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Redaktion: K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N. Lange, Gießew
Logogriph.
Ich war eine kleine schlesische Stadt, Die „g" im innersten Herzen getragen: Doch als es in „t" verwandelt sich hat, Da könnt sich kein Frommer mehr mit mir vertragen.
Auflösung in nächster Nummer,
Auflösung des AnthniogriphS in voriger Nummer: Mai — Alanen — Celle — Kain — Jli — Reu — Lama — Emma — Ael>: Mac Kinley.
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Iwtte auch ern ganz flüchtiger Uebersetzer merken müssen, daß, ^^glische control eine andere Bedeutung habe als Unsere „Kontrolle . Denn daß ein Arbeitgeber die Löhne seiner Arbeiter kontwllreren kann, versteht sich doch von selbst. Das wird Ech gar nrcht geleugnet, sondern es wird nur behauptet, daß die Arbeitgeber feinen Einfluss ans die Höhe der zu zahlenden! Lohne haben, weil diese von besonderen, durch die Regierung eingesetzten Ansschüssen bestimmt werden. Noch toller ist es, wenn in einem deutschen, aus dem Englischen übersetzten Zeitungs- verrcht über ein Eisenbahnunglück in Südafrika erzählt wird: ----- . „Der Zug wurde unkontrollierbar, während er ans einer steilen Zur Zeit ! Strecke dahinfuhr. Das soll heißen: Der Zugführer verlor ' - ' , I die Herrschaft über den Zug.
zwanzig zu dremnddreißtg Zentimeter, und nach den jüngste» Entdeckungen von Flinders-Petrie in Haivara ist es sogar wahrscheinlich, daß bereits die alten Aeg.wtec ihre Portrats und Bilder unter Glasscheiben schützten. In der Architektur fand das Was jedenfalls schon früh Berwem dnng. Seit den Tagen Amenophis IV. (1400 v Ehr) pe- nutzten die Aegypter Glasstücke zur Ausschmückung von Wänden, sanken und Plafonds s die Spuren davon haben sich i>, Tel el Amarna gesunden. Und dieses Beispiel ivurde vom Orient «nfgenommen und später seit Sulla auch in Rom befolgt.
Vskmifchtes.
* KontL v i l e. Bei der Uebersetzung ans fremden Sprachen muß man. vorsichtig sein in der Berivendung von Ausdrücke die als Fremdwörter aus der betreffenden Sprache ins Deutsche Denn oft verknüpft sich 'mit einem solchen- Worte im Deutschen em anderer Sinn als in der Sprache, aus der esstamml. Das ist z. B. der Fall bei kontrollie ren und ((0 «trol le, das m Nebersetznugeu ans dem Englischen häufig fahch^ gebracht wird, ^ynt Englischen bedeutet to control soviel nne beherrschen, beeinflussen, ivährcnd es bei uns im Simie uachprüfeil, überwachen, beaufsichtigen gebraucht
. * 5h< Marion bad. „Gnädige Frau sind schon so früh auf der Promenade ■* -— „Ja, ich gehe morgens gern ein Stündchen alkein spazieren!"
* 3toeierlei A!uffassungen. Frau Lehmann (wirft die Zeitung beiseite): „So'n Blech! Da schreiben sie, daß iiü Sndseearchipel eine Frau ungefähr 20 Mark kostet. — Lehmann (ntlngi: Wieso Blech? Für 'ne gute Frau kann man doch! ruhig soviel ausgebcn.
, * April. Klein Elschen (in das Boudoir ihrer Mutter
tretend): „Mama, tm Kmderzimmer sitzt ein fremder Herr und rußt die Gouvernante ab." — Mutter (stürzt, um die sensationelle Mitteilung zu prüfen, davon): „Nicht möglich!" — Klein Elschen (lauft ihr nach und ruft frohlockend): „April, April! — 's ist la gar kein fremder Herr, 's ist ja der Papa!"
zweiten nachchristlichen Jahrhundert die orientalische Glas. I geläufig. Seit den Ausgrabungen von Herculanum hat man industrie beherrscht, trotzdem kam man schon in früher in Bronze eingefaßte Fensterscheiben gefunden, und diese Zelt in Aegypten zu der Erfindung farbloser Gläser, die Entdeckungen sind immer häufiger geworden. In den Mu- Heute zwar undurchsichtig sind, aber zur Zeit ihrer Herstel- ^en von Neapel und Trier findet mau Fensterscheiben von lung mehr oder minder durchsichtig waren. Helles, farbloses | ^ßiy M vierzig, von dreißig zu sechzig und siebemtnd-i Glas war nur bei der Verwendung sehr reinen Sandes 1""""" ' '“'*"** *“““*'* .......*■
KP erzielen und dazu boten der Nil, der Belus und die Küsten Campaniens die glücklichsten Borbedingungen. In späterer Zeit findet man auch künstliche Entfärbungsmittel, und mit dem ersten Jahrhundert n. Ehr. hat das farblose kristallklare Glas die alten Farbgläser verdrängt.. Bon diesem Zeitpunkt aus lassen sich zwei Richtungen der Entwicklung der Glasmacherkunst verfolgen; die eine wendet sich im Wesentlichen der Herstellung von Buntglas, der Nachbildung^ von Edelsteinen zu, die andere sucht die Durchsichtigkeit zu fehlerloser Vollkommenheit zu erhöhen. Die farbigen alten Vasen, die vorher ihre Glanzzeit erlebten, sind an eine mehr oder minder einheitliche Farbenskala gebunden; die Alten, insbesondere die Aegypter, liebten vor allem die blaue Farbe, dann Smaragdgrün, ein vergoldetes Braun und einige wenige gelbe oder rote Farbtöne.
