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tiefen Eindruck ausübt, und Holder versichert, daß ihn das knurrende Krächzen des Semotilus vom St. Lorenzstrom sehr häufig veranlaßt habe, den Fisch in sein Element» zurückzutun. Im allgemeinen sind die Stimmlaute der Fische noch nicht völlig aufgeklärt, und Holder macht den Vorschlag, diese Laute in Phonographen aufzufangen, um ihnen ein eingehenderes Studium widmen zu können. Dieser Vorschlag verdient jedenfalls Beachtung, denn auch den Laien würde es interessieren, einmal die schreienden, narrenden und musizierenden Fische zu hören. Man hat o viel von wissenschaftlichen Zwecken des Phonographen gesprochen, daß es wohl an der Zeit wäre, den Beweis zu ühren, daß sie diesen Zwecken zu dienen vermögen. Einst­weilen haben wir doch den Phonographen nur als lärm- machendcs Instrument kennen gelernt.

Sonderbare australische Höhlen.

Bon John Plummer.

(Nachdruck verboten.)

Unter den zahlreichen kleineren Höhlensystemen, welche man in Neu-Süd-Wales gefunden hat, sind keine bemerkens­werter als die bei Oaky Creek gelegenen. Dieselben be­finden sich inmitten einer mineralreichen Gegend, in welcher häufig Gold, Silber und Zinn gefunden werden und wo auch Diamanten und andere Edelsteine vorkommen. Alle Flüsse in der Umgegend sind mehr oder weniger gold-> haltig, und einige der ältesten und reichsten Goldfelder in dem Staate finden sich in einem Umkreise von einigen Kilometern. Die Höhlen liegen in der Nähe von Cudgegong, einem kleinen, aber blühenden Dorfe, welches von wohl­kultivierten Farmen umgeben ist. Der Mineralreichtum des Distrikts ist sprichwörtlich, der ganze westliche Teil ist ein immenses Goldfeld.

Der Ciedgegong River, an welchem der Ort gelegen ist, st ein goldhaltiger Fluß, welcher am Mount Benben ent- . iringt, einem Berge der australischen Alpen. Die Gegend, Kelche dieser Fluß durchströmt, ist stellenweise höchst pittoresk. Der Eingang zu den Höhlen liegt in einem ab­gelegenen Winkel, an dem man ahnungslos vorübergehen kann, ohne seinen wirklichen Charakter zu bemerken. Wie die Höhle entdeckt wurde, ist nicht bekannt, doch muß der erste Erforscher ein beherzter Mann gewesen sein. Die Oeffnung ist sehr klein, eben nur groß genug, daß eine Person von mäßiger Größe hindurchkriechen kann, und wenn der Besucher dies sicher ausgeführt hat, so findet er sich von tiefer Finsternis umgeben. Doch sobald eine Kerze an­gezündet wird, findet eine wunderbare .Veränderung statt und ein bezaubernder Anblick bietet sich dem Auge. Man erblickt eine Menge zierlicher, phantastisch geformter Stalaktite und Stalagmite. Der Boden ist ein weites Lager von kohlensaurem Kalk und von den Dächern und Seiten der Kalkhöhle hängt dasselbe Mineral in seltsamen, zu- fammengeballten Figuren herab, die bald künstlerisch und bald grotesk erscheinen. Doch der unvorbereitete Besucher kommt zunächst nicht dazu, die Schönheit dieser natürlichen Formationen zu bewundern, denn ein anderer Anblick erfüllt ihn mit schauderndem Entsetzen und macht, daß fein Haar sich sträubt. Kaum erhellt das Licht die Finsternis, so ge­wahrt er d ie Anwesenheit ganzer Scharen von Fledermäusen, deren schwirrender Flug ihn an das Treiben von Polter­geistern oder anderer Bürger des Geisterreiches glauben läßt. Rechts vom Eingang befindet sich auch ein massiver weißer Block, welcher durch das beständige Tropfen des Kalksteins gebildet worden ist und der wegen seines über­natürlichen Aussehens und seiner Aehnlichkeit mit der menschlichen Gestaltder Geist" genannt worden ist. In dieser großen Höhle befinden sich vier oder fünf Kammern, welche alle ähnlich geformt sind. In der größten östlichen Kammer füllt durch einen engen Spalt in der oberen Erd­rinde, der terra firma, ein winziger Lichtstrahl herab, der die intensive Dunkelheit im übrigen Teil der Kammer nur umso schreckenerregender macht. Die große Höhle führt zu einer anderen, dem sogenanntenBlow Hole", dessen Myste­rien nie ergründet worden sind. Der Eingang wird durch einen Spalt gebildet, welcher dieselbe Größe hat, wie der Eingang der ersten Höhle. Wirft man jedoch einen Stein hinein, so vergehen einige Sekunden, bevor man hört, daß

