Ausgabe 
12.12.1907
 
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Wirkung des Schmuckstückes außerordentlich verstärken. Hoffentlich founnt ein ganz § modernes" Brautpaar nicht ans die Idee, sich-die Verlobnngsringe durch die Rase zu ziehen.

Weihttüchtsgcschcttke. Handarbeiten. .

Ein- sehr feine Kinder w ag eu decke läizt nch aus breiten, weihseidenen Borten und Gabetbörtchenzwifchensatzen her--, stelle». Das' Modelt ist 70 Ztm. lang und 50 Ztm. breit. Ä» den beiden Schmalseiten ist die Mute spch zugehend, -vie zierliche Decke wird mit mattblauer Seide überfuttere, nachdem sie eine ganz dünne Watteneiutage erhielt, und wird unr eurem passenden, vierfingerbreiten Atlasbande recht ^sorgfältig emgc--. saht. Sehr gut macht cs sich, wenn die weihieldenrit Borten hie und da einige Stiche aus Goldfaden aufweiwn. Zur .in- fertianng der Gabelbörtchen nimmt ment euren seidenartig glan­zenden Faden u. macht sie etwa 4 cm breit. Darm bchälett nran reden der Streifen mit Luftmaschen, indem die Schlingen verdreht zu bveieit thioiitt ivci'bcit nitb fyäfclt dtif ft2 liocty eine Stcifjc ,1 1 ' hoh. Stbch. Diese Streifen iucrbeit auf bie fetbeiteu Mit Vorderstichen genäht. , Ada -Berger.

Für fleißige Kikrderhäp.de.

Ein nützliches G e scheu k si nd Eicrd eckch cn zum Wannhaiteil der Eier. Auf einem 28 Ztm. im Quadrat großen weihen Flanellstück wird in die Mitte in Kreuz-Platt- oder stllstrch , Frische Eier",Guten Appetit" oder em Huhn gestickt. , Em ebenso großes Stück Flanell dient als Futter, welches man Mittels überwendlichen kleinen Stichen, nachdem man beide Teile schmal umgelegt hat, zusammennäht. Ein schmales gehäkeltes Schtzcheu oder eilte der Stickerei gleichfarbige Schnur bildet den Schluß.

Staubtuchbehälter. Hierzu kamt mau verschtc- denes Material verwenden, so z. B. bezieht man auf bei­den Seiten ein 30 bis 40 Zentimeter int Quadrat großes Stück recht biegsame Vappe mit einem Nestchen Plüsch, Samt, Setdeu- stoff, Tuch oder bergt, näht alsdann zwei benachbarte Seiten des Vierecks fest übereinander, so das; eine Tüte entsteht, die das Staubtuch aufnehmen soll. Die obere Spitze der Tüte biegt man entweder um und sticktStaubtuch" darauf oder mau schneidet sie herzförmig aus und bildet dieselbe sodann das hintere Teil des Behälters, während die Nahtstelle vorn ungefähr 5 Ztm. tief ausgerundet wird, damit das Ganze eine gefälligere Form annimmt. Der Behälter wird nun mit einer Band- riische, kleinen Ponpons re. garniert; als Anhänger bient eine hübsche Schleife. Um dies praktische Geschenk zu vervollständigen, strickt man dazu einige Staubtücher, welche bett gewebten durch­aus vorzuziehen sind. Ein Anschlag von 100 bis 125 Maschen gibt ein hübsches Tuch. Starke Stahlstricknadeln und ungebleichte Estremadura-Baumwolle sowie rote waschechte Baumwolle zum Unihäkelu der Tücher ist dazu erforderlich. Sehr gut siebt ein versetztes, rechts und links gestricktes Muster aus: E. P.

WclhrrachtS-äckersisrr.

