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Fest; wenn der der erste Fahr wird, beim erst Worten, jedes (
m erstenmal gewaschen wird, wenn 'cht, das flaumige Haar geordnet int ersten Schritt, bei den ersten -chtig und wird durcb ein vrächj-
Auf dem 8. allg. deutschen Lehrerrnnentage zu. Dresden sprach Frl. Marie v. Bredow aus Berlin über die Notwendigkeit der Ergänzung und Vertiefung der geschichtlichen Bildung durch die Staats- und Ge- sellschaftskunde. Tie Belehrung über wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen der Gegenivart, ist auf geschichtlichem Gründe konkret zu entwickeln. Der Geschichtsunterricht hat die Aufgabe, rein sachgemäß die Kenntnisse zu übermitteln, welche zur Teilnahme am Gemeinschaftsleben befähigen, und die Neigung zu solcher Teilnahme zu fördern, Kenntnisse, welche übermittelt werden müssen, sind im wefeiitlichen: 1 Verfassung und Verwaltung des deutschen
.tiqes Fest gefeiert. Die Mädchen führen fast dasselbe Leben wie die Knaben und gehen fast ebenso gekleidet. Ausge- nommen an Festtagen, wenn ihre. Gesichter gepudert, die Haare sorgfältig zusammengerollt und die Arme mit Juwelen bedeckt werden, können sie nach Belieben umherlansin. Bald kommt der ereignisreiche Tag, tin dein die Ohren durchbohrt werden. Jetzt verläßt das Mädchen die Kindheit und fängt an, ein „Blumenleben" zu führen. Im Aeugern; und in ihren Bewegungen trachtet die junge Birmanin, einer Bluine zu ähneln, deren Köpfchen sich int Winde nmgtz und 'die Jünglinge zu bezaubert,. Fast immer gelingt es ihr auch, denn die Birmanin ist eines der reizendsten, lieblichsten Geschöpfe. Selbst das ärmste Mädchen ist an- mutig und hat eine Stimme, wie man sie sonst selten trifft. Die kleine Japanerin ist gleichfalls ein entzückendes Geschöpf, wie eilt strahlender, glücklicher, schöner Schmetter- L, 1 .— v i ... i • *1. fix Ss „ a X\.a ¥ r\vwn-t 4- ioi+ptl PtYt PTt
reitet- wenn der Grund dazu weder in einer Liebesmtrigue, noch in der Wacht lag, die dieser Dann auf sre wegen der Armenliga ausübt, — worin lag dann der Grund?
Etta ^erwidert^nichts, sondern blickte Chaüxville an, und er antwortete wiederum für sie.
Ich will jetzt nicht von Dingen sprechen, die Sie nichts angehen", sagte er. „Aber Sie müssen doch zugebeu, daß das Geheimnis der Armenliga Grund genug war, um mir eine kurze Unterredung unter vier Augen mit der Fürstin zm verschaffen." ...
Steinmetz ließ diese Bemerkung unbeachtet, er stand neben Etta, zwischen dem Baron und der Tür, und sein breites, tief gefurchtes Gesicht war von der Erregung des Augenblicks gerötet, seine großen, traurigen Augen hefteten sich besorgt auf ihr Gesicht.
(Fortsetzung folgt.)
Kiudttleben in aller Welt.
Ein anziehendes Thema behandelt ein soeben in London erschienenes Buch, „Worlds Children" von Dr. Mortimer Menpes und Miß Dorotby Menpes, das sich mit dem Leben der Kinder bei den verschiedenen Volkern befaßt und von den liebenswürdigen, bisweilen auch unliebenswürdigen Lügen der Kleinen erzählt. Von den Kindern des eigenen Landes interessiert in der Schilderung den Verfasser besonders das irische. Das irische Kind, „dessen einziger Freund das Familienschwein ist, hat eine Phantasie, die den Aberglauben in Poesie verwandelt. Selbst der Schmutz draußen wird von ihm mit lachenden, schadenfrohen Elsen bevölkert, die beim Hin- und Herspringen endlose Streiche spielen, jetzt das träge Schwein necken, danti die Kinder am Haar ziehen uitd springen, lachen und singen. Irische Kinder kümmern sich nicht um ihre einfachen, safrangelben Kleider, die sie jahraus, jahrein tragen, oder um das Hungergefühl im Innern zur Schlafenszeit, wenn sie schreckliche Geschichten von ungehorsamen Kindern horten, die zu Tode gekniffen wurden, von schönen Mädchen, dm beim Hören von Feenmusik dahinsterben, und von tausend kühnen schlechten Menschen, die von Feenspeeren getötet wurden. Sie sprechen niemals sorglos von ihtren, denn wenn die Wut einer Fee erst erregt ist, so ist das schrecklich." Die amerikanischen Kinder prahlen sehr, — die Knaben verbringen ihre halbe freie Zeit damit, umständlich zu beschreiben, wie sie aus dem Spielplatz andere Knaben schlagen. In jeder italienischen Familie hat das jüngste Kind es immer gut; wenn die älteren Geschwister auch öfter Hunger leiden, das jüngste Kind ist itnmer dick und zufrieden. Jeder macht einem Kinde Platz, selbst der ärgste Straßenverkäufer setzt den Preis