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Redaktion: ErnstHeN — Rotationsdruck und Verlas der BrüLl'lcken Unwersttäts-Buck- und Stelndruckerei. R, Lange, ^LteßM.
ist! die Scheidung gegenüber dem Rheinfranken, der ja mit dm Cbatten stammverwandt, ein direkter Nachkomme chattijchcr Aus» Wanderer ist. Doch ist nach dem Major v. Pfister, dem geniesten Kemier der chattifckien Dialekte, aum hwrnoch eine sichere una möglich: der Chatte sagt Wach, Lach, Hob, aber: das, was, es derRheinsranke Waif/LeifHof, bat, watet "F-emdarttg dem Dialekt nach stehen die Rhcmgauer. Poster halt sie sur Alemannen, welche hinter dem Gebück dem Andrang der Chatten $rÖ* äfX i?ungS-Reklame ist zu einem ivichtigen Faktor unseres gesamten Wirtschaftslebens geworden. Vielen Tagenden in Handel und Industrie ist sie das Mittel zur Forderung chr^r Zwecke. In weiten Kreisen sieht man deshalb dem mn diej Jahreswende erscheinenden ZeitungRatalog der Annoncen-Expedttlon mu dolf Moise stets mit besonderem Interesse entgegen Ls,ist das unentbehrliche Handbuch des Inserenten. In übersichtlicher Amnch- nung enthält er alle auf den Annoncenteil der Zeitungen, Zeitschriften und Fachblättcr bezüglichen, Angaben, und gibt elbst dem Laien die Möglichkeit, die Jnscrtwnskosten einer bestimmten Anzeige für eine beliebige Zeitung aufs genauere zu berechnen oder eine ihm zugehende Rechnung nachzuprufen. Die^> wiro ermöglicht durch Ru do l f M o ss e's N orm a l z e ilenm e ss er, welcher der soeben erschienenen 39. Auflage 2ettungs-Kata- logs in einer gänzlich neuen, gesetzlich geschützten Form bei gegeben ist. Die weitere Ausgestaltung des Katalogs zur Schreibmappe mit Notizkalender dürfte jedem Empfänger^willkommen sem ebenso die Beigabe eines Sonderheftes nut Dpezialkarten der! einzelnen Landesteile Deutschlands nebst Karten von Oesterreich- Ungarn und der Schlveiz. Wird durch den Inhalt des Zcttungs- kataloges die führende Stellung der Firma Rudolf Mosse aus dem Gebiete des Amivncenwesciis dokumentiert, so gibt Druck unv geschmackvolle Ausstattung des.Katalogs ein Bild.von der Leistungsfähigkeit der Buchdrucker« dieser ^Firma. Dle Vertretung MosseS in Gießen hat die Brühlsche Uiuvcriitäts-Druckerei.
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»S S*ä Ä LH-" --d».»- üch». lich niemals etwas ton dem heiligen Gral gehört.
— Geschichte des dentschenZeitungschesens bmr den ersten Anfängen biS zur Wiederaufrichtung des Deutschen
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Zeitungswesen seit 1814. Gr. Oktov. Brosch. 7.50 Mk. — Eme Geschichte des deutschen Zeitungswesens gab es bisher noch nicht. Wiederholt ist es unternommen worden, eme solche zu schreiben, aber immer wieder ist die Arbeit unvollendet geblieben. So wird denn das Werk des im journalistischen Berufe ergrauten Elberfelder Redakteurs Ludwig Salomon zum erstenmal cm großes vollständiges Bild von der Entstch'.mg und Enttnicclung des deut- scheu Journalismus entwerfen und damit eine langst empfundene Lücke in unserer historischen Literatur ausfullen. Cm ganz neues, bisher nur flüchtig hie und da gestreiftes Gebiet der schichte unserer Bildung wird uns dabei eröffnet, dw öffentliche Meinung sehen wir von ihrem erzten Emporwachsen bis zu ihrem heutigen Einflüsse sich entwickeln, ja daS ganze mühevolle Ringen und Mmpf«. der letzten drei Jahrhunderte zieht m «nem eigentümlich scharfen Spiegel an uns vorüber; denn mit einer Geschichte des deutschen Zeitungswesens bietet sich uns auch zugleich ein Spiegelbild unserer gesamten nationalen,Entwickelung, ^er dritte Band behandelt die Zeit von 1814 bis l»c0. Er bietet zum erstenmal ein breites nnd farbenprächtiges Bild vom deutschen Journalismus dieser bewegten Zeit und eröffnet gleichsam eme neue Provinz unserer vaterländischen Gcscyichte, inbem er äluttnt* beslrebungcn und Kultnrbewegiingen ^ergt, die bisher lmim beachtet wurden. Ans unser nationales Denken und Empfinden fallt d..b.i^oft^ein gai z^ Reuest? auf musikalischem Gebiete an der ftrmb haften will, aber die hohen Kosten für die neuesten Koiw- pojitionen scheut, dem raten wir, auf das bekannte Blatt i e Muiik-Mappe" zu abonnieren. Das neueste, soeben von der Verlagsbuchhandliing W. Vobach u. Co., Berlin-Leipzig-Wieir, herausgegebene Heft 14 enthält diesmal lauter Tanze, von denen
Srö b ‘ neueste Opus von S. Translateur, „Wiegen und wogen", hervorgehoben sei. ^er textliche Teil, mit Slluftrattone« acschmückt bringt eine Biographie des bekannten Karl Löwe. Abwechselnd bringt die „Musik-Mappe" em Heft nut Liedern, Tänzen und Salonstücken.
