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J ‘V vimui vvviv[u;m. +J4,VJV||Vt VVVWJ VIV daß in sechs Jahrhunderten die Blonden verschwunden sein werden.
* Der Verbrauch an Brot pro Kops der Bcvolle rung ist in einzelnen Ländern sehr verschieden und auch nicht unerheblichen Schwankungen unterworsen. Nach Angabe des Statistikers Sun borg waren bis zuin Jahre 1890 die Franzosen die stärksten Brotesser, sie verzehrten 258 Kilogr. pro Kopf und Jahr. An zweiter Stelle stand Dänemark mit 256 Kilogr., dann folgte Belgien mit 240 Kilogr., Deutschland mit 211 Kilogr., die Schweiz mit 205 Kilogr., Holland mit 201 Kilogr., Rußland mit 173 Kilogr., Oesterreich mit 155 Kilogr. Die geringsten Mengen Brot äßen die. Portugiesen mit nur 107 Kilogr. pro Kops und Jahr. Heute aber steht Dänemark mit 287 Kilogr. an der Spitze, Belgien hat mit einer Steigerung seines Verbrauches um volle 34 Kilogr. auf 274'Kilogr. die zweite Stelle behauptet, Frankreichs Brotverbrauch ist auf 254 Kilogr. zurückgegangen und der Deutsche steht mit seinem auf 230 Kilogr. gestiegenen Verbrauch nach wie vor an vierter Stelle, gefolgt vom Schweizer, der jährlich 212 Kilogr. Brot verzehrt.
Eine gute Erziehung ist die beste Oekonomie, und Unwissenheit teuerste Sache int Lande. Adam Smith.
Mode.
— Ein interessantes Preisausschreiben für Unsere Damenwelt wird von der bekannten Modenzeitung „Die Mvdenwelt" (Berlin W. 35) veranstaltet. Die Redaktion will damit den Handarbeiten wieder mehr Beachtung und Würdigung verschaffen. Für in den verschiedenen, Techniken .hergestellte Handarbeiten — auch solche von Kinderhänden — setzt sie Preise im Betrage von 3000 Mk. aus.
Literarisches.
— Paul Sechse, Novellen. Wohlfeile Ausgabe. Best- lag der I. G. Cottaschen Buchhandlung in Stuttgart. Der kürzlich erschienene 16. Band, der den Titel „Dorfgeschichten" fuhrt, enthält folgende vortreffliche Novellen: Xaverl, Dorfroman- tik, Der Siebengescheite, Vroni. Der 17. Band vereinigt als erster Band der feinsinnigen „Frauenbilder" fünf Kabinettstück« Hcysescher Erzählungskunst (Doris Sengeberg, Das Freifräulein, Di« Märtyrerin der Phantasie, Zwei Seelen, Lucile).
— Monatshefte für-graphisches Kirn st g e w erb e. Herausgeber Kunstmaler Albert Knab, Redakteur Carl Matthies, Berlin. Verlag vou Carl Fleinmirig, A.-Hl. Berlin W. 35. 6. Jahrgang, Heft 5 und 6. Die beiden Hefte stehen unter deut Zeichen der in Berlin veranstalteten „Ausstellung umfassend Ge- schaftsausstattung und Reklame". Carl Matthies widmet ihr ein' Bor- und Nachwort. Die Hefte enthalten eine Menge künstlerischer Beilagen, die für den Geschäftsmann das größte Interesse haben." Ganz besonders sei noch auf einen Aufsatz des Redakteurs , ,D i t Zigarreupackungcn" Angewiesen, der durch farbige Entwürfe wirksam illustriert ist.
Einsichten.
Kein Tier jemals quält um bloß zu quälen: aber dies tut der Men,ch, und dtes macht den teuflischen Charakter nttS, der weit arger tst, als der bloß tierische. * Schopenhauer.
Die Erziehung umfaßt den ganzen, auch den körperlichen Menschen. Es ist gefährlich, die Seele zu üben und nicht zugleich den Dahlmann.
Webattton: B. Wittko. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl's^n Universitäts-Buch- und Swindruckerei, R. Lange, Gießen.
„Der soll nur . noch mal mit mir anfangen!"
,. „ an stein e ans Hansmüll. Das Neueste ist die Verarbeitung des Hausmülls zn Bausteineti. Das Verfahren ist da.v folgende: Das Müll wird in besonderen Oeseir auf etwa 100" C. erhitzt, einmal ans gesundheitlichen. Gründen, dann aber auch wohl, nut auf diese Weise bett größeren Teil der organischen Bestandteile zn verkohlen AM den Oefen gelangt das Müll mtf große Siebe, durch welche alle größere« Stücke zurückgehalten "werden Diese werden, nachdem zunächst Glas- und Porzellanscherben aus- gesucht stnd, fein vermahlen und zusammen mit den durch bte Siebe hmdurchgegangeneu feineren Teileti mit Wasser zn ernem plastischen Teig vermengt. Glas und Porzellan werden ebenfalls staubfein gemahlen und zn dein Teig gegeben. Jv nach Bedarf muß noch Glasstaub hinzugenom- men werden, da der Gehalt der Masse an Glas nicht unter 2o Prozent betragen sostl. Aus der fertigen Masse werden dann Sterne geformt, diese werden getrocknet und dann bet einer Temperatur gebranitt, die etwa dem Schmelzpunkt des Glases entspricht. Das in der Masse fein verteilte Glas bildet also das Bindemittel für die übrige,t Bestand- tetfe und soll den Steinen nach beut Erkalten eine genügende Festigkeit verleihen.
