Ausgabe 
6.2.1903
 
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E. B.

, zarre uu» Seidenmousselin, Gaze oder Tül

irische I mit Blumen, Federn oder schrllernden Cabochons, Em zier.

Redaktion: Curt Plato. Rotationsdruck und Berloci der Brübl'sck-en Universitäts-Buck, und Eteindruckerei (Pietsch Erben) in Gießen.

Silbenrätsel.

(Nachdruck verboten.)

Der Tertianer Emil ist Ein Bürschlein keck und munter. Er sammelt Münzen, radelt gern, Preßt Pflanzen auch mitunter. Für seine Sammlung hat Eins-EinS Ihm heut Eins-Zwei gegeben, Zwei-Drei preßt selbst er, um es ,n S Herbarium zu kleben.

Mit seinem Zwei-Drei ging er dann Hinaus bis zur Kaserne;

Dort sah er Eins-Zwei-Drei sich an, Denn so was sieht er gerne.

(Auflösung in nächster Nummer.)

Auflösung des Sinnrätsels in vor. Nr.: Vorwitz, Vorschuß, Vorwand, Vortritt, Vorschläge, Vorsatz.

deux ersetzt.

Ern beliebtes Ornament für die eleganten Cvrsages schöner Abendtoiletten bildet das Märiw-Antoinette-Ftchu

Bcmmmafse oft -m Stottm, *. tot,. G-»sitwass°>. .**® *" ,mtm

Wasalsohier noch in der Gegenwart direkt beob- Tas Material für elegante Besuchstoiletten bildet üok nrfitpt hiirh mno in Uriitvua vor Jahrtausenden geschehen 1 zugswetfe Sammet oder Tuch, sotvie eine Kombination dieser Kr t ta w«! beiden Ltoffe. Bon diskreter Eleganz war ein Kostüm aus

Nollenduna ibrer Künste versiecch ftim Im letzten Grund stahlgrauem,Wlastuch. Der Rock besaß ein schmales Tablter, ist die Errichtung des Parkes aus Chalcedon der Baukunst I während die glatten, tunikaähnlrchen Hrnterbahnen ttt L Bulkans M dan^n runde, mit schwarzem Samuiet unterlegte Zacken ausge.

" ' $U D :----------- I schnitten waren, welche auf einem hohen Formvolant ruhten.

Die vorn und rückwärts in breite Quetschfalten gelegte Taille

Pariser VJlOÖCvtlCt» war mit einem breiten, rundgezackten und Mit schwarzem

Bon Madeleine. I Sammet unterlegten Shawlkragen versehen, der em spitz

(Nachdruck verboten.) zulaufendes Plastron aus besticktem Tuch umschloß, Tre.

Ein unverkennbares Streben nach Originalität kenn- I selbe Zackenverzierung zeigten dre hohen Stulpen verwerten zeichnet die diesjährigen eleganten Abendtoiletten, in wel- Aermel. m

cheu wir bald einen Anklang an vergangene Epochen, bald Erne prächtige Be,uchst0ilette war aus schwarzem den Ausdruck einer neuen, immer mehr zu festeren Formen | Sammet gefertigt. Das schmale Dablier des Rockes war sich entwickelnden Geschmacksrichtung wahrnehmen können. I ebenso wie jedes der drei schmalen Formvolant' von weißen Wenn die Pariser Damenwelt auch der eigentlichen Reform- I Pannestreifen begrenzt, über die im Zickzack eine feine kleidung abhold ist, so gibt sich doch überall das' Bemühen schwarze Seidenschnur gelegt war. Dre Taille besaß zwei kiind, alles Beengende und Steife nach Möglichkeit aus leicht gewellte Pelerinenkragen, die Mvora über einem der Kleidung zu verbannen und dem Körper volle, iln- I geraden schwärzen Sammetplastron öffnete, "M " i5 o r r gehinderte Bewegungsfreiheit zu geben. Tie Wespentaille setzung das Tablter des Rockes zu Eine

ist ein überwundener Standpunkt, ja sie gilt vielmehr als Pagodenärmel legten sich über einen Puff weißer Panne unschön, und der früher so steife Stehkragen wird nur mit enger Manschette. Ter hohe, K^ade Umlegkragen, die noch mit weichem Seidensutter ausgelegt, da doch nur I Pelerinenkragen, die Aermel, das Plastronundd er schmale wenige Tameu sich entschließen können, auf den Kragen I Gürtel zeigten dieselbe Umrandung Mit Pannestreifen wie ganz zu verzichten und den Hals frei zu tragen. 1 vw Volants des Rockes.

