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tijnett etite kleine Gruppe, die tu jeder Beziehung mit den als „Eolithen" bezeichneten ersten Spuren menschlicher Industrie übereiustimmt. Daneben, augenscheinlich in derselben Zeit dort abgelagert, entdeckte Koenen außer Tier- kuochen ein Werkzeug aus der Zeit der geschlagenen Steingeräte, und zwar trägt es das Gepräge des Gerätes von „Aurignacien". So wird eine eigenartige, von dem Gelehrten Rutot vor kurzem neu festgestellte Knlturphase des Zeitalters der geschlagenen Steinwerkzenge bezeichnet, die bei Lyon bis in die Waldphase der letzten Zwischeueiszeit hineinreicht und hier dem sogenaimten Monsterien bei» gerechnet wird. In derselben Lagerung wurden anderwärts mit solchen Geräten zutage gefördert: Knochen des Flephas antiquus und des Rhinoceros Merkii, sowie des Höhlenlöwen und der Höhlenhyäne. Es ist dies die Fauna von Taubach und Krapina (Ungarn), wo ebenfalls neben diesen Tieren solche Steinwerkzeuge und an letzterer Stelle in größerer Zahl Gebeine von Menschen gefunden wurden, die mit dem Neandertaler Menschen typisch gleich sind. Bedeckt war die Kieslage mit einer 1—3 Meter dicken rötlich-gelben Lehmschicht. In dieser fand ein Arbeiter einen steinernen Schober, der der Periode von Solntreen und Tiede zugeschrieben werden konnte, also junger ist als das tiefer gefundene paläolitische Gerät. In einer Mulde dieses Bodens wurden vor einigen Jahren die Knochen und noch gut erhalten die mächtigen Stoßzähnc eines Mammuts angetroffen. Auf diesem Boden ruht eine mächtige Decke von kalkhaltigem, stellenweise reichlich Schneckchen führendem, staubartig zerreibbarem Lehm von mehr eselgraugelber Farbe, den man mit großer Wahrscheinlichkeit als eine Staubansammlung der Steppenzeit der letzten Zwischeneisperiode betrachten kann, denn dieser Boden folgt den Höhen hinab bis über die letzte eiszeitliche Rheinflußterrasse. Es kann sein, daß das letztgenannte Gerät noch in dieser sogenannten letzten Lösperiode benutzt wurde, in der man sich weite Grassteppen vorstellt. Es folgen nach oben rötlich-brauner und dann mehr brauner Lehm. Die ganze, das Kalksteinplateau bedeckende Erdmasse ist 13—16 Meter dick. Bon hohem Interesse ist es, zu erfahren, daß diese Funde an derselben Stelle etwas höher gemacht wurden, wo in tieferer Lage in der Feldhofer Grotte der berühmte Neandertaler Mensch ruhte, und daß eilte Spaltenfüllung, die an der Grotte hinabführte, mit dem Grandlager zusammenhing. — Nach diesem Befund wäre der Neandertaler Mensch Zeuge der Eolithen ans der paläolitischen Periode von Aurignacien, ein Zeitgenosse der letzten wärmeren Zwischeneiszeit gewesen, wie auch die Neandertalloiden von Krapina und Spie es sind.
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ipe. Die Gefahren des Teetrinkens. Prof. Marre, Chemiker und Nahrungsmittelexpert, warnt vor dem Teegenuß. Der Teegenuß wirke allerdings momentan anregend, rufe aber auf die Dauer allerlei Störungen des Organismus hervor. Dyspepsie und Herzaffektionen, Nervenstörungen und melancholische Zustände, seien meist ein Ergebnis des übermäßigen Teetrinkens.
ipc. Der Klub der 150 Dung fr a uen. Aus Paris wird uns gemeldet: Der Klub der 150 Jungfrauen ist gegründet worden. Es handelt sich um Damen, die sich den Mann erst ein ivenig in der Nähe ausehen wollen, bevor sie sich ihm anvertrauen. Das französische Mädchen wird in sehr frühen Fahren von ihren Eltern an einen Mann verheiratet, den die, kaum aus der Schule Ansgc- tretene weder seinem Wesen, «noch seinem Charakter nach kennt. Jedes Mitglied des neuen Klubs hat sich verpflichten müssen, nicht früher wie drei Fahre nach dem Termin zu heiraten, an welchem sie ihren Einzug in die Gesellschaft hält.
