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Melodramen 2.
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Wnerst mit 3.
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Grunde Schatten
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£) wunderbares tiefe» Schweigen Hörst du nicht die Bäume rauschen Tein Bildnis wunderfelig Tie Abeudglocken klangen Es weist und rät es doch keiner Ich kann wohl manchmal singen Durch Feld und Buchenhallen Ueberm Garten durch die Lüste Komm Trost der Welt
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ßchor 278, Frauen-Chor Gedichte
Es war als hätte der Himmel
Von bekannten Liederkomponisten wären dann noch zu nennen:
Statistisches vsn Kichendorff.
Von Ernst Challier fen. in Giesten.
Am 26. November d. Js. waren 50 Jahre verstossen, seit Eichendorss seinen liederreichen Mund sür immer schloß. Nicht nur literarische Kreise, sondern auch musikalische gedachten und gedenken dieser Zeit durch Erinnerungsseiern, hat doch Eichendorss Lurch seine Dichtungen eine Reihe der schönsten und dankbarsten Texte für lyrische und dramatische Vertonungen geschaffen. Die literarische Seite lasse ich ganz unberührt, und auch die musikalische will ich nur in besonderer Beziehung berühren; nicht etwa den Wert oder den Unwert der Kompositionen kritisch beleuchten, sondern lediglich deren Zahl seststellen und eine Anzahl hervorragender Komponisten der Eichendorsfschen Muse namhaft machen.
Eichendorfs steht, wie ich in meinem Artikel „Die Lieblings- Lichter der deutschen Komponisten" ausstihrte, an 7. Stelle, «r wird übertroffen durch Heine, Geibel, Goethe, Hofsmann von Fallersleben, Uhland und Lenau. Die Gesamtzahl der komponierten Gedichte ist 139, die 1820 mal vertont wurden. Einstimmig 1196, Zweistimmig 62, Gemischter Chor 210, Männer-
tzranz Abt mit 5 Gedichten, Johs. Brahms mit 6, Robert Franz mit 13, Ferd. Gumbert mit 4, F. Hiller mit 6, Ad. Jensen mit 4, H. Marschner mit 3, F. Mendelssohn mit 16, A. Rubin- teitt mit 2, Rob. Schumann mit 21, Ferd. Silcher mit 5, uehsen mit 8, H. Truhn mit 13, Hugo Wolf mit 17 und
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In einem kühlen
Dort ist so tiefer
Mit Rücksicht auf die morgen, Sonntag, den 8. Dezember, stattfindende G i e st e n e r Eichendorff-Feier in der neuen Universitätsaula sei hier noch folgende steine Zuschrift an uns wiedergegeben:
Der letzte Ritter der Romantik Joseph Freiherr von Eichendorfs wurde geboren 1788 auf dem väterlichen Schlosse Lubowitz in Schlesien und studierte in Breslau, Halle und Heidelberg die Rechte. Gleich Theodor Körner trat er nach Erlast des „Aufrufs zur Bildung freiwilliger Jägerkorps" in diese ein, und machte die Feldzüge von 1813 und 1815 mit. Rach feiner Rückkehr trat er in den preußischen Staatsdienst und lebte als Regierungsrat in Danzig, Königsberg und Berlin, bis er 1844 seine Entlassung nahm, um nach Neisse überzusiedeln, wo er am 26. November 1857 starb.
Eichendorfs war ein Dichter von rührender Herzenseinfalt, »on inniger, aufrichtiger Frömmigkeit. Ueberall erhalten wir bei seinen Dichtungen, die sich durch austerordeutliche Ruhe, Klarheit und Einfachheit auszeichnen, den Eindruck, das; in ihnen eine durch und durch harmonische, von wohltuendem Gottes- fcieben beseelte Persönlichkeit zu uns spricht. „Ein stiller Frieden kommt über uns, wenn mir auch die bewegtesten Wanderlieder Eichendorffs lesen; überall hören wir Waldesrauschen, Glockenstänge, plätschernde Brunnen, und zuweilen beleuchtet das helle Mondlicht magisch auch Szenen aus dem Geisterreich. Der
uralten, treuen Menschenfreundin Natur hat kein Dichter f» herzinniges Lob gesungen wie Eichendorfs." Darum sind seine Dichtungen dem deutschen Volke, dessen Gemüt ja auch heute noch etwas zur Romantik neigt, und dessen Herz zum Glück noch mit tausend Fäden an der Natur hängt, so lieb und vertraut geworden. Wer hätte nicht schon als kleiner ilnirps mit kindlicher Begeisterung „aus voller Kehl' und frischer Brust" mit eingestimmt, wenn der Lehrer begann, die Weise zu spielest vom „frohen Wandersmann" (Wem Gott will rechte Gunst erweisen)? Wer hätte nicht schon mit Entzücken gelauscht, wenst ein kräftiger Mannerchor brausten unter den Kronen mächtiger