Ausgabe 
10.1.1906
 
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Sic sind kindlich, Besorgnis wegen eien mit Erlaubnis

*) Rcichillustrierte Monatsschrift zur Pflege derKunst im Leben des Kindes". Verlag Alexander Koch-Darmstadt. Jährlich 12Hefte 14 Mk., Einzelpreis jeden Heftes mit ca. 50 großen Illustrationen 1.25 Mr. Gleichzeitig erschien der 1. Jahrgang vonKind und Kunst" m Band­ausgabe mit über 600 Illustrationen, Aufsätzen, Berichten, Erzählungen, Märchen, Gedichten, Liedern, Reigen und Spielen itfto , elegant gebunden 14 Mk. Prospekte gratis.

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NehtS du da so still und rührst dich nicht vom Fleck?"Ja ich muß vie Vögel vertreiben, daß sic nicht naschen!"Möchtest du nicht selber mal tüchtig Kirschen essen?"O ja, das möchte ich wohl gerne, aber ich bin ja nicht lebendig!"Ei, dann zaubere ich dich mal lebendig! Aber dann mußt du auch aus den Baum klettern und für uns beide Kirschen pflücken!"

Wuvps, war er lebendig und kletterte schnell auf den Baum herauf und pflückte viele Kirschen.

Nun sinds genug", rief da daS Zaubermadchen,komm herunter, wir wollen essen!" . ,

Aber jetzt kam der Bauer gelaufen und schrie:Mas ist in meinem Garten los?" und wollte sic tüchtig durchprügeln. Aber da verwandelte ihn die kleine Zauberin in eine Vogelscheuche, und da mußte der Bauer selber als Vogelscheuche im Garten stehen und dic Vögel vertreiben, und der schöne Garten und das Haus gehörten nun der Zauberin und der Vogelscheuche.

Redaktion: Ernst Lest. Rotationsdruck und Verlar der Brübl'jchen Untverütäts-Buck- unL S5,lnb uckeret. R. L

ungesunder Frühreife ist hier kaum am Platze. ;

des Verlages hier eine Probe ab.

Die Geschichte von der Vogelscheuche."

Von Herrn. Balder (ö1^ jährig. Söhnchen von Adelheid Wette, geb. Huniperdmk).

Auf dem Felde stand eine Vogelscheuche, die sollte die Spatzen ans dem Kirschbaum vertreiben. Da kam eine Zauberin, dic sagte:Warum

Kleine prakt sche Hlaischläge.

Winke für die Aufbewahrung des Rades im Winter. Ein Rad das während des Winters nicht benutzt wird, muß vor allen Dingen mit ganz besonderer Sorgfalt gereinigt und durch zweckmäßige Mittel vor Rost geschützt werden. Es genügt da durchaus nicht, wie viele Damen glauben wenn man die vernickelten Eisenteile des Fahrrades nachsicht, blank- putzt und mit Vaseline eiusetlet, sondcrmdiese Sorgfalt muß vor allen Dmgcn bei den inneren Teilen, dem Kugellager, der Kette, den Vmtileu usw. anqcwcndet werden. Die praktische WochenschriftFürs Haus" der wir die nachstehenden Aussührnugen entnehmen, rät deshalb, anstatt das Rad, wie üblich, erst im Frühjahr von fachmännischer Hand gründlich renugcn ,u lassen dies vor Beginn des Winters vornehmen zu laßen. Um allen Schmutz 'und verharztes Ocl zu entfernen, benutzt man Petroleum oder Beuftn, spritzt damit die Kugellager und alle Oclstellen so gründlich ans, daß die Flüssigkeit wieder herausläust. Daun erst öle man alles reichlich. Hierauf werden die Korken der Handgriffe mit Benzin gesäubert und Mit leinenen Schutzklappen versehen, die Rickelteile sorgfältig blankgeputzt und mit Vaseline oder noch besser der bekannten Rostschutzpomade eingerieben. Die Pneumatiks müssen sauber gereinigt und gut abgettoauet werden, «ehr gut ist es, wenn mauste mit Leinwandstreifen umwickelt, das schützt sie vor dem Austrocken und Brüchigwerden. Von Zeit zu Zeit wickle nian die Hülle einmal ab und überzeuge sich von der Beschaffenheit des Mantels Fühlt er sich sehr rauh und trocken an, so überstreiche man ihn nut einem feuchten, nicht sehr nassen, in lauwarmes Wasser getauchten Schwämmchen Hute sich aber davor, daß Wasser zwischen die Felgen läuft Der Luftschlauch darf nicht stark ausgepunipt werden, ehe das Rad weggestellt wiro. Manche Fachleute empfehlen, dic Luft vor der Aufbewahrung ganz herau^ulassen. Wenn man nun das also vorgerichtcte Rad au einen trocknen ^.rt auf- bewahrt und eS durch Verhüllen mit Decken oder Tüchern vor Stanb lind den Einwirkungen kalter Luft schützt, so wird man ,m FrMahr keinen Aerger durch Schäden des Rades haben und cs binnen kürzester Frist in acbtcnidisfäliiQen Zustand versehen können, .

