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Bildern, und von diesen zu den Möbeln, bis ins Kleinste herab. Es ist fast unabweislich, in allen Einzelheiten des Wohnraumes die neue Wohnungsästhetik zu erhärten. Der Ausgangspunkt dieser neuen Aesthetik aber ist, daß wir allen sogenannten Luxus aus unseren Häusern fort­schaffen und zur Aufrichtigkeit und Einfachheit zurück­kehren, wenn wir wollen, daß die Kunst wieder im Hause beginne. Dann muß unsere Sorge darauf gerichtet sein, daß wir nicht die goldene Regel verletzen, die uns William Morris gegeben:Behalten Sie nichts in Ihrem Heim, wovon Sie nicht wissen, daß es nützlich, wovon Sie nicht glauben, daß es schön ist!"

Vermischtes.

*Der Nährwert d e r S p e i s e n ist nicht von allen Nahrungsmitteln genau bekannt, und von dem, was die Sachkundigen ermittelt haben, weiß man in weiteren Kreisen meist auch noch zu wenig. Der Nährwert von Fleischsuppen tvird noch vielfach überschätzt, übrigens auch der von Austern. Fische enthalten nach einer allgemein verbreiteten Annahme besonders viel Phosphor in ihrem Fleisch und sollen daher namentlich für Leute, die haupt­sächlich mit dem Gehirn zu arbeiten haben, em empfehlens­wertes Nahrungsmittel sein. Dieser Glaube hat aber eine Bestätigung durch wissenschaftliche Untersuchungen bisher nicht erhalten, denn es besteht auch kein sicherer Nachweis dafür, t ' sich in Fischen mehr Phosphor fände, als in ander- ! Fleisch. Außerdem wird Fischfleisch wegen der kurzen . die-fasern für besonders leicht verdaulich ge­halten. j . ca) dürfte es darin einem mageren Rindfleisch nur gle-ch-teheu. Viel schwerer verdaulich dagegeu ist fettes Hammelfleisch: kaltes Hammelfett ist geradezu als un­verdaulich zu bezeichnen. Der Fettreichtum fällt überhaupt stets nach dieser Richtung hin ins Gewicht. So sind Dvrsch- und Weißfische als magere Fische bekömmlicher als der fette Lachs und Aal. Mit Bezug auf leichte Verdaulichkeit und Nährwert gleichzeitig nimmt der Hering vielleicht die erste Stelle ein. Unter den Pflanzenstoffen sind Erbsen, Bohnen und Linsen als Nahrungsmittel als die wichtigsten zu betrachten. Die Linsen waren eins der ältesten Mittel der menschlichen Ernährung, und die rote ägyptische Linse lieferte wahrscheinlich das Gericht, um das Esau seine Erstgeburt an Jacob verkaufte.

* Ein schönes Geschichtchen aus Kinder­nr und erzählt derFranks. Generalanz.": Das 2y2 Jahre alte L-eschen bekommt kurz vor dem Schlafengehen noch etwas zum Knuspern.Mamachen, leg' mich doch in Papas Bett." bittet die Kleine. Die Mutter, welche zuerst der Bitte nicht nachgeben wollte, willfahrt schließlich dem Wunsche ihres Lieblings. Nach einiger Zeit, als sieaus­geknuspert" hat, ruft Klein-Lieschen:Mama, nun leg' mich m mein Bettchen." Die geduldige Mama tut dies, kann sich aber nicht enthalten, die Kleine nach ihrem sonderbaren und außergewöhnlichen Verlangen zu fragen. Ei, Mamachen, giebt das kleine liebe Herz ganz treu­herzig Auskunft,ich will keine Krümeln in meinem Bett­chen haben!"

* Hauskatze und Feldhase in trauter Eintracht nebeneinander zu sehen, ist ein Bild, das man gewiß mcht 8U sehen bekommt. Dieses Bild ist gegenwärtig m Gernsheim, wie man von dort schreibt, zu sehen und erregt Verwunderung. Als vor einiger Zeit in auswärtigen Blättern von einer Wtzin berichtet wurde, die einen jungen Feldhasen säuge, glaubten wir an eine Mystifikation des betr. Berichterstatters oder einen verspäteten Aprilscherz. Wre ivir uns aber dieser Tage durch Augenschein über­zeugen konnten, bestätigt sich die Mitteilung voll und ganz. Der glückliche Besitzer diesesNaturwunders" ist Herr Gg. Metzger, der gerne die Besichtigung desselben gestattet. Nach unfern Nachforschungen erfahren wir: Bor drer Wochen beobachtete die Hausfrau, daß die Katze sich unter dem Küchenherde gelagert hatte, und ein auffälliges Benehmen zeigte. Bei näherem Zusehen erkannte man, daß dieselbe einen ganz jungen Feldhasen von ea, 10 £agcn sauge. Leider hat man den interessanten Fall verschwiegen und wird derselbe erst jetzt bekannt. Man begegnet aber begreiflicher Weise überall einem ungläubi­