Die Vorliebe für Pelz mackit sich auch an den lichtesten | Tie Modistin wendet augenblicklich ihre ganze Ptzaii- Ball- uiid Gesellschaftstoiletten bemerkbar, namentlich sucht I tasie der Herstellung eleganter Theaterhute M, die in Mits man elegante Wirkungen durch die Bereinigung von Petz eine außerordentlich wichtige Rolle spielen. Es Md meifr und Spitze zu erzielen. Man umrandet Guipure-Plastrons I zarte Gebilde aus Spitze, «eidenmousselin, Gaze oder Tuil. oder -Zwischensätze mit feinen Petzstreifen, schmückt irische I mit Blumen, Federn oder schillernden Cabochons. Em zier. Spitze mit feinen, reliefartigen Petzinkrustierungen, gibt I liches Theatertoque aus rosa Tüll und irischer Spitze wav luftigen Kravatten aus Seidenmousselin einen Abschluß I mit einem reizenden kleinen Zobel garniert, dessen Köpfchen durch einen schmalen Pelzstreifen oder verdeckt durch einen ein wenig über die linke Krempe geneigt war, als ov es solchen beit Kopf der Bolants an zarten Balltoiletten. Eine I den Tust dreier prächtiger Sammetrosen^ematmete, welche Bluse aus kirschrot gestreifter Libertyseide zeigte an den I von einem weißen, seidigen Flaum bedeckt waren.

Aermeln und den plastronähnlichen Vorderteilen schmale, 1 Einige etwas extravagante Modedamen versuchen, querlaufende Besatzstreifen aus grauem Biber. Oft sieht | orangefarbige Fitzhüte emzufuhren. Mit schwarzemt tzim. man auch ganze Plastrons aus schönem Petzwerk. ntet, schwarzen Federn und Jet.garmert, Huben diele Hure

Bon eigenartiger Eleganz tvar eine ganz in Schwarz wenigstens das Verdienst, originell zu sem- doch dursten gehaltene Balltoilette aus Crepe de Chine. Tas vorn blusig I «e wohl nur auf eine sehr beschrankte Aufnahme rechnen überfallende, viereckig dekollierte Corsage war mit einer und vorzugsweise von mutigen Bertretermnen der Tarn en­den Ausschnitt umrandenden Chennillestickerei geschmückt. | weit getragen werden, welche feder Kvttik zu trotzen wagen- Eine ebensolche Stickerei diente als Verzierung des Aermels, I--------

welcher mit einem Volant aus schwarzem, gesticktem Tüll I Die beide« Dulder.

abschloß. Ter int oberen Teil glatt anliegende Rock zeigte I (Nachdruck verboten.)

drei hohe Bolants aus gesticktem, mit Chenillemotiven ver- I «ft«, still und stumm

zierten Tüll; der en forme geschnittene Gürtel war gleich. Zwei Manner tttzen W11 und stumm

falls mit Chenillestickerei geschmückt. Eine schöne, dreireihige I Am ^.Zen Eichetitisch,

Korallenkette und eine weiße Aigrette vervollständigten bte I ? 'f JIrEXikf

ebenso kleibsame, als effektvolle Toilette. So matt, so träumerisch.

Schwarzer, griechischer Tüll mit reicher Chenillestickeret I Der eine seufzt entsetzensfahl

bilbete bas Material einer anberen Balltoilette, welche tote I Aus tiefster Brust empor,

die soeben beschriebene lebhafte Betounderung fand. Das I Der andre zieht zum ztoolsten Mar

miederartige Tüll-Corsage bildete tiefe, scharfe Zacken auf I Stöhnend die Uhr hervor.

einem Unterzug aus kostbarer alter, schwach gelblich getönter I @in herber Schmerz ist's, der sie quält,

Spitze und war aus den Schultern durch breite Achsel. I und keine Lindrung naht,

bänder aus schwarzem Tüll gehalten. Der Tunika-Rock fiel I Demi, ach, den ebetn Duldern fehlt

in tief ausgeschnittenen Zacken über ein Unterkleid aus | Der dritte Mann zum Skat!

weißer Faille, welches im unteren Teil mit sechs bis sieben schmalen, aber sehr vollen Bolants garniert war. Blaßrote Rosen am Corsage, sowie im Haar erhöhten die aparte Wirkung der eleganten Robe.

Mit Vorliebe wendet man sich für die Balltoilette auch immer wieder der Prinzeßfornt zu, welche für eine schöne Figur von unübertrefflicher Kleidsamkeit ist. So zählte zu den bemerkenswertesten Schöpfungen eines bekannten Modenateliers vor kurzem eine Prinzeßvobe aus leichter, rosafarbener Seide. Ein kurzer, golbpatlletierter Bolevo aus weißer Guipüre schmückte bas rund dekollierte Corsage und schloß vorn und rückwärts mit einem Volant aus Seiden- moufseliii geschmückt. Ten Ansatz des breiten, leicht ge­zogenen rosafarbenen Formvolants der Robe verdeckten prächtige, mit Gold paillierte Gurpüreornamente, und die beiden vorderen Seidennähte waren durch Guipüre-Entre-