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und Würdigung wert.

Logogriph.

(Nachdruck verboten.)

Mein v verkündet laut: Ich darf dem Glück vertrauen! Ich fand in meiner Braut DaS w von allen Frauen. (Auflösung in nächster Nummer.)

. .1 des überirdisch schönen Mädchens Leben eine Wendung. Er! entbrennt

Redaktton: August Götz. - Rotationsdruck und «erlag der Brühl'schm UniverfltötS.Buch. und Steindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

Literarisches.

Marie v. Ebner-Eschenb ach. Agava. Berlin, 1.3. Tausend. Verlag von Gebe. Paetel. Die erste Hälfte des Quattrocento, Florenz und Rom bilden den zeitlichen und örtlichen Hintergrund für den Roman Agave", zwei berühmte Künstler jener Zeit, derBeginn des goldenen Zeitalters Italiens", Masaccio und Filippo Lippi, sind eng in die Vorgänge der Erzählung verwoben.

* Arme amerikanisch e Stud en ten. Aus New- ! York wird berichtet, daß zwölf Studenten der Abteilung für Jngenieurwesen in der Columbias-Universität während der Sommerserien auf transatlantische Dainpser als Oeler, Heizer und Reiniger gehen werden. Die Universitätsbehör- den haben diese Tatsache bestätigt. Die unbemittelten Studenten wollen damit Geld verdienen, um das Studium bestreiten zu können, und auch die praktische Gelegenheit benutzen, die Probleme des Märine-Jngenieurwesens zu studieren. Bekanntlich sind die amerikanischen Studenten aus guten Familien, die nur über beschränkte Mittel ver­fügen, während der Sommermonate auch als Kellner, Droschkenkutscher, Straßenbahnfahrer und Schaffner, Platz- anweiser und Statisten im Theater und als fliegende Buch- händler tätig. Diese Beschäftigung in verschiedenen Be­rufen bedeutet für die jungen Leute gesellschaftlich kernen Makel. Mn merkwürdiger Fall dieser Art ereignete srch kürzlich in Kalifornien. Der Sohn eines reichen Rechts­anwalts ging über Land nach der Leland-Stanford-Uni- I versität und arbeitete unterwegs für seinen Lebensunter­halt. Er kam nur mit fünf Mark in der Tasche air rrnd erbat sich, das Gras auf den Rasenflächen des Universrtäts- geländes abzumähen, die Schlafzimmer zu fegen, und scheuerir und andere Arbeit für den Unterricht zu leisten. Während seiner freien Zeit fand er auch Arbeit in einem Steinbruck). Seiner Familie gegenüber hielt er seine Be­schäftigung streng geheim, bis er unter allgemeiner Be­geisterung mit Ehren promovierte. Jetzt ist er der Partner seines Vaters. Viele bekannte Leute in Amerika haben auf ähnliche Weise die Universität durchgemacht.

vernraa Ebenso wunderbar ist es, zu sehen, wie sie mit I Doch ist dies historische und kulturelle Moment nicht die Hilke der gähne und der Lippen einen Moten zu machen Hauptsache der Erzählung; es bildet nur den -m aparten Erstellt ' I Farben gehaltenen Rahmen, in dem sich ein Menschenschick-'

rnnhprWare8 G?rame n fand wie russische I sal abspielt. Ihr Held ist Antonio Venesco, der Sohn eines wraue^XJttoten iünaft in ^der Reckinunasabteiluna der I Töpfers in Ariccia, einem Städtchen unweit von Rom.

Ural-Eifenbabn zu Siaratow statt §Die Erannnan- I An ihm entdeckt eines Tages Masaccio ein großes malerq ' die ihre Befähüümg I isches Talent und nimmt den schönen, fiir, die KUnst be- für das Amt eines Bureaubeamten bezw. Rechnungsbeam- geisterten Jüngling "nt nach Mrenz, fern^Schuler r-i h hp'r £1 matik f&hta eine Seite aus las ^in wenig, genialen Meisters der Brancacci-Kapelle und beginnt die SeS welterund S S önnen ersten edlen Früchte zu tragen. Da kommt Margherita,