ß Stellung der Pflanzen in einem geheizten Zimmer. Vllanrcn welche nicht gut große Wärme vertragen, können dennoch int aeheZ n Zimmer, ohne Schaden zu nehmen, gehalten werden, wenn malt si- aus der Fensterbank dicht an das Fenster stellt und durch Anbringen eüics oqenannten kleinen Windschirms aus Pappe vor der Zunmerwarme schützt ^Der Wiudschirm muß selbstverständlich die Pflanze nur von einer Seite'der nach dem Zimmer zu gehenden, ziemlich hoch umgeben, um die vom Ofen ausströmende Hitze von der Pflanz- abzuhalien. Die von der anderen Seite durch die Fensterritzen eindrmgeude Kuhle macht sich eben­falls geltend und mindert die Wärme schon herab. Auf diese Weise gestellt und umgeben habe ich nun schon seit zwe, Wintern zwei Töpfe mit Keinen Edeltannen, die sonst keine Zimmerwärme vertragen, tm geheizten Wohn- zimmer stehen, und sie gedeihen prächtig. Dir halbrimd gebogene Pappen- Windschirin ist mittels des Brcnnstistcs mit einem Ornamenten - Muster ansgeschuiückt, was recht hübsch aussieht, (entnommen aus der praktischen I WochenschriftFürs Haus".)

