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toieber in England an, gerade noch zur rechten Zeit, um! seinem Vater bei der Erbauung der ersten großen Eisenbahn von Manchester nach Liverpool behilflich! zu sein und den von deren Direktion ausgesetzten Preis von 500 Pfund für die 'beste Lokomotive zu gewinnen. Seine nächste große Schöpfung war dann die Anlage und der Bau der Landon-Birmingham-Eisenbahn in den Jahren 1833—38, und von da an galt Robert Stephenson als eine weltberühmte Autorität im Eisenbahn- und Maschinenbaufach. Fast keine Bahn 'wurde fernerhin gebaut, bei der er nicht zu Rate gezogen worden' wäre, und so bat er mittelbar und unmittelbarj Teil gehabt an der Anlage aller ersten Bahnstrecken in Belgien, Schweden, Dänemark, Deutschland, der Schweiz, Toskana, Kanada, Aegypten, Indien nfto1.
Aber nicht bloß als Schöpfer von Eisenbahnen errang und erhöhte Stephenson in der Folge seinen, Ruf; er leisheteBewtinderns'- wertes auch in Wasserwerken, Tunnelarbeiten und Brückenbauten, von denen besonders die Britanniabrücke über die Menaistraße Nnd die Viktoriabrücke über den St. Lorenzstrom bei, Kanada Bewunderung erregte, jene, weil bei ihr zuerst die.größte Tragkraft des Rohrs erprobt würde, diese, weih es damals die größte Brücke der Welt war.
Als persönlicher Charakter war Robert Stephenson nicht minder geschätzt, wie als Ingenieur; sein Wohltätigkeitssinn war ungemein rege, nnd große Mittel stellte er zu wissenschaftlichen Forschungen zur Verfügung. Man rühmt von ihm, daß Neid und Egoismus ihm völlig fremd gewesen feiert. Auch als 'Politiker warmer tätig und vertrat im Parlament die konservative Partei. Tie letzten Lebensjahre Stephensons waren durch ein schweres Leber- leiden vergällt. Auf einer Reise nach Norwegen, wurde dies so schlimm, daß er die Reise abbrechen mußte urtd, hoffnungslos krank in. sein Haus zurückkehrte. Dort in London starb er am 12. Oktober 1859.
Die Hauptstadt einer Riefenreicher.
Vorläufig zählt es zwar noch keine 3000 Einwohner und gleicht den anderen australischen Landstädtchen, denen das Gold- gräbertum nicht seine besondere Note verliehen hat, wie ein Ei dem anderen, zur Hauptstadt der Commonwealth of Australia ist es aber doch nun endgültig erkoretr, das kleine Nest Naß-Canberra an den fruchtbaren Westabhängen der Cullarin-Range. Man kann es heute passend mit dem nasciturus des römischen Reiches vergleichen, des nach der juristischen Präsumption pro jam nato habetur.
Die Vorgeschichte der von den Australiern getroffenen Wahl entbehrt Nicht der Komik. Im Jahre 1900 war man nach manchem! Ack und Krach mit der Konstituierung dec Commonwealth glücklich fertig geworden. Tie völkerrechtlichen! Haarspaltereien über die Tatsache, daß sechs nicht sonveräne Kolonien Old Englands,' die voneinander völlig unabhängig waren und oft schnurstracks entgegengesetzte Wirtschaftspolitik trieben, unter einen Hut kommen wollten, waren mit Rasiermesserschärfe zu Ende geführt. Nun begann der Streit um die Wahl der künftigen Bundeshauptstadt. Vernünftigerweise hätten nur Sydney und Melbourne als Städte von lueit mehr als einer halben Million Einwohner und Mittelpunkte der etwas dichter besiedelten Gegenden des Erdteils in Betracht kommen können. Besonders geeignet schien Melbourne, das in seiner ganzen Anlage von allen Städten der Welt am meisten Aussicht hat, in einer nahen Zukunft dem Ideal einer Großstadt nahezukoMmeu, in der die Menschen weit draußen zwischen Parken und Gärten auch menschlich wohnen und nur zur Arbeit nach dem Geschäftszentrum fahren. Ties ging aber den Bewohnern von Sydney arg gegen den Strich. Auch. Brisbane und Adelaide meldeten ihre Ansprüche an, und schließlich entschied man, daß die neue Hauptstadt zwar in Neu-Südwales als der kopsreichsten der australischen Kolonien, aber zum mindesten hundert englische Meilen von dessen Hauptstadt Sydney liegen solle und daß, ebenso wie die uordamerikanische Bundeshauptstadt Washington inmitten des zu keinem Bundesstaat gehörenden Distrikts Columbia liegt, auch für die Hauptstadt der Commonwealth ein besonderes' 2400 Quadratkilometer großes Territorium zn schaffen fei.