Eichen und Buchen „Der Jäger Abschied" anstimmte (Wer hat dich, du schöner Wald, aufgebaut so hoch da droben)? Und toem von euch Alten zittert es nicht voll Wehmut und Sehnsucht nach Waldesgrün und heiligem Naturfrieden durch die Seelen wenn ihm von jugendlichen Stimmen die längst verklungene^ aber niemals vergessene Weise entgegenttingt, die einst auch ihr so gern gesungen: O Täler weit, o Höhen? Und ist Eichen-- dorffs Lied vom „zerbrochenen Ringlein" (In einem kühlest Grunde) nicht längst geradezu zum Volkslied geworden,, ohne dessen Gesang man sich kaum ein geselliges Zusammensein ist trautem Kreise denken kann? Und wie viele Lieder Eichendorffs könnte man noch anführen, die jedem Deutschen von Jugend auj vertraut und geläufig find. V. M.,
* Folgende „913 obre Geschichte n“ werden in der ^Jugend" erzählt: Ein Pastor veriuchte in seinem Studierzimmer einen mit feiner Frau entzweiten Ehemann verföhnlich zu stimmen. Allein vergeben?. Die Frau ist eben zu böse. Tie Zeit vergeht mit Zureden. Ta steckt ein Kind des Pastors den Kopf durch tue Tür: „Vater, daS Essen ist fertig". Ter Vater nickt und redet weiter. Nach zehn 9)1 muten ein anderes Kind. „Vater, wir warten alle." Nach zehn Minuten noch dringender. Tann erscheint die Frau Pastor selber, fährt zornig ihren Mann au: „Wenn du jetzt nickst gleich zum Essen kommst, werf ich den Braten zum Fenster heraus." Das Krache» der zugeichlageuen Tür bekräftigt das Diktum. Darauf der unversöhnliche Ehemann triumphierend; „Seihu steh») Sc, Herr Pastor, grade so» Drache is de mine ookl" — Zu dem uielbcfcbäitigten Arzt eine? hessischen LandstädtchenS kommt ein Bauer in die Sprechstunde. Ter Arzt hat kurz vorher drei Patienten untersucht. „Rasch, ziehen Sie sich ans!" herrscht er das Bäuerlein an Mit verdutztem Gesicht beginnt dieses ein Kleidungsstück nach dem anderen abzulegen, bis nur noch das Hemd seine AtamieSschönheit verhüllt. „Wo fehlt's?!" fährt ihn der Doktor wieder an. „Jo, Herr Doktor", meint der Patient grinsend, „eich hun gebeert, Sät wollte Ihne Ihr Holz klaa mache losfe und oo wollt eich emol frage, ob eich dest uet nvwernemme könnt . . .!"
Ans Hänschens Aufsatzheft. Wie der kleine HanÄ übers „Eisen" denkt, ist aus den folgenden Zeilen seines Tiltats zu ersehen: Das Eisen. Das Eisen wächst in Gestalt von Eisenerz ist der Erde und wird durch den Bergmann ans Licht der Welt gebracht. Nachher wird es ausgewcht und gegossen, manchmal auch geschmie^ bet. Will man Eisen schmieben, so muß man das so lange tun,, so lange es warm ist. Doktor Eisenbart machte Medizin daraus^ indem er Eisenpillen drehte, die meine Schwester, welche an Kreuzschmerzen krank ist, einnimmt. So entsteht das eiserne Kreuz, von dem auch mein Onkel eins hat. Papa sagte, das. ist sein ganzer eiserner Bestand. Eisen wächst aber auch in verg schiedenen Blumen, z. B. Eisenhut; dann aber ist es giftig. Eiserne Felle werden Felleisen genannt. Aus Eisen werdest Stahl, Glocken, Ketten. Geräte, Gewichte und Maschinen gefertigt.; Weil es so kalt wie Eis ist, heißt es so." Bei diesem prompten Aussatz des kleinen Haus zeigt sich eine Begriffsverwirrung, bis selbst bei Kindern selten sein bürste.
* Gemütlich. Bahnhofvorstand (in der Bahnhoswirtfchaftz über die schon wiederholt Beschwerden eingelaufen): „Na, bä sehen Sie nur einmal her — in meiner Suppe ist ja ein meterlanges Saar!" — Wirt: „Ich bin froh, Herr Inspektor, baß das bei Ihnen passiert ist. Wenn's einer von den Reisende n gefunden hält', bas Hütt' wieder eine schöne Schweinerei gebest können!"
Für unsere Kinder.
Ein Aquarium bildet für die Jugend angenehmes Zeitvertreib und ist immer ein Objekt für lehrreiche Naturbeobachtung. Wie sich unsere Buben um wenig Geld ein für die Beobachtung der Wassertiere geeignetes Aquarium selbst Herstellen können, zeigt das 22. Heft der Sammlung „Spiel und Arbeit" (Verlag von Otto Maier, Ravensburg). Grvßers Aquarien, auch Kastenaquarien, können sie sich darnach selbst Herstellen, letztere nach Modellbogen und einer Anleitung. Diese Anleitung- zeigt auch, welche Wassertiers man aufuehrnen soll, wie man sie pflegen muß und gibt zugleich Anleitung zur Beobachtung. Der Preis des illuq ftrierten Heftes nebst Modellbogen beträgt Mk. 2,—.