gen Kopfschütteln. Der Feldhase soll in den drei Wochen seit ihn die Katze nährt, recht ansehnlich gewachsen sein Jetzt wird er noch ausschließlich von der Katze genährt. Es ist rührend zu beobachten, mit welcher mütterlichen Sorgfalt dies geschieht. Auffallend ist, daß der Hase keine Spur von Scheue und Wildheit zeigt, die doch seinen Brüdern im gleichen Alter in so großem Maße eigen ist. Man kann sehr gespannt sein, wie sich dieses Idyll werter entwickelt.

Msde.

Wiener Mode", 16. Jahrgang, 16. Heft, Ausgabe vom 15. Mai. Für die Dame von Welt, sowie für die einfache, bürgerliche Frau ist es von großer Wichtigkeit, das Neueste in der Mode bald zu sehen, ehe es noch ge­tragen oder in den Schaufenstern der Bekleidungsbranche sichtbar wird. Nimmt doch die Anfertigung meist viel Zeit weg, und vom Wunsch bis zur Erfüllung ist oft ein weiter Weg. Da bringt nun schon jetzt dieWiener Mode" die neuesten Gartenkleider, Kurorte- und Promenadentoiletten^ Besuchs- und Straßenkleider für den täglichen Gebrauch, Sportkostüme für die fesche Jugend, neue Hutmodelle, eine bedeutende Blusen- und Jackenauswahl in den verschiedensten Ausführungen. Besondere Anerkennung verdient, daß die Wiener Mode" oft Toiletten bringt, die aus älteren Kleidern gefertigt werden können. Ist doch die Sparsamkeit eine der ersten Tugenden unserer Frauen, und wie hoch muß man eilte Dame achten, die es versteht, ans getragenen Kleidern etwas Neues herzustellen. An den reich illu­strierten Modeteil des stattlichen Heftes schließen sich Hand- arbettsvorlagen für jede Technik an, und endlich der unter­haltende Teil, der interessant genug ist, die freien Stunden des Tages anregend auszufüllen. Das Abonnement kann den Damen aller Stände warm empfohlen werden. Preis 2,50 Mk. vierteljährlich. Zu beziehen durch alle Buchhand- lungen sowie direkt vom Verlage derWiener Mode" in Wien VI/2.

De dobbelte Buchfiehrungk.

(Nachdruck verboten.^

Herr Schmitz erzeehlt beit Wärt in Schwan: Ten Ed'ward, meinen Sohn, Hab' zu än Goofmann ich gedhan Vor'n Jahr in Kondition.

Tas Wiegen un das Diedendrehn Tas gann er schon famos, Liniieren dhut er wunderscheen Un is in Briefschrei'm groß.

Te Buchfiehrungk bloß will noch nidj In seinen Schädel 'nein;

Tennidaljän'sch", schreibt er an mich, Undobbelt" soll die sein."

Hm", spricht der Schwan-Wärt,sonderbar", Un gukt de Kreide an, Tie is ja doch än" jeden klar, Ter leidlich rechnen gann.

Ich hab' se an der Thiere hiev Mir spielend beigebracht;

Statts Zwee schreibt mer einfach Mer, Un statts der Vier 'ne Acht."

Edwin Bormann.

Delphischer Spruch.

(Nachdruck tierboten.)

Ketten und Regimenter und Menschen was haben sie alle? Nimm dem Worte den Kopf, spricht eS znm Herzen vertraut.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Schachaufgabe in vor. Nr.r

1. 8e7d5, Lb5: 2. De8f. 1. . ., Ke6 2. Df5f. 1.

Sc7 2. Sb6ft. 1. . Kc8 2. De8f. 1. . Sg6 2. Df5f.

Redaktion: August Götz. Rotationsdruck und L'erlag der Briibl'schrn UniversitätS-Buch. und Cteindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.