Ausgabe 
17.7.1909
 
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Wahrend Dr. Ebel auf Mund des ihm zugänglich! ^weseneu Materials das Jahr 1749 als das Fahr angrbt, in dem die erste Unkundig u n g des Blattes "schien wird hier das Jahr 1748 angegeben und da» Erscheinen des Blattes am 6. Januar 1750 mit de'^ Egwrerigeu Verhandlungen der Regierung be- , interessantesten ist aber die Feststellung, daß tatsächlich ent Universitätsprofessor der Schriftleiter des Mattes gewesen ist, was Dr. Ebel allerdings auch schon aus den überlieferten Arbeiten desVer- . sas-ers" wie er genannt wurde geschlossM hatte, ohne seine hochwahrscheinliche Vermutung allerdings aitenmagig belegen zu können. D. Schriftltg

I Dw den gantzeu Jahrgang fordert der Verleger alhier im Ort 2 so daß alle halbe Jahr 1 ff. zum Voraus I ^ahlt Wirw. Auswärtige, die nach der Verhältnis ihrer j w'flni(lVuegen beS Porto mehrers zu erlegen haben, I finnrp« Postamt zu melden und gegen

1 daare Bezahlung sich aller Dienstfertigkeit zu gewertigeu." I , ö0^cit der Entwurf! Wir kommen zu bett Berhaud-

qW' die aus Kriegers Eingabe hin eiugeleitet wurden. bm-iMP re'J9 Negers Gesuch nach Gießen zurück, daß die deettge Regierung sich darüber gutächtlich äußere. Letzteres m einemuuterthänigsten Berichte" vom 16. Januar Die Re g i eru ug z u Gie ß e u ist überzeugt, daß 's 0 Vorhaben, nach dem Beyspiel anderer, besonders der Komgl. Preußischen Landen, in allen Ständen seinen Nutzen habe und vieles gute dadurch gestiftet werde", und

s! bci2\ SupplikantenWohl willfahret werden P^r'-,mt bem Beding, daß Er darinnen nicht an­zügliches noch uu nützlich es mit einrücken lasse" Egierung zu Darm st a d t um ein ba| rtnt 11 Februar erstattet wurde. Auch sie halt das Unternehmenau sich vor löblich", namentlich in einer Universitätsstadt,welcher es mehreren Eelat mache.Dieweilen es aber darauf ankomme daß ein tüchtiges Suchectum choisiert werde, welches der Sache ge­wachsen, und das Blättgen mit nützlichen Ausführungen Pl,2 und der andern Materien zu versehen im Stand ist deßgleichen damit gedachtes Blättgen stets mit gelehrten ungefüllet und, wann etlva hie ans- lge Correspondenzen zu gewisser Zeit ausblieben, solches mcht mir elendeni Zeug versehen werde, daß also ver- S?nl^ C ,t e N dazu verstehen möchten, welche immer ni-ce" Fortführung gedachten Blättgens parat

hielten, so ist die Darmstadter Regierungdes ohnzielsetz- licpeu Davorhaltens", daßder Krieger hierüber, und nkn zu seinem Een,or erwehlet, vernommen, aubey ihme auch zu erkennen gegeben werden fönte, die Frucht- und andern Preiße nicht in das Gekehrte Blättgen sondern iedesmahlen L' ^'''f" be .ouder^l Anhang zu bringen". Auch meinte.i die Darmstadter, es Ware ganz gut, wenn maudie Correetur ®eta d°° p»»°!°«,chm

u 5 d^se Vorschläge wurde als dritte Instanz nun noch die Universität gehört. Sie berichtete am 11. Aprik,

! ber dlrPeneh-Wissenfchafft, wie auch Geschichte,

Uebersetzungen, Gedichte, Sathren u. d. g. in einer anae- nehmeik Abwechslung unter einander erscheinen. Alzuferne und über den Begrif der meisten Menschen erhabene Dinge werden hier keinen Platz finden, sondern bloß solche, die zur 1S111111'(. i. rc,. ...,,.,., ~ ei.. K , , ü , Jl 11 b zur ver-

g?reich?n kömwn 0 aIkr ober doch der meisten Menschen H-Die alhier herrauskommende Schriften, Dissertatio- üeo, Programmata u. s. w. wie auch andere alte rare

I "b22?'drige Bücher von gemeiner Mtzbarkeit sollen erzehlet I und von ihrem Inhalt znverläsige Nachricht erstattet werden.

I f. . en hiesiger etabt und hochfürstl. Landen wohn- I [Otcn' aiÄ auswerlige Herrn Gelehrte, welche zu Be- fC;\- Gemeldeten Hehlsamen Eutzwecks sich ange- ! sehn lassen wollen, haben nicht nur die vollkommene I ^re Anmerckungen und schriftliche Aufsätze an

den Verleger einzufenden: sondern werden auch um ihren FtirirhFfi» S1?' hierdurch geziemend ersucht. Man ver- keine weitläufige, sondern kurtze, keine alzu eohiwene,. sondern iiach dem gemeinen Begrif abgemessene, teme alzu bekante u. s. tu. sondern nach fcen vorher benaiuen Absichten eingerichtete Abhandlungen.

des Verfassers Belieben hanget es übrigens ab, oh fetrt Nahnie oabey gesetzt werden soll oder nicht.

i.t. Ferner was zur Polieeh gehörig, neue Veror^- 8,USliiSe ,0e" wdln,

IV. was die Oeeonomie und Handlung angehet, soll augeztziget werden, als. Sachen so zu verkaufen, zu ver- m^k"' SU verganten, die vertohreu oder gefunden worden, Gelder so zu verlayhen oder zu lehhen sind u. s. w.

