Ausgabe 
22.7.1908
 
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452

Rösselsprung.

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Au- und Einsichten.

Wer mit Erfolg nach bet Wahrheit forschen will, bet muß vor allem ben trabitionellenWahrheiten" aus bem Wege gehen.

*

Den Künstlet zur lanbläufigenMoral" zwingen wollen, nimmt sich ebenso aus wie bet Versuch, bie "Göttin Kunst mit Nachtiacke nnb Nachthaube betteibct batzustellen.

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Kunst.

Adolf Michaelis, E i n I a h r h u n d e r t k n it st a r ch ii o- logischer Entdeckungen. Zweite, verbesserte und ver­mehrte Auflage. Mit einem Bilde C. T. Newtons. 8". 365 Seiten. In Leinen gebunden 7 Mk. Verlag von E. A. Seemann in Leipzig. Dieses Buch, das in wenig mehr als Jahresfrist eine zweite Auslage erleben durfte, erzählt zinn ersten Male die Geschichte der Ausgrabungen antiker

, Es ist bekannt, wie gering noch gegen den Schluß des 18. Jahrhunderts unsere Kenntnisse von den alten Trümmer- ftatten der Vergangenheit und ihren Schätzen waren. Erst nut beit Tagen Winckelmanns setzt die systematische Erfor- schung der antiken Kunstwerke ein. Die napoleonische Zeit

Auslösung in nächster Nummer." <

Auslösung des Rätsels in voriger Nummer:

H o r n Korn B o r n Z o r n.

Richtige Lösungen sandten ein: Pfatter Werner in Nidda, Hermann Lindauer in Gießen.

Für unsere Kleinen.

Das Schlafzimmer des Kindes soll lediglich als solches benutzt werden und sehr geräumig und gut ventiliert sein. Deshalb soll man das SchlaMmmer den ganzen Tag lüften und während der heißen Jahres­zeit nachts durch Einsetzen von Gazefenstern den Luftwechsel mrdern. Die Wärme im Schlafzimmer des Kindes soll tut Winter mindestens 16 Grad C. betragen, weshalb das Zim­mer heizbar sein muß. Jedes Schlafzinrmer mich durch Vorhänge angemessen verdunkelt werden, da Sonnen- und Mondlicht den ruhigen Schlaf beeinträchtigen. Beleuchtung durch Nacht lampen muß man vermeiden., sie ver­schlechtern die Luft durch Zufügung von Kohlensäure und besonders von Produkten unvollständiger Verbrennung, flüchtigen Fettsäuren, Kohlenoxyd, Kohle in dem Maße, daß schon der Geruch und meistens auch das Auge morgens sofort erkennen, ob nachts über in einem Schlafzimmer eine solche Lampe gebrannt hat.

bringt es zur Entdeckung der Trümmerfelder Aegyptens, und Pompejis; den Engländern ist die wissenschaftliche Medergewinnung Griechenlands zu danken, während die deutsche Archäologie auf den Gräberfeldern Etruriens merk­würdige Resultate zutage fördert. Dann bemächtigt sich der Forscherfleiß.des Ostens. Männer wie Lepsins, Alexander v. Humboldt, dessen Fürsprache vornehmlich die Mitwirkung König Friedrich Wilhelms IV. zu danken ist, fördern jene Expedition nach Memphis und Theben, die uns die ägyptische Kunst näher brachte. Assyrien wird ein Eldorado der briti­schen Forschung, und der Name des Engländers Charles Thomas Newton ist eng mit dem Mausoleum zu Halikarnaß verknüpft. Bei Napoleon III. war es hauptsächlich das Interesse für die Geschichte Cäsars, das fördernd auf eine Reihe wissenschaftlicher Unternehmungen im Osten, in Maee- donien und Südrußland gewirkt hat. Um die Mitte der sechziger Jahre setzt die große Erkundung der griechischen Kulturstaaten, an die in erster Linie der Name von Ernst Curtius erinnert, ein. Auch die Bemühuugen Schliemanns um Troja, Tiryns und Mykene finden angemessene Würdi­gung. Der" für Griechenland erweckte Wetteifer der Na­tionen deckt alte heilige Stätten, wie Samothrake und' Olympia, auf. Man sieht, Michaelis bietet in seinem Buche eine gewissenhafte Uebersicht über die Resultate einer hundertjährigen archäologischen Tätigkeit nach wissenschaft­lichen Gesichtspunkten. Die rein künstlerische Bewertung der einzelnen Werke läßt er dabei nicht außer acht. Das Buch ist ungemein ianziehend geschrieben, schlicht, doch nicht ohne Würze. Zum Verständnis besonders dienlich erscheint nach den einzelnen Kapiteln eine Uebersicht am Schlüsse des Ganzen, die die Resultate eines jeden Jahres gewissenhaft verzeichnet.

