Ausgabe 
9.12.1909
 
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Wer viel Buwe hott, der brach kau Houd.

Wann in'r de Kinn de Wenn (Willen) but, dann kreische se net.

Wann die Slhle die Aage zuduhn, dann giehn se de Junge off.

*

Viele Rinner, schinale Güter.

*

Die Sorge wachse niet de Rinn in die Hich,

Wer kau Rinn hott, der macht sich sein Sorge of a (tunet Art.

Gruß Gegeng gebt grüß Gekomm. *

Wo der Has geheckt ist, do is er an», liebste.

Die Fra kann mehr in der Schürz fortirage, wie der Mann «net dem Leitcrwage eiusahrn kann

Sechs mol sechs iS sechSiiuddretßig, Wann die Fra iS noch so fleißig llnd der Mann is liederlich, Dann gieht alles^hiimer sich.

Wo a Brauhaus sticht, da brauch mer ka Backhaus. *

Wer d'S Brut doppel schmiert, der muß zwa Häuser hun.

Im Wirtshaus wird met de Gläser getaut»

Im Wirtshaus en Gast, dehaur a Gascht,

Der «vill aach blose nn d'S Mehl im Maul behale.

*

Der macht Helle, er will sich awer die Manschette uet ver- krompele.

Der macht aach fliege, aiver die Fettch sin ihm noch net grüß genung. v *

Der tret in die Fettch, wie a Gickeler,

Der iS himier de Ohrn noch uet trockei«.

Der is so arm ivie Hiob. *

Der kann uet hinne uff,

Der Hot mich Stange wäi Buhne.

Der iS aach hinne, wie os cm Reck, *

An dem iS aach d'S Malik das beste. *

Der Hot a Maul wäi a Avekoai.

Der denkt sein Dahl, wäi* der JlbeShäuser Papegei.

Der ies so bomm, baß er brommt» *

Der Hots Potoer uet erionue. *

Doas is e Kerl, wäi Apostels Konrad; bem harre die Spaße in? Ohr gebaut nn er wards net eher gewahr, bes bie Junge aliSfloge.

Der sieht vor lauter Beein bc Wald net.

Der guckt deck drin. (Dummer Blick.)

WaiUl der d's Maul osduht, dann krijn die Ohrn Besuch.

Der guckt met dem rechte Aag in die link Westedasch (Schielt.) *

Der gieht os ErweZ lunsicherer Gang).

Der glickt iioch de Stern, awer net noch sein Kerrn (Karren).

Wer vor vierzig Johr reit, der muß noch vierzig giehn.

Wer naut se verliern Hot, der kamt aut woge, *

Rührt >nr en Dreck weit, stinkt er weit. *

Wu sich der Fachs ivelgert, do niuß er Hsor lasse.

*

Morqerege un Ahleiveiiverdänz bauet« nit laug. v

Wer bie Tochter «vill, der muß sich met b't Matter hale» *

Lange tzoor, kurzer Verstand,

Seht en arnle Mann os en Gaul, dann reit er die Leist im« *

Met dem ist nit gut Kirsche esse, der wirft met de Stan. *

Die Kuh, die am mehste kreische, gerne die wingst Melch.

Der stiehlt wie a Atzel, *

Der läßt nit leie, wie glüh Eise.

>f:

Wer nix erheiert Un nix ererbt, Der bleibt en Lump Bis daß er sterbt.

*

Wo Tauwe sin, fliege Dauive zu.

*

Der Hot eil Mage, wie en Slromp. *

Mit Freste un Saiife Hot noch lauer Ehr eingelegt.

*

Dem geschenkte Gaul guckt mer nit ins Maul.

*

Wer nit enaus kiunnt, kimmt aach nit Ham.

Der Hot se, wie die Orgelpfeife (Kinder).

Ein Kind, a Sorgekind. *

Was nit geschriwe is, das iS a Fresse für die Avekaate (Kaiifkontrakti.

Dem Hots amver bei die Plauze gerahnt. *

Der Hot mich Gleck, wie Verstaub.

Dem fättls int Schlos zu. *

Wamr bet Mensch kau Gleck Hot, dann verbrecht er de Finger im Hirschebrei.

Mr gieht besser ziiiii Schmitt, wie zum Schmittche.

Wem bie Kuh iS, der greis ihr ou Schwanz. *

Hinne steche bie Bien.

Der kimmt vom Gaul os bc Hand.

Der is kan ausgeblose Ei ivert. *

Ter sucht Brut im Hoirdsstall.

Kinnerhewe is a Ehr, mvcrS macht de Beutel leer.

*

Dem is der Schorustaa ingestürzt. (Batersreitde erlebt.)

Bei der is a Katz im Schlag (guter Hoffnung), ffc

Der stäubt wie a Mehlsack, wann utr drnWoppt (sehr reich).

Sie is met d'm Maulspeüe nix gedohn, hie muß gepiffe wem.

Laug geivart, hat nix geschah. *

Wer warte kann, kriegt aach en Maitit. *

Vorn getrommelt un hinne kan Soldate.

*

Wer nit ziehe kann, der mag drecke. *

Wer am längst lebt, der krieht die Eisebohit, Werd net lese kann, der mags raffe.

Logogriph.

Gleichen Namen führen zwei Orte im nördlichen Deutschland Seht man einl statt desn", wirb es dem Landmann verhaßt, Auslösung in nächster Nummer.

Auflösung des Zilaten-Rätsels in voriger Nummer: Z ii h a st ig und zu träge kommt g l e i ch z u s p ä t.

Redaktion: K> Neurath. Rotationsdruck und Veilag der Vrühl'schcn Universitäts-Buch- uub Steinbructerci, R. Lange, Gießern