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Ko,. nTnrreicfteit Stea Don Zn an 8 d Austvig tu re K Lrfif T>pi Pcbmito am 7 Okt. 1571 in Trümmer geschlagen.
Wbegannba» von jeher in der Dynastre als <Son8aefet>" gut- Sicherung der Alleinherrschaft geulte Minriv des Verwandtemnordcs mit schauerlicher ärausam- lett aii toüten. Murad HL, der Nachfolger des sich schrauten- den Laremssreuden überlassenden Selims II, der Käufer" genannt, sicherte sich die Macht durch Ermordung ^ou 5 BrLe.ru. Sei,? Nachfolger Mohammed aber begann fein Regiment damit, daß er am Tage feiner ~t)toi Lesteiaung nicht weniger als 19 seiner Bruder erwürgen liest Ändere Sultane wie Osman II. und Ibrahim I. fielen unter bim Moinerhailven oer o u • *[ < ».<• t'*»- eia eit en
Verwandten. Bei anderen wieder nmhnlleu dunkle, vielsagende Schleier den Plötzlichen Tod und es ift erwiesen, daß innerhalb 600 jJ ähren mehr als ^-00 Prinzen d s? Sauses ihr Leben auf unnatürliche Weise endeten.
Der langsame politische Niedergang des Reiche» innerhalb der letzten 300 Jahre ist als ein untrennbarer Teil der allgemeinen europäischen Staatengeschichte ebenso bekannt wie die grausame Ermordung des vorletzten Sultan» Abdul Aziz durch seine neuen Minister in der Nacht vom 4. Juni 1876, die anfänglich als ein mit einer «chere begangener Selbstmord dargestellt wurde, bis die Wahrhe t durch einen fünf Jahre später emgeleiteten Prozeß bekannt wurde, in dessen Folgen die Angeklagten zwar nur zur Verbannung verurteilt, aber tatsächlich in ihren arabischen Kerkern ermordet wurden.
Neber Murad V., den sein jetzt entthronter jüngerer Bruder nach kurzer Regierung entthronte, um ihn bi» zu seinem vor nicht langer Zeit erfolgten Tode in Hast zu behalten, gelangt die Darstellung zu der - milde gesagt — vieldeutigen Persönlichkeit Abdul Hamids. Die Verfassung, die er 1876 erließ und die kein geringerer >als Heinrich von Treitschke gleich bei ihrer Verkündigung eine „Posse" nannte, hat , er damals nach der kurzen Dauer nur eines Monats ,emen Volkern lvieder eskamotiert. Selbst einer armenischen Mutter Sohn Und diesem freilich jedem Kenner des Orients unsympalhi- schen Volke im Aussehen und Sinnesart völlig gleichend, hat er gerade diese Nation noch mehr als die ihm tu der Seele verhaßten Jungtürken in den zahlreichen Armeniergreueln der jüngeren und jüngsten Zeit mit kalter Grausamkeit blutig verfolgt. In seiner Jugend als em Prinz Mit wenig Aussichten auf den Thron kaum beachtet und oft ut verletzender Weise zurückgesetzt und schacht behandelt, wurde er durch die Verhältnisse geradezu zum Meu chenverachter emvaen und hat auch wohl m einer mehr als BOjabugiit Reqierunqszeit die Gelegenheit benutzt, sich an denjentgeu zu rächen, von denen er sich tatsächlich oder vermeintlich beleidigt glaubte. Bei Verfolgung eines bestimmten Zieles von bestrickender Liebenswürdigkeit, ein unubertrefstich^r Meister in den Winkelzügen der Diplomatie, daneben aber uuch wieder ein Spielbakl seiner heftigsten Zornausbruche, hat er die Festungsgefängnisse von Tripolis, BenghafuEize- frnm Bildiz, St. Jean dÄcre und das Hollenbagno von Kaffer, Orte des Schreckens, die ich fast sämtlich nach eigener Uuschauuug als Orte voll Mordgeruch erklären muß, mi Tausenden von politischen Gefangenen bevölkert, die dort zum größten Teile elend zugrunde gehen mußten.
