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triin-be die Magenfrage höchst befriedigend gelost, dann ging es durch den prächtigen Buchenwald nach S ko ds b or g.ivo gerade Pferderennen und Auffahrt des Hofes stattfand. A-cr Abmd sah uns im Tivoli, wohl dem größten Gartenlokal.Europa», wo man bei märchenhafter Beleuchtung rede Art Schaustellung vom arabischen Dorf bis zur moulin rouge innen und außen genießen kann. „«
Ein Teil unserer Gesellschaft blieb in Kopenhag"» zurück«m die Kunstschätze zu studieren Ich habe ckrere in bwfetn bescheidenen Reisebericht nirgends erwähnt, da man iin engen Rahmen nur Namen bringen könnte, die ohne eigene Anschauung Fr den Leser doch nur Schall und Rauch fern wurden.
Die Fahrt von Trelleborg nach Saßnitz wurde wegen hoher See diesmal recht verhängnisvoll für den größten Teil der Reisenden Ich hielt mich so tapfer, daß in Sicht der Insel Nüaen mein irdisches Teil sogar mit Speise und erfreuen Fnnte Tas seelische Gleichgewicht habe ich zum Gluck aus der aanien anstrengenden Reise nicht verloren, und wenn auch die Aclteste der Gesellschaft die Genußfreudigkeit der hungeren In» «it jeder Grenze verstanden und geteilt. Daher kann ich aus vollem Herzen sagen: Wohl dem, der wenigstens alljährlich einmal den Alltagsstaub abschütteln und mit den Erinnerungen eines frohen Sommers die trübm Tage des Winters vergolden kann! — __
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* Der Ball im künstlichen Walde. Aus New York wird berichtet: Mit einer erstaunlichen Opferfreudigkeit kämpfen die Millionäre von Philadelphia um den Ruhm der höchsten Exzentrizität. Vor einigen Tagen opferte schon Mr. Paul 400 COO Mk. für feilten berühmten Schmetterlingsball, bei dem Hunderte von seltenen lebenden Faltern über den tanzenden Paaren freigelassen wurden, und ganz Philadelphia jubelte bei dem Gedanken, den Newhorker Millionären den Rang abgelaufen zu haben. Mr. Pauls Lorbeerkranz ist schon verwelkt. Philipp Randolph hat ihn besiegt und einen neuen Rekord aufgestellt: er hat es fertig gebracht, für ein Ballfest 860000 Mk. aus- zugeben. Es war das Debüt seiner Tochter Dorothy in der Gesellschaft von Philadelphia, und das denkwürdige Ereignis sollte von vornherein den Stempel des Außerordentlichen tragen. Als die Gäste die prachtvolle Villa Randolphs betraten, blieben sie verblüfft stehen. Das ganze Haus war in einen Wald verwandelt, mächtige Baumstämme ragten empor, mit dichtem Laub bekleidet, schmale Fußpfade führten durch das Dickicht, Bäche rieselten dahin, iiber die schmale Stege führten. Kleine Seen wechselten mit Wasserfällen und lieblichen Landschaften. Der große Tanzsaal dagegen war von Bäumen umrahmt, die durch geschickte Ausnutzungen von Spiegelwirkungetl einen unabsehbar tiefen Forst vortäuschten. In den übrigen Räumen raschelte natürliches Laub unter den Füßen der Gäste, Gräser bogen sich, und unter Palmen und Büschen blühten im frischen Erdreich allerlei köstliche Bliimen. Zwischen den Aesten des Waldes flatterten Hunderte von Kanarienvögeln, Nachtigallen und Drosseln, und ihr Gezwitscher mischte sich in die Klänge des verborgenen Orchesters. In den Bächen und Seen aber tummelten sich Scharen von lench- tenden Goldfischen. Auf den Stegen, an den Ufern, drängten sich die eleganten Damen, Netze und Angelgerät lagen sorglich bereit und fröhliches Jagdvergnügen verkürzte den Schönen die Tanzpausen. Den gefangenen Vögelchen gab man die Freiheit wieder, um sie dann wieder anmutig mit dem Netz zu Haschen. Und die geangelten Goldfische mußten den kleinen Scherz mit den Angelhaken nicht gleich mit ihrem Leben bezahlen. Man warf,sie wieder in die Fluten und freute sich an dem reizenden Spiel, wie die zappelnden kleinen Wasserbewohner dann pfeilschnell durch den See schossen, hin und her, und den schlimmen Schreck mit dem Angelhaken nicht vergessen zu können schienen.