Schokoladen-Gebackenes. 60 Gr. Kakgouiasse, Hz Pfund Mandeln, Vs Pfund Zucker, 10 Gramm Nelken, 15 Gramm Zimt, 34 Eiweiß. Tiefes wird altes untereinander gemengt, ausgewellt, ausgestochen, mit Eigelb bestrichen und lang- fatit gebacken. i -

Gute Makro'nen. 5 Eiweiß zu Schnee geschlagen, dazu 1 Pfund fein gesiebten Zuckers und Vanille, zusammen 3/i Stunden gerührt,, bann .1 Pfund geschälter und geriebener Mandeln zugefügt. Auf einem mit Oblaten belegten Blech in runder obrer länglicher Form langsam hellgelb gebacken.

WeihuachisliLeraiur.

Die von der Unimr, deutschen Berlagsanstalt in Stuttgart, heransgegebeneU n i v e r s a l b i b l i o t h e k f ü r d i e I u g e n d", bereit Ausstattung solid, deren Inhalt vielseitig bei vorzüglicher Auswahl ist, schickt uns drei Probebändchen:Kinder- und Hans m ä r ch e n der Gebrüder G t i m in", die ErzählungenDer . Bernsteintaucher und bet Mildfischer" von B. Schultz, undBerg­kristall" undKatzensilber" von Adalbert -Stifte r. Diese Auswahl reiht sich würdig den bisherigen Veröffentlichungen an. Was die europäische und besonders bie deutsche Literatur an Erzählungen, Märchen, Sagen, geographischen Bildern usw. . bietet, wird hier in guter Auswahl wiedergegeben. Ein bcson- ' derer Vorzug der Bibliothek ist der niedrige Preis der hübsch "ausgestatteteu und illustrierten Bändchen.

I in Märchenland e. Eine Sammlung von 25 netten Märchen, der Jugend erzählt von Emilie Franck von Michers. Ca. 260 Seiten 80 mit 50 Textbildern und 6 ganz­seitigen Vollbildern, davon 3 in Vierfarbendruck von Helene Greinert. Soviel es auch Märchen gibt, diese 25 Märchen werden der Jugend Freude bereiten. Sie führen in das Reich der Zwerge und Elfen, in Feenpaläste, in Königsschlösser und in die Hütten der Armen, geleiten sie auf die blühende Heide,

in bie dunklen Forsten des Schwarzwaldes, in bie sonnigen Täler der grünen Steiermark, alles belebend mit den Gestalten der Märchenwelt und in den Kindern die Liebe zur Natur und ihren Geschöpfen erweckend. Durch Abbildungen werden die Personen der einzelnen Märchen den jungen Lesern greifbar nahe gerückt. Diese neuen Märchen können Eltern empfohlen werden.

Hermann Kienzl, Die Bühne ein Echo der Zeit (19051907.) Concordia Deutsche Verlags-Anstalt, Her­mann Ehbock in Berlin W. 30. Preis geh. Mk. 6.50. Her­mann Kienzl hat sich bereits vor zwei Jahren durch (eine nm- sangreiche Schrift überDramen der Gegenwart" wie neuer-- dings als Mitherausgeber desBlanbuchs" bekannt gemacht. Sein neues Merk wird voraussichtlich die Geltung Kienzls in noch weitere Kreise tragen. Das Buch ist recht brauchbar iiir Künstler und Regisseure und anregend für Kunstfreunde. Eni gründliches Missen reift sich mit.Die Bühne cm Echo oer Beit" behandelt u. a.: Persönlichkeit und Verwandlung des Schau­spielers, die Schatten der Kritik, das Provinztheater, bie Berliner Bühnen, Shakespeare-Aufführungen, Ibsen-Aufführungen, Haupt- ntannSFriedensfest",Und Pippa tanzt" undDie Jungfern voin Bischofsberg", SudermannsStein unter Steinen" undDos Blumenboot", Frank WedekindsFrühlings Erwachen", Stücke von Oskar Wilde, WildenbruchsRavensteinerin", Beerbohm Aree, die Düse als Rebekka West und Hedda Gabler.