den Poeten bte Stiesel drückest. Nacht) schläft er in einem «aal ! zwischen Kartoffelbergen. Auch mit der Briefbeförberung sah es damals übel aus; man konnte Briefe nur absenden und erhalten, wenn Posttag war. Im Lokalverkehr, der 1^ durch die Droschken oder die elektrische Bahn bewerkstelligt wird, fbtelte damals die Postchaise eine Rolle. Vornehme Personen, namentlich auch Damen Und kränkliche Leute ließen sich. m diesen Kasten bin und her tragen. Recht oft gerieten bte mit der Kutsche Reisenden in Lebensgefahr. Im Jahre 1768 D^m^Mor Semler von Halle nach Koburg. In Jena laßt der Postmeister vier wilde Hengste Vorspannen. Mit diesem Gespann fahrt der Postkneckst auf der Straße, die bei Orlamünde eine strecke lang sehr gefährlich ist, weil links eine iahe Tiefe hinab zur Saale führt, während rechts steile Felsen "ufragen. An dieser Stelle konnten 2 Fuhrwerke einander nicht ausweichen, die Postillione mußten deshalb unaufhörlich blasen und bte Fuhrleute mit der Peitsche knallen, damit dort angehalftn wurde, wo man ein­ander ausweichen konnte., Bei starkem Wind und Schneegestöber fährt nun ein Karren direkt m die Postkutsche hmem. Kems der beiden Fuhrwerke kann zurück; die Lenker fluchen unbändig und schimpfen einander, was fa auch heute nocy manaMal ist ähnlichen Fällen unter den Mitgliedern dieser Zunft Vorkommen soll Der Professor allein macht einen vernünftigen Vorschlag. Er' verspricht dem Kärrner freie Zehrung für emen Tag, so daß dieser seine Pferde ansspannt, sie auf der Anhohe htnunter- klitschen läßt und dann bett Karren soweit zuruckschtebt, daß die Kutsche vorbeifahren kann. Ihre Insassen stimmen darauf em Danklied an. Noch unangenehmer gestalteten sich Reisen m das Ausland. Im Jahre 1774 reiste der Leiter einer deutschen Erziehungsanstalt nach Holland, um dort Zöglinge für feine Anstalt zu werben. Weil das Marktschiff zu langsam fahrt, reist er von Frankfurt a. M. bis Mainz mit entern Fischerkahn, wofür er 1 fl. 30 Kr. bezahlt. Da es während der Fahrt stark regnet, so ist ihm der Genuß der schönen Landschaft verdorben und, behaftet mit einer starken Erkältung, kommt er tn Mainz an. Auchi von Mainz nach-Köln reist er mit einem Kahn; ferne Seele ist dabeibeständig trunken vor Vergnügen" über _ bte malerische Landschaft, während dem Mainzer Schiffer em L-tuck Schweinebraten und ein Schoppen Schnaps schmackhafter ist, als die ganze Pracht der Schöpfung. Von Köln nach Krefeld fährt der Reisende mit einem Lohnkutfcher, der einen ganzen Morgen mit ihm handelt, bis eine Abmachung zustande kommt, und der, obwohl er 10 Taler erhält, sehr langsam fährt. . Von Kleve geht die Reise mit der holländischen Post weiter, die als sehr unbequem geschildert wird. Ms die Pferde auf emem steinigen Wege durchgehen, leidet der Reisende schreckliche Schmer­zen von den Kisten, die in dem Wagen untergebrackst sind und ihm von allen Seiten gegen bett Körper stoßen. Blutend und halb bewußtlos steigt er aus und muß zur Erholung einen ganzen Tag in Delft bleiben. In Holland reist er viel mit der Trecksuite, einem großen Kahn, der auf dem Kanal schwimmt und vom Ufer aus von einem Pferde gezogen wird. Was dieser Mann damals unter den Eindrücken seiner hollanbl- schen Reise schrieb, das ivird mehr oder minder von dem Reisen in dieser Zeit überhaupt gelten, nämlich:Da ich bald eine Meile auf offener Kalesche mich zu schänden stauchen lassen mußte, bald auf einem offenen Boote den Wellen p-retsgeben muß.e, ha war es keine Freude mehr zu reifen.

Kindliche Kunst.

Von allen Forderungen der modernen Pädagogik war die, welche Erziehung zu Selbständigkeit und eigener künstlerischer Produktivität bezweckte, den meisten Mißverständnissen ausgesetzt. Man fürchtete, ein Geschlecht von frühreifen, fuper'lngen und eingebildeten Kindern heranzuzieheu, häufig auch hatte man nur Spott und Hohn für die so gezüchtete kindliche Kunst. Doch auch hier ist der Mittelweg der beste. Wunderkinder sind tm Gruudc nicmendens Ideal. Das einzige, was die Reformpädagogik will, daß die originalen Anlagen dcs Kindes in einer vernünftigen, rneisichtsvollcn Art gefördert werden; daß daun in Zukunft ungleich mehr erreicht werden kann, als bisher, davon ist sie allerdings überzeugt. Je weniger Zwang und äußerliche Beeinflussung, desto besserer Erfolg erwartet sie.' Tie Darmstadter kuusipüdagogische ZeitschriftKind und Kunst"*) bringt uencrdmgs Bcitrag- von Kindern, unter denen wir solche finden, : r die Richtigkeit der

vbengczcichncten Anschauung wohl zu sprechen und verraten dabei doch eine schöpferische Ai

Rätsel.

Nachdruck verboten. Geh! Geh!" sprach man zum alten Jahr. ES duscht davon; zum Angedenken An dies Ereigniß soll fürwahr G......g" nun all dein Leid ertranken.

Tas klingt es leisepst!" DaS inuß Tas Neujahr fein, schon horst du S klopfen. G......g" muß fort jetzt und es muß

Auch her, undpst!" kommt in die Tropfen. Ein Bißchen Eis nimm noch zuletzt; Nun herrscht ein Schtei'n, ein Jubmren. Wer die zweig" zu hoch geschätzt, , Wird auch vompst!" die Folgen spuren. u.

Auflösung in nächster Nummer.

Auflösung des Namenrätsels in voriger Nummer: Etmenie, Amanda, Elisabeth, Pauline, Elsride, Helen«;

Emilie.