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Ställen und Scheunen, die geplündert werden Müssen, um die Armee zu erhalten. Daneben beschäftigt ihn vor allem die Ernährungsfrage. Ein junger dänischer Gefangener, der in Küstriu verpflegt wirb, schildert das Essen und beklagt sich bitter über W Einförmigkeit des Menüs.Mehlsuppe, Kartoffeln, Bohnen, Rüben und Reis mit einem Mertel Brot und einer Unze Butter Dag für Tag; bei uns jii Dänemark", so führt er ernsthaft fort,würden sich viele Schweine schämen, auf solche Weise gemästet zu werden." Man fügt sich nicht mit Humor in das tlnvermeid- liche, sondern die mangelhaft gelöste Magenfrage wird im Ernste zum Grunde wirtlichen Aergers. Den militärischen Dingen steht der kämpfende dänische Soldat ohne Anteilnahme gegenüber. In den Briefen werden die Einzelheiten des Dienstes schematisch erzählt; selbst über den Perlaus blutiger Gefechte und Schlachten findet der Teil- ueymer nur kurze, fast teilnahmslose Worte.Man befahl uns, die Waffen zu nehmen. Da drüben auf den Schanzen sahen wir Me deutsche Flagge. Es kam das Signal, nach links auszuschwärmen, die Hörner bliesen und wir eilten auf die Schanzen." Das ist alles, was. ein Teilnehmer von einem der berühmtesten und blutigsten Gegenangriffe der Dänen bei Düppel berichtet. Nach dem gescheiterten Versuch, kommt der Befehl zur Wiederholung.'Als zum zweitenmal angegriffen werden sollte, war ich mir darüber klar, das; der Feind unseren linken Flügel umfaßt hatte. Ich begriff, daß wir vernichtet oder gefangen würden, wenn wir nicht eiligst zurückgingen. Ich floh . . Die angeb­liche feindliche Umgehung war Einbildung, aber jetzt, da der Flüchtling den Banden der Disziplin entronnen und auf die eigene Kraft vertrauen muß, loird seine vordem so la­konische Schilderung farbig bunt imb reich an Einzel­heiten . . . Rührend in ihrer Mutterliebe und ihrer Für­sorge sind die Briefe der zurückgebliebenen Mütter an die kämpfenden Söhne. Daheim werden sorgsam Pakete mit allerlei kleinen Leckerbissen bereitet, und immer wieder kehrt in den Briefen die bange Frage wieder, ob die Schokolade und die roten und weißen Bonbons auch nicht von den Preußen weggenommeu worden sind.Habe Sorge, Deine Füße immer trocken zu halten", schreibt eine besorgte Mutter, der 'der Sohn von dem Rückzug im Schnee erzählt hat. Aber ihre Fürsorge wird noch übertroffen von der der alten liebevollen Großmutter, die ihrem Liebling naiv schreibt: Adieu, mein lieber Kleiner, nimm Dich ja vor den Kugeln in acht." Selbst in beit höheren Kreisen trägt die Mutter­liebe über das Nationalgefühl den Sieg davon. Ter Sohn telegraphiert nach der Schlacht von Düppel, daß er unver- ivundet geblieben ist.Gott segne Dich, mein geliebter Erich und dank, daß Du die grausame Angst uns abgekürzt hast. Niemand kann verstehen, welche schrecklichen Stunden Wir durchgemacht haben. Als Dein Telegramm kam, gingen wir sofort zu Mathilde und den Freunden. Im Hause sind viele Menschen, die an unserer Freude teilnehmen und nach Dir fragen. Gott schütze Dich, mein Kind, Deine glückliche Mutter." Es ist eine geistig hochstehende Frau, die Gattin eines Offiziers und Patrioten, die sich am Tage nach dem Unglück von Düppel eineglückliche Mutter" nennt und ttt ihrer Mutterfreude in ihrem Herzen keinen Raum für die Niederlage des Landes und des Volkes findet. Eine junge Lehrerin, die von ihrem Bräutigam, einem Reserveleutnant, erführt, daß er nun zum ersten mal im Kampfe gestanden hat, stürzt mit derNeuigkeit" nach Hause; sie geht zu Frau H diezu tanzen beginnt und int Zimmer umher­springt und vor Freude fast den Verstand verliert." Aber es fehlt auch nicht an anderen Beispielen. Eine Offiziers- witwe, eine 64jährige Tante, weiß ihre sieben Söhne int Heere. Fünf von ihnen sind bereits gefallen; am 18. April nehmen ihre zioei letzten Söhne an der Schlacht teil. Zur Abendstunde erfährt die Mutter den Tod des einen Sohnes, und als man ihr mitteilt, daß ihr letzter gefangen ist, antwortet die stolze Frau einfach;Dann bin ich sicher, daß er verwundet ist . .

vermischtes.

* Die Toiletteiigehetmnisse der Königin- tteit. Der jugendlich frische blühende Teint der Königin von England, so erzählt eine englische Zeitschrift, pflegt alle, die mit der hohen Frau persönlich in Berührung kommen, zu überraschen, und viele elegante Damen der

Logogriph.

