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Ihnen

schwierigen Posten. Ich tue mein seeischen Manieren zu meldern:

Auge mit vorwurfsvoll entsetztem Blick auf sich ruhen fühlte.Aber wirklich", sich rasch von Herrn Morgan mi dessen Schwester wendendich wollte nicht unhöflich sein. Tiefes Mahl wird mir ohne Zweifel viel Vergnüget machen, ich habe mich den ganzen Tag darauf gefreut."

Tann wollen wir es auch jetzt in Angriff nehmen", beruhigte Frau Wilson das junge Mädchen mit einem Lächeln, das zu sagen schien:O, wir beide verstehen einander."

So furchtbar auch die Zerstörung gewiitet hat, die der Natwnalkonvent hier vornehmen ließ mit dem Wunsch- alle Zeichen und Sputen der einstigen Königshcrrschaft W tilgen, so verdient diese Ruhestätte der französischen Könige auch heute noch unsere volle Beachtung, dank der kunstverständigen Rekonstruktion des berühmten Architekten und Archäologen Viollet-le-Duc, der, mit feinem Verständ­nis für die gotischen Bauformen begabt, den ehrwürdigen Bau unter Napoleon III. in alter Pracht wieder erstehen ließ. Von den Grabdenkmälern ist besonders schön das Ludwigs XII. (f 1515) und seiner Gemahlin Anna von Bretagne, ein Werk der Renaissance, dessen Skulvturen sich durch besonders innigen seelenvollen Ausdruck cms- zeichuen.

Tie kleine Gesellschaft begab sich jetzt paarweise in das Speisezimmer. Auf dem Wege dahin erklärte Frau Wilson in halblautem Tone dem Obersten, daß ihre junge Nachbarin wirklich ein sehr liebenswürdiges Mädchen sei: so warm­herzig, so natürlich, es fehle ihr nur der äußere Schliff, der ja leicht nachzuholen wäre.

Dann, meine werte Frau Doktor, beginnen Sie doch recht bald mit ihrer Erziehung", entgegnete der Oberst höf­lich.Es wäre schade, für Westfields eine Herrin zu haben, die seiner nicht würdig wäre."

. .»Aber das ist sie in der Tat", flüsterte Frau Wilson mrt Nachdruck,hochherzig und 'edeldenkend, wie Wenige, ^ihre Offenheit wird nur zu bald schwinden, fürchte ich, wenn sie mehr mit der Welt in Berührung kommt, und rhre Manieren werden sich unter freundlicher Leitung rasch ihrer Umgebung anpassen."

Der Oberst lächelte und blickte bedeutungsvoll zu Elli-

Dem Lauf der Seine abwärts folgend begeben wir uns dann nach St. Germain-en Laße, besten Schloß, Park und Terrasse gleiche Beachtung verdienen. Das Schloß, der Lieblingsaufenthalt Ludwigs XIII., die Geburtsstätte fernes . berühmteren Sohnes, Ludwigs XIV., war lange auch die Residenz des Sonnenkönigs, bis, wie man erzählt, der Anblick der Türine von St. Denis, dieser Wahrzeichen der Vergänglichkeit königlichen Glanzes, ihm den Aufent­halt verleidete, und ihn bestimmte, nach Versailles über­zusiedeln. Der einzige königliche Gast, den dann das Schloß noch beherbergte, war Jakob II. von England, ZMSNSWWMI sEfflWJES MS

Anstoß Ellinors imaeiiierteg6 m?' I Modelle römischer Waffen, Belagerungsmaschinen,

regte die ieden £ Cr< Brückenbauten, Nachbildungen jener riesigen Steintische

RifirSÄ SB" Ku- Stt,

Ihnen fast wie em Sviel iLrfnmmpn 2V1I endlich, die, 2400 Meter lang, sich am Ostsaume des Waldes Ellinor fehlt es gewiü^nie an Unt^b^trn^" 6et faulem auf dem steilen Seineufer dahinzieht, gewährt eine ent- 'O, sie ist nicht immer zückende Aussicht über das Tal des vielgewundenen Stromes