seiner Süßigkeiten herab, und mancher Räuber ist mit Gesahr seines eigenen Lebens aus seiner Bergfeste herabgekommen, um sein Kind taufen zu lassen. In einigen Teilen Spaniens begrüßt die Mutter bei der Geburt ihr Kind damit, daß sie ihm mit einem Teller auf den Kopf schlägt; zerbricht der Teller, so ist es ein gescheites, verständiges Kind, anderenfalls macht es Sorgen. Die glücklichsten und zufriedensten Kinder in der Welt sind die birmanischen. Bei seiner Geburt wird das Kind freudig begrüßt, und nach nicht langer Zeit betrachtet es sich als Alleinherrscher, das seiner Mutter Haushalt und den ihrer Freunde mit absoluter Macht beherrscht. Die Welt scheint sür das Kind gemacht zu feilt. Es kann seinem Vater die Zigarre aus dem Mund nehmen und damit spielen, es kann den Garten des Nachbars verheeren, ohne auch nur ein ärgerliches Wort zu hören oder einen zornigen Blick An sehen. Alle Erwachsenen scheinen nichts Besseres zu kennen, als zum Vergnügen eines Kindes beizutragen. In jedem Augenblick sind sie bereit, mitzuspielen, Märchen zu erzählen oder ein Spielzeug anzufertigen. In jedem Haus und Garten int Dorfe hat düs Kind freien Zutritt, und niemals hört es das lästige „Es schickt sich, nicht". Die birmanischen Kinder sind wie in Japan die „Blüte des Landes" und werden sehr zärtlich und sorgfältig erzogen; jede Neigung wird aufmerksam beobachtet, die Eltern leiten beständig und unterdrücken schlechte Angewohnheiten int Anfang mit der sanitesten Autorität. Jede Geburt ist ein
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ling Selten weint sie, denn sie bekommt selten einen Klapps". Welche Mutter könnte auch das Herz haben, eine so zierliche Blüte zu berühren? Das kleine Mädchen liebt Spaß, Spielzeug, Süßigkeiten, Tee in kleinen Tassen; vor allem aber liebt es seine große, rundköpfige Puppe. Das Kind ist wunderbar spielerisch und sanst, immer ideal gekleidet und immer voll Selbstbeherrschung. Es hat einen entzückenden Mund, schöne Zähne und blitzende schwarze Augen, und es weiß dies auch Jede Japanerin will schon sein und jedes kleine Mädchen hat ihren zierlichen Lackkasten mit Rot und Puder. Das schwarze Haar hat einen blauen Schein, und aNe Mädchen wetteifern, wer sein Haar am kleid amsten trägt, wessen Haar am glänzendsten und glattesten ist, wessen Gürtel am zierlichsten gebunden ist und wessen Kleid am harmonischsten wirkt. Die halbe Zeit nimmt die Wissetischast des seinen Benehmens m Anspruch Tie Japanerin wird unterrichtet, wie sie gehen, kmeen und wieder ausstehen muß, ohne eine einzige Falte ihres „Kimono" in Unordnuung zu bringen. Sie muß richtig servieren können, ein Brett tragen und es zierliche aubieteu können, und von denkbar größter Wichtigkeit ist es, einem Gast zierlich eine Tasse zu reichen. Aus der Art, wie sie eine Tasse „Saki" reicht, kann der Mann ihren Charakter erkennen. Sie wird gelehrt, ihre Gefühle zu beherrschen, nicht zu weinen oder laut zu lacyen; ihr ^größtes Gluck liegt tn der vollkommenen Erwerbung der Selvstbeherrsch- ung und in der Macht, auch unter den betrubendsteti Umständen heiter zu lachen. In Indien wird die Geburt eines Knaben, durch das Anschlägen der Gongs gefeiert, damit die gute Nachricht überall gehört wird und die Nachbarn ihre Gaben und Glückwünsche darbringen können. In den ersten Lebensjahren wird das Kind als halbgottisch au- aesehen, und alle Frauen der Familie sind besonders fnr sein Wohlergehen besorgt. Mit vier Jahren aber beginnt die Erziehnng, bei der die äußerste Strenge obwal>et. ^st der Knabe vier Jahre alt, so befragt der Vater euren Astrologen, welches der glücklichste Tag ist, ihn zur Schule M schicken Ist der Tag festgesetzt, so wird der Knabe gebadet, man zieht ihm die beste Kleidern an und bringt ihn in den Tempel dEt er dem Gott der Gelehrsamkeit Opfer dar- bringe und ihn bitte, er möge ihn in seinem Schulleben gelehrt und fleißig werden lassen. Dann wird er zu eine Schule gebracht, wo eine Zeit strenger Disziplin besmiit. Kommt er morgens als erster in die Schule, so gibt mau ihm mit dem Stock einen Schlag über den Rucken, und feder folgende Knabe bekommt einen Schlag mehr, der letzte, natürlich eine reichliche Tracht. Kommt em Kind sehr spat, so mufi es eine Stunde lang aus einem Bem stehen, oder die Arme gerade vor sich halten, oder einen Ziegelstein hoch in der Lust halten. Für jede neue Stunde muß der Knabe dem Lehrer ein Geschenk geben.


