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Montag den 2V Dezember
M8 — Nr. 200
ihm gestorben, als er im zw-iten Semester stand, uich liest ihck zurück, Nmtterfeeleiwi'leilt. Da hatte er sich denn aus ferne Wisfen« schäft ficft-Mt, die war seine einzige und beste Freundin geworden, lind toar eS geblieben, jahrelang. Bis n; aus ferner selbst- gewährten Einsamkeit heraus durch tuten Zufall Anne -tone kennen gelernt und an ihrer fröhlichen, jungen Seele em amer r Mensch getv-orden ivar. Nicht mehr der emsanre Späh — mi mehr'' Anne Marie hatte als Brant über den wunderlichen -Jet, immrn gelächelt, und ihre kleine, weiche Hand war m schüchterner
MmW, halb f«6te: „«nii« vassero «oliUno, -
aber jetzt ist's aus damit für t tontet, nrcht wahr, Han.-.
Ja, für immer! Wie war er doch so reich geworden durch sein junges, liebliches Weib, da» ihm imt semem heitere» Srmt alle Sorgen fernzuhalten wutzte, durch ferttett »eben keinen Jungen, L1Z7LL7 w* »w ******
MM er stiegen vor seinen Angen herauf -—er druckte sich tiefer in die Magenecke und suchte in seiner Rocktasche nach einer Zigarre. »i.m Glück mir noch eine da, die letzte, - er brannte sie an, und i im Beisein dieser trauten, schweigenden Gesellin hielt er stuimue Mneivrack mit sich selbst und der Vergangenheit — bis das Rollen und Stotzen des Wagens ans holperigem Pflaster störend Ut ^Uud^dann warmer M Hanse. Er eilte die Treppe hmauf — alles noch so still, obgleich c-s heller Vormittag war " wemsste»I mas man so im November hell nennen mutz - selbst Mrelas
I rotes, gutmütiges Antlitz nirgends zu sthem Nun, tze stUiefen j ... .r.i fl((e tzrei nach der vielgestorteir Nacht, Leise tetrar I er dos Schlafzimmer. Ja, sie schliefen noch. Die Vorhänge waren “£ SSsjsb
I den Kovf in die heraushängenden Kissen von Anne Maries Btt I ..ergrabe». Das Kind lag still in seinem Bettchen, er konnte das I (Äeiicbtchen nicht erkennen, der Schatten des Vorhanges stet dar- I »Mr" Anne Marie — Gott bewahre! Die unveriiunftige kleiiw I q: ... faucrte int Nachthemde und mit btotzen Futzen auf dem ew « 9«*VS Ui« **» e*. x- *
Omnien hören? Sie wandte stch nicht, sie fast da wie versttu ert. Ein lähmendes Entsetzen packte ihn, ein Schrecken, der den Star en I cv-ittcrn liest bis ins Mark hinein. Mit taumelnden Schritten
ging er ans 3-enster und ritz die Vorhänge auseinander, datz das kalte, graue Tageslicht ungehindert herenifluttn koiinte
I Anne Marie!" rief er uns satzte >hie Hand ste rührte M nicht — in grauenvollem Ahnen stürzte er an des KmdeS M-MMUHW und sciiwS greiizeulosen Leides - und trat zu semem Weib^
"üme Marie- - " und feine Stimme zitterte - cm Uebernmtz von Liebe und Erbarmen lag in den- einfachen Worten „'nem r | <u,4$r^(fjiC ^|e Arme ans, um sie entporzuziehen an seist Herr
Der einsame öpatz. i
Novelle von I a s s Y To r r u n d.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.) | ,
„Fran Dokterst, mich dünkt, er wird so kalt," flüsterte sie I
WX,M, Unsinn, Miela - wie Du mich erschreckst!"
Anne Marie stietz das Mädchen hastig ztirück und nahm des I Kindes Fützchen in ihre warmen Hände. Sie waren wrrkttch | kalt, so merkwürdig kalt und schwer. Sre wA und rieb — sn rnb | sich die Hände wund in stummer Angst und dann in Ä«■ ®er | gweiflnug. Die grausame Kälte kroch langsam, unerbittlich NMta I und weiter den kleinen stillgewordeiien KörfDr entlang. Miela schleppte unermüdlich heitze Tücher und Kissen herbei, .lstite Marn I legte ihre zitternden Lippen auf beit sestgcschlossenen Kindermund I und versuchte ihm ihr eigenes warmes Leben ciiizuhanchstr I nmsonst! Das stille weitze Gesichtchen iwhm allgemach eine matte, I tvachscrue Färbung an und zeigte einen starren, fremden, schmerz- I haften Zug, den eI im Leben nie besessen. I
' Da liest die Mutter ab von dem nutzlosen Tun, die Arme 1 sanken ihr herab, und in stummem Jammer brach sie neben I bent Bettchen des Kindes zusammeir. Miela lpb^ ihre Herrin 1 cuf und schleppte sie mühsam auf ihr eigenes Bett, dann bliel I jic neben der Bewutztlosen fitweu, ratlos, leise vor sich hmschlmltt I anitb• „Uni’ Jung' — uns' lütten Jung'!
Um dieselbe Stunde stand Doktor Birkholz von seinem Dtugl am Krankenbett auf, das Töchterchen des Hufners Hamlow tmr | gerettet, sein Liebeswerk getan. Dankbar drückte ihm der ckatn die Hand. „Mr haben fünfe, Herr Doktor, aber, bei Gott, wir ।
***.•«** «t- behende in den Wagen steigend, „und ich hab' nur dM und ' es trat krank die Nacht, und ich mutzte davon. Nun Wir W ,111C S Urnnt den^Gedaiikeiii weiter, während die scharftrabcndeu h , ■<„. mnnMärts führten: Und Gott wird ia Nicht »ulassen, S nmtoen i ene Kinde ein Leid geschah, während ich das datz Nietnein eigen überkam ihn, das Be-
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