Ursprünglich fand die altägyptische Glasmacherkunst ihr reichstes Arbeitsgebiet in der Herstellung von Amuletts, von Schmuckstücken und Nachahmungen von Edelsteinen. Die gefärbten undurchsichtigen Vasen tauchen erst im neuen Reiche auf. Zur Zeit der achtzehnten und neunzehnten DvKLstir steht dann der ägyptische Glasmacher auf der, ... ........ W6MW.lt0tl(lclr „curaumr
Hohe seiner Kunst; die in den Gräbern aufgefundeuen I hurd. Obgleich schon oft darauf yingewiesen worden ist stößt man Masschmuckstücke und Geräte zeigen einen Reichtum der I Emer und immer wieder, namentlich in Zeitungen,'auf diesen Färbe und eine Fülle der Formenvariation, die den Manz I n v.er' r ■ Üwßman dann lesen: „Die großen industriellen! der alexandrinischen Schule und der syrischen Glasmacher- Kanadas befinden sich zum größten Teil unter
Werkstätten vorausahnen lassen. Inzwischen hatten die Phö- Eta feL, amerikanische Kriegs-
vizier die Kenntnisse der Aegypter sich angeeignet; von Papiermülue Kanadas^" " du grösste
Sidon aus ergoß sich die Frucht phönizischer Geschicklichkeit trolle über die Angelegenheiten Irland^" Ju'^ineln Dmiw rasch über das gE Mittelmeerbecken. Die jüngsten For- bericht aus London heißt es: „Mit^iner japanAen Niederlassung schungen scheinen die Rolle der Phönizier tm Rahmen der I an ieder Station gibt diese Bahn (die Süd-uandschurci-BaM ägäischen Kultur heräbzusetzen; an sie aber muß man denken, I mit ihrer japanischen Staatszinsgaraiitis Japan die tatsächlich« wenn man die auf Cypern, Rhodos, Kreta und Mykenä auf- I KErolle über die Südmanschurei." In einem Aussatze über gefundenen alten Gläser überblickt. Die Kunst der Sidonier | terveichaltuisse Australiens wurde aus Melbourne be-
gipselte vor allem in der Herstellung von kleinen Basen, demokra^n Käu^cr, b-r Kontrolle der Sozial- Balsamgefäßen und Behältern für würzige Essenzen; ihre I beitwqewer'ttchasten^ "di" Arkr^Er Ä <lc ('ät”
Produkte zeigen im achten und siebenten vorchristlichen Jahr- keine Kontröl e über die W & hundert unverkennbar den ägyptischen Einfluß, in den sich 1 --..... - ?a,,leitoc8 Xol,ne
etwa im siebenten Jahrhundert der Einfluß der griechischen Kteramik vermengt und schließlich dominierend wird. Von den Phöniziern aus verbreitete sich die G'lasmacherkunst nach dem Orient hin. Syrien und Judäa hatten vor der römischen Kaiserzeit keine eigene Industrie; von mesopotamischer Kunstfertigkeit zeugt nur die dem achten Jahrhundert entstammende Vase des Königs Sargon im Britischen Museum, ein beutelförmiges Gefäß aus halbdurchsichtigem grünlichen Glase. Die Griechen, wenngleich erprobte Keramiker, sind niemals Glasmacher gewesen. I ~ des Aristophanes galt es als ein erstaunlich Ding, aus Gläsern zu trinken ivie die Perser: das Glas hatte noch den Wert eines Juwels. Erst unter römischer Herrschaft entstand in Griechenland und in Klein- Asien eine Glasindustrie. Die Römer dagegen haben schon früh das Beispiel der Phönizier nachgeahmt und an den Küsten von Sardinien und Sizilien Wäsfaktoreieu begründet. Sie empfingen ihre Weisheit in dem schwierigen Handwerk direkt von den Künstlern der alexandrinischen Schule, die als die erste an Ruhm die Glasmacherwerkstätten von Theben, Koptos und Sidon überstrahlte. Schon zur Zeit Neros ist Mas in Rom ein alltäglicher Gegenstand; die Römer erringen rasch die Meisterschaft in dieser Kirnst und das Raffinement ihres Geschmackes spiegelt sich in den I zahllosen Gläserformen, die Rom yervorbringt. Mit dein ersten vorchristlichen Jahrhundert verdrängt das Trinkglas. die Gold- und Silberbecher von den Tafeln der Römer.
Längst ist das Glas aus der Sphäre des Luxus herausgetreten und wird zum praktischen Gebrauchsgegenstand. Schon in älter Zeit fertigte man aus Mas kleine Lampen an, die Bronzeleuchter ersetzen sollten. Im sechsten Jahrhundert n. Ehr. spricht Isidor von Sevilla von Glaslaternen, die I nnt den heutigen Laternen im Prinzip übereinstimmen, I Män fertigte Stäbe zum Um rühren von Medikamenten an I und am Ausgang der römischen Kaiserzeit ist der Begriff des Fensterglases beim Haus- und Basilkenbau allgemein J
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