SSÄrtt toten ' ^ dtese auck tüLt ^ und diese eine verarmte Verwandte Masaccios, nach Florenz, und gier mrfteb/icb selbst 'nicht" Damit war' die mathema- I das erste Zusammentreffen des überirdisch schönen Mädchens Sun wurde inGeographiege- mit Antonio gibt dessen Leben, eine Wendung Er entbrennt blätterte der Eraminator längere Zeit in I in heißer Liebe zu Margherita, verliert allen Sinn für Öm §brbuck> berum bis sein Mick endlich äuf den ernstes künstlerisches Streben und ruht nicht eher, als bis E,. 1,. SenSneitefteit Kreisen unbekannten Insel I Margherita seine Braut ist, Dann aber begannt er ]te zu

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Aufgabe geworden, fach, wahrend, der er 1(6)9:annnano i . L Aufseben Masaccio selbst erklärt

so gründlich geprüft wurde, in l^Urchen Aus- Es S.^ ^^ches Meisterwerk. Ms sein Schöpfer ent- ßfcrn6 ßr Watte" nur ein/ einftae Zeile qeschriebM Mppt sich Antonio, dem der tiefe Schmerz über die Un-

Sa Wtfa nS S das Vavier schÄr we?ß treue Margheritas alle Fesseln der Begabung gelost, der Steer ^wie^e? es'erhalte/ wiedw zurück Darauf verE in heißer Leidenschaft ein wundervolles Werk vollendet hat. ÄetesÄt?R-. K AL. und S«

sultat' beide Prüflinge waren durchgefallen. Dem Bu- 1 Y + h h t 1 ltn

reaubeamteu hatte die Unkenntnis der Insel, dem anderen d>e nicht beantwortete Frage nach den Pflichten eines Rechnuugsführers den Hals gebrochen. Nun kommt aber das Merkwürdigste: die beiden durchgefallenen Examinan­den umreit schon seit vielen Jahren Beamte der Rjasan- Ural-Eisenbahn und gehörten zu den tüchtigsten und um­sichtigsten Arbeitern.

in heißer Leidenschaft ein wundervolles Werk vollendet hat. Nun erfüllt sein Ruhm das Land. Der Herzog von Ven- timiglia nimmt ihn zu sich, damit er in Muße und Ruhs I weiter schaffen kann. Doch Antonio gelingt nichts mehr.

Gr hat seine Begabung nicht in der Hand, sein Können zer- I flattert unter einem kraftlvseit Willen, er vertändelt und I verdirbt sein Talent in Spielereien, und auch die Liebs I der Tochter des Herzogs vermag ihn nicht zu stärken und I zu neuem edlen Schaffen zu entflammen. Er sinkt immer I tiefer in Schwäche, Zerrissenheit und Haltlosigkeit, bis er in einem Wahnsinnsanfall mit seinen mißratenen Schöpfungen der letzten Monate sein Meisterwerk, sein einziges, verbrennt. Am Hofe des Herzogs kann er nicht mehr bleiben; ruhelos und ziellos irrt er durch drs Lands. Er trifft seinen Lehrer Masaccio wieder, der fern mit reifster Künstlerschaft erfülltes Leben in Antonios! Armen endet. Dann packt ihn die Erkenntnis über seine Natur uud seine Begabung:Für mich Denkenden, Fichlen- den. Ringenden gab's nur ein Erblühen; für meinen Schaffenstrieb nur eine unter den Stacheln der Werdens- gual entstandene, in Qualen wieder vernichtete Frucht. ähnlich der Agave, die da aufblüht für ernen be­rauschenden Frühling und am Erblühen stirbt. Und An- tonto kehrt heim nach Ariccia und wird wieder Töpfer wie ehedem. Antonio Venesco, der Jüngling, in dem eine große künstlerische Begabung schlummert, die ihn ein- mal in heißer, aus einem persönlichen Erlebnis geborener Wallung ein ragendes Kunstwerk schaffen läßt, dessen Cha­rakter aber fern Talent nicht zu zügeln und zu pflegen weiß, der es mißbraucht in Spielereien, bis es verdorben und er elend verkommen ist und ihm gegenüber Ma-

M Ä S Ä.-ÄÄS*fS vertreten typische Erscheinungen des Künstlertums, on seinem lichten Aufbau, in seinem gemesftnen, abgerund^ ten Stil, in der Sicherheit seiner Charakteristik ist dieses Werk einer Meisterin der Feder allgemeiner Beachtung