des Bauchredens kann, am unrechten Orte angetvandt, recht schlimme Folgen haben. Der Neger John Samson aus Queenstown mußte das kürzlich erfahren. ~ Er begegnet einem Leichenzuge, schließt sich dem Trauergefolge an und als man auf dem Friedhof sich anschickt, den Sarg in die Grube hinabzulasien, erleben alle anwesenden Neger ein grauenvolles Wunder. Eine tiefe Stimme, die aus dem Sarg hervorzudringen scheint, ertönt:Sachte meine Kinder, nur sachte". Die Neger werden beinahe weiß vor Entsetzen. Aber die Stimme klingt fort:Aber sachte, Ihr Tölpel, laßt mich nicht fallen, Ihr werdet mir das Rückgrat zerbrechen". Außer sich vor Furcht lassen die Neger den Sarg fallen, das Trauergefolge stürzt in alle Winde davon und nur John Samson lachte, bis die Polizei kam und den Bauchredner einsperrte...

* D e r p o l i z e i l i ch 'a b g e m e s s e n e K u ß. In Ame­rika ist ein merkwürdiger Streit entbrannt, und eigenartig genug ist auch das Kampfobjekt. Es handelt sich um nichts mehr und nichts weniger als um das Einschreiten der Poli­zei gegen den langen Küß. lind das ist so gekommen. In Amerika und namentlich in Neivyork hat sich in letzter Zeit eine Reihe von Personen beiderlei Geschlechtes gebildet, die auf den langen Kuß schwören, und sich nur einen Küß geben, so innig und so intensiv und so lange, daß man dabeiseine Seele dem anderen einhauchen kann." Jetzt, an den schönen Sommerabenden, kann man auf den Bänken in den öffent­lichen Parks Newyorks, namentlich im großen Brooklyn- Park, engumschlungene Pärchen sitzen und den langen Kuß, densoul kiss ausüben und immer wieder probieren sehen. Für alle diese Kußbegeisterten handelt es sich darum, die Kunst des anhaltenden Küssens der Schauspielerin Maud Adams, der amerikanischen Sarah Bernhardt, zu übertreffen. Maud Adams hat bisher den Rekord auf diesem süßen Ge­biete geschaffen und vier Minuten und 47 Sekunden ohne Unterbrechung geküßt. Diese Küssereien sind aber den Puri­tanern und amerikanischen Muckern auf die Nerven gefallen. Infolgedessen hat der .Polizeigewaltige Newyorks an die ihm unterstellten Beamten eine Verfügung erlassen, nach der die Schutzleute das Küssen von Personen verschiedener Geschlechter auf den Bänken in ben öffentlichen Garten­anlagen nur zulassen dürfen, ivemt der Kuß nicht länger als zwei Sekunden dauert. Währt die Umarmung länger, müssen sie einschreiten, und nützt auch ihr Widerspruch nichts, sollen sie die Kußwütigen gewaltsam trennen und verhaften.

Redaktion: P, Wittko. Rotationsdruck und Verlag bet Btüh l'scheu Universitäts-Buch- und Steinbrucketei. R, Lange, Gießern