Ausgabe 
16.3.1908
 
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Ver»ni?Otes.

Die gescheidt Fraa vo Hirjehah.

Wcaßt Ihr woas e Hiukilhobfch ears? Der hoalt die Hinkil.

Die gescheidt Fraa gung emol vo Hirjehah erobber noch Sichc- fytufe. (Sait toei se do inuerwegs luoav, do soagse, wai su e Hinkil- hoabsch aus der Hihg eerrobergesluge kam ean krapscht sich Ju c Hinkil ean slug nach meroem ean die Hihg. Ach, ean do cis Hinkil Ercasich als: äh! äh! äh! Dv saht die gescheidt Fraa:Ach, don tromlm Hinkil, woas brauchst dou dann so se kreische, der letzt Deich jo mt fall'n." i

Su gung ach enwl bat Fma noch Scharre vsi be Mährt, -titai se eangekaast hat ean wirrer dem Beargk owe woar, schlucks groad KN Auer osf der Mrje. Tv drehbt sich die Fraa errim ean säht: Eich niane doas wir doch e bissi wink sir su e grüß Stoadt." ,

Die Fraa harr aach enwl ihren Schwiejersuhn besucht, dar harre Kirmes ean harre sich) geschmcasse. Nochend kom die ge- scheidt Fraa als Zeujin sirsch Gericht. Sai harr owwer goar ka Ehme. TUekt gung se ean de So al rneann, wu die Berhann- ling woar ean saht:Herr Amsrichter, eich Witts och verzehln, wai sich die Sach alles zougetrahn hott. Eich woar bei wenn Schwiejersuhn zvum Besuch, der hott mei Toachtcr zour Fraa. Ean do saß eich dehaam, ean loag off dem Bett ean schlusf, doa soag eich, wai der Hvssmanns Peter dem Kaline Heinrich/an Bornsahmer oss de Kvpp schmeaß, deast dem die Raas im be, Hals errim Hunke, ob ern owwer getrosfe Hot, kann eich ntt bc- jchwicrn." M

Ist die Amsel wirklich ein Nesträuber?

su siehst Tvil aus."Ach jo," fällt he,es east wer aach goar sche schläächt. Ont ganze Kipper sein eich prästerich, eich glaabe van emi Morjenb werrn eich emol mounter ean do sein eich bhut." Wei he boas gesaht hat, kom noch ahner vo bcm Hannes feier! Freunbschaft, der hat's owwer se groob gcnwacht. Ter kont ber Stuwwebiehr ereann ran buht kah Zeit ean säht gleich:Wearst Jhr'sch aach, ber Hanues ears gestorwe. Jwwerntorn ears schunt des Leicht." Ehl hat's uhs Hannes gemirkt, beaß bei ihn zoum Utz ean Spoatt harre.Ihr Nautnetzer, Ihr Toagbeib, säht he, Ihr wollt weich nur krank sprcache, braß Ihr meich bahl trwe könnt, eich will och healse." He trunk sei Viertelche aus, gung Hahn« ean kah aanzig Mol soagk mer'n wirrer ean bem Wirtshaus. Hnut leabt he noch ean gourer Gesunbheit ean des Easte schnteckt em auch noch; bo kann bic Freundschaft lang noch off die Erbschaft woarte. *®-

hörte, lvürde sich das m. E. bei den davon bedrohten Tier- chen in irgend einer Weise ausdrücken. Dies ist aber nicht der Fall. In schönster Eintracht und voll gegenseitigen Vertrauens bewohnen sie zusammen unsere Gärten und erfreuen Jung «und Alt durch ihren vielstimmigen Gesang. Sollte hier nicht vielleicht eine Verwechslung mit der auch schwarzröckigeu, nicht viel größeren Dohle stattsinden, die, tme ich leider wiederholt beobachtet habe, zur Brutzett, besonders in frühester Morgenstunde, gerne unsere Gärten Heimsucht, um die jungen Vögel aus.den Nestern zu rauben?

Eine Gießener Dame schreibt uns:

In neuerer Zeit wird gegen einen unserer beliebtesten Garteuvogel, die Amsel, öfters der Vorwurf erhoben, daß er ein gefährlicher Nesträuber sei. Nach meinen Erfah­rungen, die auf langjährigen, scharfen Beobachtungen be-

