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Hinterfelder Hoff, icn 22. Mai 1795.
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Suinma . 2038 ©io
Christian Obermann.
schlncki sie der I. Schere.
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Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan, Und keinen Tag soll man verpassen;
Tas Mögliche soll der Entschluß
Beherzt sogleich beim Schopfe fassen, Er will es dann nicht fahren lassen Und wirket weiter, weil er muß.
An- und Einsichten.
Je ungeheuerlicher eine Lüge, desto leichter Köhlerglaube hinunter.
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Wanderjahre", Chateanbriands herrliches Memoirenwerk, Samuel Johnsons bestes Werk, sein „Lebensgeschichten der Dichter", Swedenborgs mystische Schriften, Bücher von Emerson und Ruskin, Rankes „Geschichte Wallensteins" und seine großartige Weltgeschichte, ein großer Teil von Mommsens Riesenwerk über lateinische Inschriften. Von den Großtaten der Sechziger wäre das ethischreligiöse System des Konfuzius nicht entstanden, wenn die Theorie des Professors Osler auf Wahrheit beruhte. Bismarck würde nicht wichtige Grundlinien der deutschen Politik gezeichnet haben, Pasteur würde nicht seinen segensreichen Kampf gegen die Kraukheitsgifte begonnen haben. Moltke vollbrachte an der Schwelle des siebenten Jahrzehnts seine größte strategische Leistung im Krieg 1870/71. Columbus hat als Sechziger seine dritte und vierte große Reise unternommen, in der er Südamerika und die Insel von Martinique entdeckte.. Michelangelo hat mit 66 Jahren das jüngste Gericht in der Sixtinischen Kapelle vollendet, mit 71 seinen Plan für den Weiterbau der Peterskirche entworfen und noch als Neunundachtzigjähriger das Bild der großartigen Kuppel in seinen Gedanken getragen. Murillos Gemälde tni Augustinerkloster zu Sevilla sind nach seinem 60. Jahre geschaffen worden; ebenso Wagners „Parsifal" und Haydns „Schöpfung" und „Jahreszeiten". Die besten Werke Händels fallen in seine sechziger Jahre, i Von wissenschaftlichen Werken seien erwähnt': Renans j „Geschichte des israelitischen Volkes", Carlyles „Geschichte Friedrichs des Großen" der fünfte Band von Mommsens „Römischer Geschichte", Jakob Grimms „Geschichte der deutschen Sprache" und „Deutsches Wörterbuch", von Dichtungen: der zweite Teil deS Don Quixote und die Novellen des Cervantes, Corneilles „Attila"' und „Titus und Berenice", Miltons „Samson Agonistes" und sein „Wredergcwonnenes Paradies". Voltaires „Candide", der letzte Teil von Lesages „Gil Blas", Ibsens symbolische Dramendichtungen nach der „Hedda Gabler", Zolas I Zl-eritö". Von philosophischen Werken feien genannt I Schopenhauers „Parerga und Paralipomena" und Stuart Mills „Essay on Theism".
— Griebe ns Reiseführer. Band 114: Gen f, der Genfer See und Chamo nix. (1.50 Mk.) Verlag von Albert Goldschmidt in Berlin W. — Die Umgegend von Genf ist so reich an malerischen und anmutigen Partien, daß mit Recht gesagt wurde: Das Gebiet von Genf gleicht einem großen englischen Garten, in dem die Stadt selbst das größte Landhaus ist. Das weite Becken des Genfer Sees wirkt als Regulator der Temperatur und übt einen angenehm mildernden Einfluß auf das Klima aus. Das zeigt sich auch an der Vegetation. Außer dem Weinstock und der Edelkastanie gedeihen dort der Lorbeer-, der Feiaen- und der Granatbaum im Freien. In einer an Natilrschin.- heiten so überreichen Gegend ist das Reisen ein Genus:, rui guten Ratschlägen, und an, das Interesse des Reisenden wahrnehmenden Hinweisen und Warnungen Genf-Führer kein Mangel.
Rätsel.
Als edle Kost beschreibt es dir die Bibel, Ta schwer das anSerwählte Volk der Hunger plagte. Gut Zeichen ab — als Vorbild nennts die Fibel Tein Knaben, weint er töricht klagte.
Run köpie das Wort, ergänz' es am Ende:
Ein weibliches Wesen erscheint dir behende.
Gießen. A. Rode.
Auslösung in nächster Nummer.
Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Guttenberg eins Main z.
reckst sur den nächsten Tag zum Zweikampf anf Lanze °der Bumerang gefordert. Hier muß er sich den Schlägen des Beleidigten aussetzen, bis sein Kops blutet. Damit gilt die Tat als gesühnt.
Einen interessanten Beitrag zudem Kapitel „Franzosenherrschaft imSaarbrücker Gebiet" liefert folgende von Christian Obermann, einem begüteten Bariern vom Hmterfelder Hoff (Hühnerfeld, Gemeinde Sulzbach), gemachte Zusammenstellung vom 22. Mai 1795: Nachstehende Mobilien und WerthschaftsindtnirvondenFranzoßen UwPtathlger weiß genommen worben, deren Anschlag int Mittleren Prerß hier angesetzt ist.
Erst!.: cm gutes Pferd, welches 'tnidflOO gülden gekostet, rechne Noa) em beßeres Pferd, welches andere bauren ästimiert vor (hiervon habe ein Bong)
ferner dte Chasseur dreißig qitarfen Haber, hat gölten Ferner <>0 stück schwein, 15 waren 18 Mouath alt, rechne billig die andern 15 waren starke ftischlinge, rechne billig vor diese Dreh fuhren Heu, trarett über 6 Millionen, hak damahl gölten ferner fünf Hämel von der wehde, waren Werth ferner 5 Zentner biirr schwemefleisch, den Zentner 33 Gtd. thut ferner 4 Rinder, gering gerechnet 33 Gld. jedes stück, thut
2 gute Milch Küh, waren werth.........
12 stück Gänß und 18 hinter Ntdrer wert ferner 4 gute fuhr ochßen, waren werth 30 Louis b’or tuht <-6 Zimmer Deller 4 Platen unb 4 schüßete, so gut wie Neu, macht Bott 2 Betten die Nene Barchcten über Züg, 8 Leintücher, «Mannshemden, 6 Weibshemden, ongefähr 15 Dischtücher 'unb Handtücher, ingleichen meiner Frau 4 halb leinen rock, rechne überhaupt 16 Stick vor den Haber hinein zu thuu, und 12 löffel . . etliche 20 Quarten Grundbiren, rechne . . . . .
Noch viele Kleinigkeiten ans der Küche und auß dem Hauß will ich nicht berühren, noch in Rechnung bringen
Redaktion: I V.: E. Heß. Rotatwnsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversikätZ-Btich- und Steindruckerei, R. Lauge, Gießen.
* Eheirrung und Duell in Australien. Interessante Einzelheiten berichtet im „Anthropos" Pater Joses erschoss über die Niol-Niol, einen eingeborenen Stamm Nordwest-Australiens. Die erwachsenen Männer gegen Eilde der ztvanziger Jahre haben hier meiste,ts zlvei' oder drei Frauen, manchmal auch noch mehr, während die jungen Burschen ihr Bestes tun, um an die jungen, „unverstandenen" Frauen der alten Männer heimlich heranzukommen. Dies macht auch meistens keine Schwierigkeiten, denn der Liebhaber versteht cs ausgezeichnet, selbst verräterische Sandspuren auf mancherlei Weise erkenntlich zu machen. Auch wenn die Eheirrung nicht ohne Folgen bleibt, braucht die ungetreue Gattiu und ihr Geliebter keineswegs eine Entdeckung zu besürchteu, selbst dann nicht, wenn ihr legitimer Mann jahrelang nicht mit ihr verkehrt haben sollte. Der betrogene Ehemann wird nämlich ohne Argwohn diesen illegitimen Sprössling als sein Kind betrachten, da die Australneger den famoseir Glauben haben, daß das Zusammenleben der Ehegatten für die Kinderer- zeugung irrelevant ist, daß Kinder vielmehr lediglich durch oen Medizinmann geschaffen werden können, indem er die Jwui, me vorbestehende und weiterleitende Seele, welche körperliche Gestalt annehmen kann, überträgt. Sollte es aber das Unglück wollen, daß das ehebrecherische Paar in flagranti abgefaßt wird, so kann nur Blnt diesen Schimpf abwaschenauch in dieser Beziehung ganz wie bei nns. Die Ehebrecherin wird entweder schwer mißhaikdelt oder auch init dein Speer ihrem Leben kurzerhand ein Ende gemacht. Besser kommt der Galan ,veg : er wird nämlich regel-


