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kuren gesehen haben, foiirie toet das Turnen und die bannt verbundenen Freiübungen nicht näher aus.

Bekannt ist auch die Behandlung durch Tabletten nut Schilddrüsensubstanz bei Fettleibigkeit, wie sie sich z. B. sn den gegen Fettleibigkeit em-psohlenen Geheimmitteln befindet. Zu­gegeben muß tonten, das; die Fettverbrmitung, also auch die

- n" uin 1520 Prozent erhöht

<_ - - < duß die

Steigerung des Eiiergiettmsatzes, um 1520 P wird, aber dieser Vorteil ivird dadurch ausgehol , Schilddrüsenpraparate eine giftige Wirkung ausüben und stärkere Eiw e i ßa uAscheidungen, Herzschwächezustäude und Ziickerharnrnhr dabei häufig austreten. , , ,

Ter Wert der Badeorte und der klimatischen Kuren, so­wie der damit verbundene Geiiuß der Salze und Bttterwaner ist ebenfalls nicht allznhoch anzuschlazen. T;e Hauptsache be­geht bei solchen Kuren darin, daß man mehr, Fußwanderimgen als in der Heimat unternimmt nnd. daß ferner die Mahl- zeiten lischt so reichlich und fast niemals so nahrhaft sind wie zu Hause. Auch Tampf- rmd elektrische Gluhlichtbader sind nicht stir immer imstande, dem Körper Wasser zu entziehen, wett der FettuMsah für die Tauer des Bades nur garrz uiibedeutend steigt und eine geriiige Abnahme des Körpergewichts durch reich­liche Fliissigleitsaufnahme bald wieder eingeholt tont. Man hat also mit ihnen, sowie mit Sonnen- und Lnstbadern eine geeignete Muskelarbeit zu verbinde;!, um einen Einfluß auf den Fettumsatz auszuüben. ... . .

Tie Hauptsache bei bei; Maßnalmmn gegen Fettleibigkeit besteht darin, daß man in die häuslichen Gewohnheiten eine für Fettsüchtige gesundheitsfördernde Ordnung brmgt und h..ier der steten Leitung eines Arztes ein richtiges Verhältnis zwischen Nahrungsaufnahme und Energienmsatz herstellt.

VermZß^Se».

'Neber den Liebesroman des Herzogs von Abrlizzen ivird aus Neiv-Aork gemeldet: St. Augustin in em kleines Städtchen an der Atlantischen Küste von Florida, ^er Herzog ivar dort nur von einem Kainmerdiener begleitet und unter den; Namen Ludovieo Sarto in einem Holet abgestiegen. Bisher hatte er täglich Kabeltelegramme mit der schöiien Amerikanerin gewechselt. Es bewarb sich auch ein junger reicher Amerikaner an§ Washington, Billy Hüt, um die Hand des Mädchens. Er wurde von ihr weder abgewiesen noch sein Antrag angenommen, verkehrte weiter ;m Sause und die Freunde des Senators Elkins betrachteten ihn als den künitigen Brämigani. Kath. Elkins betrachtete einen kleinen Flirt als eine unbedeutende und ungefährliche «ache und ihre intimen Frenndinnen roifjeii kaum zu sagen, ob sie tm Grunde i.ireS Wesens den Herzog oder Hilt oder irgend einen anderen fi>..gen Atanii vorzieht. Dagegen betreibt die Familie, die wohl der Ge­danke, mit dem italienischen Königshanse verwandt zu werden, schmeichelt, die Verlobung und ist zu jedem Opfer bereit, um Ye durchzusetzen. Es scheint, da» just der- unerschrockene, reie, ein wenig leidenschaftliche und offene Charakter von Kath. Elmm deii Herzog an die junge Amerikanerin sesselt; sie ist eine verwegene Reiterin, hat osi als solche Aussehen erregt und Preise errungen und ihre hohe, schöne und elegante Gestalt ist der voriiehmen Ge­sellschaft voir Washingtoii schon seit Jahren vertraut, ete ist ent Protolyp der amerikanischen Rasse und in ihren Anschauungen und ihrer Erziehung der strikte Gegensatz zu einer europäisch fangen Dame. Ihr Vater, Senator von Vlrginien, war früher sehr reich, aber das Verinögen ist zusammengeschmolzen und wird heilte auf n u r (!) etwa 8 Millionen geschätzt. Ihr Großvater mütterlicher­seits Erlenator Davis soll nahezu 20 Millionen besitzen. Allem der alte Herr soll sich jetzt lvieder verheiraten wollen und die Familie Elkins lut alles, um eine solche Verbindung hintanzuhaltcn.