* Wilhelm Busch als „netter Herr". Immer noch tauchen unbekaitnte Verse von Wilhelm Busch mtf, die der liebenswürdige Dichter seinen Verehrern auf ihre Bitten als Autogramme gewidmet hat. So teilte einem nordd. Blatte ein Leser in Bremen ein launiges Gedichtchen mit, das Busch im Jahre 1879 sandte. Es lautet wie folgt:
„Muß ich mich schon wieder Plagen?
. Also wieder ein Gedicht?
. - Soll ich wagen nein! zu sagen? -
Nein, ich bin kein Bösewicht!
Dehne dich, Poetenleder! Werde flüssig, alter Leim! Sieh, schon tröpfelt aus der Feder Der mit Angst gesuchte Reim!
Und so zeig' ich mit Vergnügen Mich als einen netten Herrn. —• Ach, mitunter muß man lügen. Und mitunter lügt man gern'
■ Borkum, 1879. Wilhelm Busch."
* Der Millionennachlaß eines „armen Bauern". In Mirabel, Departement Dordogne, starb kürzlich ein alter Bauer namens Lavergne, dessen Vermögen auf einige tausend Franks geschätzt worden war. Der Nachlaß besteht, wie sich jetzt herausgestellt hat, ans drei Millionen Franks M Bargeld und sicheren Papieren. Alle diese Schätze mußten aus den Möbeln, Betten usw. hervorgesucht werden. Ein Testament wurde nicht vorgefunden, Gegemvärtig ist man damit beschäftigt, die Ansprüche der Verwandten festznstellen. Lavergne war nicht verheiratet, sein Verkehr beschränkte sich auf fein Dienstpersonal und einige Lieferanten.
,. ,.°Weibliche Boxer. Vor dem Polizeirichter in Sheffield ertöten eine Frau, namens Mabel Wood, unter der An- klage der schweren Körperverletzung, begangen an einem Manne, mit welchem sie in Streit geraten war. Der Kläger erzählte daß zwischen ihm und der Beklagten in früheren sielten ein freundschaftliches Verhältnis bestanden habe, das aber '«letzter I Zeit durch allerlei Vorkommnisse getrübt worden sei Vor ermgen Tagen war es nun zn einem Wortwechsel zwischen den beiden gekommen, die Lady sei ohne weiteres aus ihn zuqe- sprungen, habe ihn unter den Arm genommen und fürchterlich verprügelt. Es wäre ihm nach schwerem Bemühen gelungen, sich von ihr zu betreten, aber nur mit deni Erfolg daß I He ihm einen kunstgerechten Boxhieb versetzte, welcher seine I «mnlftbe ausrenkte. Der Richter betrachtete erstaunt den recht kräftig anstehenden Mann, der von einer Frau sich so hatte zurichten lassen — das Geheimnis ivurde aber bald gelöst, ab» die Beklagte, nach ihren Personalien gefragt, nngab, daß ici iSkAuszeichnungen gekrönte Preisboxerin sei, ivelche telbsi schon anerkannte Championboxer .geworfen habe.
fnr?rthnSrr,tt' Äui .sagte der Kläger wehmütig lächelnd!
starttte Mann nichts ausrichten." — hie1 frfrn^rm auch ein Einsehen und verurteilte I oie schneidige Dante, an den Klager eine gewisse Summe als I fnr ®üftorto)tett usw. zu zahlen, außerdem noch I .emSchmerzensgeld. — Die Preisboxerin sah den Kläger von >
bw Städte immer mehr änwachsen ünd das Landleben dbsor- I vben bis unten verächtlich an, zog ohne citf Wort in saae« bieren, so treten auch die Blonden in den Bannkreis der I ei« Scheckbuch hervor und stellte eitlen Scheck aus den Betraa Städte, wo sie dann verlöschen. Professor Mason berechnet, | "us. -- Dann sich stolz dem Ausgang zuwendend, sagte sie -
Gleichlautende Wörter mit verschiedenartiger Bedeutung.
Gern leih' ich geist'gem Schaffensdrang mein Licht, Doch ungern sieht man meines Wirkens Spuren.
Zn and'rem Sinne kennt ein alt Gedicht
. Als Flüchtling mich ans herbstlich leeren Fluren.
® t e )3 e tt. P,
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung des Rätsels in voriger Nilmmer: Mauerblümchen.