E i ?t e Fa n st n a t u r. R o in au v o n I o s e f Ko h l c r. Concordia. Deutsche Verlagsanstalt, Hermann Ehbock in Berlin W. 30. Der bekannte Berliner Professor der Rechte gibt hier ein Stück Lebens- und Herzensgeschichte einer Faustnatur, beit Roman eines dichterischen Philosophen, eines Maimes, der die Liebe und den Minnedieust zur höchsten und größten Phi­losophie erhebt, dabei voll Lebensmut und mit Mächtigem Streben nach der Welt und nach Durchbrechung aller Schranken erfüllt ist. Tiefe Lebensweisheit und ein reicher Erfahrungsschatz haben diesen Philosoph. Roman schreiben helfen, der uns bie neue Reli­gion, die Erziehungdur ch K n n st u n d Schönheit predigt, den Lebensgenuß nur als berechtigt anerkennt, wenn er mit der Tenkkraft sich paart.

Aus deutschen Dichtern", eine Anthologie, betitelt sich ein schmuck ausgestattetes Bändchen, das soeben im,Verlage von L. Staackmanu, Leipzig, erschieneik ist. Otto Ernst, Peter Rosegger, Map Geißler, Friedrich S p i e l h a g e n , ferner Rudolf Greinz, De Nora, Carl Conte. Seapinelli ?c. sind hier mit selbstäudigeii zum Teil nnveröffentlichten Novellen, Skizzen und Gedichten vertreten. (30 Pfg.)

Jin Bnchverlag fürs Deutsche Haus (Wilhelm Magner) m Berlii! S. W., Anhaltstraße 14, sind von den wunderhübsch ausgestatteten geradezu lächerlich billigen (75 Pf. pr. geb. Baud, der ca. '300 S. stark ist)Bücher n des Deu tsch cn 5) anie§' soeben noch erschienen:Zschvkkes Novellen" undMax K r e tz eI, D i e S p h i ii x i n T r a n e r". Weitere Bände werden vorbereitet. m,

M e i st er er h l u u g en fremder Dichter: Norducye Dichter. Für die Jugend ausgewählt von Johannes Henning>e>n Gebunden Mk. 2.50. (Verlag von Otto Spanier in Leipzig.) Es ist ein glücklicher Gedanke, die deutsche Jugend mit den modernen Meisterwerken der Erzählungstnnst der fremden Kul- turitatiüiien bekannt zn machen. Jede der in ,bem Bucge vereinigten Erzählungen ist ein kleines Kunstwerk, geeignet, bie Phantasie zu befruchten, Herz und Gemüt zu veredeln, Lebensfreude zn wecken und für Großes und Schönes zu be­geistern. Ter Band enthält acht, mit Takt ausgewählte Er­zählungen hervorragender norbischcr Dichter. Bei^ aller Ab­wechslung deS Inhalts zieht sich wie ein roter Faden durch alle Geschichten hindurch das Streben nach sittlicher Bervoll- kommuimg der Persönlichkeit/ . .

Logogrrph.

Miti" wird es aus trübem Saft Ein klar und rein Getränk bereiten, Mito" ein RechtSbrauch, grauenhaft, Gottlob, aus längst uergnngncn Zeiten.

Mitn" sieht man eS zart und bunt Um buftge Blumen tändelnd fliegen. Wer kommt der Sache auf den Grund'? Nicht schwierig ist's herauszukriegen! Auflösung in nächster Nummer.

Auslösmig des Ergänzungsrätsels in voriger Nununcr t Nur vorwärts frisch und frei den Blick, Darfst ihn nicht trübe senken, Dir ward beschieden dein Geschick, Doch selber kannst du's lenken. Hafenelever.

Die Einsendung hübscher Rätsel, von treuen Lesern unserer Familienblätter" verfaßt, an die Redaktion derFamilien- blätter" ist selfr erwünscht.

Redaktion: P. Wittko. Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.