Ihnen" war die Entaeminnp, ° versichere ich I sowie über die weite belebte, mit unzähligen Dörfern

schwierigenPostenS faie3'^mmer einen mb Landhäusern übersäte Ebene, in deren Hintergrund die sttstchen Manieren £ T /lre »der- Türme von St. Denis und die Höhen des Montmartre mit

sinnw^ und lftr. eigen- den blendend weißen Kuppeln von Sacrß-Coeur das Herr-

Natürlich fühle icki "nrick^ >oBe- »che Landschaftsbild umrahmen. Der Vortrag eines schalk-

aber eine leichte Aufgabe ist Ä nicht ^szuharren, haften Volksliedes mit dem bekannten Kehrreim: Parta-

O geben Sie doch hnM , .... , r | geons-nous la corde usw. würzte die Ausführungen über

Pott fle hat das 8» .Sf h^rX9 ' ^9.uhFte btefe Bon Paris aus so viel besuchte Stadt. - Daim folgt ich. '.haben Sie iibrmenl Ä baä st'he ein kurzer Abstecher nach Asnitzres, das, so nahe bei

sie Ihnen vervflicbte?ist?" " 6et l^r erwähnt, tote sehr Paris gelegen, die FreudeU der Großstadt mit den Bor-

Fräulein Bassets obnebin faftfo rtwutst , teilen idyllischen Landlebens verbindet und als Wohnsitz

nm AueSchattteruna tvurbe no^ zahlreicher Künstler, Schriftsteller und Rentner, sowie als

Schattierung bleicher:Niemals!" Ziel sonntäglicher Ruderpartien unter den kleineren Orten

(Fortsetzung folgt.) ber Umgegend das größte Ansehen genießt.

" | Was Asnisres unter den Dörfern, das ist Saint-

hntt Oliirtß | ud unter den Städten. Amphitheatralisch am linken

M ", Semenfer sich erhebend, bietet die Stadt vom Flusse aus

(Französischer Vortrag.) | gesehen, einen entzückenden Anblick dar. Das Schloß ist

, .. o _ M r (Nachdruck verboten.) zwar verschwunden, das sich einst hier stolz erhob, und lnt r-r ^bktor Goetschy am Freitag vor ! Ui dem zwei französische Herrscher, Karl X. und Napo- dem seinerzeit von uns mitgeteilten Programm leou III. die Unterschriften vollzogen, die beide ihren Dhron Zefchickt getroffener Auswahl Proben der neueren I kosten sollten, jener, indem er die Ordonnanzen, die un- L sp In Novellenliteratur rezitiert: le Petit füt von I mittelbare Veranlassung der Julirevolution, dieser, indem- Elai-Piip «L?? derb realistische, Boum-Boum von I er die Kriegserklärung an Preußen unterzeichnete, aber rirf nf? ^dealisttsch-gemutvolle, les fapins von A. Theu- j noch bietet die Stadt viel des Interessanten: ihren herr- u"d la t» eitle e von Coppöe als ernste lichen Park, von dessen Terrasse das schönste Bild der

£rillf e' c «.fdhloß er letzten Freitag seinen aus I ganzeu Weltstadt mit ihren gewaltigen Baudenkmälern

Rezitationen zusammengesetzten Cyklus sich entrollt, von der Kirche Saere-Coeur im Norden bis

Orw hip1 sF>?r~u?er dle Hauptsehenswürdigkeiten der ! zum Pantheon im Süden, die grandes eaux, die den

die Ä»mnhi ststst'st iLhor um die Sonne sich stellt", I Hauptanziehungspunkt der im Herbst gefeierten Kirmeß

aleicb br-e f Afutralsonne französischen Lebens, j (la fete de St. Cloud) bilden und an Schönheit mit den

umitrabtt" ^st^bben, von ihrem Glanz Wasserkünsten von Versailles wetteifern können.

Lichtbilder bildeten den ansgewählte Stiller, feierlicher, majestätischer als die bisher ge­lehrreichen wie anreaenden AusMb^E ebenso schilderten Plätze wirken Versailles und Fontaine-

Redner die historische ü£noroÄUnSn' die der ! bleau. Hier stehen wir unter dem gewaltigen Eindruck, lerische oder ästhetische Bedeutungder die Erinnerung an Frankreichs größte Herrscher und Paris zu charaktZisieren nerfffi 9 ^gegenb; von Zeiten in uns weckt.

uns besonders die StttriehrrtTp^ wH b S.e?uS stsselt I Nachdem wir den weiten, nun verödeten Place d'armes

5 Ote Kathedrale mit ihren Königs grüften. j durchschritten. Betreten wir denEhrenhof" des Schlosses,