Werkzeug bin ich mitH", doch nur dies Zeichen zu ändern Brauchst du und aljogteich Hefte ich kostbaren Pelz.

Auslösung in nächster Nummer.

englischen Aristokratie haben vergebliche nachgegrübelt,' welcher Mittel die Königin sich bedienen. mag, um über : alle Zeichen des Alters zu triumphieren. Bor kurzem wurde erzählt, die Königin habe in einer Art Creme, das -einen: matten emailartigen Glanz verleiht, ein Jugendelirier ge­sunden, unter dem alle Falten verschwinden. In Wirklich­keit Verfügt die Königin über andere Mittel; die Grund­lage ihrer Schönheitspflege ist stets die Gesichtsmassage gewesen. Daneben aber bedient sich die Fürstin eines Toiletteeremes, dessen Zusammensetzung ein Geheimnis ist. Sie hat das Rezept von der verstorbenen Königin Viktoria übernommen, die es wiederum von einer berühmten Prima- donna Mitte der sechziger Jahre erfuhr. Für Parfüms hat Königin Alexandra keine besondere Vorliebe, wenngleich sie sich bisweilen eines zarten matten Veilche'nparfüms und Kölnischen Wassers bedient. Sie ist darin der Gegensatz zur Zarin, die eine ausgesprochene Neigung für starke Wohl­gerüche hat. Das Lieblingsparfüm der Zarin ist Veilchen; alljährlich int Frühjahr kann man in Grasse die Frauen und die Mädchen sehen, die die Veilchen pflücken, aus denen für sie ein besonderes Parfüm hergestellt wird. Aber di«! Zarin beschränkt sich nicht darauf, ihre Kleidung zu parfü­mieren, stündlich werden ihre Gemächer mit einem selt­samen Pärsüm gesprengt, das die Räume mit einem schweren Wohlgeruch erfüllt. Die Sorgen und die Krankheit haben der reizvollen Schönheit der Zarin vielen Abbruch getan; wenn sie genötigt ist, in der Öffentlichkeit zu erscheinen, pflegt sie stets vorher roten Puder aufzulegeu. Auch sie hat ihr besonderes Toilettengeheimnis: eine'gewisse Seise, die von einer Pariser Parfümeriefabrik eigens für sie her­gestellt wird und sonst an niemand verkauft wird. Die deutsche Kaiserin bevorzugt eine besondere Seife, die aus Walrat gemacht wird und mit einem angenehm er­frischenden Dnfte eilte außerordentlich günstige Einwirkung auf die Haut verbindet. Das Lieblingsparfüm der Kaiserin ist der Duft von jungem Heu; daneben aber wird im kaiser­lichen Haushalt Enu de Cologne verwendet. Königin Wilhelmina von Holland I>at für Parfüms nur wenig Neigung und auch sonst sind ihre Toilettengeheimnisse sehr einfach. Ihren frischen rosigen Teint erhält sie sich durch eilte einfache Diät nud durch eilt Leben in frischer Lust. Ihr tägliches Bad erhält einen Zusatz von Zitronensaft! oder von dem feinsten Extrakt Kölnischen Wassers, dessen Reinheit die Königin selbst täglich über der Lampe, auf der ihre Morgenschokolade bereitet ioird, prüft. Sie ist außer­dem eilte Anhängerin des Rosenwassers und des Glyzerins. Eine besondere Sorgfalt auf die Zubereitung ihres täglichen Bades verwendet auch Carmen Sylva, die Königin von Rumänien. Tein Wasser wird ein Extrakt ans Wald- kräutern zugesetzt, beit bie Königin für bas beste tonische Mittel hält, das es gibt, ihr Glaube wird bestätigt durch, alle, bie in beit letzten Jahren Gelegenheit gehabt haben, bas irische Aussehen ber hohen Fran zu bewundern, bie jetzt bie Grenze ber Sechziger überschritten hat.

* A u f der Hochzeitsreise. Freund:Wo hast du beim deine junge Frau?" Professor (erschreckt):Meine Frau? Donnerwetter! Tie muß ich in Gedankeu irgendwo haben stehen lassen!" .

* Tarn in a u ch.Warnnt müssen bie Orden nach dein Tode des Inhabers dem Fürsten wieder zurückgegeben werden?" Die Orden werden vom Fürsten doch nur verliehen!"

* Ausrcd e. Gattin (schluchzend):O du Undankbarer, früher hast bit mich bei» alles, dein Glück genannt, und jetzt zerrst dn mich bei den Haaren!" Gatte:Nun, weißt du beim nicht, daß man bas Glück bei bem Schopfe fassen nmß!"

Anfiösnng des Kreuzvätsels in voriger Nummer: 8 8 8 etc h r h

Schwalben Stradella Schlesien b 1 i eie n a n

Redaktion: K. Neu r a t h. Rotationsdruck und Verlag der -V ruht'schon Uni vevsikäls- Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen-