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Ariedrich ^echt u»d andere.
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starrte ihn mit furchtbarem Ernst" durchdringend an, führte ihn an die Tür des Besuchszimmers, schloß sie art und schlug sie mit einer tragischen Gebärde weit auf.
Clifford gehorchte und sah überhaupt nichts, weil es
haften Farben,
Schilderung herauszuheben. Pecht erzählt: i zemoen Juprr tnAhifnMinhrma raumem
" ' , den ich gleich, nach meiner Ankunft, von seiner kurzen Beinen allerduigs, dem se« wohlgenährtes Vamp i ,
Reise durch Frankreich zurückgekehrt, getroffen, wollte nun, I wie sein behäbiges Auftreten das Ausseher r
Sie haben sich gut gegen Einbrecher verwahrt, tote I voll Bewunderung französischer Kirnst und der Franzosen, ich sehe" sagte et, indem et darauf drang, das Verriegeln wie er es war, ja sie zu meinem nicht geringen Aerger bestatt ihrer zu übernehmen und mit Staunen gewahrte, wie ständig überschätzend, mit seiner Frau den Winter rn Parts fest und stark dieser Schutz war. zubringen. Er hatte sich zu dem Ende auf dem Boulevard
Tie kleine Dame fuhr, ja sprang nahezu auf. des Italiens eingemteiet, wo ich beide oft besuchte Da
O Mr. King", ächzte sie in einem Don des Entsetzens, sollte ich sie nun etnes Tages tm Louvre herumfuhren,
.„-machen Sie sich darüber nicht lustig. Es ist zu schrecklich. Als ich kam, sagte er mir es würde etn junger Musiker
Ich fühle mich nicht mehr sicher. Letzte Nacht - o !" und Schwager von Friedrich Brockhaus auch noch mit seiner
y Sie hielt inne und schloß die Augen, als ob sie auf Frau erscheinen, und erzählte mtr einstweilen, daß derselbe
dem Punkt stände, ohnmächtig zu werden. Und Clifford von Riga hierhergekommen set, um womöglich etne Oper
sah bei dem schwachen Lichte, das durch die verstaubten hier zur Aufführung zu bringen und Richard Wagner heiße
Fenster über der Vorder- und der Hintertür hereinfiel, daß I Bald kam denn auch der trotz ferner viel zu kurzen Berns ihr kleines, schmales Gesicht von irgend einem furchtbaren auffallend elegant, ja vornehm erscheinende junge Mann mit
Gedanken ganz entstellt worden war. I einer so wunderhübschen Frau am Arm, daß sre altern schon
Nun, und was ereignete sich denn letzte Nacht — o!" ausgereicht hätte, das Ehepaar interessant zu machen, auch
R' er in einem so heiteren Tone als ihm möglich war, wenn Wagner selber nrcht einen so bedeutenden Kopf gehabt
er Hoffnung, ihre Nerven damit zu beruhigen. I hatte, daß er unwillkürlich fesselte. Vor den Blldern war
Doch anstatt ihm ohne weiteres zu antworten, öffnete I er erst zerstreut und offenb ar abwesend, entwrckecke aber,
die Keine Miß Theodora ihre matten lichten Augen und I sich Susammennehmend, bald eure so gerstrerche Lebendrg-
starrts ihn mit furchtbarem Ernst" durchdringend an, I fett, daß wir rasch um so eher bekannt wurden, als er, der
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»niivw uiu, ,uu ™,, ------ V. , der Bilderschau speisten wir gemeinsam in einem Restaiirant,
ganz finster war. Als seine Augen nach einigen in fast I und hier erzählte er uns>rn ferner dte Worte^wte^etn Schnee- unheimlicher Stille verbrachten Minuten sich! an das Dunkel gestober heruntersprudelnden Art nun ferne Abenteuer auf gewöhnt hatten, sah er, daß die Fenster von innen auf der Reise hierher wo er, rn etner kletnen Barke abgefahren die gründlichste und durchdachteste Weise mit Geräten und vom Sturm nach Norwegen verschlagen worden war Nicht querüber zu beiden Seiten der Fenster festgenagelten Pfosten I minder, wie ihm dort das Pferfen des „Windes rn dem ge- verrammelt waren. frorenen Takelwerk einen so seltsam dämonischen Eindruck
„Aber", sagte er ganz erstaunt, „Sie scheinen sich ja gemacht, ja wie die reinste Musrk gellungen habe sodaß thm, auf eine Belagerung vorzubereiten!" I als einmal noch rm Sturm plotzlrch ern Schiff vmihnen
Er hatte bei sich schon entschieden, daß die überspannte ausgetaucht, aber ebenso rasch wieder rm Dunkel der Nacht
Keine Dame infolge der Auftegungen der letzten Monate verschwunden sei, alsbald, drrfliegendeHollan^ W-»
den Verstand hoffnungslos verloren hätte. fallen Ware, und er jetzt rn Gedanken rmmer erne Musrk
„Wir sind auch belagert", flüsterte sie mit einem dazu komponiere. Da rch, angezogen ?vn dem unwrdersteh-
Blicke, der diese Vermutung bestätigte. „Ich sehe Wohl, lichen Rerz dieses Umgangs, bald'