* Die schnellsten Hunde. In England, dem klassischen Land des Sports, feiern jetzt die Windhunde ihre großen Triumphe. Alljährlich mit dem 1. September beginnt die Zeit der Hunderennen, und erst mit dem März endet die Saison. Mit dem Waterloo-Cup, dem „Derby der Windhunde", erreicht die Kampagne ihren Höhepunkt; in den ersten Märztagen wird der Kampf um diesen Preis ausgetragen, und dem siegenden Hunde winkt eine Prämie von 10000 Mk. Der zweite erhält 4000 Mk. und auch für die übrigen sind noch eine Reihe von ansehnlichen Preisen
Goldene Wor-Le.
Nur Unerreichtes ist uns Wertes, Und nur Gejucktes, Ungeklärtes Vergnüglich, reizend^ wundermm.
D.äs Volk ist siech und rasch verachtet, Das nicht nach Unerreichtem trachtet Und ihm vor Golt sich iestlich weiht.
Nock tavire Mütter sind die deutschen Frauen, Noch herzenskeusch, noch schlickt und tugendsai , Doch schon beginnt, aus Schuldbewußtieni zahl , Ter Manneszörn bedenklich zu verfhntetL^^ ^rdE
Rätsel.
Aus mir entsteig! des Lebens Quelle, Wenn Morgens früh der Tag erwacht, Die Schatteii weichen meiner Helle, Und rings erstrahlt der Erde Pracht. Ein Zeichen vor mich und ich richte Manch Hausgeräte übel zu, Das ich entstelle iwd vernichte, Läßt ungebraucht man mich in Ruh! Davor ein Zeichen und ich bringe Dem Herzen Glück in tieisler Not, Und neuer Hoffurmg leichte Schwinge Verkündet ihm ein Morgenrot.
A. A tu in a n n. Auflösung in nächster Nummer.
ausgesetzt, die insgesamt eine Summe von 32 000 Mk. repräsentieren. Die Zahl derer, die sich den Luxus eines Hundestalles leisten, ist in England sehr groß, obwohl damit bedeutende Kosten verknüpft sind. Denn ein Stall von 100—150 Hunden, von denen gewöhnlich nur 20—30 alljährlich für bie Rennen konkurrieren, erfordert einen Kostenaufwand von 30—80 000 Mk., ungerechnet die Trans- vortkosten und andere mannigfache Nebenausgaben. Die Schnelligkeit der englischen Windhunde grenzt ans Fabelhafte. Ein guter Hund muß in einer Sekunde 18—20 Meter zurücklegen, also nahezu 70 Kilometer in der Stunde; ein Rennpferd erreicht durchschnittlich nur 16 Meter in der Sekunde und 60 Kilometer in der Stunde. Der berühmte „Monarch" hat in der Jagd auf einen Hasen sogar nicht weniger als 11 Kilometer in 9 Minuieu ..0 Sek. zurückgelegt. Die Zeitschrift „Je sais tont" erzählt von einem greyhound, der seinen Herrn zur Bahn begwuete. Der Herr vergaß ihn nach Hause zu schicken, und der Hund lief hinter dem Eisenbahnzng her und holte ihn auf der nächsten Station ein. Die Bahnbeamten hielten ihn auf, allein es gelang dem treuen Tiere, sich wieder freizumachen, und hinter dem davonbrausenden Zuge setzte er feine Jagd fort. Sein Herr stieg in der nächsten Station aus, und wenige Minuten später traf sein Hund keuchend am Bahnhof ein.
Literarisches. , ...
Mexiko Tas Land der blühenden.Agave ernst und letzt. «•» ä 'S wtoSeS. *
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Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer:
Wo man raucht, da magst du ruhig harren. Böse Menschen habe» nie Zigarren.
Redaktion: P. Wittko. - Rotationsdruck und Verlag der B r ü h l 'scheu Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießer».