Bei der nunmehr beginnenden Suche nach dem passendsten Orte wiederholte sich der klassische Wettstreit der Städte, die sich um die Ehre stritten, den Homer hervorgebracht zu haben, in Modernem Maßstabe. Waren cs damals nur sieben, so waren cs in Australien an hundert. Bor fünf Jahren glaubte man in Telgety, einem. Nestchen in den australischen Alpen, das heiß
Ernst und Johannes Schlaf, ohne es aber irgendwie als Reizmittel für Inspiration und Produktion zu empfinden. „Tas! Räuchert und der Tabak," schreibt Johannes Schlaf, „ist fast mein einziger Genuß und meine einzige „Zerstreuung", Alkohol nehme ich so gut wie gar keinen zu mir. Meine Shagpfeife oder Zigarre im Munde ut schöner Frühlings-, Sommer-, Herbstzeit ins Land hinein zu wandern, oder meine täglichen längeren Spazieraänge ünd Wanderungen ins Freie: das ist wohl das schönste und reichste, was das Leben mir bietet; jedenfalls' das ungetrübt angc- nehmste." Ter Dichter Timm Kröger und der Maler Franz von Stuck, die beide einen guten Glimmstengel Heben, rauchen wahrend der Arbeit überhaupt nicht. Karl Spitteler hat „erst Mit achtundzwanzig Jahren zu rauchen anaefangni, ungerne, der Zähne wegen. Hat auch geholfen." Allmählich ist er bann „em heilloser Raucher" geworden. „Von irgend welcher Einwirkung aus den Geist selbstverständlich feine Spur. Wäre auch traurig uin Einen bestellt, wenn er seine Inspiration aus dem Tabak holen müßte." Gelegenheftstaucher ist Wilhelm von Scholz, dein bei ärgerlichen Angelegenheiten die Zigarre ein notwendiges Mittel ist, „uin ruhig am Schreibtisch und bei der Sache zu bleiben." „Irgend welche Inspiration kann ich dem Tabak nicht zuschreiben," lautet seine Ansicht, „dagegen wohl eine gewisse isolierende und konzentrierende Stimmung — die aber wieder zu viel Behagen in sich trägt, um nicht die Menge der Arbeitsleistung zn vermindern." Herbert Eulenberg raucht nur Zigaretten; beim Arbeiten und Schreiben zu rauchen, ist ihm unmöglich. Engagierter Nichtraucher ist Georg von Ompteda, der schon bei längerem Verweilen in Tabakrauch Nebelkeit bekommt nnd auf die Raucher mit ihren Unarten eine gewisse Wut hat; der Komponist Leo Blech hat beim Rauchen nie eine Genußempfindung gehabt. Als ein Gegner des' Tabak- geuusses erscheint der feine Romandichter Ottawar Enking. Er ist zu dcr unerschütterlichen Uebcrzeugung gelangt, „daß es für einen Menschen, der seine Würde bewahren und frei und gesund fein will, ganz notwendig ist, ohne jegliches Reizmittel z'u leben und zu schaffen." Peter Altenberg ist zwar Zigarettenrauchpr, aber als Anbeter des „natürlichen Lebens" Gegner des Tabakgenusfes. „Geistig-seelische Wirklmgen seit jeher Null," philosophiert er, „Tabakgenuß ist wie ein jeder Genuß' absolut keine zwingende Notwendigkeit. Man tut alles nur aus Mangel art Selbstzucht und zu wenig Achtung vor seinen latenten Lebensenergien. Die GenußMfttebt sind Kinderspielzeug einer tändelnden unreifen unmännlichen Menschheit. Hungere, bis dir eine harte Brotrinde als Leckerbissen erscheint! Tann wird sie dir implicite zu einem hervorragenden Genußmittel! Das Natur- geMäße werde dir zu einem Tonicum! Tabak ist überwindbar!"
