Montag den 19. Oktober
1908
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Herr Lecoq.
Kiriminal-Roman ton E. Gaboriau.
Nachdnick verboten.
(Fortsetzung.)
Tse leugnete, über bie Wirkung des Schrecks dauerte ossenbar Ml, nnb Lecoq schwor bei sich selbst, er würde diesen Lacheneur ausfinden, .umd sollte er dabei umkommen. Ec hatte ia unter den Beweisstücken einen Brief, den dieser in einem Eafs des Boulevard Beaumarchais geschrieben hatte. Mit einem solchen Anhalt und mit Geduld . . -
Unb jetzt, fuhr Segmüller fort, kommen wir zu den Frauen, die in Begleitung der drei Unglücklichen waren. Was für eme Torte Frauen waren sie?
Oh . . . nichtsnutzige Dirnen!
Waren sie reich gekleidet ?
Sehr elend int Gegenteil.
G-ut, geben Sie mir eine Beschreibung von ihnen.
DaS heißt, mein guter Herr Richter, ich habe sie kaum gesehen . . Also, es waren zwei große derbe Frauenzimmer, so häßlich gewachsen, daß ich int ersten Augenblick Jaschingssormtag war, es wären verkleidete Männer. Sie ha.ten Hände wie Hammelkeulen, rauhe Stimmen und ganz schwarze Haare. Sie waren braun wie Mulattinnen, das ist mir besomery mt^@cnug! unterbrach der Richter sie. Ich habe jetzt den Beweis von Ihrer frechen Lügenhaftigkeit. Die Frauen waren Nein, und eine von ihnen war auffallend blond.
Ich schwöre Ihnen, mein guter Herr...
Schwören Sie nicht, ich wäre gezwungen, Sie mit einem ehren- Merten Mann zu konfrontieren, der Ihnen sagen wurde, das; <S'C Sie^antwvrtete nicht, und cs entstand ein kurzes Schweigen. Segmüller entschloß sich, den Hauptstreich zu wagen.
‘ Wollen Sie ebenfalls behaupten, fragte er, oaß nichts W sä- !i-«m
fei dieser Fcege nicht den Einstich des n w
Sie haben unrecht, glauben tote mir! Ueberlegen -te eä Kb Fe nachdem Sie sich entscheiden, werden Sie vor das «Ähw.ir geeicht als"Zeugin —- oder als Mitwisserin und Teilnehmerin an dem Verbrechen kommen.
Obwohl die Witwe von diesem unerwarteten Schlage ganz Zerschmettert zu sein schien, drang der Richter nicht weiter in s . S “S ihr' das Protokoll vor, sie unterzeichnete cs und ^^^Sofor'/setzte Richter! Segmüller sich« an seinen Schreibtlsch, sullte ein gedrucktes Formular aus und reichte es feinem Protokoll- "^Hic'r.^Gvqucb ist ein Borführungsbefehl an den Direktor bey
Untersuchungsgefäitguisses. Gehen Sie hin unb sagen Sie, dA Mörder solle zu mir gebracht toerben.
17. Kapitel.
Einem Mann, der ein Interesse daran hat, zu schweigen, uicki überzeugt ist, daß keine Beweise gegen ihn vorhanden smd, Gestand- nisse zu entreißen, das ist schwer.
Aber unter solchen Umständeil aus einer Fran die Wahrheit herausbringen zu wollen, das ist so gut, wie wenn man dein Teufel die Beichte aüuehmen wollte, wie man bei Gericht sagt.
Segmüller und Lecoq sahen sich daher, als sic allein geblieben waren, mit einem Blick an, worin sich ihre ganze Anruhe spiegelte. Sie batten offenbar wenig Hoffnung. Welches tatsächliche. aebuis hatte denn int Grunde dieses vom Richter so geschickt geleitete Verhör gehabt? Es ging daraus der unwiderlegbare Beweis für die Mitwisserschaft der Witwe Chupin hervor, aber iueiter nichts.
Diese Spitzbübin luetß alles, murmelte Lecoq.
Ja, antwortete der Richter, es ist für mim beinahe ertvieseN/ daß sie die Leute kennt, die bei ihr tvaren, die Frauen, die Opfer, den Mörder, mit einem Wort, alle. Mer eins ist sogar ganz ge- miß: daß sie diesen Gustave kennt. Ich habe es in ihrem Blick gelesen. Ferner steht für mich fest, daß sic Weitz, wer dieser Lacheiteur. ist, der Unbekannte, an dem der sterbende Soldat sich rachen wollte, i die geheimnisvolle Persönlichkeit, die ganz augenscheinlich dm Schlüssel zum Rätsel hat. Diesen Schlussel m u ß ^ 'uan sindem
Oh, ich werde ihn finden, rief Lecoq, und sollte ich samt liche Menschen fragen, die in Paris Herumlaufen. ~
Das war ein so großes Versprechen, daß der Richter, trotz seiner Sorgen, laut auflachte. ,. ,
Wenn doch nur, fuhr Lecoq fort, weint doch nur diese alch Hexe sich entschlösse, bei ihrer nächsten Vernehmung die Wahrheit 8U s Ja" das wäre schon! ?lbev sie wird nichts sage».
Der juitge Beamte schüttelte den Kopf; das war allerdings auch seine Meinung. Er machte sich keine Illusionen.
Frauen sprechen niemals, fuhr der Richter fort, und wenn sie so tun, als ciitschlösseu sie sich zu EutlMlümgen so geschiehL es, weil sic einen Kunstgriff, gefunden zu habe glaubcii .u t die Nachforschungen auf eine falsche Spur zu leiten. Der hart nackigste Mann erliegt doch wenigstens vor ^m offenbaren Augen- schein' er gibt shen Kampf auf, er gesteht. Die Iran dagegen
macht sich gar nichts aus dem Augenschcm Zelgt man ihr das
9ickit io schließt sie die Augen unb antwortet. „Ey ist .lacyt .
Man kann ihr den Kopf nach der Sonne drehen, bte sie mit
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Eg ist Nnchi". Mnnncr d.nkc» stch, I. «*«S dm Gestll schaf'tskreisen, beiten sic entstammen, verschiedene Berte,digungs- systeme aus Die Frauen haben nur ein System, ganz gleich, dem Bciveggrund hätte, der das alte Werb leitet! Mer kem