daß Sie meinen Worten nicht glauben, daß Sre denken, und ohnehin, wie er mern Gluck rn Parrs suchend, gernerm es sei nichts als Einbildung von mir. Mer fragen Sie fame Interessen aller Art mit ihm so besuchte rch nur meinen Vater." ihn öfters in der Keinen Wohnung, dre er rn der Rue
M>e Clifford hieraus etwas erwidern konnte, war sie I du Helder vier Treppen hoch gemietetund auch gwtch rasch über den mit Steinen belegten Gang gegangen, hatte I natürlich auf Kredit — mvblrert hatte. Derrn.auch zum die Tür des Speisezimmers aufgerissen und forderte ihren I Schuldenmachen hatte er mit fernem alten Schauspielerblut Besuch mit einer Bewegung auf, einzutteten. I offenbar eine angeborene Begabung. Da horte und sah
Als! der junge Mann, der sich schon vor der Unter- ich nun die Oper allmählich Gestalt gewinnen, die uitfere Haltung fürchtete, der er hier mit ihr Stand zu heilten I nähere Bekanntschaft vermittelt hatte. Lerder war er ern haben wurde, es tat, fühlte er sich sehr erleichtert, den viel zu fchlechterKlavrerspieler und Wem schlechter Obersten hier zu finden, der am Kamin, mit der Brille eine I Musikkenner, um je wit Gewißheit unterscheiden zu lonnen, Zeitung lesend, saß. ob er eine WirKich geniale Schöpferkraft besetze. Umso snyerer
Zu Cliffords Erstaunen und Beunruhigung war aber I war feine magische Anziehungskraft uno ferne frühe liebet« die Veränderung des alten Mannes so groß wie die feiner I legenheit in allen anderen Dingen, sowie der angeborene Tochter. Adel einer Natur, die ihn ber aller Leidenschaftlichkeit und
Oberst Bostal, obschon seine Kleidung abgetragen und I allem sprudelnden Witz niemals gemein oder trivial aus- altmodisch war, hatte sich immer noch eine Art soldatischer sehen ließ. Erst sechsund^zwanzig!
Nettigkeit erhalten, er trug das Haar immer noch kurz I eine Weltgewandthert und Unerschöpflichkeit der Hilfsmittel, geschnitten und den schneeweißen Schnurrbart gut gepflegt, I die mir sicherlich nie wieder so erschienen sind.
sodaß er sich eine gewisse Schmuckheit und vornehme Halt- I lieber seine erste Zusammenkunft mit Heinrich Heine ung bewahrt hatte. Jetzt hatte er jede Spur davon ver- erzählt Pecht, wie folgt:
koren. Seine Schaltern waren gebeugt, das Haar hatte tiefer ersten Pariser Zeit war es auch, wo mir
lang werden können, der Schnurrbart hing zottig und lose £au-ße nach der Wagners zugleich die lang ersehiite Be-
über einen rauhen, verwilderten Backenbart. Und mehr xanntschaft Heinrich Heines vermittelte, indem er, mit ihm
noch als das, war in feinen Augen ein Blick, der in seiner rcf)on Migst näher befreundet, uns beide zu einem Keinen
Ruhelosigkeit ebenso jämmerlich war, wie der gespenstige gemeinsamen Diner bei dem der Oper gegenüber besind-
Ausdruck, den Clifford in den Augen Miß Theodoras be- I Restaurant Brocci einlud, wohin auch Heine samt merkt hatte. | seiner Frau kommen wollte. Diese bildschöne Französin
Der alte Mann fuhr empor, als er den Besucher ge- |Tltq nun zunächst allerdings einen glänzenden Sieg über wahrte, stand auf und hielt ihm die Hand mit mechanischer I beiben deutschen Frauen davon. Doll, naiv-anmutig altmodisch^er Höflichkeit entgegen; es war über zweifelhaft, I un^ unwissend wie ein Kind, verdunkelte sie sowohl die ob er ihn wirKich erkannte. I unendlich geistvolle, aber ziemlich verblühte Frau Laube,
(Fortsetzung folgt.) I M die seelengute, aber etwas hausbackene Frau Wagner.
Allerdings blieb sie mit ihrer üppigen Figur und dem wundervoll matten, samtartigen Teint etn bloßes Schaugericht, aber ein entzückendes, obwohl sie schwerlich rn tWm Leben über das gefährliche Kind hinausgekommen ist, dessen ------- ' i einen aber schon froh machen konnte. Heute, uvu vtin ... nur ungefähr wußte, daß er ein poete alle- titanb sei, behandelte sie denn auch kaum viel anders wie einen Kanarienvogel, liebte sie aber trotzdem offenbar zart- ’ mir niemals so sehr.als blln-
Friedrich Pecht, der Nestor der deutschen Kunstschrift-
steiler, ist dieser Tage in München im Alter von 89 Jahren I bloßes Lachen gestorben. In feinen Lebenserinnerungen „Aus meiner j von dem fie^ Zeit", die er in München hat erscheinen lassen, schildert er I 1 ,
t"1"* erste Begegnung mit Richard Wagner in so leb- I einen Kanarienvogel, liebte
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