflussung der Bienen wenigstens noch auf eine Ent­fernung von Metern alt einer mit wildem Wein bedeckten Wand im botanischen Garten in Karlstuhe wiederholt beobachten. Eine Wahrnehmung der unscheinbaren Blüten durch den Gesichtssinn ist auf eine solche Entfernung zweifellos ausgeschlossen.

Ueberl).^1* Mun man als allgemein gültig ansehen, daß,

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