derselbe den Boden berührt. Auch für den Wagehalsigste« genügt dies als Warnung vor dem Abgrunde, der jeden-, falls da drinnen gähnt. Wer in diese Höhle hineinginge, würde sich buchstäblich in die Krallen des Todes begeben. Personen, welche mit den Höhlen bekannt sind, äußern die Meinung, daß bei der Erforschung des Blow Hole noch eine weitere Reihe unterirdischer Gänge oder Kammern ent­deckt werden würde. Gegenwärtig werden die Höhlen selten' besucht, da ihr Vorhandensein außer den Bewohnern ben Gegend nur verhältnismäßig wenigen bekannt ist.

Vermischte».

Die Geschwindigkeit unserer Verkehrsmittel ist in vergleichender Weise äußerst interessant und giebt uns in nachstehender Skala ein getreues Bild der Leistungen. Als Norm sei der Fußgänger angenommen, der bekanntlich 5 Km. in einer Stunde ohne besondere Anstrengung zurück­legt. Beim Pferde ist der Trab ins Auge gefaßt, oas Radi im Tempo eines geübten Tourenfahrers, das Motorzweirad in seiner höchsten Leistung, ebenso der schnellste Eilzug Deutschlands und 'zum Schluß ein 4-Cylinoer-Motorwagen von 30 bis 40 HP.

Der Fußgänger in einer Stunde 5 Kilometer, das Pferd 20, das Rad 25, das Motorrad 50, der Eilzug 80, das Auto­mobil 100 Kilometer.

Wir sehen hiermit, daß das Automobil an der Spitze aller Fortbewegungsmittel steht und voraussichtlich nicht so schnell aus dieser Position gerüctt werden dürfte.

Liebe und Wissenschaft. ,Ja," sagte er zu der hüb­schen Lehrerin,ich liebe Dich und würde für Dich bis ans (£nbe der Welt gehen."

Du kannst nicht bis aus E>tde der Welt gehen, Georg. Tie Welt oder Erde ist rund wie eine Kugel, und nur an den Polen etwas abgeplattet. Eine der ersten Geographie­stunden ist der Gestalt der Erde gewidmet. Du mußt es auch gelernt haben, als Du ein Kind warst."

Natürlich lernte ich es, aber"

Es ist auch keine Theorie mehr, sondern es ist als. Tatsache bestätigt."

Ich weiß >vohl. Ich wollte damit auch nur sagen, daß ich alles Dir zu Gefallen tun würde. Ach, wenn Du wüßtest, welche schmerzliche Leere"

Es giebt keine Leere, Georg. Die Natur läßt kein Vacuum zu. Aber selbst wenn es ein solches gäbe, wie könnte daun etwas in demselben schmerzen?"

Ich wollte sagen, daß mein Leben ohne Dich ein­sam sein würde, Tu bist der Gedanke meiner Tage, der Traum meiner Nächte. Ich würde überall hingehen, nm bei Dir zu sein. Wenn Du im dunkelsten Afrika oder am Nordpol wärst, so würde ich zu Dir fliegen. Ich"

Fliegen! Es wird mindestens noch ein volles Jahr­hundert dauern, bis der Mensch fliegen kann. Selbst wen« die Gesetze der Schwerkraft erfolgreich überwunden sind, so besteht d och nach Ansicht der Gelehrten noch die Schwierig­keit"

Nun, denn", rief der junge Mann kurz entschlossen, ich meinte damit, oaß ich Dich zur Frau will. Das war's, was ich sagen wollte."

Wenn Du oas meintest. Georg, so habe ich nichts dagegen. Dagegen sprechen oie Naturgesetze nicht. Um­arme rnich Georg!" Tit-Bits, .

Tauschrätsel.

(Nachdruck verboten.)

Mit süßem Tongewirre Umschmeichelt es den Sinn. Loch änderst du ein Zeichen, Gern sitzt du nun darin. Und änderst du cS wieder, Dann, zahnlos, beißt es sehr. Und änderst du es wieder Wenn s schlecht ist, macht'S Beschwer.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung der Charade in vor. Nr.r Schildkröte.

Redaktion: Curt Plato. Rotationsdruck und S erlag der Brübl'scheu UniversitätS-Buch. und Cteindruckerci (Pietsch Erben) in Gießen.