* ® i e düpierten Deputiert en. Mehr als fünszig Abgeordnete, die mt§ allen Teilen Frankreichs zu beit Kammer- sitzungen nach Paris gekoinnteit waren, sind aui einen eigenartigen Schwindlertrick hineinqefallen. Unmittelbar nach dem Diner, wenn der Alensch mit gefülltem Magen am mildesten gesinnt ist, {teilte sich den Deputierten der Reihe nach eine junge Frau vor. Lue war eiiiiach, aber mit einen; geivissen Raffinemeiit geileider. Fhr schönes Gesicht und ihre pikante Gestalt strahlten einen Liebreiz aus, dem man so leicht nicht widerstehei; konnte. Die schone Um bekannte erzählte, daß sie auS einem Orte des Wahlkreises der, De­putierten herstainme uiid wußte zu ihrer Legitimation allerhand Einzelheiten und Familiengeschichten des Ortes zu berichten. 'Dann folgte eine tränenreiche Schilderung. Die Aermste teilte nut, da; sie'vor einiger Zeit mit ihrem dreijährigen Töchterchen nach der französischeii Hauptstadt gekommen sei, um dieses hter von einem berühmten Professor operieren zu lassen. Die Operation .et auch (Wt und glücklich verlausen, habe aber über 500 ,;rane» getostet. Jetzt stehe sie vollständig mittellos da und besitze teilten feuitmte mr Heimreise für sich und daS Kind. Die Deputierten l>Mit sich durch das traurige Los der hübschen Mutter leicht rühren und über fünfzig der Herren gaben ihr ein reichliches Reisegeld. Erst später erfuhren sie, das; sie einer rafssiiierten Schwindlerin zum Opfer ge­fallen waren.

' P,i d e l s i n d teurer w i e K i n d e r. In einer amerck kanischen Tageszeitung sinden wir folgende Annonce: Zweiganz vorzüglich dressirte Pudel, retnster französischer Ziicht gung mit langem, seidigem, weichem Haar, großen, schwatzen Augen, .ehr

schaffung des Fettes arbeiten. In« vorgerückten Mer ist es über­haupt sehr gefährlich, sich mit Entselttmgskuren einzulassm, denn es folgt ihnen mir gar zu bald ein dauernder Zusammenbruch der

Tie häufigsten Grade der Fettleibigkeit sind solche, bei denen das Mrhergelvicht 1520 kg höher ist als es dnrwsuMttlich im Verhältnis zum Altev, Geschlecht und Körpergröße fem sollte. Ausschlaggebend ist hier ebenso wie in geringeren Fallen, zu denen mail ein Gewicht von 515 kg über dem Durch;chmlt rechnet, in erster Linie, ob die Korpulenz sehr schnell, eingelreten ist und ob Bedingungen vorhanden fiitd, die das Fortschrettcu der Fettleibigkeit zu noch höheren Graden ivahrschcinlich inachen. Kommt die Eitelkeit, wie es bei Frauen häufig der Fall ist, in Frage, w sollte der Arzt derartige Falle nicht zuruckwetsen, toeil er da­durch einen Einfluß auf die gaitze Lebensführung der Pattenten gewinnt, was für diese von großem Vorteil ist, und außerdem folgen sie sonst anderen Ratschlägen, die oft zu. eineitu schweren und dauernden gesundheitlichen Schaden gereichen. ,

Tie Entfettuugssrage hat besonders dann eme große Wichttgkert, toenn es sich zugleich um Erkrankungen handelt. Tahin gehören in erster Linie solche der Zirkulationsorgane, und der Ausdruck Fettherz" ist kein unbekannter. Eine Entfettungskur. wird i)ter in erster Linie am Platze fein, und das ist auch der Fall, toenn sonst das Herz überlastet wird, wie z. B>. bei Störungen m den Atmungsorgaueu, fotoie bei der Schrumpsuiere. Daß chromscher Gelenkrheumatismus oder Nervenschmerzen, luanchmal eme Rotte mitspielen, kann man sich schon daraus erklären, weil bei solchen die BewegungSfähigkeit gehemmt und der Fettansatz dadurch be- foxbcTt tvivb