T«bakgenutz und künstlerisches Schassen.
„Fluch über die, so dem armen Dichter seine Zigarre ver- teuern!" Mit solch wehmütig-humoristischem Ausruf schließt Ernst von Wolzogen seine Antwort auf eine interessante Umfrage, die Dr. van Meutert über die Einwirkung von Tabakgenuß auf das geistige Schaffen angestellt hat und in der von Dr. Osborn herausgegebenen! Zeitschrift Nord und Süd veröffentlicht. Unter den' Dichtern, Malern und Komponisten, die sich bis jetzt zu der Frage geäußert haben, finden sich die Vertreter der verfchieden- artigften Anschauungen, leidenschaftliche Raucher und konsequente Gegner des Nikotins, Gelegenheitsraucher und Nichtraucher. Einige Dichter erkennen doch, ohne deshalb dem Tabak einen bestimmenden Einfluß auf ihre Phantasietatigkeit zusprechen zu wollen, die anregende, belebende, den Geist konzentrierende Wirkung einer Zigarre alt. So ist Ernst von Wolzogen .ein entschiedener Verteidiger des Rauchens: „Der Tabak ist das einzige Nervenstimu- lanz, auf das ich nicht glaube verzichten zu können. Ich habe imm er gesunden, daß eine gute Zigarre zum Stimmungmachen nnd zur Konzentration der Gedanken sehr viel beiträgt. Beim Schreiben kann ich allerdings nicht rauchen, und das ist einer der Hauptgründe, weshalb ich das Diktieren vorziehe. Wenn mir die Zigarre nicht schmeckt, so habe ich auch sicher auf keine Inspiration beim Schaffen zu rechnen. So sehr der sonst von mir keineswegs verachtete Alkohol mich int Schaffen stört, so sehr fördert der mäßige Tabaksgennß die Tätigkeit Meiner Phantasie und erhöht mir ganz wesentlich die Freude ander Arbeit." Auch Hanns' v. Zobel- t i tz gesteht, daß er „fast unfähig zur geistigen Arbeit wurde, wenn ich meine Zigarre ganz entbehren mtißte." Nachdem er viele Jahre ein recht starker Raucher gewesen war, beschränkte ihm der Arzt den Tabakgenuß auf das Aeußerste. „So habe ich mich auf (angeblich) nikotinfreie Zigarren beschränkt, finde, daß sie recht schlecht schmecken', brauche sie aber, so bald ich arbeite." Gbenso braucht Heinrich Lilien fein seine Zigarre not- wendig zum Schassen. „Sie verleiht meinen Gefühlen diejenige Temperatur, deren sie bedürfen, um sich in Phantasie umzusctzen, und meinen Gedanken die Geschmeidigkeit und Beweglichkeit, um diese Phantasie festzuhalten, zu formen, mitznteilen. Mit anderen Worten: das Rauchen beschleunigt meine Gefühls- und Gedankenassoziation." Unentbehrlich ist die Zigarre bei seiner Arbeit auch Rudolf Herzog, dem sie als Helfer und Freund Bei einer schwierigen Stelle stets zur Hand ist und „eine Konzentrierung aller Sinne" verschafft. Paul Scheer bart schreibt: „Ohne Tabak habe ich wohl seit fünfundzwanzig Jahren nie gelebt. Ich kann somit nicht sagen, wie das Ausbleiben der Tabakwirknng sich äußert. Tie Beeinflussung der Produktion durch den Tabat- genuß erscheint mir zweifellos. Es findet schnelle Komposition von Bildern und Borstellungsreihcn statt." Eine andere Gruppe von Künstlern läßt das Rauchen nur als Genußmittel gelten, spricht ihm aber jeden Zusammenhang mit der geistigen Arbeit ab. So Paul Hey sie: „Ich habe nie Zigaretten geraucht, nur Zigarren und immer nur nach einer Mahlzeit, morgens eine ganz leichte, nach Tisch, eine importierte, abends eine billige deutsche. Tas Rauchen war mir stets ein Genußmittel, als Anregung zu geistiger Tätigkeit hat es mir nie gedient, doch würde cs mir schwer fallen, es zu! entbehren, da es beruhigend auf meine Nerven wirkt." „Eine angenehme belebende Wirkung" verspürt Wilhelm Higeler vom Rauchen. Leidenschaftliche Raucher sind Otto