Rätsel.
Nachdruck verboten.
Ein Fisch bin ich, mein Fleisch ist sehr beliebt; Du findest schwerlich mich in trüben Teichen. Schreibst du vor meinen Namen noch em Zeichen, Werd' eine Pflanze ich, die großen Nutzen giebt. m.
Auflösung in nächster Nummer.
Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer: Ein rechter Baum, der gute Fruchte trägt, Der wünscht nicht seine Blüten sich zurucke;
Und wem ein männlich Herz im Bchen chlagt,
Seuizt nicht mit Wehmut nach der Kindheit Glücke. Rückert.
Für diö Jugend.
nu hie Wochenschrift für Knaben und Mädchen MuttcNa nÄ'^Ju g en d (He rau s geb er Gedrg Gellert, ®er(mr^ niTrShntfi in ihrer Nummer 5 des 2. Jahrgangs ausgesckMebeu. «ntpkg« hxaegnen wir unter den ständigen Mitarbeitern Namen
Klange, wie: Victor Blüthg en, Ludwig ^cltt Dabn den Naturforschern W. Bölsche, Dr.
L c?e ck' Rm Mrektor des Berliner Zoologischen Gartens, dem Mrc'Admttal v Werner, dem ehemaligen Gouverneur von Ostafrika C v. Liebert usw. Da sind die. Erzählungen: „Em Gottcsaericht" „PlowPlon" und „Treu m Gefahr .. Letztere schstd-rt d'e Erlebnisse eines deutschen Bauernburfchen IM letzten
Jndi merktteae. „Die Entwicklung des Fernsprechwesens" von^ den vrenfängen bis zur Gegenwart, mit Bildeswmua; »DaS Erdbeben in Süd-Italien" wird ebenso wie Eme Refletoch dem föfibhnf" mit Bildern veranschaulicht. »Die Xevenswem ocr Suttfi'i" interessiert ebenso wie die durch Illustrationen ver- anichaulichie Vorführung „Physikalischer und chemischer Experv mente"' Die Neuerung Rr „Rechtskunde für die Jugend" nnd die Rubrik „GesundheitNehre" finden Anklang ^enwerftmeu ilm i,-c ftilderaekchmückten „Technischen Aufsätze , , oie u^ug^- ichaffenen Abteilungen „Bildende Kunst" und die ,,Musik-Beilagen W® Ä sich . die »N-»e--n Nachrrchttn" an, dw innerer Juaend die wichtigsten Begebenhecken aus aller -petr mitt"ilen cs folgen „Handarbeiten", Gedichte, Goldene Worte, botanische Aussätze, die Lustige Ecke mit »Uber n. Rätsel Spwtt, Fragen, Neue Bücher und Vrieflasteii. — „DeutlCplands ^ugeuoc ist die billigste (wöchentlich 10 $fs.) tliuflrtcrtc ^ugcnd-uvvchen- schrift. (Verlag C. Regenhardt, Berlin W. 35.)
* Eine Feindin des Küssens. Amelia Stone, eme - junge amerikanische Primadonna will der Buhne eme Zett lang den Rücken kehren, um gegen das Küssen aus der Buhne zu pro- testieren Die Sängerin erhielt ton ihrem Direktor den <u.y trag, sich in einem Duett mit einem männlichen Kollegen m einem Stücke möglichst viel „Bühnenküsse" geben öu lassm, um den Effekt des Duetts zu verstärken. Der männliche Kollege soll es an Bühn enküssen nicht haben fehlen lasten und die Schauspielerin während der verschrienen Aufmhrungen des Stückes innerhalb neun Wochen nicht weniger, als 10 800 Aal geküßt haben. Die Sängerin erklärte, sie habe infolge des vielen Küssens eine schmerzhafte Wunde auf der Lippe davongettagen, und dann ging sie in den „Streik".
** Woran- erkennt man den Chatt en? Dae Chatten, oder wie man sie heute nennt, die Hessen, find bekanntlich em Stamm, der niemals seine Urfifee verlassen hat, wenn er auch zu allen Zeiten zahlreiche Auswanderer aussanote. Immer hatten haben sie in dem Raum gesessen, den heute die beiden Hessen und der Regierungsbezirk Wiesbaden einnehmen. Nur Rhemhessen und der südlichste Teil von der Provinz Starkenburg , smd nicht chattisch, Odenwald und Mainebene aber wahrscheinlich erst nach der Niederlage der Alemannen bei Zülpicy frankischi-chattisch geworden. Tie Chatten grenzen im Norden und Nordwesten an die Sachsen, im Osten ani die Thüringer nnd tut Manual an vie. Nachkommen der Hermundiiren, im Süden an die suebischen Pfälzer, im Westen an die Rheinfranken. Bon den Sachsen trennt sie sofort das Plattdeutsch dieses Stammes. Von den Thüringern nnd Hermunduren unterscheidet sich der Chatte dadurch, datz er Pcrd, Plug, Kop, Shtrump fagt, der Thüringer Ferd, tylug, Kopf, Shtrumpf; der Henumdure Pferd, Pflug, Kops, ^L-Htrumpf. Der Pfälzer fagt Pälzer, Plug, usw. wie der Chatte, aber wo dieser st spricht, hat er sht (Lusht, Lasht, Shweflster, Weshte). schwerer


