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bung sagettz daß. Mer MM- M Reden eÄsach durch einen Do metscher übertragen. Da er besondere Sprache hat. Es gibt ^chk viel Besseres als Phrasen hervor-
£h. davon mögen einige Proben brachte, fiel er den Nlachthabern des- „Bergs auf die Nerven.
: Oberaargauer als „minger" und dem .lntziu". Lützelflüh heißt kleine Fluh.
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— Rotationsdruck und Verlag der Brühl'lcken Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N. Lange. Gießen«
Redaktion: I V.: E. Heß.
auf dem Boden der republikanischen Freiheitskämpfe, entdeckte er alsbald seine antimonarchische Gesinnung. Er machte kern Hehl aus ihr, sondern verlieh ihr rn einem fürchterlichen Pamphlet gegen das Königtum Ausdruck. Trotzdem nahm ihn, als er von Washington in diplomatischer Mission nach Paris geschM wurde, ~ . ^-.r-r-r-r e nw’y. ...L Kto ftTvx'n1 nSnrtTm nA11 fta*
, Wo sind die warme Herbsttäg, wo? Und wo isch d'Snitne-n-ane?
I gseh si mtmme sälte no Schreeg iber der Altane. D'Baim sind bald wieder rattekahl Und d'Mäß. isch wieder umme. Und i de Stube-n-iberal Hersch d'Eese zieh und summe."
(Baseler Dialekt; „Novembervärsli" aus der Gedichtjamm- lang von Dominik Müller.)
Aber nicht allein von Kanton zu Kanton erleiden die Mundarten mannigfache Verwandlungen, sondern es , finden sich ur einem und demselben Santon grundverschiedene Dialekte vor ^m Kanton Bern allein sind nicht weniger als vier Hanptdmlekt- Wmme die sich scharf voneinander unterscheiden: nämlich die Gruben der Oberländer-, der Emmentaler-, der Gugglsberger-
Aber^dabe^bleibt"es^ nicht. Jeder einzelne Dialekt hat sich wiederum ganz unglaublich lokalisiert, so daß! es dem Kundigen Nicht nur Möglich ist, sofort festzustellen, welch em Kantonsburger Mit ihm spricht, sondern er wird ihm gelegentlich auch seme engere föeintcitz ict feine (^enteiitbe eifert tönnen. , v-
(Sio nennt man bie Kirsche in LntzeWüh, bem Dorf, bas bnrch Gotthelf berühmt wurde: „Chriesi" und ."i^Hasle, eme halbe (Phfnbe weiter unten im Emmental: „Chirschi . Was der Stadtberner ein „Wasserstrühli" nennt, das bezeichnet der Unteremmentaler mit Dübelt". Der Heuhaufen, der für die Nacht wahrend der Heuernte .aufgeworfen wird, um das Futter vor Tau und sftpnpH ru scüüiEn, heiftt im bevntfchea (Seelättbe ,,^ottlig , tm Emmental „Schoche" und an einzelnen Orten des bernischen Oberaargaues „Trischte". „Trischte" wiederum bedeutet tm bernischen Mittelland und Emmental den hochgetürmten Heuhaufen, an dem das Heu im Freien überwintert wird. Was für ben ^Ctabt- beruer „utito" ist, das gilt dem Emmentaler als „sunbu , dem Brienzer (Berner-Oberland) als „simbel . (Simbeli Pfaistor- schybe = Butzenscheibe. — Simbele --- kurz gebundenes Stroh.) Was die Seeländer im figürlichen Sume gelegentlich mit „chlyn , der Mittelländer mit ,,'griug" bezeichnet, das gilt dem Oberländer als „minder", dem Oberaargauer als „minger 1,nS h n Emmentaler sogar als „! . .. .
brneilte, ttei er £>en wcaa^ijuucLiL ~
Marat stellte ihm eine Falle, indem er bet der Abstimmung aber das Schicksal Ludwigs XVI. öffentlich behauptete, Paine dürfe unmöglich für „Tod" stimmen, da er als Quaker ja die Todesstrafe zu bekämpfen habe. Wirklich ging Paine in die Falle, wagte, um nicht inkonsequent zu erscheinen, nicht für .ujb, fonbernl nur für lebenslängliche Verbannung zu stimmen, worauf Macat 8 Man fest gegen ihn erließ des Inhalts daß die Franzostst verrückt seien wenn sie noch länger derartige Leute unter sich dulbtten, denen man eigentlich „erst die Ohren dann den Kop abschneiden müßte". Als auch dies den standhaften Politiker nicht zu vertreiben vermochte, erhob Robespierre gegen ihn vfstnt- liche Anklage wegen Verrat: es wurde dann behauptet, Paine stehe int Dienste auswärtiger Staaten, vor allem Englands, und ihr Resultat war die Gefangensetzimg Pames, aus der thu erst der Sturz Robespierre und eine Intervention Monroes befreite. Schließlich zog er sich wieder nach Amerika zurück, verfaßte dort eine Menge Schriften allen möglichen Inhalts und starb zu New-Rochelle int Sommer 1809. Wenn ihm jetzt ein Monument errsthtet wird und Festreden zu seinen Ehren gehalten werden, so wird das zwar keine Rehabilitation, keine Aufnahme unter die Unsterblichen für ihn bedeuten, wohl aber ein Zeichen dafür seüi, daß die Tenkmalswut „drüben" mindestens tm gleichen Grade grassiert wie „herüben".
vermachtes.