Und doch! Der Sultan, der eben jetzt lvieder ein üet> wegenes Hasard gespielt hat, bei dem Freiheit, Thron und Leven den Einsatz bildeten, ist ein Mann von unbestreitbaren Fähigkeiten, der obendrein immer daraus ausgegangen ist, möglichst viel Einzelheiten der Verwaltung an sich zu reißen, die nimmermehr Aufgabe des Monarchen eines großen ^taa» tes sein können. Freilich hat er dabei aber nu au» J^ine Haut heraus gekonnt, und ist ent orientalischer D. sPot ut hem Sinne gewesen, daß er sich mit lvesteuropatscheii poliu- schett Zielen nie befreunden konnte. Auf setttem Walten lastete ebenso wie auf bett Türken und allen unter dem Zeichen des Halbmondes stehenden Völkern der Fluch, der lat (en islamitischen Staaten früher oder später zum „-verderben gereichen muß, daß orientalische und westeuropäische ßlnschauung sich hassen wie Feuer und Wasser.
* (SAH (8 Reitrrzuas (18 09). In diesen Tagen jährte es sich zum hundertsten Male, daß der Major Ferdinand Baptist v Schill jenen von patriotischem Gefühl angegebenen, abenteuer- lickm Zug begann, der so tragisch Mr ihn und ferne Untergebenest enden sollte, in der vaterländischen Geschichte teooch rinofern eMn rnlnulichen Platz einniin'int, als er das Verlangen nach Befreiung von der Fremdherrschaft entfachte. Unter dem Vorwande, Hebungen SÄiÄ W Schill, wie Generalleutnant v. Pelet- Rarboiine in seinem' prächtigen Werke „d^nden^rgM-Prmßiscke Reiterei" (Verlag von E S. Mittler u. «r Biilm) fckuldert, M'U feinem .smfaren Regiment am 28. April 1800 von -oe.liN auf Seine Absicht war, auf Magdeburg zu marschteren imd sich •88 8TÄ ÄÄtX
Schills einfach als Desertion betrachtete. Zwar chatte die Be- völkernng dem Schillschen Korps vielfach Bewege der shmpahie entgegengebracht, aber keinerlei Anzeichen eines begmuenden VoW' aufstandes, den der kühne Führer zu erwecken hoffte, zeigten sich. So befand sich Schill, der am 4. Mai Bernburg erreicht hatte, m einer furchtbaren Sage. Er versammelte seine Of cztere um sich, schilderte, ihnen die Situation nngeschnunkt, und stillte ihnen vor, cs sei nun wohl das ratsamste, über die Elbe wieder zninckzugeheii und einen besseren Zeitpunkt für die Aus, hrungi ^Befretmmg Deutschlands abzuwarten. Wurde dieser Eutfchlnß g.fastt, w hatte Schill voraussichtlich allein die Schuld für allo zu büßen gehabt. Doch seine Offiziere wollten ihn nicht vertagen — vorwärts winkte bie Eure mit einem rühmlichen Untergang — rüchvarts Strafe und Schande. Es galt jetzt für Schilt, sich gegen emo Abteilung zu Wenden, die der französische Kommandant von Marburg «eßen ibn vorgeschoben hatte. Schills Kavallerie griff dw Gegner sostit an- das Gefecht endete jedoch verlustreich für ihn und sein« Trmppem Nun marschierte Schill nach Wanzleben 'm> er Komvaanien Infanterie bilden konnte. Nachdem er sich der tleine, iSSfä Festung Dömitz bemächtigt hatte zog er gegen Stralsund, das eine Besatzung von Mer. niecklenburgücken Ba- fnilltmcn voluischcn Ulanen Und franzofgcher 2u.tuU.ue unter Ä ferSS Äeral batte. Dieser verließ ben wenig verteidigungssähigen Platz und nahm bei Damingarten eine Stel lnna che Schill am Tage darauf angrift und einnahm. M nächsten Tage sprengte Schill die Tore der nherraschten^ Stadt Stralsund. Nach wenigen Tagen aber schon iah er fn, Streitmacht von 5500 Holländern und Danen gegenüber,.dienach einem heftigen Gefecht am Kniepertor in bie Statt ««joggte Bei der heldenmütigen Verteidigung der Stadt, die * Ä und an der er Persönlich teiliuihm, wurde er in der FahrstE
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fei WÄXÄföÄ» 17. Dezember 1'809 nach kriegsgerichtlichem Spruch auf einer Wiese bet Wesel erschossen.
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Mail darf die ein}elnen Wörter und Silben nur in der Wech miteinander verbinden, daß man - wie bcrShmtg aufbein bvett — stets von einem Feld ans auf em benacljtait-.S >>be g
Nedaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Vertag der BrÜhl'schen Universitäts.Buch- und Steindruckereß R. Lange, Gießen.
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Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung des Zitaten-Nätsels in voriger Nmmner: Sicher i st der schmale Weg de r P f l l ctz r.