< a-etzlich sollen der Früchten, auch verschiedener Äderen Sauren Preise gemeldet werden, beliebst den übrigen wird' toaS tn hallenden Fällen zu wissen nöthig sehn,

Hird die Aufsicht darüber einem hierzu geschickten Manne übertragen werden. J ;

* S*,1 der Lmidgrasschaft Hessen-Darmstadt gab es vor «E Heine Zeitung. In diesem Jahre wurde Die erste hessische Zeitung dadurch gegründet, daß dem blCV ^tb^bl?Ickr E h r. Fort e r auf mehrmaliges Nachsuchen gestattet wurde, allwöchentlich einBlättchen" Herauszngeben, wie solche auch in anderen Städten der Ilmgegend , erschienen. DasBlättchen" trug den Titel st?//?"ab11fchrsFrag- und Anzeigunqs- blatt gen und ist der Vorläufer des heute noch ersckiei- ^?-^^2Ulstadtdr ragblatts. Eine zweite Zei­tung wurde in Hessen-Darmstadt 1749 gegründet: sie erschien hum ersteiimal am 6 Januar 1750. Es ist die das Gießer e?16 r 13 hc r über dieses Blatt sestzu-

stellen war, hat Oberbibliothekar Dr. Ebel in Nr. 4 bis 7 uev Jahrgangs 1900 desGießener Anzeiger" mitgeteilt. &xOn?.^m<^r0-?-?t«enert interessanten Nachrichten werden durch einige Aktenstücke ergänzt, die ich kürzlich aufgefunden Mv". sämtlich mit der bisher ziemlich

üiiklaieit Geschichte der Zeitungs g r ü n dun g.

.... ~2.e Veranlassung dazu, daß Hessen zu seiner zweiten i?.'^n M ,eier erfteu Zeitung kam, gab der Gießener Umvwsitatsbuchhandler Johann Philipp Krieger. Im Dezember. 1748 reichte er bei Landgraf Ludwig VIII bsue Eingabe ein, die in Darmstadt am 16. dieses Monats " darin mit, daßer gesonnen sei, mit dem Anfänge nachstkommeuden 1749len Jahres ein Wochenblat welches sowohl gelehrte, als auch in die Polieeh, Oeeonomie und überhaupt dem gemeinen Wesen einschlagende Sachen enthalren foile, wie solches ein beyliegender Entwurf mit Mehrerin zeigen werde, auf seine Kosten drucken zu la sen".

Mr Aufnahme der Wissenschaften und überaus nnE ^^den des geitteineil Wesens abziehlende Vorhaben t'fy Landgrafen hohe und gnädigste Coneession zu Unternehmen nicht, vermöge", bittet Krieger den Land- ziT' r <ett k1.0'üfustbie blose Erlaubnis, ein solches Bochenolat drucken zu dürfen, dahin baldigst ertheilen, daß er mit Anfänge inftehenden 1749ten Jahres solches unter rerAiibri^ Mit gnädigster Erlaubnis Sr. hochfürstl. Durchl her?usgeb?n Znue"?°^ Vorgesetzten hochfürstl. Wappen

k'teressant ist der diesem Schreiben beigeleqte Entwurf. Er zeigt was man vor 160 Jahren von einer guten pelfung verlangte und in ihr bieten wollte Der Entwurf lautet wörtlich solgeudermaßeu:

, , ."^^üon dein innerlichen Werthe einer wolileinaericki- keteir Wochen-Schrifft zu urtheileu nicht fehig ist, den muß der allgemeine Beyfal, womit dergleichen an vielen Orten M und außerhalb Deutschlands, bisher ausgegebene, Blätter' ^"t worden, von der Größe ihres Nutzens überführen' cnnm i'uMtt sich hie,igeu Ortes ebensowohl verbunden, als !^b'b,uach dem Beyspiel lobwürdiger Vorgänger durch Auf- satze dieser Art zum Bortheil des menschlichen Geschlechts bett zu tragen. Derohalben ist man entschlossen vois dem An-

-8o3cn unter dem Titul: Wöchentliche Gießer ^"Sengen an das Licht zu stellen. )S l

ist in die,er Absicht vor nöthig gehalten worden bal m^nrS ^Ä«uffige Zeilen dem geneigten Le er opy gute Vorhaben bekaut zu machen und von dessen Ein­richtung gebührend Nachricht zu ertheilen.

i. Den mehresten Raum des Boaens werden iwa faßte Gedanken über gemeinnützige und auserlesene Bor- wurfe erchlleu. Man wird sein Absehen nicht allein auf gelehrte, sondern auch ans ungelehrte und mit einem Wort i S scheu von allerlei) Lebensart, Stand, Geschlecht j lÄn dllM. richten. Es werden daher Betrachtuiigeu aus allen Dheilen der Weltweisheit, Gottes- und Rechts-Ge- j