* Die Erblichkeit von Krankheiten ist eine Frage, die vom medizinischen und naturwissenschaftlichen Standpunkt aufs eifrigste erörtert worden ist, und heute em so umfangreiches Thema bildet, daß seine Behandlung großen Schwierigkelten be­gegnet. Bezüglich der Schwindsucht wird jetzt allgemein die An- sicht vertreten, daß zwar nicht die Krankheit selbst, aber eine gewisse Veranlagung dazu erblich ist oder sein kann. Diese An­nahme steht aber in einem Widerspruch zu der Lehre von der Immunität, nach der ein Mensch, der eine Krankheit über­wunden hat, einen gewissen Schutz gegen einen erneuten Anfall erivirbt und diesen Schutz auch seiner Nachkommenschaft mit- zuteilen fähig ist. Erst in neuester Zeit ist von der, Forschung festgestcllt worden, baß bic Kinber von tubermloM Eltern unter Umstänben einen solchen Schutz in bestimmtem Grad mit­bekommen. Diesen Wiberspruch zu lösen, werben irun w,eber enrsige Arbeiten notwenbig sein, bte aber von der Wissen chaft bereits in Angriff genommen worben stnb. Das Journal der Amerikanischen Medizinischen Vereinigung gibt m einem Leitaintet eine wertvolle Uebersicht über den jetzigen Stand bieier überaus wichtigen Frage und weist zunächst darauf hm, daß die Statistik in dieser Hinsicht den Forscher im Stich läßt. Sie konnte nur dann zur Aufklärung führen, wenn m den Tabellen, die zur Untersuchung ber Erblichkeit bestimmt sind, stets genau vermertt wäre, ob die Eltern die Krankheit schon vor ober erst nach der Geburt des betreffenden Kindes erworben haben. Außerdem wird die Frage ungewöhnlich verwickelt durch die bekannte Eat- sackie, daß sehr viele Menschen zu irgend emer Zeit ihres Levens tuberkulöse Ansteckungen durchgemacht haben, ohne oatz es ihnen ober bem Arzt bekannt geworden wäre. Naegeli hat m emer Reihe von 500 Untersuchungen an Leichen, die rat, »1«« Institut in Zürich vorgenonimen wurden, die verblüffende Tatsache ermittelt, daß alle Personen über 18 Jahren bie Anzeichen cmes entroeber ausgeheilten ober noch in Tätigkeit begriffenen, tu­berkulösen Vorganges auswiefen. Dies Ergebitis ist jedenfalls vom Zufall bedingt gewesen, deutet aber mit Sicherheit darauf hin daß die Zahl der tuberkulösen Erkrankungen eine mH größere ist, als sie in irgend einer Statistik erscheint. Dadurch wird es selbstverständlich überaus schwierig und eigentlich unmög­lich die Familiengeschichte eines Schwindsüchtigen vollständig zu rannen, vir uui luuyjuynym, ------- , ermitteln. Die meisten statistischen Veröffentlichungen pflegm ucy

rahen, will es mir erscheinen, als ob diese Verdächtigungen auch auf Erwachsene zu beschranken oder wenigste'^die: ganz nicht gerechtfertigt wären. Stets habe ich gefunden, daß I jungen Menschenkinder auszuschlichen.

dw Am el in großem Frieden mit der übrigen Vogelwelt Lungenschwindsucht unter kleinen Kindern.verhältnismäßig sA Mt1mkdaßd«WZg, die sie ihren Jtm^n zu bringen aber Mc lujerfu Me

Pflegt, vorzugsweise aus Regenwürmern besteht, ^ch er- nungeu verantwortlich. Baginski fand unter rund 1400

innere mich, daß ein Amsel- und ein Buchfinkenpaar sich I ^jni)ein Todesfälle an tuberkulösen Krankheiten, Heubner, einige Jahre hintereinander eine Zwergelche zuiu Nestbau - )mk). 75 Äthern im Alter von 9 bis 12 Monaten fast

MUsersahen, und daß die beiden Familien in schönster Em- I ö7 y $ und Heller 29 v. H. Nur m den allerersten Monaten tracht die verschiedenen Etagen bewohnten und ihre Jungen bcS redlichen Lebens 'st Tuberkulose fast unbekannt,und dara^ gioßzogen. Auch abgesehen von diesem be ondereu »all, müßte man wohl den Schluß ziehen, daß dw Tubrikuio e ver sah ich niemals das unter unseren Singvögeln bestehende Kindern in der Regel durch Ansteckung «nd «Mdurch unm kcbone Einvernehmen durch raublustiges Gebaren einer bare Vererbung herbeigesuhrt wirb. Die Anstemma l > i Gl SÄi« «"er ««-> in der Ansicht MM W« »S

daßdergegcn diesen Vogel erhobene Vorwurf in der Haupt- st?^«rüLÄng r« kommen pflegen, und die Kinder tuberdilösrr suche ungerechtfertigt ist, möchte ich durch folgendes bc- I @(tenct ^iben selbstverständlich dieser Gefahr in hohem Grads gründen: I ausaeietzt sein. Auf diese Weise erklärt es fich, wie der Olauve

Unumstößlich fest steht cs, daß. die Tiere die Gefahren, an die Echlichkeit der ^^rkulose ^berhaupt^entstaiibeu^ch.

denen sie ausgesetzt sind, selbst viel besser kennen, alo wir I ^der tuberkulöse . ensch pxu Pflichten gegen sich noch eine viel Menschen. Welchem Naturfreund Ware es noch nicht aufge- holt '^n-- ^t. neben den AMmngebung, ber er burch die fallen, daß mitunter ein ihn eben noch erfreuendes Vogel- Vorsicht im Verkehr mit alt und jung Nachkommen muß.

konzcrt plötzlich ohne sichtbare Veranlassung verstummt oder PeintMte <orficyr tm 9 mfeifen-

in einigen ängstlichen Klagetönen auskliugt? Geht man! Z u rC h ar a k t v, s ^»movolitifch ist ist die der Ursache dieses scheinbar unmotivierten Stimmungs- räucher Wahrend btc lvechsels nach, so wird sie sich in den meisten Fällen finden Pfeife national |

lassen. Sehr oft erweckt das Eindringen-einer Katze in zur beUiuimtexX»

den Garten lebhafte Beunruhigung, die ein andermal durch denen Qualitäten der Z'gaveLte'.i ist Wesentlich z Las plötzliche Erscheinen eines Raubvogels am Himmel oder bemerken, aber aus den verschiedenen uormeii der Je eines Raben, der sich aus eiiiem benachbarten Baumlvipfet I kann man nicht nur ethnolog I )-v s entastens so be-

uiedergelassen hat, hervorgerufen wirb. Hier handelt es betreffende tzerm

sich um ernstliche Feinde, die mit Recht den Seelenfrieden richtet d'e ,^ndep> ifl. o{s Meifensammler eine

Unserer kleinen gefiederten Lieblinge beeinträchtigen. Weml Wattevi le, und ' 'bringt die Pfeife eine

MM die Auiscl auch zu diesen gefährlichen Nesträubern ge- | Autorität. Nach {enter Ueberziuguug vringr 1