Was die Ursachen der Fettleibigkeit anbetrifft, so ist als dis häufigste und hauptsächlichste eine im Verhältnis zum Verbrauch andauernd zu reichliche Zufuhr von Nahrungsstoffen anzusehen. Bei den Wohlhabenden liegt gleichzeitig eine ungenügende Muskel- tätigkeit als Hauptgrund des Fettansatzes vor, aber auch eine beträchtliche Mnskeltätigkeit schützt davor häufig nicht, löte tott an den Brau knechten und Fleischern sehen, die bet dem über­mäßigen Alkoholgenuß die Menge der zugesührten Mhlenhydrate selbst durch ihre schwere Llrbeit nicht vollständig ersetzen können. Man muß nicht denken, daß der Fettansatz auf einmal so sehr groß zu sein braucht, sondern es genügen schon 5 g am Tage, um das Körpergewicht innerhalb zehn Jahren, hauptsächlich vom tzo. bis zum 45. Lebensjahr, um 37 Pfund zu vermehren. In WirMchi- keit aber findet nicht selten ein noch größerer täglicher Fettansatz statt. Tie Veränderungen im Körper können sehr gefährlich fern, denn abgesehen von Fettherz leiden auch hie anderen inneren Or­gane, und besonders bedenklich ist die Fettleibigkeit der Alkoholtsten. Tas zu große Körpergewicht spielt zuweilen auch bei Fußleiden eine gewisse Rolle, denn es entwickelt sich ein mehr oder minder ausgeprägter Plattfuß mit Nervenschmerzen, ohne daß man an die Ursache denkt. ,

Für die Behandlung der Fettleibigkeit lassen sich m der Hauptsache zwei Grundsätze ausstellen, denn es handelt sich erstens um eine Beschränkung der Zufuhr von Nahrungsstoffen, dann aber um eine Erhöhung des Energieumsatzcs im Körper und damit um eine Erhöhung der Fettverbrenmmg. Zu dem letzten Zwecke dient in der Hauptsache die vermehrte Muskelarbeit- Nach welcher Richtung hin eine regelrechte Einschränkung der Trat stattfinden muß, läßt sich in schablonenhafter Mise nicht fest-- setzen, sondern ist Sache des Arztes, der 6et gewissenhafter Behandlung die Erhaltungskost eines Fettleibigen nach Kalorien veranschlagen ivird. Schnellkuren und energische Entziehungs- kur n sind ost unentbehrlich, namentlich dann, wenn energie­losen Menschen gezeigt werden soll, daß auf Mein Gebiete noch etwas zu erreichen ist. Im großen und ganzen werden Fett, Kohlenhydrate und Alkohol in erheblicher Weise emzu- schränken sein, während man das in Bezug auf Eiweiß nicht Nötig hat. Tie Beschränkung der Wasseraufnahme ist oft von außerordentlicher Wirkung, da die Leute bei Trockenkost den Apvetit verlieren, weniger essen oder doch die Nahrungsbe­schränkung wenigstens nicht fo bitter empfinden. Daß Mach. die Wafserentziehimg der Fettverbrenming Vorschub leiste, also direki cirtiettenb wirke, mutz nach den neuesten Nntersuchungen end­gültig verworfen werden. , , . . , a ,

Was die Erhöhung der Muskelarbeit anbetrifft, so kvmmt da in erster Linie die Steigarbeit in Frage, tute sie sich tu den bekannten Terrainkuren nach Deutel wtederfmdek. «te hat den Vorzug, daß sie sich sehr fein abstuseu laßt und überall zur Verwendung kommen kann, wo sich eme gebirgige Gegend befindet. Dem Bergsteigen zunächst kommt das Rudern, wah­rend Radfahren und Reiten weniger Einfluß ausuben.

Außerordentlich interessant sind die abfälligen Urteile von dem früheren Frankfurter, letzt Wiener Prof. v. Noorden über Heilgymnastik und Massage als Entfettungsmtttel. Was selbst bei fleißigster Uebung und unter gewissenhafter Attlettung tu einer Stunde an Muskelarbeit, d. h. an Fettverbrenmmg, ge­leistet wird, ist nach ihm blutwenig. Wer wandern und Berge steigen kann, sollte sich nicht an Apparate .schmieden lassen. Ebenso steht es mit der Massage. Leider sprecht sich der Ge­nannte über die Anwendung von Elektrizität und eselirtscher Massage, von der wir so günstige Resultate bei Entfettuugs-