* Quaker und Revolutionsheld. Zugleich Mit Schiller, Pestalozzi, Klopstock und Washington erhielt 1792 den Ehrentitel „französischer Bürger" auch em engllsch-Eerikamiche Quäker, dessen 100 jährigen Todestag die Stadt Philadelphia tu diesen Wochen durch Errichtung eines Denkmals feiert. Juefer Merkwürdige Mann hieß Thomas Paine, m populärer lb- kürzung — er war in ganz Europa und Amerika wohlbekannt „Tom" Paine, und war in der Grafschaft Norfolk 173/ ato Sohn eines Korsetteumckchers geboren. Er trieb sich erst lauge Jahre in Berufen niederster Art umher und wurde bann, da es ihm in keinem recht glücken wollte, Freidenker und Quaker, bt^ ihm schließlich das Glück zu winken schien und er durch das Bekanntwerben mit Franklin ttitb Washington in höheren Schichten auftauchen und allmählich in der Politik eine Rolle spielen konnte.
* re; rt lieber" Schwiegersohn. „Ihr Hund hat
S. W -MM-I. g- M denn der Rechnungsrat Wamperl täglich.eurenVaudkoffer nut in§ Bureau?" — „Ta hat er fein Gabelfrühstück Drin.
* Ab geblitzt. Mann: „Ich war recht dumm, daß d heiratete'" — Frau: „Tas wärest Tn auch gewesen, wemt Du eins
sagte denn die Dame, als Sie ihr sagten, ich sei nicht zu Hauie.. — Dienstmädchen: „Gott sei Tank!" ,
* Im Weinrestaurant. Kellner: „Bei un-ist heute Taufe!" — Gast: „Bitte, erklären Sie sich dentlichet, L.em ober Kindtaiife?"
Altägyptische Hieroglyphe».
(Fedes Bild bezeichnet Den Anfangsbuchstaben seines Namens, z. • " Sonne = s, Glas = g, -e. Tie Bokale smd 5u ergänzen.)
einheitlichem Dialekt oberdeutscher ^bftrvÄu» ^Lkt^weniAtens Ä’tSßÄ &SÄÄtÄl
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Lir erkennen vermag. v/y . I Pirhrnia XVI lmMck auf. Als aber dre Revolutwn losvrach, bantte
-Eine Mundart „Schweizerdeutsch , wie sie sich Umeimtzch ß ^/j,nrch'einenoch wildere Schmähschrift, die Menschenrechte" ist den Köpfen der Außenstehenden.spiegelt gibt L £etitelt war, und solche Beschimpfungen enthielt, daß. die eng-
Haupt nicht. Was der. Schweizer elbst unter: „SchweizerDeutim Regierung eine Untersuchung gegen den Autor veranstattets
versteht, ist nämlich eine nicht allen Cidgenossen «MNtumtiw.e einige Zeit später seine Elaborate öffentlich verbrennen ließ. Mundart, sondern es gilt ihm als Samme begE für atte.toe peinige «^jp^ vollständig gleichgültig; feiste Pamphet- verschiedenen Dialekte, deren sich iww Deutfchs -. 5 Basel, ! hatten ihn ungeheuer populär gemacht, und die begmstendenl je nachdem -er im Emmental, »m Berner Oberland, I Revolutionskämpfe ihn die Kräfte entdecken lassen, die ihn hoher
Zürich, Solothurn oder St. Gallen geboren wurde m konnten. Er würde wirklich gleichzeitig von vier Teparte-
Diese Mundarten sind unter sich oft Ir?Fber,chied^ Ich 0 Nationalverjammlung gewalstt Diese erlebte dabei
stebe nicht zu weit, wenn ich behaupte, daß der GruwWvaumer Schauspiel, daß in ihrer Mitte ein Abgeordneter
Dialekt sich von dem des Unter-Emmentals MM mindesten ebenso das fprgch noch verstand; jedoch genierte
Unterscheidet, wie die holländische von der slamischur sprach I er.1 1 u f ig Quäker selbst am wenigsten; er ließ Und Man kann ohne UebertreibE ^agem^daß. jeder deutsch^ | diese feine Uni , t __ Da
schweizerische Kanton seine ganz I
-ÄS? ®
Bbonetik jedes einzelnen Dialektes den Zitaten beizugeben.
■ Wähved se füftbet und bratet und Chüecheli bached, se wend mir Estchwind zum Fischer Ivos; der cham is am brste-n-erz-elle,: Was er gsündiget heb, das men im Pfarrhaus leis Fischli
^Züächer TMekt? aus iDer Vikari" von I. M. Usteri.)
Auslosung in nächster Nummer.
Auflösung bet Königsprouienade in voriger Nummer: Das Gebet ist bie stärkende Arznei Für den hilflosen Kranken;
Es hebt ihn, als ob er geflügelt sei, lieber bie Welt mit seinen letzten Gedanken.
Kruminacher.