_ ipc. Die tätowierten Damen. In London existiert ein Tätowierungskünstler, der kolossalen Zulauf hat. Eine Dame hält es für nötig, sich einen Sinnspruch auf den Rücken malen zu lassen, die andere ein Monogramm auf den Arm. Seit einigen Wochen wird unter dem Ehering
das Datum der Hochzeit und die Anfangsbuchstaben der beiden Namen tu den Ringfinger eiutätowiert.
ipc. Das Toiletten-Bud gct des Gib son- Girl. Die Hochzeit von Glady Banderbilt mit dem ungar. Grafen Szechenyi hat wieder einmal die Frage aufs Tapet gebracht, wieviel die jungen Newyorker Damen der oberen Vierhundert pro Jahr ausgeben. Hören wir, welche Anf- stellitng hierüber ein Pariser Schneider gemacht hat, der es wissen muß, da er jährlich.hunderttaufende von Dollars, welche amerikanische Väter und Ehemänner im Schweiße ihres Angesichts erarbeiten müssen, in seine Kassen fließen sieht. Die jungen Mädchen, sagt er, brauchen mindestens pro Jahr an: Pelzen 25 000 Dollar, Dinertoiletten 25 000, Ball- und Theatertoiletten 40 000, Mäntel 12 500, Prome- nadenkleidern 15 000, Hauskleidern und Musen 15 000, Anto- inobilkostümen 10 000, Schlafröcken und Peignoirs 4000, Wäsche 7500, Hüten 6000, Reisekleider und Reiseeffektenl 8850, Schuhen, Stiefeln, Pantoffeln 4000, Strümpfen 2500, Fächern und Spitzen 12 500, Handschuhen 2250, Taschentüchern 3000, Reparaturen und Reinigungen 5000, macht 193100 Dollar. Daß die amerikanischen Frauen nicht viel Zeit finden, sich mit ihrem Heim und ihrem Mann zu befassen, wird hierdurch verständlich.
Literarisches.
— Briefe der Herzogin Elisabeth Charlotte von Orleans (Liselotte). Herausgegeben von Hans F. Helmvlt. Mit 2 Bildnissen der Herzogin in Heliogravüre. Leipzig, im Insel-Verlag. Geheftet 12 Mk. — Liselotte — unter diesem Namen ist heute noch die pfälzische Prinzessin populär, die, auf dem Heidelberger Schlosse aufgewachsen, durch ihre Heirat die Schwägerin Ludwigs XIV. wurde, aber inmitten eines verderbten Hofes, an der Seite eines sittenlosen Gatten ihren reinen Sinn, ihr unverfätsch- tes Herz und ihr Deutschtum sich bewahrte und in ihrer inneren Einsamkeit beut oft bedrängten Herzen dadurch Luft machte, daß sie unzählige Briefe, voll von köstlichem, derbem Humor, voll tiefer und unbestechlicher Beobachtungsgabe in die deutsche .Heimat schrieb. Muß man diesen Briefen den höchsten Wert znfprechen wegen ihres reichen politisch- und namentlich kulturhistorischen Inhalts, und weil sie schildern, wie deutsche Äugen den Sonnenkönig und seinen Hof sahen, so sind sie uns fast mehr noch durch die kernige deutsche Herzens- und Gemütsart der vortreff-, licheit Fran, die sie geschrieben hat. Der Vergleich mit einer anderen deutschen Fran, die fast dem gleichen Boden entstammt, und ihren Briefen drängt sich auf jeder Seite dem Leser auf: der Vergleich mit Goethes Mutter. Gerade jene Eigenschaften, die sie uns so lieb machen, sind beiden gemeinsam. Die uns erhaltenen Briefe — cs sind nahe an. 3000 — waren bisher fast nur in gelehrten Sammlungen, die dazu noch zum größten Teil nur für die Mitglieder einer Gesellschaft gedruckt wurden, zugänglich. So ist es zu erklären, daß diese schönen und wichtigen Dokumente deutschen Geisteslebens der Vergangeitheit außerhalb gelehrter Kreise fast Unbekannt find. Die neue Ausgabe soll diese Lücke ausfüllen; sie ist eine gewissenhaft getroffene Auswahl des Wichtigsten, dauernd Wertvollen aus allen erreichbaren Briefen Liselottens, Auch viele bisher unbekannten oder verschollenen Briefe find darin enthalten.
Goldene Worte.
Mahre Liebe ist die, die immer sich gleich bleibt, Ob man ihr alles gewährt,
Ob man ihr alles "verneint. Goeihe.
Ich glaube nicht an absolutes Glück, das doch nicht erreichbar ist; aber ich glaube, daß das soziale Ilnrecht gemildert werden kann, und so verlasse ich mich aus die Wissenschalt, die ein Gesicht der Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit schassen wird. Zola.
Buchstabenrätsel.
Was Htmderitausende gerne möchten,
Woraus sie hossen unentwegt,
Läßt andern wieder keine Ruhe, Wenn statt zwei n zwei s cS trägt.
Ludwig SpieS.
Auflosimg iit nächster Nummer.
Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Hühnerauge.
Redaktion: V. W i t t k o. — Rotationsdruck und Verloa der Brühl'leben llniversitäts-NiiM. und Steiodrnckerei. R. Lanae, Gießen.


